Schloss Prielau: Unterschied zwischen den Versionen
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Durch Aufgabe des [[Bistum Chiemsee|Bistums Chiemsee]] durch die [[Bayern]], das bis dahin dem [[Erzbistum (Überblick)|Erzbistum Salzburg]] unterstellt gewesen war, kaufte [[1811]] der Mesner Franz Neumayer um 182 [[Gulden]] ''lizitando'' (Anm.: im Rahmen einer Versteigerung) das Anwesen. Seine Familie hatte das nahe gelegene [[Schloss Kammer]] und die Wirtschaftskammer in [[Maishofen]] als Pächter bewirtschaftet und [[1812]] bei einer Versteigerung erworben. Aus derselben Familie stammte auch der spätere Reichratsabgeordnete [[Alois Neumayer]]. | Durch Aufgabe des [[Bistum Chiemsee|Bistums Chiemsee]] durch die [[Bayern]], das bis dahin dem [[Erzbistum (Überblick)|Erzbistum Salzburg]] unterstellt gewesen war, kaufte [[1811]] der Mesner Franz Neumayer um 182 [[Gulden]] ''lizitando'' (Anm.: im Rahmen einer Versteigerung) das Anwesen. Seine Familie hatte das nahe gelegene [[Schloss Kammer]] und die Wirtschaftskammer in [[Maishofen]] als Pächter bewirtschaftet und [[1812]] bei einer Versteigerung erworben. Aus derselben Familie stammte auch der spätere Reichratsabgeordnete [[Alois Neumayer]]. | ||
[[1936]] erwarb Gerty von Hofmannsthal, die Witwe des 1929 in Rodaun bei Wien verstorbenen Autors und Dichters [[Hugo von Hofmannsthal]], das Haus. [[1938]] wurde die Familie von Hofmannsthal enteignet und emigrierte nach England. [[1943]] kaufte der Bildhauer [[Josef Thorak]] das [[Arisierungen im Pinzgau|"arisierte"]] Schloss. Josef Thorak nutzte die Tätigkeit des NS-Kunsträubers [[Kajetan Mühlmann]] zur Ausstattungsverbesserung und ließ sich für das Schloss Prielau geraubte gotische Türen und Skulpturen aus Frankreich kommen. Nach Ende des [[Zweiter Weltkrieg|Zweiten Weltkrieges]] erhielt die Familie von Hofmannsthal aber ihr Anwesen wieder zurück. Das Haus wurde dann fortan nicht mehr regelmäßig bewohnt. | [[1936]] erwarb Gerty von Hofmannsthal, die Witwe des 1929 in Rodaun bei Wien verstorbenen Autors und Dichters [[Hugo von Hofmannsthal]], das Haus. [[1938]] wurde die Familie von Hofmannsthal enteignet und emigrierte nach England. [[1943]] kaufte der Bildhauer [[Josef Thorak]] das [[Arisierungen im Pinzgau|"arisierte"]] Schloss. Josef Thorak nutzte die Tätigkeit des NS-Kunsträubers [[Kajetan Mühlmann]] zur Ausstattungsverbesserung und ließ sich für das Schloss Prielau geraubte gotische Türen und Skulpturen aus Frankreich kommen. Nach Ende des [[Zweiter Weltkrieg|Zweiten Weltkrieges]] erhielt die Familie von Hofmannsthal aber [[1945]] ihr Anwesen wieder zurück. Das Haus wurde dann fortan nicht mehr regelmäßig bewohnt. | ||
==Schlosskapelle== | ==Schlosskapelle== | ||