Änderungen

K
keine Bearbeitungszusammenfassung
Zeile 7: Zeile 7:  
[[Bild:GROHAG 05.jpg|thumb|300px|Großglockner Hochalpenstraße - Murmeltiere, die "pfiffigen" Bewohner des Naturparks]]
 
[[Bild:GROHAG 05.jpg|thumb|300px|Großglockner Hochalpenstraße - Murmeltiere, die "pfiffigen" Bewohner des Naturparks]]
 
[[Bild:GROHAG 06.jpg|thumb|300px|Großglockner Hochalpenstraße - Museum Alpine Naturschau]]
 
[[Bild:GROHAG 06.jpg|thumb|300px|Großglockner Hochalpenstraße - Museum Alpine Naturschau]]
[[Bild:GROHAG 07.jpg|thumb|Großglockner Hochalpenstraße - das Logo]]Die '''Großglockner Hochalpenstraße''' ist ein [[Alpen]]übergang im Bereich der [[Hohe Tauern|Hohen Tauern]] im [[Salzburg (Bundesland)|Land Salzburg]], der vom [[Pinzgau]] nach [[Kärnten]] führt und ist ein [[Landschaftsschutzgebiet]].
+
[[Bild:GROHAG 07.jpg|thumb|Großglockner Hochalpenstraße - das Logo]]Die '''Großglockner Hochalpenstraße''' ist ein [[Alpen]]übergang im Bereich der [[Zentralalpen]] der [[Ostalpen]] in den [[Hohe Tauern|Hohen Tauern]] im [[Salzburg (Bundesland)|Land Salzburg]], der vom [[Pinzgau]] nach [[Kärnten]] führt und ist ein [[Landschaftsschutzgebiet]].
 +
 
 +
<br />
    
==Die Panoramastraße==
 
==Die Panoramastraße==
Der Großglockner ist für viele Menschen der Inbegriff eines faszinierenden Naturerlebnisses: Hier werden Größe und Macht spürbar, hier erliegt man der Faszination des ewigen Eises und der Urgewalt der Natur. Eine Million Besucher jährlich zählt die Großglockner Hochalpenstraße, mehr als 50 Millionen Menschen haben seit der Eröffnung der Straße von ihr aus eine einzigartige Landschaft im [[Nationalpark Hohe Tauern]] beobachten können.
+
Der [[Großglockner (Berg)|Großglockner]] ist für viele Menschen der Inbegriff eines faszinierenden Naturerlebnisses: Hier werden Größe und Macht spürbar, hier erliegt man der Faszination des ewigen Eises und der Urgewalt der Natur. Eine Million Besucher jährlich zählt die Großglockner Hochalpenstraße, mehr als 50 Millionen Menschen haben seit der Eröffnung der Straße von ihr aus eine einzigartige Landschaft im [[Nationalpark Hohe Tauern]] beobachten können.
   −
Kultur und Natur sind Bindeglieder der Großglockner Hochalpenstraße. Errichtet anstelle eines antiken und mittelalterlichen [[Saumpfad]]es, der - wie Archäologen mit Funden bewiesen haben - bereits in vorchristlicher Zeit als Handelsweg benützt wurde, ist diese Straße ein Lehrweg von vier Jahrtausenden alpiner Kulturgeschichte. Ein Stück österreichischer Identität wurde sie schon durch den mühevollen Bau in der Zeit der Weltwirtschaftskrise zwischen den beiden Weltkriegen, als der junge Staat damit wenigstens einen Teil der vielen Arbeitslosen beschäftigen konnte.
+
Kultur und Natur sind Bindeglieder der Großglockner Hochalpenstraße. Errichtet anstelle eines antiken und mittelalterlichen [[Saumpfad]]es, der - wie Archäologen mit Funden bewiesen haben - bereits in vorchristlicher Zeit als [[Handel (historisch)|Handelsweg]] benützt wurde, ist diese Straße ein Lehrweg von vier Jahrtausenden alpiner Kulturgeschichte. Ein Stück österreichischer Identität wurde sie schon durch den mühevollen Bau in der Zeit der Weltwirtschaftskrise zwischen den beiden Weltkriegen, als der junge Staat damit wenigstens einen Teil der vielen Arbeitslosen beschäftigen konnte.
    
==Bauliche Meisterleistung in den 1930er Jahren==
 
==Bauliche Meisterleistung in den 1930er Jahren==
Zeile 21: Zeile 23:  
Selbst der bescheidene Entwurf eines drei Meter breiten Schottersträßchens mit Ausweichen auf Sichtweite mutete wie Luftschlossarchitektur an. Den Anstoß zum Bau einer Straße, die karge Alpentäler dem automobilen Tourismus erschließen sollte, gab [[1929]] der New Yorker Börsenkrach. Diese Katastrophe traf das ohnehin ärmliche Österreich mit verheerender Wucht.
 
Selbst der bescheidene Entwurf eines drei Meter breiten Schottersträßchens mit Ausweichen auf Sichtweite mutete wie Luftschlossarchitektur an. Den Anstoß zum Bau einer Straße, die karge Alpentäler dem automobilen Tourismus erschließen sollte, gab [[1929]] der New Yorker Börsenkrach. Diese Katastrophe traf das ohnehin ärmliche Österreich mit verheerender Wucht.
   −
Binnen drei Jahren sackte die Wirtschaftsleistung um ein Viertel ab, und die Arbeitslosigkeit erreichte horrende 26 Prozent. Jetzt holte die Regierung die Pläne für die Glocknerstraße aus der Schublade, um wenigstens 3.200 von durchschnittlich 520.000 Arbeitslosen zu beschäftigen. Mittlerweile war das Projekt auch schon auf 6 m Breite für den Bedarf des "internationalen Großverkehrs" und zur allgemein bespöttelten Berechnung gediehen, dass jährlich gewiss 120.000 Besucher kämen.  
+
Binnen drei Jahren sackte die Wirtschaftsleistung um ein Viertel ab, und die Arbeitslosigkeit erreichte horrende 26 Prozent. Jetzt holte die Regierung die Pläne für die Glocknerstraße aus der Schublade, um wenigstens 3.200 von durchschnittlich 520.000 Arbeitslosen zu beschäftigen. Mittlerweile war das Projekt auch schon auf sechs Meter Breite für den Bedarf des "internationalen Großverkehrs" und zur allgemein bespöttelten Berechnung gediehen, dass jährlich gewiss 120.000 Besucher kämen.  
    
Am [[30. August]] [[1930]] um 9.30 Uhr krachte der erste Sprengschuss in [[Ferleiten]]. Vier Jahre später lieferten die treibenden Kräfte dieses Straßenbaues, der Salzburger [[Landeshauptmann]] [[Franz Rehrl]] und der Techniker [[Franz Friedrich Wallack|Franz Wallack]], eine Sensation. Mit einem adaptierten "Steyr 100" Wagen gelang ihnen auf der Bautrasse die erste Alpenüberquerung in einem Pkw. Nochmals ein Jahr später wurde die Großglockner Hochalpenstraße am [[3. August]] [[1935]] eröffnet und tags darauf mit einem [[Großglockner Automobil- und Motorradrennen|internationalen Auto- und Motorradrennen]] zünftig in Betrieb genommen.
 
Am [[30. August]] [[1930]] um 9.30 Uhr krachte der erste Sprengschuss in [[Ferleiten]]. Vier Jahre später lieferten die treibenden Kräfte dieses Straßenbaues, der Salzburger [[Landeshauptmann]] [[Franz Rehrl]] und der Techniker [[Franz Friedrich Wallack|Franz Wallack]], eine Sensation. Mit einem adaptierten "Steyr 100" Wagen gelang ihnen auf der Bautrasse die erste Alpenüberquerung in einem Pkw. Nochmals ein Jahr später wurde die Großglockner Hochalpenstraße am [[3. August]] [[1935]] eröffnet und tags darauf mit einem [[Großglockner Automobil- und Motorradrennen|internationalen Auto- und Motorradrennen]] zünftig in Betrieb genommen.
   −
Die Glocknerstraße kostete einschließlich dem Ausbau der Zufahrten 910 Mio. S (Geldwert [[1990]]), um 7 Mio. weniger als der Voranschlag.
+
Die Glocknerstraße kostete einschließlich dem Ausbau der Zufahrten 910 Mio. öS (Geldwert [[1990]]), um 7 Mio. öS weniger als der Voranschlag.
    
==Besucherzahlen==
 
==Besucherzahlen==
Zeile 56: Zeile 58:  
Von der [[Edelweißspitze]] bietet sich eine Rundschau auf 37 Dreitausender, 19 Gletscher und abseits der Großglockner Hochalpenstraße auf jene Alpenlandschaft, die heute das Herzstück des [[Nationalpark Hohe Tauern|Nationalparks Hohe Tauern]] bildet.  
 
Von der [[Edelweißspitze]] bietet sich eine Rundschau auf 37 Dreitausender, 19 Gletscher und abseits der Großglockner Hochalpenstraße auf jene Alpenlandschaft, die heute das Herzstück des [[Nationalpark Hohe Tauern|Nationalparks Hohe Tauern]] bildet.  
   −
Jenseits des [[Hochtor]]es, das den Norden mit [[Kärnten]] verbindet, blickt man hinab auf die in die sanft gewellten Almböden gebetteten Kehren der Straße, die bis [[Heiligenblut]] führt. Bei einer Abzweigung biegt man zur wohl schönsten Sonnenterasse Europas, zur [[Kaiser-Franz-Josefs-Höhe]] ab, von wo aus sich ein unvergleichlicher Blick über den 8 km langen [[Pasterze|Pasterzen-Gletscher]] bis zum höchsten Berg Österreichs, dem [[Großglockner (Berg)|Großglockner]], bietet.  
+
Jenseits des [[Hochtor]]es, das den Norden mit [[Kärnten]] verbindet, blickt man hinab auf die in die sanft gewellten Almböden gebetteten Kehren der Straße, die bis [[Heiligenblut]] führt. Bei einer Abzweigung biegt man zur wohl schönsten Sonnenterrasse Europas, zur [[Kaiser-Franz-Josefs-Höhe]] ab, von wo aus sich ein unvergleichlicher Blick über den 8 km langen [[Pasterze|Pasterzen-Gletscher]] bis zum höchsten Berg Österreichs, dem [[Großglockner (Berg)|Großglockner]], bietet.  
    
== Ausstellungen und Naturlehrwege ==
 
== Ausstellungen und Naturlehrwege ==
Zeile 62: Zeile 64:     
====Piffkar====
 
====Piffkar====
1.620 m ü. NN.: Der landschaftsgerecht gestaltete Parkplatz hat Modellcharakter für ökologisch zeitgemäße Landschaftsarchitektur. Gleich neben dem Haus beginnt der Naturlehrweg Piffkar. Neun Schautafeln informieren über die Vegetation und die Vogelwelt in dieser Höhenstufe. In dem historischen Straßenwärterhaus ist 2007 die Sonderschau zur Geschichte des [[Alpenübergänge|Alpenüberganges]] und zum [[Bergbau]] zu sehen.
+
1.620 m ü. A.: Der landschaftsgerecht gestaltete Parkplatz hat Modellcharakter für ökologisch zeitgemäße Landschaftsarchitektur. Gleich neben dem Haus beginnt der Naturlehrweg Piffkar. Neun Schautafeln informieren über die Vegetation und die Vogelwelt in dieser Höhenstufe. In dem historischen Straßenwärterhaus ist 2007 die Sonderschau zur Geschichte des [[Alpenübergänge|Alpenüberganges]] und zum [[Bergbau]] zu sehen.
    
====Hochmais====
 
====Hochmais====
In 1.850 m ü. NN. befindet sich die Informationsstelle Hochmais mit Schautafeln zum Thema "[[Gletscher]], das Rotmoos und die Höhenstufen der Vegetation".  
+
In 1.850 m ü. A. befindet sich die Informationsstelle Hochmais mit Schautafeln zum Thema "[[Gletscher]], das Rotmoos und die Höhenstufen der Vegetation".  
    
====Museum „Alpine Naturschau“====
 
====Museum „Alpine Naturschau“====
Diese Schau zeigt die hochsensible und äußerst vielfältige Bergwelt der [[Hohe Tauern|Hohen Tauern]]. Das Museum auf 2.300 m ü. NN. Seehöhe entführt den Besucher in die Welt der alpinen Natur, erklärt deren ökologischen Zusammenhänge und zeigt ihm besondere Tiere und Pflanzen. Eine Sehschule der Natur, die auch an Schlechtwettertagen ein attraktives Ausflugsziel darstellt.   
+
Diese Schau zeigt die hoch sensible und äußerst vielfältige Bergwelt der [[Hohe Tauern|Hohen Tauern]]. Das Museum auf 2.300 m ü. A. Seehöhe entführt den Besucher in die Welt der alpinen Natur, erklärt deren ökologischen Zusammenhänge und zeigt ihm besondere Tiere und Pflanzen. Eine Sehschule der Natur, die auch an Schlechtwettertagen ein attraktives Ausflugsziel darstellt.   
    
====Ausstellung „Bau der Straße“====
 
====Ausstellung „Bau der Straße“====
Auf 2.262 m ü. NN. im alten Wegmacherhaus neben der Fuscher Lacke präsentiert diese Ausstellung eindrucksvoll die interessante [[Baugeschichte|Geschichte des Baues]] der Großglockner Hochalpenstraße ([[1930]] – [[1935]]).   
+
Auf 2.262 m ü. A. im alten Wegmacherhaus neben der Fuscher Lacke präsentiert diese Ausstellung eindrucksvoll die interessante [[Baugeschichte|Geschichte des Baues]] der Großglockner Hochalpenstraße ([[1930]] – [[1935]]).   
    
====Edelweißspitze====
 
====Edelweißspitze====
 
: ''Hauptartikel: [[Edelweißspitze]]
 
: ''Hauptartikel: [[Edelweißspitze]]
   −
Im Bereich des Fuscher Törls führt eine Stichstraße auf die Edelweißspitze (2.571 m ü. NN.), dem höchsten Punkt der Großglockner Hochalpenstraße mit herrlichem Rundblick. Dort gibt es auch einen "Bikers Point" für Motorradfahrer.
+
Im Bereich des Fuscher Törls führt eine Stichstraße auf die Edelweißspitze (2.571 m ü. A.), dem höchsten Punkt der Großglockner Hochalpenstraße mit herrlichem Rundblick. Dort gibt es auch einen "Bikers Point" für Motorradfahrer.
    
====Fuscher Törl====
 
====Fuscher Törl====
 
: ''Hauptartikel: [[Fuscher Törl]]
 
: ''Hauptartikel: [[Fuscher Törl]]
   −
Beim Fuscher Törl (2.482 m ü. NN.) hat der Erbauer der Straße bewusst eine Bergspitze umfahren, um so den Besuchern enien perfekten Rundblick in die unvergleichliche Hochgebirgslandschaft zu ermöglichen. Dort befindet sich auch eine vom Architekten [[Clemens Holzmeister]] errichtete Gedenkstätte für die beim Bau der Straße verunglückten Arbeiter.
+
Beim Fuscher Törl (2.482 m ü. A.) hat der Erbauer der Straße bewusst eine Bergspitze umfahren, um so den Besuchern einen perfekten Rundblick in die unvergleichliche Hochgebirgslandschaft zu ermöglichen. Dort befindet sich auch eine vom Architekten [[Clemens Holzmeister]] errichtete Gedenkstätte für die beim Bau der Straße verunglückten Arbeiter.
   −
====Informationsstelle Greifvögel (2.320 m ü. NN.)====
+
====Informationsstelle Greifvögel (2.320 m ü. A.)====
 
Zwischen dem Fuscher Törl und der Fuscher Lacke: Schautafeln über die heimischen Greifvögel.
 
Zwischen dem Fuscher Törl und der Fuscher Lacke: Schautafeln über die heimischen Greifvögel.
   −
====Geologischer Lehrweg (2.290 m ü. NN.)====
+
====Geologischer Lehrweg (2.290 m ü. A.)====
 
An der Fuscher Lacke, einem kleinen See, befindet sich ein original erhaltenes Straßenwärterhaus, in dem in einer Dokumentation die Geschichte der Errichtung der Straße und die damaligen Lebensumstände der Arbeiter gezeigt werden. Ein Rundweg um die Lacke (ca. 10 Min) sollte mit einer Rast beim "Mankeiwirt" (Mankei = umgangsprachlich für Murmeltier) abgeschlossen werden.
 
An der Fuscher Lacke, einem kleinen See, befindet sich ein original erhaltenes Straßenwärterhaus, in dem in einer Dokumentation die Geschichte der Errichtung der Straße und die damaligen Lebensumstände der Arbeiter gezeigt werden. Ein Rundweg um die Lacke (ca. 10 Min) sollte mit einer Rast beim "Mankeiwirt" (Mankei = umgangsprachlich für Murmeltier) abgeschlossen werden.
   Zeile 92: Zeile 94:  
: ''Hauptartikel: [[Hochtor]]''
 
: ''Hauptartikel: [[Hochtor]]''
   −
Am Scheitelpunkt der Straße in 2.540 m ü. NN. wird die Passhöhe erreicht. Oberhalb des Tunnels wurde ein römisch-keltisches Heiligtum ausgegraben, das, höher als der griechische Olymp, Europas höchst gelegenes Heiligtum darstellt. Weiters fanden Archäologen bei Grabungen 199 keltische und römische Geldstücke aus der Zeit zwischen dem 2. und 4. Jahrhundert nach Christus.
+
Am Scheitelpunkt der Straße in 2.540 m ü. A. wird die Passhöhe erreicht. Oberhalb des Tunnels wurde ein [[Römer|römisch]]-[[Kelten|keltisches]] Heiligtum ausgegraben, das, höher als der griechische Olymp, Europas höchst gelegenes Heiligtum darstellt. Weiters fanden Archäologen bei Grabungen 199 keltische und römische Geldstücke aus der Zeit zwischen dem 2. und 4. Jahrhundert nach Christus.
    
In der Mitte des Mittertörltunnels befindet sich auch die Landesgrenze zwischen Salzburg und Kärnten. Im Winter müssen beide Tunneleinfahrten mit Holzverschalungen verschlossen werden, da ansonsten der Wind den kompletten Tunnel im Laufe des Winters mit Schnee füllen würde.
 
In der Mitte des Mittertörltunnels befindet sich auch die Landesgrenze zwischen Salzburg und Kärnten. Im Winter müssen beide Tunneleinfahrten mit Holzverschalungen verschlossen werden, da ansonsten der Wind den kompletten Tunnel im Laufe des Winters mit Schnee füllen würde.
Zeile 98: Zeile 100:  
Über das Hochtor zieht auch alljährlich die [[Großglockner Wallfahrt]] hinunter nach Heiligenblut in Kärnten.
 
Über das Hochtor zieht auch alljährlich die [[Großglockner Wallfahrt]] hinunter nach Heiligenblut in Kärnten.
   −
====Schöneck (1.953 m ü. NN.)====
+
====Schöneck (1.953 m ü. A.)====
Die Gletscherstraße führt zunächst an den obersten Rand eines reinen Lärchenwaldes bei Schöneck zu einem Lehrweg über die Glocknerwiesen samt einer dort eingerichteten Naturschau. Mit bereits Blickkontakt auf den [[Großglockner (Berg)|Großglockner]] fährt man bis zum [[Glocknerhaus]] in 2.131 m ü. NN. Hier befindet man sich schon im Nahbereich des [[Stausee Margaritze|Margaritzen-Stausee]]s der [[Tauernkraftwerke Kaprun|Glockner-Kaprun-Kraftwerke]].
+
Die Gletscherstraße führt zunächst an den obersten Rand eines reinen Lärchenwaldes bei Schöneck zu einem Lehrweg über die Glocknerwiesen samt einer dort eingerichteten Naturschau. Mit bereits Blickkontakt auf den [[Großglockner (Berg)|Großglockner]] fährt man bis zum [[Glocknerhaus]] in 2.131 m ü. A. Hier befindet man sich schon im Nahbereich des [[Stausee Margaritze|Margaritzen-Stausee]]s der [[Tauernkraftwerke Kaprun|Glockner-Kaprun-Kraftwerke]].
    
====Besucherzentrum auf der Kaiser-Franz-Josefs-Höhe====
 
====Besucherzentrum auf der Kaiser-Franz-Josefs-Höhe====
Zeile 115: Zeile 117:  
==Beliebte Wanderwege ausgehend von der Kaiser-Franz-Josefs-Höhe==
 
==Beliebte Wanderwege ausgehend von der Kaiser-Franz-Josefs-Höhe==
 
*'''Gamsgrubenweg''':  
 
*'''Gamsgrubenweg''':  
:Diesen einmaligen Alpen-Panoramaweg hoch über der beeindruckenden Gletscherlandschaft der Pasterze mit Eisabbruch, Moräne und Gletscherzunge kann man gemütlich in 30 Minuten bis zur Hofmannshütte erwandern.
+
:Diesen einmaligen Alpen-Panoramaweg hoch über der beeindruckenden Gletscherlandschaft der Pasterze mit Eisabbruch, Moräne und Gletscherzunge kann man gemütlich in 30 Minuten bis zur [[Hofmann-Hütte]] erwandern.
    
:Am Ende des Weges, nach knapp einer Stunde Wanderung, kann man eine außerordentliche Rarität in den Alpen bestaunen: Gigantische Gletscherschliffe.
 
:Am Ende des Weges, nach knapp einer Stunde Wanderung, kann man eine außerordentliche Rarität in den Alpen bestaunen: Gigantische Gletscherschliffe.
Zeile 123: Zeile 125:  
:Unterhalb des ''Gamsgrubenweges'' fällt eine eigenartige Linie auf. Oberhalb Bewuchs mit Gras und Blumen, unterhalb nichts als glatter Fels. Diese Linie markiert den Höchststand der Pasterze um [[1856]], als [[Kaiser Franz Joseph I.]] bis zu der nach ihm benannten Höhe aufgestiegen ist.
 
:Unterhalb des ''Gamsgrubenweges'' fällt eine eigenartige Linie auf. Oberhalb Bewuchs mit Gras und Blumen, unterhalb nichts als glatter Fels. Diese Linie markiert den Höchststand der Pasterze um [[1856]], als [[Kaiser Franz Joseph I.]] bis zu der nach ihm benannten Höhe aufgestiegen ist.
   −
:Im Verlauf des Weges kommt man an der [[Alpenverein]]shütte, der [[Hofmann-Hütte]], vorbei.
  −
   
*'''Gletscherweg Pasterze''':
 
*'''Gletscherweg Pasterze''':
 
: Ein gesicherter alpiner Steig (Gehzeit ca. 30 Minuten hinunter, herauf ca. eine Stunde) führt direkt auf den [[Pasterze]]ngletscher. Es besteht auch die Möglichkeit, die kostenpflichtige Gletscherbahn zu benützen. Von der Pasterze führt der Pasterzenweg mit seinen "Stoamandl'n" über den [[Stausee Margaritze|Margaritzen-Stausee]] weiter zum [[Glocknerhaus]].  
 
: Ein gesicherter alpiner Steig (Gehzeit ca. 30 Minuten hinunter, herauf ca. eine Stunde) führt direkt auf den [[Pasterze]]ngletscher. Es besteht auch die Möglichkeit, die kostenpflichtige Gletscherbahn zu benützen. Von der Pasterze führt der Pasterzenweg mit seinen "Stoamandl'n" über den [[Stausee Margaritze|Margaritzen-Stausee]] weiter zum [[Glocknerhaus]].  
Zeile 147: Zeile 147:     
==Information==
 
==Information==
:Großglockner Hochalpenstraßen AG
+
:[[Großglockner Hochalpenstraßen AG]]
 
:Rainerstraße 2
 
:Rainerstraße 2
 
:5020  Salzburg
 
:5020  Salzburg
Zeile 157: Zeile 157:  
* [[1924]]: Erste Trassierung der Glocknerstraße
 
* [[1924]]: Erste Trassierung der Glocknerstraße
 
* [[1930]] - [[1935]]: Bauzeit
 
* [[1930]] - [[1935]]: Bauzeit
** Beschäftigte: bis zu 3.200 wettererprobte Männer
+
** Beschäftigte: bis zu 3.200 Wetter erprobte Männer
 
* [[1931]]: Ein halbes Jahr nach Baubeginn Gründung der [[Großglockner Hochalpenstraßen AG]], um eine Straße über das Hochtor zu bauen, zu erhalten und zu betreiben.
 
* [[1931]]: Ein halbes Jahr nach Baubeginn Gründung der [[Großglockner Hochalpenstraßen AG]], um eine Straße über das Hochtor zu bauen, zu erhalten und zu betreiben.
 
* [[22. September]] [[1934]]: Erste Überquerung der Hohen Tauern auf dem Rohbau der Scheitelstrecke mit einem Automobil („Steyr Hunderter“ mit 32 PS) Fahrer: Landeshauptmann Dr. [[Franz Rehrl]] mit Beifahrer [[Franz Friedrich Wallack|Hofrat DI Franz Wallack]], dem Erbauer der Großglocknerstraße.
 
* [[22. September]] [[1934]]: Erste Überquerung der Hohen Tauern auf dem Rohbau der Scheitelstrecke mit einem Automobil („Steyr Hunderter“ mit 32 PS) Fahrer: Landeshauptmann Dr. [[Franz Rehrl]] mit Beifahrer [[Franz Friedrich Wallack|Hofrat DI Franz Wallack]], dem Erbauer der Großglocknerstraße.