| − | Österreichs erfolgreichster Ringerverein [[AC Wals]] wurde ebenso wie der heimische Verband [[1952]] gegründet und im gleichen Jahr eroberten die Gebrüder [[Bartholomäus Brötzner (senior)|Bartl]] und [[Georg Brötzner (Braitenbauer)|Georg Brötzner]] auch die ersten österreichischen Meistertitel für den neuen Club. Dass die beiden Walser zuvor schon deutsche Meister geworden waren, ist freilich kaum bekannt. Vor der Gründung des AC Wals waren die einheimischen Burschen Mitglieder des [[SAK 1914]] gewesen. Zum stets mühsamen Training fuhr man mehrmals pro Woche per Rad in die [[Stadt Salzburg|Stadt]], um hier – zumeist auf dem [[Kajetanerplatz]] – zu trainieren. Im benachbarten [[Bad Reichenhall]] kannte man die jungen Walser und verpflichtete sie für die Kämpfe um die deutsche Mannschaftsmeisterschaft. | + | Österreichs erfolgreichster Ringerverein [[AC Wals]] wurde ebenso wie der heimische Verband [[1952]] gegründet und im gleichen Jahr eroberten die Gebrüder [[Bartholomäus Brötzner senior|Bartl]] und [[Georg Brötzner (Braitenbauer)|Georg Brötzner]] auch die ersten österreichischen Meistertitel für den neuen Club. Dass die beiden Walser zuvor schon deutsche Meister geworden waren, ist freilich kaum bekannt. Vor der Gründung des AC Wals waren die einheimischen Burschen Mitglieder des [[SAK 1914]] gewesen. Zum stets mühsamen Training fuhr man mehrmals pro Woche per Rad in die [[Stadt Salzburg|Stadt]], um hier – zumeist auf dem [[Kajetanerplatz]] – zu trainieren. Im benachbarten [[Bad Reichenhall]] kannte man die jungen Walser und verpflichtete sie für die Kämpfe um die deutsche Mannschaftsmeisterschaft. |
| | Das Jahr [[1950]] brachte den erhofften Erfolg. Gleich fünf Walser stiegen für den AC Bad Reichenhall auf die Matte – wenn man so will, gab es also schon damals Legionäre im Sport. Bartl und Georg Brötzner, [[Martin Haslauer]] sowie die Olympia-Teilnehmer von [[1948]], [[Georg Weidner]] (Vierter in Helsinki) und [[Peter Enzinger]], kämpften für die [[Bayern]] um den deutschen Mannschaftstitel. In der entscheidenden Phase kam Weidner nicht mehr zum Einsatz, da er Schwierigkeiten hatte, das Limit in seiner Gewichtsklasse (Federgewicht) zu bringen. Nach Siegen über Göppingen und Nordberlin standen die Reichenhaller im Finale gegen den hessischen Meister AC Victoria Eckenheim. Der erste Kampf fand in Eckenheim/Frankfurt statt. Die Gäste hatten keine Chance und verloren mit 2:6. Der Rückkampf eine Woche später, Ende Juni 1950, musste also schon ein kleines Wunder bringen, um den Titel in Bad Reichenhall feiern zu können. | | Das Jahr [[1950]] brachte den erhofften Erfolg. Gleich fünf Walser stiegen für den AC Bad Reichenhall auf die Matte – wenn man so will, gab es also schon damals Legionäre im Sport. Bartl und Georg Brötzner, [[Martin Haslauer]] sowie die Olympia-Teilnehmer von [[1948]], [[Georg Weidner]] (Vierter in Helsinki) und [[Peter Enzinger]], kämpften für die [[Bayern]] um den deutschen Mannschaftstitel. In der entscheidenden Phase kam Weidner nicht mehr zum Einsatz, da er Schwierigkeiten hatte, das Limit in seiner Gewichtsklasse (Federgewicht) zu bringen. Nach Siegen über Göppingen und Nordberlin standen die Reichenhaller im Finale gegen den hessischen Meister AC Victoria Eckenheim. Der erste Kampf fand in Eckenheim/Frankfurt statt. Die Gäste hatten keine Chance und verloren mit 2:6. Der Rückkampf eine Woche später, Ende Juni 1950, musste also schon ein kleines Wunder bringen, um den Titel in Bad Reichenhall feiern zu können. |