| − | Der Name des Geschlechts der Hagenauer wandelte sich nach dem Historiker [[Äbte von St. Peter|Abt]] [[Willibald Hauthaler]] von [[Herren von Hagenau]], in Hag(e)nowe, Hag(e)nower und schließlich zu Hagenauer. Die Hagenauer stammen ursprünglich aus der Gegend bei Freising in [[Bayern]] und waren im [[14. Jahrhundert|14.]]/[[15. Jahrhundert]] nach ihrem Niedergang verarmt und entmachtet. Sie konnten sich im [[16. Jahrhundert|16.]] und [[17. Jahrhundert]] wieder empor arbeiten ohne jedoch jemals ihre einstige Stellung wieder zu erlangen. Im [[18. Jahrhundert]] wurden die Hagenauer durch Handelsgeschäfte und Nepotismus zu einer sehr einflussreichen Familie in Salzburg. Auch außerhalb von Salzburg pflegten sie freundschaftliche Kontakte zu den Mächtigen, vor allem über die Kunst und die Kirche. | + | Der Name Hagenau(er)ist aus Hagen und Au zusammengesetzt. Er leitet sich von dem althochdeutschen Wort hagan, was soviel wie “Hain, Einhegung” bedeutet, ab. Hag wiederum geht auf den germanischen Begriff haga/ hagaz, auch hagjô, hagjôn „Umzäunung“, „Gehege“ zurück und umfasst auch den Begriff „Schutz“ wie in hegen und behaglich. Darunter verstand man eine Umfriedigung eines Geländes durch gekapptes Buschholz, als lebende Hecke: Hierzu dienten dornige Sträucher wie Hagedorn (Weißdorn), Hagerose (Hunds-Rose) und Hagebutte, oder stark verwachsende Pflanzen wie die Hagebuche (Hainbuche),etc.. Unter Au oder Aue versteht man eine feuchte und ebene Flusslandschaft, die für eine Niederlassung bei frühen Urbarmachungen und Besiedlungen beliebt war. In diesen Besiedlungen waren meist ein Gehöft, also Einöden oder Weiler. Somit versteht man unter Hagenau die mit einem „Buschholz begrenzte Landschaft bei einem Fluß“. Der Name des Geschlechts der Hagenauer wandelte sich nach dem Historiker [[Äbte von St. Peter|Abt]] [[Willibald Hauthaler]] von [[Herren von Hagenau]], in Hag(e)nowe, Hag(e)nower und schließlich zu Hagenauer. |
| | + | Die Bedeutung des Namens stimmt sowohl mit dem Stammwappen (ein Hagenstrauch), als auch mit der historischen Funktion der Herren von Hagenau überein, wie aus (Urkunden des 11. und 12. Jahrhunderts hervorgeht. Die Hagenauer waren für die Urbarmachung sowie die Christianisierung von Gebieten östlich und südöstlich von Bayern verantwortlich. Auch noch Jahrhunderte später waren die Hagenauer stets bei Flüssen angesiedelt. |
| | Bekannt ist die Familie primär durch ihre Freundschaft zur Familie der [[Wolfgang Amadeus Mozart|Mozarts]] (Mozarts Geburtshaus, Mozartbriefe) und zu [[Michael Haydn]], sowie durch den Abt [[Dominikus Hagenauer|Dominikus]] von St. Peter. Sie hinterließen aber auch künstlerische Spuren in Salzburg und Umgebung wie das [[Siegmundstor]], die [[Mariensäule auf dem Domplatz| Mariensäule]] am Domplatz, oder das Schloss Freudenhain in Passau. | | Bekannt ist die Familie primär durch ihre Freundschaft zur Familie der [[Wolfgang Amadeus Mozart|Mozarts]] (Mozarts Geburtshaus, Mozartbriefe) und zu [[Michael Haydn]], sowie durch den Abt [[Dominikus Hagenauer|Dominikus]] von St. Peter. Sie hinterließen aber auch künstlerische Spuren in Salzburg und Umgebung wie das [[Siegmundstor]], die [[Mariensäule auf dem Domplatz| Mariensäule]] am Domplatz, oder das Schloss Freudenhain in Passau. |