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An der Nordwestwand des Großen Wiesbachhorns war zu jener Zeit ein Eiswulst ausgebildet, der angesichts der damaligen Ausrüstung – Zwölfzacker-Steigeisen gab es noch nicht – als unbezwingbar erschien. In solch steiles Eis hatte sich noch keine Seilschaft gewagt. Als nun Welzenbach im Jahr 1924 zur Wiesbachhorn-Nordwestwand drängte, ließ Rigele beim Saalfeldner Schlossermeister [[Hilzensauer]] drei neue „Eishaken“ schmieden: 18 bis 20 Zentimeter lang, schmal, rechteckiger Querschnitt mit Widerhaken und eingelassenem, beweglichem Ring. Als Reserve nahm er normale Fels- und sogar Bilderhaken mit.<ref name="Höfler"/>
 
An der Nordwestwand des Großen Wiesbachhorns war zu jener Zeit ein Eiswulst ausgebildet, der angesichts der damaligen Ausrüstung – Zwölfzacker-Steigeisen gab es noch nicht – als unbezwingbar erschien. In solch steiles Eis hatte sich noch keine Seilschaft gewagt. Als nun Welzenbach im Jahr 1924 zur Wiesbachhorn-Nordwestwand drängte, ließ Rigele beim Saalfeldner Schlossermeister [[Hilzensauer]] drei neue „Eishaken“ schmieden: 18 bis 20 Zentimeter lang, schmal, rechteckiger Querschnitt mit Widerhaken und eingelassenem, beweglichem Ring. Als Reserve nahm er normale Fels- und sogar Bilderhaken mit.<ref name="Höfler"/>
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Am [[15. Juli]] [[1924]] brachen die beiden um vier Uhr früh vom [[Heinrich-Schwaiger-Haus]] auf, stiegen vom Kaindlgrat zum Wandfuß ab und kletterten im einfallenden Nebel hinan. Tatsächlich konnten sie die 500 Meter hohe Eiswand mit den Haken überwinden, die sie noch während des Aufstiegs bargen, mit einer Reepschnur hinaufzogen und wiederverwendeten.
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Am [[15. Juli]] [[1924]] brachen die beiden um vier Uhr früh vom [[Heinrich-Schwaiger-Haus]] auf, stiegen vom [[Kaindlgrat]] zum Wandfuß ab und kletterten im einfallenden Nebel hinan. Tatsächlich konnten sie die 500 Meter hohe Eiswand mit den Haken überwinden, die sie noch während des Aufstiegs bargen, mit einer Reepschnur hinaufzogen und wiederverwendeten.
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So revolutionierte Fritz Rigele die Eistechnik. Um elf Uhr standen sie auf dem Gipfel. Beim Abstieg, eine knappe Stunde später, hörten sie, wie eine Eislawine die Wand hinweggefegte, die sie wenige Stunden zuvor durchklettert hatten.<ref name="Höfler"/>
 
So revolutionierte Fritz Rigele die Eistechnik. Um elf Uhr standen sie auf dem Gipfel. Beim Abstieg, eine knappe Stunde später, hörten sie, wie eine Eislawine die Wand hinweggefegte, die sie wenige Stunden zuvor durchklettert hatten.<ref name="Höfler"/>