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| | Die Erdkröte ist ein wechselwarmes Tier, das hauptsächlich dämmerungsaktiv ist. Man findet sie in vielen verschiedenen Biotopen, sie meiden lediglich allzu trockene Flächen wie Sandgruben und dergleichen. Da sie von Parks, über [[Streuobstwiese]]n, Gärten und Siedlungen bis hin zu feuchten Kellerräumen anzutreffen ist, zählt sie zu den Kulturfolgern. Sie meidet jedoch Monokulturen und intensiv genutzte Ackerflächen. Fehlen Laichgewässer, kommt auch die Erdkröte nicht vor. Sie benötigt größere Stillgewässer, vorzugsweise in Waldnähe oder im Wald, die nicht seichter als 50 cm sein sollten. Ihre Larven sind ungenießbar, daher kann sie auch in Fischteichen ablaichen. | | Die Erdkröte ist ein wechselwarmes Tier, das hauptsächlich dämmerungsaktiv ist. Man findet sie in vielen verschiedenen Biotopen, sie meiden lediglich allzu trockene Flächen wie Sandgruben und dergleichen. Da sie von Parks, über [[Streuobstwiese]]n, Gärten und Siedlungen bis hin zu feuchten Kellerräumen anzutreffen ist, zählt sie zu den Kulturfolgern. Sie meidet jedoch Monokulturen und intensiv genutzte Ackerflächen. Fehlen Laichgewässer, kommt auch die Erdkröte nicht vor. Sie benötigt größere Stillgewässer, vorzugsweise in Waldnähe oder im Wald, die nicht seichter als 50 cm sein sollten. Ihre Larven sind ungenießbar, daher kann sie auch in Fischteichen ablaichen. |
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| − | Die Laichwanderungen erfolgen synchron im Frühjahr, wobei die Tiere vor allem durch den Straßenverkehr gefährdet sind. Oft klammern sich die kleineren Männchen bereits während der Laichwanderung an die Weibchen. Es herrscht oft ein Überschuss an Männchen und so kann es vorkommen, dass mehrere Männchen versuchen ein Weibchen zu klammern, was dazu führen kann, dass diese ertrinken. | + | Die Laichwanderungen erfolgen synchron im Frühjahr, wobei die Tiere vor allem durch den Straßenverkehr gefährdet sind. Oft klammern sich die kleineren Männchen bereits während der Laichwanderung an die Weibchen. Es herrscht oft ein Überschuss an Männchen und so kann es vorkommen, dass mehrere Männchen versuchen ein Weibchen zu klammern, was dazu führen kann, dass dieses ertrinkt. |
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| | Der Laich wird in Form von Schnüren produziert, die bis zu fünf Meter lang werden können. Die Laichschnüre werden vom Krötenpaar unter Wasser an Pflanzen und anderen Strukturen festgemacht. Dies geschieht durch das Umherschwimmen des Paares. Das Männchen gibt beim Austritt der Eier aus der weiblichen Kloake sein Sperma ab. Das Weibchen scheidet 3000 bis 6000 Eier aus, was bis zu 12 Stunden dauern kann. Nach 2 ½ bis 3 Monaten Wasseraufenthalt erreichen die Kaulquappen durch Metamorphose die Fähigkeit zur Lungenatmung und es folgt der Landgang. Die zuerst nur 7 bis 12 mm großen Jungfrösche werden nach drei bis fünf Jahren geschlechtsreif. | | Der Laich wird in Form von Schnüren produziert, die bis zu fünf Meter lang werden können. Die Laichschnüre werden vom Krötenpaar unter Wasser an Pflanzen und anderen Strukturen festgemacht. Dies geschieht durch das Umherschwimmen des Paares. Das Männchen gibt beim Austritt der Eier aus der weiblichen Kloake sein Sperma ab. Das Weibchen scheidet 3000 bis 6000 Eier aus, was bis zu 12 Stunden dauern kann. Nach 2 ½ bis 3 Monaten Wasseraufenthalt erreichen die Kaulquappen durch Metamorphose die Fähigkeit zur Lungenatmung und es folgt der Landgang. Die zuerst nur 7 bis 12 mm großen Jungfrösche werden nach drei bis fünf Jahren geschlechtsreif. |
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| | ==Ernährung und Fressfeinde== | | ==Ernährung und Fressfeinde== |
| | Erdkröten ernähren sich von Würmern, Schnecken Asseln, Insekten und Spinnen, die von ihnen nur dann wahrgenommen werden, wenn sie sich bewegen. Erdkröten haben daher in chemiefreien Anbaugebieten eine gewisse Bedeutung als Schädlingsbekämpfer. Die Beutetiere werden im Ganzen verschlungen. | | Erdkröten ernähren sich von Würmern, Schnecken Asseln, Insekten und Spinnen, die von ihnen nur dann wahrgenommen werden, wenn sie sich bewegen. Erdkröten haben daher in chemiefreien Anbaugebieten eine gewisse Bedeutung als Schädlingsbekämpfer. Die Beutetiere werden im Ganzen verschlungen. |