Änderungen

→‎Geschichte: typos + links
Zeile 2: Zeile 2:     
==Geschichte==
 
==Geschichte==
Das Kupferschmiedehandwerk war der Grundstock des Unternehmens, das Ernst Schwingenschlögel [[1900]] in Salzburg gründete. Ernst Schwingenschlögel (* [[1870]]in Gmünd, Niederösterreich, † [[1919]] in Salzburg) lernte in Wien das Kupferschmiedehandwerk. Nach Ablegung seiner Gesellenprüfung zog er zunächst durch Deutschland, bevor er sich 1900 in Salzburg niedeließ. In der [[Badergasse]] in der [[Altstadt]], neben dem [[Großgasthof Sternbräu]], übernahm er den Witwenbetrieb [[Wiesner Kupferschmiede]]. Er produzierte dort Kupferkesseln und Kupfergeschirr für Gastgewerbe und
+
Das Kupferschmiedehandwerk war der Grundstock des Unternehmens, das [[Ernst Schwingenschlögel I.|Ernst Schwingenschlögel]] [[1900]] in Salzburg gründete. Ernst Schwingenschlögel (* [[1870]] in Gmünd, Niederösterreich, † [[1919]] in Salzburg) lernte in Wien das Kupferschmiedehandwerk. Nach Ablegung seiner Gesellenprüfung zog er zunächst durch Deutschland, bevor er sich 1900 in Salzburg niederließ. In der [[Badergasse]] in der [[Altstadt]], neben dem [[Großgasthof Sternbräu]], übernahm er den Witwenbetrieb [[Wiesner Kupferschmiede]]. Er produzierte dort Kupferkesseln und Kupfergeschirr für Gastgewerbe und Haushalt.
Haushalt.
      
Als der Betrieb sich vergrößerte, zog er [[1907]] in ein Haus in der [[Glockengasse]] Nr. 5 in [[Schallmoos]], wo sich bereits auch die [[Glockengießerei Oberascher]] befand. Dort erweitete er die Produktpalette um die Erzeugung von Schnapsbrennereianlagen, Behältern jeder Art aus Kupfer und Eisenblech sowie Verzinnungen von Kupfergeschirr für die Gastronomie ausgedehnt.
 
Als der Betrieb sich vergrößerte, zog er [[1907]] in ein Haus in der [[Glockengasse]] Nr. 5 in [[Schallmoos]], wo sich bereits auch die [[Glockengießerei Oberascher]] befand. Dort erweitete er die Produktpalette um die Erzeugung von Schnapsbrennereianlagen, Behältern jeder Art aus Kupfer und Eisenblech sowie Verzinnungen von Kupfergeschirr für die Gastronomie ausgedehnt.
   −
Acuh seine beiden Söhne Alex, geb. [[1895]], und Ernst, geb. [[1897]], erlernen beide das
+
Auch seine beiden Söhne Alex, geb. [[1895]], und [[Ernst Schwingenschlögel II.|Ernst]], geb. [[1897]], erlernen beide das Kupferschmiedehandwerk. Nach dem frühen Tod ihres Vaters übernahmen sie den Betrieb. [[1927]] übernahm Ernst Schwingenschlögel als alleiniger Inhaber den Betrieb.
Kupferschmiedehandwerk. Nach dem frühen Tod ihres Vaters übernahmen sie den Betrieb. [[1927]] übernahm Ernst Schwingenschlögel als alleiniger Inhaber den Betrieb.
     −
Neben der Glockengießerei Oberascher befand sich auch die Schmiede [[Meingast]] und die [[Wagnerei Petschko]] in der Glockengasse. Der Aufschwung der Motoriesierung in Salzburg ließ  
+
Neben der Glockengießerei Oberascher befand sich auch die Schmiede [[Meingast]] und die [[Wagnerei Petschko]] in der Glockengasse. Der Aufschwung der Motorisierung in Salzburg ließ die Petschko gebauten Holzkarosserien von Schwingenschlögel mit Eisenblech verkleiden. Kotflügel und Motorhaube aus Blech wurden ebenfalls angefertigt. In den folgenden Jahren blieben aber Schnapsbrennkessel aller Größen, Kühlschlangen für Brauereien, Destiliergefäße, Bier- und Weinkrüge die Hauptarbeiten des Unternehmens. Daneben reparierte man die Dampfkessel von Lokomotiven.
die Petschko gebauten Holzkarosserien von Schwingenschlögel mit Eisenblech verkleiden. Kotflügel und Motorhaube aus Blech wurden ebenfalls angefertigt. In den folgenden Jahren blieben aber Schnapsbrennkessel aller Größen, Kühlschlangen für Brauereien, Destiliergefäße, Bier- und Weinkrüge die Hauptarbeiten des Unternehmens. Daneben reparierte man die Dampfkessel von Lokomotiven.
     −
Sein Sohn Ernst Schwingenschlögel (* 1920) erlernte ebenfalls das Kupferschmiedehandwerk. Er und sein Bruder Kurt nehmen am [[Zweiter Weltkrieg|Zweiten Weltkrieg]] teil, den Kurt jedoch nicht überlebte. Die Firma Schwingenschlögel musste während des Krieges Arbeiten für
+
Sein Sohn [[Ernst Schwingenschlögel III.|Ernst Schwingenschlögel]] (* [[1920]]) erlernte ebenfalls das Kupferschmiedehandwerk. Er und sein Bruder Kurt nahmen am [[Zweiter Weltkrieg|Zweiten Weltkrieg]] teil, den Kurt jedoch nicht überlebte. Die Firma Schwingenschlögel musste während des Krieges Arbeiten für den Heereskraftfahrzeugpark durchführen. Noch vor Kriegsbeginn wurde der Firmensitz in die  [[Rupertgasse]] verlegt. Im Dezember [[1945]] legte Ernst Schwingenschlögel die Meisterprüfung für das Kupferschmiedegewerbe ab und [[1948]] wurde er mit 50 Prozent Gesellschafter der Schwingenschlögel OHG.
den Heereskraftfahrzeugpark durchführen. Noch vor Kriegsbeginn wurde der Firmensitz in die  [[Rupertgasse]] verlegt. Im Dezember [[1945]] legte Ernst Schwingenschlögel die
  −
Meisterprüfung für das Kupferschmiedegewerbe ab und [[1948]] wurde er mit 50 Prozent Gesellschafter der Schwingenschlögel OHG.
     −
Mit Pioniergeist und unternehmerischem Weitblick legte er den Grundstein für die Entwicklung des kleinen Kupferschmiedebetriebes zu einem der führenden Industrieunternehmen Österreichs im Fahrzeug- und Behälterbau. Vor allem der Verarbeitung von Aluminium und der Schutzgasschweißtechnik, an deren Entwicklung er persönlich maßgeblich beteiligt war, lag ihm sehr am Herzen. Die Auftragsfelder änderten sich den Nachkrieggebenheiten angepasst:  
+
Mit Pioniergeist und unternehmerischem Weitblick legte er den Grundstein für die Entwicklung des kleinen Kupferschmiedebetriebes zu einem der führenden Industrieunternehmen Österreichs im Fahrzeug- und Behälterbau. Vor allem der Verarbeitung von Aluminium und der Schutzgasschweißtechnik, an deren Entwicklung er persönlich maßgeblich beteiligt war, lag ihm sehr am Herzen. Die Auftragsfelder änderten sich den Nachkrieggebenheiten angepasst: Erzeugung von Destilieranlagen für Schnaps- und Likörbrennereien, Brauereieinrichtungen, Alu-Lagertanks, Fleischereianlagen, Autokühlerreparatur. [[1949]] entstand der erste Tankwagenaufbau
Erzeugung von Destilieranlagen für Schnaps- und Likörbrennereien, Brauereieinrichtungen, Alu-Lagertanks, Fleischereianlagen, Autokühlerreparatur. [[1949]] entstand der erste Tankwagenaufbau
+
mit einem Inhalt von 4.800 l, Behälter aus Reinaluminium mit einer Wandstärke von acht Millimeter. Dies war der Grundstein für die zukünftige Entwicklung der Firma Schwingenschlögel.
mit einem Inhalt von 4.800 l, Behälter aus Reinaluminium mit einer Wandstärke von acht mm.
  −
Dies war der Grundstein für die zukünftige Entwicklung der Firma Schwingenschlögel.
      
==Schwingenschlögel heute==
 
==Schwingenschlögel heute==