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==Brut und Überwinterung==
 
==Brut und Überwinterung==
Drosselrohrsänger benötigt zum Brüten hohes und dichtes [[Schilf]] und zwar genügen auch kleine Bestände wie sie beispielsweise an Gräben vorkommen. Er baut im Schilfbestand ein stabiles Hängenest zwischen kräftigen Schilfhalmen. Der Drosselrohrsänger ist ein Sommervogel, der Ende April im Brutgebiet eintrifft und dort bis September verbleibt. Er überwintert im tropischen Afrika.
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Drosselrohrsänger benötigen zum Brüten hohes und dichtes [[Schilf]] und zwar genügen auch kleine Bestände, wie sie beispielsweise an Gräben vorkommen. Er baut im Schilfbestand ein stabiles Hängenest zwischen kräftigen Schilfhalmen. Der Drosselrohrsänger ist ein Sommervogel, der Ende April im Brutgebiet eintrifft und dort bis September verbleibt. Er überwintert im tropischen Afrika.
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==Brutverbreitung in Salzburg==
 
==Brutverbreitung in Salzburg==
 
Im Land Salzburg kommen nur mehr wenige Brutpaare vor. Die Wahrheit liegt zwischen einem und zehn Brutpaaren. Der Drosselrohrsänger gilt daher hier als akut gefährdet. Dem Ornithologen [[Viktor Ritter von Tschusi zu Schmidhoffen]] war der Drosselrohrsänger [[1877]] nur als [[Durchzügler]] bekannt. Es ist denkbar, dass die Art Salzburg vielleicht erst in der ersten Hälfte des [[20. Jahrhundert]]s im Zuge von Arealausweitungen wie beginnende Eutrophierung und vermehrtes Schilfwachstum erreicht hat. Ab den [[1950]]er-Jahren liegen jedenfalls aus dem Salzburger Alpenvorland Bruthinweise vor. Brutnachweise gelangen erst ab den [[1960]]er-Jahren, wobei in den [[1970]]er-Jahren sogar ein Brutnachweis im [[Natur- und Europaschutzgebiet Zeller See]] – Seehöhe 760 Meter – gelungen ist. In den [[1990]]er-Jahren verschwand die Art fast völlig, was mit dem großräumigen Schilfbestandsrückgang zusammenhängt. Seit dem Jahr 2000 nimmt die Anzahl der Brutzeitbeobachtungen wieder zu und zwar besonders im wiedervernässten [[Weidmoos]]. Hier konnten im Jahr [[2007]] drei Brut-Reviere festgestellt werden.
 
Im Land Salzburg kommen nur mehr wenige Brutpaare vor. Die Wahrheit liegt zwischen einem und zehn Brutpaaren. Der Drosselrohrsänger gilt daher hier als akut gefährdet. Dem Ornithologen [[Viktor Ritter von Tschusi zu Schmidhoffen]] war der Drosselrohrsänger [[1877]] nur als [[Durchzügler]] bekannt. Es ist denkbar, dass die Art Salzburg vielleicht erst in der ersten Hälfte des [[20. Jahrhundert]]s im Zuge von Arealausweitungen wie beginnende Eutrophierung und vermehrtes Schilfwachstum erreicht hat. Ab den [[1950]]er-Jahren liegen jedenfalls aus dem Salzburger Alpenvorland Bruthinweise vor. Brutnachweise gelangen erst ab den [[1960]]er-Jahren, wobei in den [[1970]]er-Jahren sogar ein Brutnachweis im [[Natur- und Europaschutzgebiet Zeller See]] – Seehöhe 760 Meter – gelungen ist. In den [[1990]]er-Jahren verschwand die Art fast völlig, was mit dem großräumigen Schilfbestandsrückgang zusammenhängt. Seit dem Jahr 2000 nimmt die Anzahl der Brutzeitbeobachtungen wieder zu und zwar besonders im wiedervernässten [[Weidmoos]]. Hier konnten im Jahr [[2007]] drei Brut-Reviere festgestellt werden.
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