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| | Die '''Chronik der Salzburger Obuslinien''' gibt einen historischen Überblick über die Entwicklung der Streckenführung des [[Obus]]netzes des [[Stadtbus|Salzburger Stadtbusses]]. | | Die '''Chronik der Salzburger Obuslinien''' gibt einen historischen Überblick über die Entwicklung der Streckenführung des [[Obus]]netzes des [[Stadtbus|Salzburger Stadtbusses]]. |
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| − | ==Linie M==
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| − | Die Linie M nahm als erster Obus am [[1. Oktober]] [[1940]] ihren Betrieb auf. Sie fuhr ursprünglich vom [[Hans-Schmid-Platz]] in [[Maxglan]] zum heutigen [[Herbert-von-Karajan-Platz]]. Bereits am [[24. Oktober]] wurde sie zum [[Makartplatz]] verlängert und am [[10. November]] [[1940]] schließlich zum [[Hauptbahnhof]]. Am [[19. Februar]] [[1942]] wurde der Ring nach Maxglan über [[Lehen]] geschlossen. 11 Jahre später übernahm die Linie M auch die Funktion ihrer [[#Linie L|Schwesterlinie L]] und wendete in Maxglan, um den Ring in entgegengesetzter Richtung zu befahren.
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| − | Am [[15. April]] [[1966]] wurde die Linie M wieder als Ringlinie in zwei Kurse geteilt und durch die Einführung der neuen Linienbezeichnung 1 und 2 de facto aufgelassen. Seit [[5. August]] [[2005]] verkehrt die historische Linie M wieder als Ringlinie an Freitag-Nachmittagen im Sommer.
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| − | ==Linie L==
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| − | Die Linie L wurde als entgegengesetzte Ringlinie zur [[#Linie M|Linie M]] am [[19. Februar]] [[1942]] geschaffen und verkehrte bis zur Übernahme des gesamten Ringbetriebes durch den M bis zum [[16. März]] [[1953]].
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| | ==Linie A== | | ==Linie A== |
| | Die Linie A entstand am [[1. Februar]] [[1944]] als Kurs vom Herbert-von-Karajan-Platz nach [[Obergnigl]], aber bereits ab [[19. Dezember]] verkehrte sie nur mehr vom [[Makartplatz]] stadtauswärts. Am [[16. April]] [[1951]] wurde die Linie mit dem kurz zuvor eingeführten [[#Linie B|B]] zusammengeschlossen und fuhr nun unter dem Namen A/B von Obergnigl bis [[Liefering]]. Zwei Jahre später wurde die verlängerte Linie in Linie A umbenannt. Am [[1. August]] [[1957]] wurde der alternative Ostast nach [[Langwied]] eröffnet, die Linie A fuhr nun abwechselnd Obergnigl und Langwied an. Am [[1. März]] [[1972]] folgte die Umbennenung in [[#Linie 4|Linie 4]]. | | Die Linie A entstand am [[1. Februar]] [[1944]] als Kurs vom Herbert-von-Karajan-Platz nach [[Obergnigl]], aber bereits ab [[19. Dezember]] verkehrte sie nur mehr vom [[Makartplatz]] stadtauswärts. Am [[16. April]] [[1951]] wurde die Linie mit dem kurz zuvor eingeführten [[#Linie B|B]] zusammengeschlossen und fuhr nun unter dem Namen A/B von Obergnigl bis [[Liefering]]. Zwei Jahre später wurde die verlängerte Linie in Linie A umbenannt. Am [[1. August]] [[1957]] wurde der alternative Ostast nach [[Langwied]] eröffnet, die Linie A fuhr nun abwechselnd Obergnigl und Langwied an. Am [[1. März]] [[1972]] folgte die Umbennenung in [[#Linie 4|Linie 4]]. |
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| − | ==Linie P== | + | ==Linie B== |
| − | Die Linie P befuhr als Verstärker von [[1. März]] bis [[21. Dezember]] [[1949]] die Strecke Hauptbahnhof - Herbert-von-Karajan-Platz. Sie wurde mit der Einführung der [[#Linie D|Linie D]] wieder aufgelassen. Der Name kehrte [[1953]] auf der Buslinie vom Hauptbahnhof (ab [[1974]] von [[Itzling]]) nach [[Parsch]] wieder. Seit [[20. Juli]] [[1978]] ist diese verkehrt an Stelle der Dieselbusse die [[#Linie 6|Obuslinie 6]]. | + | Die Linie B befuhr für gut sechs Wochen ab [[1. März]] [[1951]] die Strecke Herbert-von-Karajan-Platz - Liefering. Bereits im April wurde sie mit der [[#Linie A|Linie A]] zum A/B zusammengelegt. Am [[1. November]] [[1953]] verschwand die Linienbezeichnung B wieder komplett. |
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| | ==Linie D== | | ==Linie D== |
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| | [[1950]] experimentierte die [[Salzburg|Stadt]] mit einer Nachtbuslinie von Obergnigl in die [[Alpenstraße]]. Die Linie fuhr erfolgreich bis der zunehmende Individualverkehr ihr nahendes Aus vorwegnahm. Am [[1. Dezember]] [[1969]] wurde die Nachtlinie eingestellt. Bereits zwei Monate später tauchte die Linienbezeichnung aber wieder auf: zu den Hauptverkehrszeiten fuhr nun ein Kurs von der Alpenstraße zur [[Christian-Doppler-Klinik]] in [[Liefering]]. Am [[29. Oktober]] [[1971]] wurde diese Linie in 3/A und wenig später in 3/4 umbenannt. Das endgültige Aus für die Linie kam am [[12. Dezember]] [[1988]]. Heute verkehrt zu Stoßzeiten die [[#Linie X4|Expresslinie X4]] auf dieser Strecke (seit [[14. Dezember]] [[2003]]). | | [[1950]] experimentierte die [[Salzburg|Stadt]] mit einer Nachtbuslinie von Obergnigl in die [[Alpenstraße]]. Die Linie fuhr erfolgreich bis der zunehmende Individualverkehr ihr nahendes Aus vorwegnahm. Am [[1. Dezember]] [[1969]] wurde die Nachtlinie eingestellt. Bereits zwei Monate später tauchte die Linienbezeichnung aber wieder auf: zu den Hauptverkehrszeiten fuhr nun ein Kurs von der Alpenstraße zur [[Christian-Doppler-Klinik]] in [[Liefering]]. Am [[29. Oktober]] [[1971]] wurde diese Linie in 3/A und wenig später in 3/4 umbenannt. Das endgültige Aus für die Linie kam am [[12. Dezember]] [[1988]]. Heute verkehrt zu Stoßzeiten die [[#Linie X4|Expresslinie X4]] auf dieser Strecke (seit [[14. Dezember]] [[2003]]). |
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| − | ==Linie B== | + | ==Linie E== |
| − | Die Linie B befuhr für gut sechs Wochen ab [[1. März]] [[1951]] die Strecke Herbert-von-Karajan-Platz - Liefering. Bereits im April wurde sie mit der [[#Linie A|Linie A]] zum A/B zusammengelegt. Am [[1. November]] [[1953]] verschwand die Linienbezeichnung B wieder komplett. | + | Die Linie E verkehrte zwischen [[Lehen]] - [[Ferdinand-Hanusch-Platz]] - [[Aigen]] bis [[Glasenbach]], wo jeder zweiter Kurs über die alten [[Hellbrunner Brücke]] bis zum heutigen [[Ginskey-Platz]] (früher [[Gasthaus Lisa]]) fuhr und mit dem D-Wagen Anschluss herstellte. Aus dem E-Wagen wurde die Linie 7 und schließlich heute die Linie 49. |
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| | ==Linie F== | | ==Linie F== |
| | Als letzte große Obuslinie vor der Einführung der Ziffernbezeichnung entstand die Linie F am [[1. Dezember]] [[1956]]. Sie führte von [[Itzling-Pflanzmann]] zum [[Kommunalfriedhof]]. Ihre Strecke wurde am [[15. April]] [[1966]] auf die neuen Linien [[#Linie 1|1]] und [[#Linie 2|2]] aufgeteilt, später ([[1974]]) aber als [[#Linie 5|Linie 5]] wieder reaktiviert. | | Als letzte große Obuslinie vor der Einführung der Ziffernbezeichnung entstand die Linie F am [[1. Dezember]] [[1956]]. Sie führte von [[Itzling-Pflanzmann]] zum [[Kommunalfriedhof]]. Ihre Strecke wurde am [[15. April]] [[1966]] auf die neuen Linien [[#Linie 1|1]] und [[#Linie 2|2]] aufgeteilt, später ([[1974]]) aber als [[#Linie 5|Linie 5]] wieder reaktiviert. |
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| | + | ==Linie L== |
| | + | Die Linie L wurde als entgegengesetzte Ringlinie zur [[#Linie M|Linie M]] am [[19. Februar]] [[1942]] geschaffen und verkehrte bis zur Übernahme des gesamten Ringbetriebes durch den M bis zum [[16. März]] [[1953]]. |
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| | + | ==Linie M== |
| | + | Die Linie M nahm als erster Obus am [[1. Oktober]] [[1940]] ihren Betrieb auf. Sie fuhr ursprünglich vom [[Hans-Schmid-Platz]] in [[Maxglan]] zum heutigen [[Herbert-von-Karajan-Platz]]. Bereits am [[24. Oktober]] wurde sie zum [[Makartplatz]] verlängert und am [[10. November]] [[1940]] schließlich zum [[Hauptbahnhof]]. Am [[19. Februar]] [[1942]] wurde der Ring nach Maxglan über [[Lehen]] geschlossen. 11 Jahre später übernahm die Linie M auch die Funktion ihrer [[#Linie L|Schwesterlinie L]] und wendete in Maxglan, um den Ring in entgegengesetzter Richtung zu befahren. |
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| | + | Am [[15. April]] [[1966]] wurde die Linie M wieder als Ringlinie in zwei Kurse geteilt und durch die Einführung der neuen Linienbezeichnung 1 und 2 de facto aufgelassen. Seit [[5. August]] [[2005]] verkehrt die historische Linie M wieder als Ringlinie an Freitag-Nachmittagen im Sommer. |
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| | + | ==Linie P== |
| | + | Die Linie P befuhr als Verstärker von [[1. März]] bis [[21. Dezember]] [[1949]] die Strecke Hauptbahnhof - Herbert-von-Karajan-Platz. Sie wurde mit der Einführung der [[#Linie D|Linie D]] wieder aufgelassen. Der Name kehrte [[1953]] auf der Buslinie vom Hauptbahnhof (ab [[1974]] von [[Itzling]]) nach [[Parsch]] wieder. Seit [[20. Juli]] [[1978]] ist diese verkehrt an Stelle der Dieselbusse die [[#Linie 6|Obuslinie 6]]. |
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| | ==Linie 7== | | ==Linie 7== |
| − | Die Linie 7 war lange Zeit wegen einer ÖBB Kreuzung nicht realisiert worden. Am [[7. Juni]] [[1983]] ermöglichte dann aber der Einsatz von Obussen mit Batterienotfahranlage das Überqueren der Schienen. Weil die ÖBB Kreuzung vor allem aber bei den Fahrgästen Unbehagen verursachte, wurde die Linie am [[25. Jänner]] [[1986]] in einen elektrifizierten Nordast und einen Südast, der mit Dieselbussen betrieben wurde, geteilt. Zuerst trafen sich die beiden Kurse im Zentrum, ab [[5. Mai]] [[1986]] wurde aber der Obus bis kurz vor der ÖBB-Kreuzung in die [[Josef-Kaut-Straße]] verlängert. Von [[9. Jänner]] [[1989]] bis [[14. Dezember]] [[2003]] verkehrte die Linie als [[#Linie 49|49er]]. Seit [[12. Dezember]] [[2004]] ist auch für die Linie {{Symbol-Obuslinie|7}} die [[S-Bahn]] Haltestelle [[Salzburg Süd (Haltestelle)|Salzburg-Süd]] Endstation. | + | Die Linie 7 war lange Zeit wegen einer ÖBB Kreuzung nicht realisiert worden. Am [[7. Juni]] [[1983]] ermöglichte dann aber der Einsatz von Obussen mit Batterienotfahranlage das Überqueren der Schienen. Bevor die Unterführung an der [[Aigner Straße]] errichtet wurde, befand sich am nördlichen Ende der heutigen [[Alte Aigner Straße|Alten Aigner Straße]] ein beschrankter Bahnübergang, über den auch die Busse rollten. Zunächst als Dieselbusse, doch ab 1983 fuhren auch Obusse - mit einer Besonderheit: als einzige Obuslinie im Stadtgebiet waren diese Fahrzeuge mit automatisch einfahrbarem Oberleitungsgestänge und stärkeren Batterien ausgerüstet. Um nämlich den Bahnübergang queren zu können, mussten die Gestänge, die die Verbindung zur Oberleitung herstellten eingefahren werden. Dann querten die Busse mittels Batteriestrom die Geleise und kuppelten anschließend wieder in die Oberleitung ein. Allerdings war diese technische Ausrüstung nicht ausgereift und so kam es immer wieder zu Ausfällen, wenn auch nie zu gefährlichen Situationen. Weil die ÖBB Kreuzung vor allem aber bei den Fahrgästen Unbehagen verursachte, wurde die Linie am [[25. Jänner]] [[1986]] in einen elektrifizierten Nordast und einen Südast, der mit Dieselbussen betrieben wurde, geteilt. Zuerst trafen sich die beiden Kurse im Zentrum, ab [[5. Mai]] [[1986]] wurde aber der Obus bis kurz vor der ÖBB-Kreuzung in die [[Josef-Kaut-Straße]] verlängert. Von [[9. Jänner]] [[1989]] bis [[14. Dezember]] [[2003]] verkehrte die Linie als [[#Linie 49|49er]]. Seit [[12. Dezember]] [[2004]] ist auch für die Linie {{Symbol-Obuslinie|7}} die [[S-Bahn]] Haltestelle [[Salzburg Süd (Haltestelle)|Salzburg-Süd]] Endstation. |
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| − | ==Linie 77==
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| − | Die Dieselbuslinie S wurde am [[12. August]] [[1986]] auf der Strecke [[Walserfeld]] - [[Hauptbahnhof]] elektrifiziert und erhielt als erste die neue Linienbezeichnung mit zwei Ziffern. Da sie am Hauptbahnhof endete wurde die Sektorenzahl des ausgehendes Sektors verdoppelt. Am [[14. Dezember]] [[2003]] wurde der 77er in Linie {{Symbol-Obuslinie|2}} umbenannt.
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| | ==Linie 29== | | ==Linie 29== |
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| | ==Linie 51== | | ==Linie 51== |
| | Die Linie 51 fuhr während der Phase der doppelziffrigen Linienbezeichnungen von [[1989]] bis [[2003]] auf der Strecke der Linie {{Symbol-Obuslinie|3}}. | | Die Linie 51 fuhr während der Phase der doppelziffrigen Linienbezeichnungen von [[1989]] bis [[2003]] auf der Strecke der Linie {{Symbol-Obuslinie|3}}. |
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| | + | ==Linie 77== |
| | + | Die Dieselbuslinie S wurde am [[12. August]] [[1986]] auf der Strecke [[Walserfeld]] - [[Hauptbahnhof]] elektrifiziert und erhielt als erste die neue Linienbezeichnung mit zwei Ziffern. Da sie am Hauptbahnhof endete wurde die Sektorenzahl des ausgehendes Sektors verdoppelt. Am [[14. Dezember]] [[2003]] wurde der 77er in Linie {{Symbol-Obuslinie|2}} umbenannt. |
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| | ==Linie 95== | | ==Linie 95== |