Franz Xaver Klaushofer: Unterschied zwischen den Versionen
| Zeile 8: | Zeile 8: | ||
Wie üblich musste er in den ersten Jahren seines Priestertums die verschiedensten Stellen in der [[Erzdiözese]] antreten. So war er Kooperator in [[Großarl]], [[Administrator (Katholische Kirche)|Administrator]] in [[St. Martin am Tennengebirge]], Provisor in [[Aurach bei Kitzbühel]], Kooperator in [[Altenmarkt im Pongau]], Provisor in [[Krispl]], Kooperator in [[Kirchdorf in Tirol]] und Pfarrer in [[Weißbach bei Lofer]]. Erst ab [[1933]] wirkte er für längere Zeit an einem Ort, nämlich als Pfarrer seiner Heimatgemeinde Faistenau. | Wie üblich musste er in den ersten Jahren seines Priestertums die verschiedensten Stellen in der [[Erzdiözese]] antreten. So war er Kooperator in [[Großarl]], [[Administrator (Katholische Kirche)|Administrator]] in [[St. Martin am Tennengebirge]], Provisor in [[Aurach bei Kitzbühel]], Kooperator in [[Altenmarkt im Pongau]], Provisor in [[Krispl]], Kooperator in [[Kirchdorf in Tirol]] und Pfarrer in [[Weißbach bei Lofer]]. Erst ab [[1933]] wirkte er für längere Zeit an einem Ort, nämlich als Pfarrer seiner Heimatgemeinde Faistenau. | ||
Pfarrer Klaushofer war beim Aufbau des [[Ständestaat]]es beteiligt gewesen und vermutlich deswegen dem [[Nationalsozialisten|Nazi-Regime]] verdächtig.<ref>[[Hubert Stock]]: ''»… nach Vorschlägen der Vaterländischen Front«''. Die Umsetzung des christlichen Ständestaates auf Landesebene, am Beispiel Salzburg. Wien / Köln / Weimar 2010, S. 138.</ref> Im Herbst 1938 wurde er | Pfarrer Klaushofer war beim Aufbau des [[Ständestaat]]es beteiligt gewesen und vermutlich deswegen dem [[Nationalsozialisten|Nazi-Regime]] verdächtig.<ref>[[Hubert Stock]]: ''»… nach Vorschlägen der Vaterländischen Front«''. Die Umsetzung des christlichen Ständestaates auf Landesebene, am Beispiel Salzburg. Wien / Köln / Weimar 2010, S. 138.</ref><br/>Auf dem [[Der Weg zum „Anschluss“ im März 1938|„Weg zum Anschluss“]] erschien am [[20. Februar]] [[1938]] im [[Salzburger Volksblatt]] ein Schmähartikel über ihn. Wie die [[Salzburger Chronik|SC]] später berichtete, wurde ihm dieser, als „Gratulation“ zum 50. Geburtstag und mit einem Hakenkreuz versehen, anonym zugeschickt. Im Herbst 1938 wurde er verhaftet und im August [[1939]] aus politischen Gründen vom [[Bürgermeister der Gemeinde Faistenau|Faistenauer Bürgermeister]] Matthias Ebner (Oberwaldbauer) dauerhaft aus seiner Heimatgemeinde verwiesen.<br/>Vorübergehend war er dann in [[Berndorf bei Salzburg]] tätig, bis er gegen Ende des Jahres 1939 die [[Pfarre Seeham]] übernehmen konnte, in der er bis [[1976]] als dortiger Pfarrer wirkte. | ||
Er starb in seiner Heimatgemeinde Faistenau, wo er die letzten Lebensmonate bei seiner Schwester, im Haus Lidaun 22, verbrachte. | Er starb in seiner Heimatgemeinde Faistenau, wo er die letzten Lebensmonate bei seiner Schwester, im Haus Lidaun 22, verbrachte. | ||