| | 2 Georg Zoëga, geb. 20.12.1755, gest. 10.2.1809, geb. in Dahler, Schackenburg, Schleswig, gest. in Rom, begraben in Rom S.Andrea delle Fratte; getauft „Jürgen“ am 26.12.1755; auch: Johann Georg, George, Giorgio Zoega; bedeutender Archäloge, dänischer Generalkonsul im Vatikan u.a.; verh. in Rom am 7.8.1783 mit | | 2 Georg Zoëga, geb. 20.12.1755, gest. 10.2.1809, geb. in Dahler, Schackenburg, Schleswig, gest. in Rom, begraben in Rom S.Andrea delle Fratte; getauft „Jürgen“ am 26.12.1755; auch: Johann Georg, George, Giorgio Zoega; bedeutender Archäloge, dänischer Generalkonsul im Vatikan u.a.; verh. in Rom am 7.8.1783 mit |
| − | 3 Maria (Mariuccia) Pietruccioli, gest. 6.1.1807 in Rom (oder am 5.1.; an der „Schwindsucht“); elf Kinder, davon acht jung gestorben; Quelle zu 2: Wikipedia.de mit Abb.; ADB (umfangreicher Artikel); verschiedene ältere Lexika mit umfangreichen Artikeln [siehe unten]; war auf dem Gymnasium in Altona; 1773 in Göttingen, 1776 erste Reise nach Rom, Hauslehrer bei Jürgen Zoëga und seinem Cousin Georg Nikolaus Nissen in Kopenhagen, schwärmt für den „Sturm und Drang“ und „Ossian“, Betrachtungen über den Selbstmord; 1778 in Kerteminde auf Fünen, 1779 auf Reisen in Deutschland und Italien als Begleiter bzw. Hofmeister des Adeligen A.C. von Heinen, 1782 mit einem dänischen Stipendium wieder auf Reisen und mit Interesse für die Numismatik (Münzkunde), in Paris, 1784 wieder in Rom, zahlreiche hochstehende Bekanntschaften und Gönner, u.a. Kardinal Borgia, der ihm die Stelle eines päpstlichen Aufsehers im Münzkabinett verschafft; wird katholisch und heiratet die Tochter eines (armen) römischen Malers; gibt 1787 einen umfangreichen Katalog der ägyptischen Münzen der Kaiserzeit heraus; Mitglied von italienischen, dänischen, preußischen, bayerischen und anderen Akademien; forscht 1788 über Obelisken und Hieroglyphen (ein Buch erscheint 1797), ist neben Winckelmann einer der Gründerväter der klassischen Archäologie, er beschreibt die mythologischen Reliefs in Rom; 1798 dänischer Konsul in Rom (im Vatikan); 1802 Ernennung zum Professor in Kiel (er bezieht das Gehalt, tritt die Stelle aber nicht an); ein Katalog koptischer Handschriften erscheint nach seinem Tod 1810. - Georg Zoëga in älteren Lexika [auch in: Wikisource / Google-Books] = Allgemeines Künstlerlexicon […], zweyter Theil / neunter Abschnitt, Zürich: Orell, Füßli und Comp. 1816, S. 6190-6194 [umfangreich]; Conversations-Lexicon oder encyclopädisches Handwörterbuch für gebilderte Stände, Band 10, Leipzig: Brockhaus, 1819, S. 768-770; Real-Encyclopädie oder Conversations-Lexicon, 6. Auflage [oder 4. Auflage unverändert?], Band 10, o.O.u.J. [nach 1819, der obige Brockhaus-Artikel wird z.B. beim Geburtsort korrigiert; den Hinweis auf die Titelei finde ich nicht mehr], S. 907-909; [L.B. Spitz] Rheinisches Conversations-Lexicon […], Cöln 1833 ff., Band 12, Köln 1836, S. 896 f.; Meyers Großes Konversationslexikon, Band 20, Leipzig 1909, S. 974 f. [kurzer Eintrag] | + | 3 Maria (Mariuccia) Pietruccioli, gest. 6.1.1807 in Rom (oder am 5.1.; an der „Schwindsucht“); elf Kinder, davon acht jung gestorben; Quelle zu 2: Wikipedia.de mit Abb.; ADB (umfangreicher Artikel); verschiedene ältere Lexika mit umfangreichen Artikeln [siehe unten]; war auf dem Gymnasium in Altona; 1773 in Göttingen, 1776 erste Reise nach Rom, Hauslehrer bei Jürgen Zoëga und seinem Cousin Georg Nikolaus Nissen in Kopenhagen, schwärmt für den „Sturm und Drang“ und „Ossian“, Betrachtungen über den Selbstmord; 1778 in Kerteminde auf Fünen, 1779 auf Reisen in Deutschland und Italien als Begleiter bzw. Hofmeister des Adeligen A.C. von Heinen, 1782 mit einem dänischen Stipendium wieder auf Reisen und mit Interesse für die Numismatik (Münzkunde), in Paris, 1784 wieder in Rom, zahlreiche hochstehende Bekanntschaften und Gönner, u.a. Kardinal Borgia, der ihm die Stelle eines päpstlichen Aufsehers im Münzkabinett verschafft; wird katholisch und heiratet die Tochter eines (armen) römischen Malers; gibt 1787 einen umfangreichen Katalog der ägyptischen Münzen der Kaiserzeit heraus; Mitglied von italienischen, dänischen, preußischen, bayerischen und anderen Akademien; forscht 1788 über Obelisken und Hieroglyphen (ein Buch erscheint 1797), ist neben Winckelmann einer der Gründerväter der klassischen Archäologie, er beschreibt die mythologischen Reliefs in Rom; 1798 dänischer Konsul in Rom (im Vatikan); 1802 Ernennung zum Professor in Kiel (er bezieht das Gehalt, tritt die Stelle aber nicht an); ein Katalog koptischer Handschriften erscheint nach seinem Tod 1810. - Georg Zoëga in älteren Lexika [auch in: Wikisource / Google-Books] = Allgemeines Künstlerlexicon […], zweyter Theil / neunter Abschnitt, Zürich: Orell, Füßli und Comp. 1816, S. 6190-6194 [umfangreich]; Conversations-Lexicon oder encyclopädisches Handwörterbuch für gebilderte Stände, Band 10, Leipzig: Brockhaus, 1819, S. 768-770; Real-Encyclopädie oder Conversations-Lexicon, 6. Auflage [oder 4. Auflage unverändert?], Band 10, o.O.u.J. [nach 1819, der obige Brockhaus-Artikel wird z. B. beim Geburtsort korrigiert; den Hinweis auf die Titelei finde ich nicht mehr], S. 907-909; [L.B. Spitz] Rheinisches Conversations-Lexicon […], Cöln 1833 ff., Band 12, Köln 1836, S. 896 f.; Meyers Großes Konversationslexikon, Band 20, Leipzig 1909, S. 974 f. [kurzer Eintrag] |