DomQuartier Salzburg: Unterschied zwischen den Versionen
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Das DomQuartier Salzburg (DQS) wurde am [[17. Mai]] [[2014]] eröffnet. Der DQS-Rundgang vermittelt | Das DomQuartier Salzburg (DQS) wurde am [[17. Mai]] [[2014]] eröffnet. Der DQS-Rundgang vermittelt facettenreiche Einblicke in das ehemalige Zentrum [[Fürsterzbischof|fürsterzbischöflicher]] Macht. Er führt durch die Prunkräume der Residenz, die Residenzgalerie, den Dombereich mit Nordoratorium, Domorgelempore und Dommuseum sowie durch die Kunst-und Wunderkammer und das Museum St. Peter mit der Langen Galerie. Die Dombogenterasse gewährt einen einzigartigen Blick auf den [[Domplatz]], den Residenzplatz sowie die [[Salzburger Stadtberge|Stadtberge]] und die [[Festung Hohensalzburg]]. | ||
Vor mehr als 400 Jahren begannen die mächtigen Fürsterzbischöfe, die Stadt Salzburg in ein barockes Juwel zu verwandeln. Salzburg war durch den Handel mit [[Salz]], [[Tauerngold|Gold]] und anderen Rohstoffen äußerst vermögend geworden– und sollte durch die Arbeiten der besten Architekten der damaligen Zeit in eine repräsentative Residenzstadt verwandelt werden. Ergebnis war eine prächtige [[Barock]]<nowiki>stadt</nowiki>, die [[1997]] zum [[UNESCO-Weltkulturerbe|Weltkulturerbe der UNESCO]] erklärt wurde. | Vor mehr als 400 Jahren begannen die mächtigen Fürsterzbischöfe, die Stadt Salzburg in ein barockes Juwel zu verwandeln. Salzburg war durch den Handel mit [[Salz]], [[Tauerngold|Gold]] und anderen Rohstoffen äußerst vermögend geworden– und sollte durch die Arbeiten der besten Architekten der damaligen Zeit in eine repräsentative Residenzstadt verwandelt werden. Ergebnis war eine prächtige [[Barock]]<nowiki>stadt</nowiki>, die [[1997]] zum [[UNESCO-Weltkulturerbe|Weltkulturerbe der UNESCO]] erklärt wurde. | ||
Zu den bedeutendsten Bauherren des barocken Salzburg gehörte [[Fürsterzbischof]] [[Guidobald Graf von Thun und Hohenstein|Guidobald Graf von Thun]]. In seiner 14-jährigen Regierungszeit ([[1654]] bis [[1668]])prägte er das Bild der Stadt. Er ließ die [[Dombögen]] errichten, den [[Residenzplatz|Residenz]]- und den Domplatz gestalten sowie eine Gemäldegalerie bauen – die heutige Lange Galerie nächst St. Peter. Er schuf damit die architektonischen Vorraussetzungen | Zu den bedeutendsten Bauherren des barocken Salzburg gehörte [[Fürsterzbischof]] [[Guidobald Graf von Thun und Hohenstein|Guidobald Graf von Thun]]. In seiner 14-jährigen Regierungszeit ([[1654]] bis [[1668]])prägte er das Bild der Stadt. Er ließ die [[Dombögen]] errichten, den [[Residenzplatz|Residenz]]- und den Domplatz gestalten sowie eine Gemäldegalerie bauen – die heutige Lange Galerie nächst St. Peter. Er schuf damit die architektonischen Vorraussetzungen des DQS-Rundgangs. | ||
Kirchliche und weltliche Herrschaftsgeschichte, Kunstgeschichte, Architektur und Musik werden in einem einzigartigen Zusammenspiel präsentiert. Auf einem Weg, der 200 Jahre verschlossen war, erleben Besucher die 13 Prunkräume der bis zum Ende des Fürsterzbistums [[1803]] als fürsterzbischöfliche Amts-und Wohnräume genutzten Residenz mit ihren kostbaren Stuckarbeiten, Deckengemälden und wertvollem Interieur. Bis [[1918]] diente die Residenz als Wohnsitz der Mitglieder der toskanischen Nebenlinie des [[Habsburger|österreichischen Kaiserhauses]]. | Kirchliche und weltliche Herrschaftsgeschichte, Kunstgeschichte, Architektur und Musik werden in einem einzigartigen Zusammenspiel präsentiert. Auf einem Weg, der 200 Jahre verschlossen war, erleben Besucher die 13 Prunkräume der bis zum Ende des Fürsterzbistums [[1803]] als fürsterzbischöfliche Amts-und Wohnräume genutzten Residenz mit ihren kostbaren Stuckarbeiten, Deckengemälden und wertvollem Interieur. Bis [[1918]] diente die Residenz als Wohnsitz der Mitglieder der toskanischen Nebenlinie des [[Habsburger|österreichischen Kaiserhauses]]. | ||
Im 3. Obergeschoss der ehemals fürsterzbischöflichen Residenz werden Gemälde des 16. bis 19. Jahrhunderts gezeigt, mit Schwerpunkten in der niederländischen Malerei des 17. Jahrhunderts in italienischer, französischer und österreichischer Malerei des 17. und 18. Jahrhunderts sowie österreichischen Meisterwerken des 19. Jahrhunderts. Bereits unter Fürsterzbischof Hieronymus von Colloredo wurden diese Räumlichkeiten als Gemäldegalerie genutzt. | |||
Über die Dombogenterrasse mit einem imposanten Ausblick auf das barocke Zentrum der Altstadt gelangt man in das | Über die Dombogenterrasse mit einem imposanten Ausblick auf das barocke Zentrum der Altstadt gelangt man in das mit aufwändigem Stuck ausgestattete nördliche Oratorium des Salzburger Doms, das Sonderausstellungen zum Thema Barock präsentiert. | ||
Die Domorgelempore erschließt den Weg in das [[Dommuseum]]im Südoratorium des Dom mit Kunstschätzen aus 1300 Jahren. Es zeigt neben dem Rupertuskreuz kostbare liturgische Geräte aus dem Domschatz sowie gotische und barocke Gemälde und Skulpturen aus Kirchen und Klöstern Salzburgs. | |||
Die 1974 rekonstruierte fürsterzbischöfliche Kunst- und Wunderkammer ist eine der wenigen in Europa, deren historische Einrichtung noch erhalten ist. Die originalen Schaukästen des 17. Jahrhunderts bergen eine Fülle staunenswerter Objekte und Kuriositäten aus Kunst, Natur und Technik. | Die 1974 rekonstruierte fürsterzbischöfliche Kunst- und Wunderkammer ist eine der wenigen in Europa, deren historische Einrichtung noch erhalten ist. Die originalen Schaukästen des 17. Jahrhunderts bergen eine Fülle staunenswerter Objekte und Kuriositäten aus Kunst, Natur und Technik. | ||