Schach-Landesverband Salzburg: Unterschied zwischen den Versionen
Hager (Diskussion | Beiträge) |
Hager (Diskussion | Beiträge) |
||
| Zeile 79: | Zeile 79: | ||
Die Arbeiterschaft und Landbevölkerung kämpfen in dieser Zeit noch um´s Überleben. Es wird zwar genauso gespielt, wenngleich mehr Kartenspiel. In Salzburg Watten, Schnapsen, Färbeln; aber auch Brettspiele, Würfeln, Kegeln, Stockschießen im Winter, Bölzlschießen (Scheibenschießen),... Nur gibt es dazu wenig Aufzeichnungen.<br /> | Die Arbeiterschaft und Landbevölkerung kämpfen in dieser Zeit noch um´s Überleben. Es wird zwar genauso gespielt, wenngleich mehr Kartenspiel. In Salzburg Watten, Schnapsen, Färbeln; aber auch Brettspiele, Würfeln, Kegeln, Stockschießen im Winter, Bölzlschießen (Scheibenschießen),... Nur gibt es dazu wenig Aufzeichnungen.<br /> | ||
Schach wurde gelegentlich in Gasthäusen, Kantinen oder Arbeiterheimen, aber eher lose gespielt.<br /> | Schach wurde gelegentlich in Gasthäusen, Kantinen oder Arbeiterheimen, aber eher lose gespielt.<br /> | ||
Ab 1909 gab es zB. in Wien einen eigenen Arbeiterschachklub (zB. 1914 auch im Ottakringer Arbeiterheim (AZ). <br /> | |||
Auch in anderen Sportarten gibt es viele gute Hobbysportler, die aber doch keinem Meisterschaftsbetrieb beitreten wollen.<br /> | Auch in anderen Sportarten gibt es viele gute Hobbysportler, die aber doch keinem Meisterschaftsbetrieb beitreten wollen.<br /> | ||
| Zeile 98: | Zeile 98: | ||
Quelle zB. auch: Sportliche Rundschau Nr. 97, S 8, vom 30.4.1910.<br /> | Quelle zB. auch: Sportliche Rundschau Nr. 97, S 8, vom 30.4.1910.<br /> | ||
§ 1 der Vereinsstatuten: "Der Zeck der Gesellschaft ist, Schachfreunden (Herren und Damen) einen Vereinigungspunkt und Gelegenheit zur Übung und sachgemäßen Fortbildung im Schachspiele zu bieten und..". Klubabend war jeden Donnerstag ab 16.00 Uhr.<br /> | § 1 der Vereinsstatuten: "Der Zeck der Gesellschaft ist, Schachfreunden (Herren und Damen) einen Vereinigungspunkt und Gelegenheit zur Übung und sachgemäßen Fortbildung im Schachspiele zu bieten und..".<br /> | ||
Klubabend war jeden Donnerstag ab 16.00 Uhr. Wobei man die Hälfte der Mitglieder dort aber fast täglich im Cafe´sah.<br /> | |||
Der Meisterspieler, Staatsbahn Ing. Josef Hrdina (1882-1914), sowie die Schach-Senioren, Baumeister Joseph Christoph (1842-1913), Salzburger Gemeinderat von 1897-1909, der Sieger des kleinen Stadtturniers von 1878/79, und der Bahninspektor Adolf Mehrer (1853-) sind die drei Initatoren und wurden am 21.6.1912 bei der Versammlung im Mozartstübchen des Stieglkeller Ehrenmitglieder der Salzburger Schachgesellschaft. <br /> | Der Meisterspieler, Staatsbahn Ing. Josef Hrdina (1882-1914), sowie die Schach-Senioren, Baumeister Joseph Christoph (1842-1913), Salzburger Gemeinderat von 1897-1909, der Sieger des kleinen Stadtturniers von 1878/79, und der Bahninspektor Adolf Mehrer (1853-) sind die drei Initatoren und wurden am 21.6.1912 bei der Versammlung im Mozartstübchen des Stieglkeller Ehrenmitglieder der Salzburger Schachgesellschaft. <br /> | ||
| Zeile 119: | Zeile 120: | ||
Auch zwei Mal wurde anfangs gegen Wels gekämpft, so lange es in Salzburg noch keine anderen Klubs gibt.<br /> | Auch zwei Mal wurde anfangs gegen Wels gekämpft, so lange es in Salzburg noch keine anderen Klubs gibt.<br /> | ||
Damals wurden auch gern Korrespondenz-(Beratungs)-Schachpartien zwischen Schachgesellschaften von Städten gespielt. So 1910/11 Salzburg gegen Innsbruck 2:2.<br /> | |||
<br /> | <br /> | ||
| Zeile 167: | Zeile 168: | ||
''' 1923''' existiert eine kleine Schachgruppe, dem ATSV nahe, in Bischofshofen mit den Eisenbahnern August Maggi und Jakobek, die auch am 9. Mai 1926 am zweiten Vergleichskampf Salzburg gegen OÖ in Vöcklabruck auf 14 Bretter teilnehmen. Alle anderen waren von der Schachgesellschaft. <br /> | ''' 1923''' existiert eine kleine Schachgruppe, dem ATSV nahe, in Bischofshofen mit den Eisenbahnern August Maggi und Jakobek, die auch am 9. Mai 1926 am zweiten Vergleichskampf Salzburg gegen OÖ in Vöcklabruck auf 14 Bretter teilnehmen. Alle anderen waren von der Schachgesellschaft. <br /> | ||
'''1926:''' gibt es ein | '''1926:''' gibt es ein lokales 17-rundiges Turnier beim sogenannten "Athletik-Sportklub" (unklar, ob der SAK 1914, oder doch die Vorwärts-Maxglaner oder Itzlinger Arbeiter "Athleten“ gemeint waren), das der Zöllner Kahler gewinnt. | ||
'''1926: Die Salzburger Auswahl'' beim 2. Wettkampf gegen OÖ:<br /> | '''1926: Die Salzburger Auswahl'' beim 2. Wettkampf gegen OÖ:<br /> | ||
| Zeile 183: | Zeile 184: | ||
Im November [[1909]] wird sogar schon in [[Tamsweg]] im [[Lungau]] eine Schachvereinsgründung beim Gast-und Kaffeehaus Brandl mit vielen Spielern zeitungsmäßig erwähnt (Obmann Dr. Franz Schierl). Im Jan. 1912 findet bereits in Hallein mit 7 TN (oder Runden?) ein kleines lokales Turnier statt. <br /> | Im November [[1909]] wird sogar schon in [[Tamsweg]] im [[Lungau]] eine Schachvereinsgründung beim Gast-und Kaffeehaus Brandl mit vielen Spielern zeitungsmäßig erwähnt (Obmann Dr. Franz Schierl). Im Jan. 1912 findet bereits in Hallein mit 7 TN (oder Runden?) ein kleines lokales Turnier statt. <br /> | ||
'''Künstler und Schachspiel:'''<br /> | '''Künstler und Schachspiel:'''<br /> | ||
| Zeile 188: | Zeile 190: | ||
Der weltbekannte Literat Stefan Zweig (1881-1942) spielte gelegentlich in den 1920ern im Cafe´Bazar. Als konkretes Mitglied der Schachgesellschaft scheint er aber nicht auf. Stefan Zweig hatte auch "die seelische Superiorität des Besiegten" stark interessiert. | Der weltbekannte Literat Stefan Zweig (1881-1942) spielte gelegentlich in den 1920ern im Cafe´Bazar. Als konkretes Mitglied der Schachgesellschaft scheint er aber nicht auf. Stefan Zweig hatte auch "die seelische Superiorität des Besiegten" stark interessiert. | ||
(in: Die Welt von Gestern). Die Niederlage soll nicht nur ertragen, sondern gemeistert werden.<br /> | (in: Die Welt von Gestern). Die Niederlage soll nicht nur ertragen, sondern gemeistert werden.<br /> | ||
Der Eisenbahner-Literat Georg Eberl hatte die Sechsmeisterturniere im Kriegsjahr Juni 1942 mit Weltmeister A. Aljechin besucht und nach dem Krieg darüber lierarisch berichtet. In späteren Zeiten spielen etwa der Maler Alfred Deggendorfer (1899-1975, bei Maxglan und Mozart) intensiver. An Musikern schon Leopold Mozart, der ab 1737 in Salzburg studiert hatte, sowie auch seine Tochter Anna-Maria (Nannerl), spätere von Berchtold zu.... gelegentlich bei schlechtem Wetter.<br /> | Der Eisenbahner-Literat Georg Eberl hatte die Sechsmeisterturniere im Kriegsjahr Juni 1942 mit Weltmeister A. Aljechin besucht und nach dem Krieg darüber lierarisch berichtet. In späteren Zeiten spielen etwa der Maler Alfred Deggendorfer (1899-1975, bei Maxglan und Mozart) intensiver. An Musikern schon Leopold Mozart, der ab 1737 in Salzburg studiert hatte, sowie auch seine Tochter Anna-Maria (Nannerl), spätere von Berchtold zu.... gelegentlich bei schlechtem Wetter.<br /> | ||
Die Pianisten Friedrich Gulda, wenn er mal in Salzburg war und Allessandro Misciasci, wohl der Beste (und eifrigste) der Künstlerriege, oder der Bratschist P. Langgartner, der ansonst die Viola Bastarda geigt.<br /> | Die Pianisten Friedrich Gulda, wenn er mal in Salzburg war und Allessandro Misciasci, wohl der Beste (und eifrigste) der Künstlerriege, oder der Bratschist P. Langgartner, der ansonst die Viola Bastarda geigt.<br /> | ||
| Zeile 208: | Zeile 210: | ||
''1929 und 1932'' fanden anläßlich des 25-jährigen Jubiläums des Linzer Schachvereines, neben dem Wettkampf zwischen dem (späterem) GM Erich Eliskases gegen Rudolf Spielmann (dem letzten Ritter des Königsgambits), Vergleichskämpfe der Salzburger mit dem Linzer Schachverein auf 17 Bretter statt.<br /> | ''1929 und 1932'' fanden anläßlich des 25-jährigen Jubiläums des Linzer Schachvereines, neben dem Wettkampf zwischen dem (späterem) GM Erich Eliskases gegen Rudolf Spielmann (dem letzten Ritter des Königsgambits), Vergleichskämpfe der Salzburger mit dem Linzer Schachverein auf 17 Bretter statt.<br /> | ||
Quelle: Linzer Tagespost v. 17.4.1929, bzw. 9/1932, mit Auflistung der Spieler.<br /> | |||
So wurde bei den Ansprachen 1929 die Not der damaligen Profi-Schachmeister beklagt und eine Schach-Notgemeinschaft gefordert. <br /> | So wurde bei den Ansprachen 1929 die Not der damaligen Profi-Schachmeister beklagt und eine Schach-Notgemeinschaft gefordert. <br /> | ||
Im Nov. 1935 erfolgte ein Vergleichskampf der Salzburger gegen Wels.<br /> | Im Nov.1935 erfolgte erneut ein Vergleichskampf der Salzburger gegen Wels.<br /> | ||
'''1936:''' Mannschaftsmeisterschaft: In der ersten Republik begann in Salzburg ab 1936 die Meisterschaft zwischen den damaligen drei Vereinen in der Stadt Salzburg. Organisiert durch eine Arbeitsgemeinschaft. <br /> | '''1936:''' Erste Mannschaftsmeisterschaft:<br /> | ||
In der ersten Republik begann in Salzburg ab 1936 die Meisterschaft zwischen den damaligen drei Vereinen in der Stadt Salzburg. Organisiert durch eine Arbeitsgemeinschaft. <br /> | |||
Ergebnis 1936: <br /> | Ergebnis 1936: <br /> | ||
| Zeile 231: | Zeile 234: | ||
Dieser ÖSV wurde, nach mehreren Versuchen in der früheren Monarchie um 1890, aber erst nach dem 1. Weltkrieg, am 12. Dezember 1920 gegründet (Österreichischer Schachverein). In der Zeit der Monarchie gab es nur einen gemeinsamen Heeres-Schachverein.<br /> | Dieser ÖSV wurde, nach mehreren Versuchen in der früheren Monarchie um 1890, aber erst nach dem 1. Weltkrieg, am 12. Dezember 1920 gegründet (Österreichischer Schachverein). In der Zeit der Monarchie gab es nur einen gemeinsamen Heeres-Schachverein.<br /> | ||
Wegen waren der zunehmenden politischen Spannungen in dieser Zeit waren dann auch nicht alle österreichischen Schachvereine dabei. 1925 gründeten die Arbeiterschachvereine ihren eigenen Verband. Mitte der 1930 gab es zudem noch in Österreich den Alpenländischen Verband.<br /> | Wegen waren der zunehmenden politischen Spannungen in dieser Zeit waren dann auch nicht alle österreichischen Schachvereine im ÖSV dabei. 1925 gründeten die Arbeiterschachvereine, ausgehend von Wien, zudem ihren eigenen Verband und spalteten sich ab. Mitte der 1930 gab es zudem noch in Österreich den Alpenländischen Verband.<br /> | ||
1921 wurde jedenfalls von Salzburg dem Bayrischen Schachbund bis 1924 beigetreten. 1922/23 nahmen Salzburger Spieler an dessen Bewerben (Bayrische Meisterschaft 1922 in Innsbruck) teil.<br /> | 1921 wurde jedenfalls von Salzburg dem Bayrischen Schachbund bis 1924 beigetreten. 1922/23 nahmen Salzburger Spieler an dessen Bewerben (Bayrische Meisterschaft 1922 in Innsbruck) teil.<br /> | ||
Auch erfolgte wieder ein Austritt aus dem ÖSV. In der Salzburger Schachgesellschaft wurde in den nächsten Jahren mehrfach der Wechsel diskutiert, im Spielausschuss zwar beschlossen, dann doch nicht umgesetzt. | Auch erfolgte wieder ein Austritt aus dem ÖSV. In der Salzburger Schachgesellschaft wurde in den nächsten Jahren mehrfach der Wechsel diskutiert, im Spielausschuss zwar beschlossen, dann doch nicht umgesetzt.<br /> | ||
Es waren nur teils politische Überlegungen maßgeblich. Es hatte ja auch seine Vorteile, weil man so doch an den nahen bayrischen Bewerben (Einzelmeisterschaft) mitspielen konnte.<br /> | Es waren nur teils politische Überlegungen maßgeblich. Es hatte ja auch seine Vorteile, weil man so doch an den nahen bayrischen Bewerben (Einzelmeisterschaft) mitspielen konnte.<br /> | ||
Erst 1927 wurde nach 1921 letztlich dem österreichischen Verband (ÖSV) beigetreten. <br /> | Erst 1927 wurde nach 1921 letztlich dem österreichischen Verband (ÖSV) beigetreten. <br /> | ||
In der ersten Republik gab es noch keinen Salzburger Landesverband. Dieser wurde 1927 von der SG zwar angedacht, aber dann wurde diese Koordinationsfunktion Mitte der 1930er mittels einer Arbeitsgemeinschaft der drei Vereine, der Schachgesellschaft, SK Maxglan und SK Itzling erledigt.<br /> | In der ersten Republik gab es noch keinen Salzburger Landesverband. Dieser wurde 1927 von der SG zwar angedacht, aber dann wurde diese Koordinationsfunktion Mitte der 1930er mittels einer Arbeitsgemeinschaft der drei Vereine, der Schachgesellschaft, SK Maxglan und SK Itzling erledigt.<br /> | ||
| Zeile 246: | Zeile 248: | ||
Erster Salzburger Schachklub 1910 - Mozart<br /> | Erster Salzburger Schachklub 1910 - Mozart<br /> | ||
Salzburger Schachgesellschaft-Posthof<br /> | Salzburger Schachgesellschaft-Posthof<br /> | ||
ASV-Amateure-Itzling (1951 ATSV, dann ESV, aus diesen wurde dann im Dez. 1955 der ASK),<br /> | ASV-Amateure-Itzling (1951 ATSV, dann ESV, aus diesen wurde dann im Dez. 1955 der ASK),<br /> | ||
Schachverein Bischofshofen (1950)<br /> | Schachverein Bischofshofen (1950)<br /> | ||
Schachverein Holzwerke St. Johann im Pongau (1950)<br /> | Schachverein Holzwerke St. Johann im Pongau (1950)<br /> | ||
Schach-Sektion des Sportklubs [[Zell am See]]<br /> | Schach-Sektion des Sportklubs [[Zell am See]]<br /> | ||
Schon im folgenden Jahr 1951 wurde in 2 Klassen mit 9 Mannschaften zu je 8 Brettern gespielt.<br /> | Schon im folgenden Jahr 1951 wurde in 2 Klassen mit 9 Mannschaften zu je 8 Brettern gespielt.<br /> | ||
Bekannte Schachzirkel, aber noch nicht Vereine, gab es damals zudem schon in Hallein, Radstadt, Schwarzach, Saalfelden (Bericht von Präs. HR Ritter v. Hoch beim ersten Landestag im Febr. 1951). | Bekannte Schachzirkel, aber noch nicht Vereine, gab es damals zudem schon in Hallein, Radstadt, Schwarzach, Saalfelden (Bericht von Präs. HR Ritter v. Hoch beim ersten Landestag im Febr. 1951). | ||
Die Zeller hatten sich aber bald wieder verabschiedet und folgte später dafür der Werksport-und Kulturverein Kaprun aus dem Pinzgau.<br /> | Die Zeller hatten sich aber bald wieder verabschiedet und folgte später dafür der Werksport-und Kulturverein Kaprun aus dem Pinzgau.<br /> | ||
Seit 7. Oktober 1950 läuft die Salzburger Mannschaftsmeisterschaft.<br /> | |||
| Zeile 272: | Zeile 266: | ||
Ab Jänner 1939 fand die Einzel-Meisterschaft unter dem Großdeutschen Schachbund im Cafe´Posthof statt.<br /> | Ab Jänner 1939 fand die Einzel-Meisterschaft unter dem Großdeutschen Schachbund im Cafe´Posthof statt.<br /> | ||
Im Juni 1942 und Juni 1943 organisierte dieser welt-bedeutende Sechsmeisterturniere in Salzburg, im Hotel Mirabell. Mit dem späteren Sieger, Weltmeister Alexander Aljechin und dem WM-Titel Aspiranten, dem Esten Paul Keres. Offenbar um im Krieg mit geringem Aufwand und Mitteln etwas Ablenkung und Normalität suggerieren zu können. Die hohen Erwartungen von Keres wurden aber von Aljechin noch stark gedämpft.(Der Direkt-Score von Aljechin gegen den jügeren Keres, der aber in den 1950ern am stärksten war, von 1935 bis 1943 war 9:5).<br /> | Im Juni 1942 und Juni 1943 organisierte dieser welt-bedeutende Sechsmeisterturniere in Salzburg, im Hotel Mirabell. Mit dem späteren Sieger, Weltmeister Alexander Aljechin und dem WM-Titel Aspiranten, dem Esten Paul Keres. Offenbar um im Krieg mit geringem Aufwand und Mitteln etwas Ablenkung und Normalität suggerieren zu können. Die hohen Erwartungen von Keres wurden aber von Aljechin noch stark gedämpft.(Der Direkt-Score von Aljechin gegen den jügeren Keres, der aber doch erst in den 1950ern am stärksten war, von 1935 bis 1943 war 9:5).<br /> | ||
Der junge Deutsche Klaus Junge aber schlug im Juni 1942 sogar den 50-jährigen WM Aljechin (1892-1946) in einer der jeweils beiden Partien, was die linientreue Presse als größte Sensation in der Geschichte des Schach´s feierte. Im Juni 1943 war Junge an der Front und nahm nicht mehr am 2. Turnier teil. Parallell dazu wurde im Juni 1942 auch ein europäischer Schachbund unter ns. deutscher Führung mit dessen Verbündeten und einigen Unabhängigen gegründet, der mit Kriegsende aber erlosch.<br /> | Der junge Deutsche Klaus Junge aber schlug im Juni 1942 sogar den 50-jährigen WM Aljechin (1892-1946) in einer der jeweils beiden Partien, was die linientreue Presse als größte Sensation in der Geschichte des Schach´s feierte. Im Juni 1943 war Junge an der Front und nahm nicht mehr am 2. Turnier teil. Parallell dazu wurde im Juni 1942 auch ein europäischer Schachbund unter ns. deutscher Führung mit dessen Verbündeten und einigen Unabhängigen gegründet, der mit Kriegsende aber erlosch.<br /> | ||
Der damals anwesende deutsche Meister Brinkmann, der über die Ziele des großdeutschen | Der damals anwesende deutsche Meister Brinkmann aus dem Altreich, der über die Ziele des großdeutschen Schachbundes im Hotel Mirabell und seiner Tätigkeit in der HJ reverierte, gab ein Simultan, wobei er gar 14 Partien verlor, 8 remisierte und 15 gewann. Er entkam daher noch hauchdünn der Blamage.<br /> | ||
'''Das Internationale Turnier Bad Gastein 1948'''<br /> | '''Das Internationale Turnier Bad Gastein 1948'''<br /> | ||
1948, vom 25. Mai bis 20. Jun. fand, eigentlich unglaublich, nur drei Jahre nach dem Krieg, im Kurort Bad Gastein bereits ein Internationales Schachturnier statt, das der schwedische IM Eric Lundic gewann, vor dem Franzosen Nicolas Rossolimo und dem Ungarn Pal Benkö. Dazu gibt es zB. eine österreichische Sonderbriefmarke, bzw. Stempel. Die Organisation erfolgte vom Wiener Ing. Gerhard Bruckner.<br /> | 1948, vom 25. Mai bis 20. Jun. fand, eigentlich unglaublich, nur drei Jahre nach dem Krieg, im Kurort Bad Gastein bereits ein Internationales Schachturnier statt, das der schwedische IM Eric Lundic gewann, vor dem Franzosen Nicolas Rossolimo und dem Ungarn Pal Benkö. Dazu gibt es zB. eine österreichische Sonderbriefmarke, bzw. Stempel. Die Organisation erfolgte vom Wiener Ing. Gerhard Bruckner.<br /> | ||
Das Gästeturnier (B-Turner) gewann der Badener Albert Lounek. | Das Gästeturnier (B-Turner) gewann der Badener Albert Lounek.<br /> | ||
Quelle auch: online Chronik des Schachklubs Baden bei Wien. <br /> | Quelle auch: online Chronik des Schachklubs Baden bei Wien. <br /> | ||
'''1949''' wurde in Salzburg Stadt ein | '''1949''' wurde in Salzburg Stadt ein lokales WM-Aljechin-Erinnerungsturnier abgehalten (wie auch später 1992 eines in Salzburg-Gnigl, veranstaltet von SC Inter Salzburg, zum 50jährigen Turniersieg von Aljechin, bzw. zu seinem 100. Geburtstag).<br /> | ||
Sieger 1949: Dr. Hans Geiger, 2. Hopfinger 3. Dr. Walchshofer 4. Romanenko 5. Ing. Gerhard Bruckner.<br /> | Sieger 1949: Dr. Hans Geiger, 2. Hopfinger 3. Dr. Walchshofer 4. Romanenko 5. Ing. Gerhard Bruckner.<br /> | ||
Der frühere, weitgehend sozialdemokratische '''Itzlinger Schachklub''' der 1930er wurde Ende der 1940er wieder erweckt (unter ASV-Amateure, 1951 als ATSV-Itzling) mit dem Spitzenspieler Georg v. Berner (Stadt-und Landesmeister 1950/51, der aber 1951 nach Kanada auswanderte) und hatte seine Spiellokale beim Gasthof Aignherr in Itzling und beim ehemaligen Hotel Bahnhof.<br /> | Der frühere, weitgehend sozialdemokratische '''Itzlinger Schachklub''' der 1930er wurde Ende der 1940er wieder erweckt (unter ASV-Amateure, 1951 als ATSV-Itzling) mit dem Spitzenspieler Georg v. Berner (Stadt-und Landesmeister 1950/51, der aber 1951 nach Kanada auswanderte) und hatte seine Spiellokale beim Gasthof Aignherr in Itzling und beim ehemaligen Hotel Bahnhof.<br /> | ||
Mit den Spielern Klaus Albrecht, Stockinger, Weilguni, Kurt Berger, Brunauer, Brandauer, Spalt, Hagn, Borenitsch, Bitter, Stadler, Grabler,..1951 führten die Amateure in Kärnten gegen Wolfsberg-Kohlegrube ein Freundschaftsspiel.<br /> | Mit den Spielern Klaus Albrecht, Stockinger, Weilguni, Kurt Berger, Brunauer, Brandauer, Spalt, Hagn, Borenitsch, Bitter, Stadler, Grabler,..1951 führten die Amateure in Kärnten gegen Wolfsberg-Kohlegrube ein Freundschaftsspiel.<br /> | ||
'''Entwicklung ab den 1950ern, viele Vereinsgründungen'''<br /> | |||
'''Entwicklung ab den 1950ern, Vereinsgründungen'''<br /> | |||
'''1950''' teilte sich die Salzburger Schachgesellschaft in die Spielstätten und Vereine [[Café Posthof]] und Café Mozart (Erster Salzburger Schachklub 1910-(später erfolgte der Zusatz: "Mozart").<br /> | '''1950''' teilte sich die Salzburger Schachgesellschaft in die Spielstätten und Vereine [[Café Posthof]] und Café Mozart (Erster Salzburger Schachklub 1910-(später erfolgte der Zusatz: "Mozart").<br /> | ||
'''1950:''' Die SK´s Bischofshofen , St. Johann und die Schachsektion des Sportklubs Zell a.See werden (nach Vorgängern) 1950 gegründet. Der Halleiner Schachklub Jan. 1954, es wird aber schon einige Jahre zuvor gespielt (Chronik des SK Hallein).<br /> | |||
'''1953/1954''' erfolgen Teilnahme am europäischen Mitropa-und Westropa Cup mit guten Ergebnissen.<br /> | '''Schon 1950/51''' gibt es vielfache Vergleichskämpfe insbesondere von Mozart gegen Venedig, Rom, Schachring-Zürich, auf 25 Bretter gegen Traunstein (mit Chiemgauern verstärkt), in Bad-Gastein gegen den Kärntner Meister ESV-Admira-Villach und Wels. <br /> | ||
'''1953/1954''' erfolgen Teilnahme von Mozart am europäischen Mitropa-und Westropa Cup mit guten Ergebnissen.<br /> | |||
DI Erich Flir, Walter Wöll von Mozart und Georg Berner (Amateure Itzling) sind in den [[1950er]]-1960ern wohl die besten Spieler.<br /> | DI Erich Flir, Walter Wöll von Mozart und Georg Berner (Amateure Itzling) sind in den [[1950er]]-1960ern wohl die besten Spieler.<br /> | ||
''' | '''Im Jan. 1954 wird der SK Hallein, im Dezember 1955''' der '''ASK''' als Arbeiterschachklub von Kurt Berger u.a. gegründet, der aber quasi ein Nachfolger des früheren Itzlinger Klubs (1935), bzw. der ASV-Amateuere, ATSV, ESV-Sektion war, aber auch einige Spieler der früheren Lehener-und Maxglaner Vereine der 1930er umfasste.<br /> | ||
Die ASKler sehen sich aber mehr als Nachfolger der Maxglaner und residieren nun nach dem früheren Sternbrau in Maxglan Mittwochs im Violett (nach dem früheren Wastlwirt nun im Salzburg Austria Fußballer-Lokal). | |||
Die ASKler sehen sich aber mehr als Nachfolger der Maxglaner und residieren nun nach dem früheren Sternbrau in Maxglan | |||
Der ASK, nun der "Allgemeine Schachklub", hat heute ein sehr lebendiges Klubleben, zumal sich viele Spieler in das Internet und zum Notebook verzogen haben.<br /> | Der ASK, nun der "Allgemeine Schachklub", hat heute ein sehr lebendiges Klubleben, zumal sich viele Spieler in das Internet und zum Notebook verzogen haben.<br /> | ||
Im Pinzgau führte damals der Werksportklub Kaprun mit seinem Vorkämpfer Weikl u. Puchner. Auch der oö. 1. SK Bad Ischl (1936) spielte ab 1959 lange Zeit beim Salzburger Verband, Oberndorf-Laufen gründete sich 1959.<br /> | Im Pinzgau führte damals der Werksportklub Kaprun mit seinem Vorkämpfer Weikl u. Puchner. Auch der oö. 1. SK Bad Ischl (1936) spielte ab 1959 lange Zeit beim Salzburger Verband, Oberndorf-Laufen gründete sich 1959.<br /> | ||
1958 wird Karl Schatzl, der Oberkellner vom Cafe´Glockenspiel, der aber beim Verein Posthof spielt, Landesmeister (dazu gibt es zB. einen amüsanten Artikel vom Salzburger Literaten Walter Müller im SN-online-Archiv). | 1958 wird Karl Schatzl, der Oberkellner vom Cafe´Glockenspiel, der aber beim Verein Posthof spielt, Landesmeister (dazu gibt es zB. einen amüsanten Artikel vom Salzburger Literaten Walter Müller im SN-online-Archiv).<br /> | ||
Am 19. Juli 1959 | |||
Am 19. Juli 1959 findet in Seekirchen ein schönes Schachfest mit 8er-Mannschaften und 30-Minuten Kurzzeit-Partien statt.<br /> | |||
'''Ab 1966''' gab es, ausgehend vom Schachklub Freilassing, Grenzlandturniere.<br /> | '''Ab 1966''' gab es, ausgehend vom Schachklub Freilassing, Grenzlandturniere.<br /> | ||
'''1969/70''' Die Landesliga wird eingeführt. Bis dahin wurde nur in einer ersten und 2. Klasse gespielt.<br /> | |||
''' | '''1973''' folgten die neuen Bewerbe Landes-Blitzmeisterschaft und Landescup.<br /> | ||
''Quelle: ASK Chronik.'' <br /> | ''Quelle: ASK Chronik.'' <br /> | ||
1974: Der Salzburg-Pongauer Maler und Grafiker Stefan Schneider (1908-1980) wird FIDE Internationaler Meister (IM) im scharfsinnigen Problemkompositionsschach (damals noch ohne Computerunterstützung, mit etwa 300 Problemkompositionen).<br /> | 1974: Der Salzburg-Pongauer Maler und Grafiker Stefan Schneider (1908-1980) wird FIDE Internationaler Meister (IM) im scharfsinnigen Problemkompositionsschach (damals noch ohne Computerunterstützung, mit etwa 300 Problemkompositionen).<br /> | ||
'''In den 1970ern''' bis Anfang der 1980er prägen die vielen guten Mozartler wie ÖM Walter Klimitschek und die Ranshofner Staatsligaspieler IM Arne Dür, J. Ager, Prameshuber das Salzburger Schach. Um nur einige zu nennen. <br /> | '''In den 1970ern''' bis Anfang der 1980er prägen die vielen guten Mozartler wie ÖM Walter Klimitschek und die Ranshofner Staatsligaspieler IM Arne Dür (aus Tirol), J. Ager, oder ÖM Prameshuber das Salzburger Schach. Um nur einige zu nennen. <br /> | ||
Der engagierte Werksportverein-ATSV Ranshofen war 1971 von OÖ zum Salzburger Verband gestoßen (1998 umgegründet).<br /> | Der engagierte Werksportverein-ATSV Ranshofen war 1971 von OÖ zum Salzburger Verband gestoßen (1998 umgegründet).<br /> | ||
Obmann Wolfgang Hackbarth wollte der damals wohl sehr starken VÖST-Linz ausweichen und witterte in Salzburg offenbar mehr Beute. Zudem war es auch leichter erreichbar. Er hatte großen Anteil an der Gründung der Staatsliga (nun Bundesliga).<br /> | Obmann Wolfgang Hackbarth wollte der damals wohl sehr starken VÖST-Linz ausweichen und witterte in Salzburg offenbar mehr Beute. Zudem war es auch leichter erreichbar. Er hatte großen Anteil an der Gründung der Staatsliga (nun Bundesliga).<br /> | ||
Im Café Mozart wird in den 1970/1980ern vor allem täglich Blitzschach gespielt (zB. W. Löffler, Peterwagner, Flir´s, Hamberger, oder die "berüchtigten" Cafehaus -Blitzer, Moser, Kopp,...) und Partien analysiert.<br /> | Im Café Mozart wird in den 1970/1980ern vor allem täglich Blitzschach gespielt (zB. W. Löffler, Peterwagner, Flir´s, Hamberger, oder die "berüchtigten" Cafehaus-Blitzer, Moser, Kopp,...) und Partien analysiert.<br /> | ||
Auch der bekannte Pianist Friedrich Gulda fand sich manchmal zum Blitzspiel ein, oder das Playboy-und Penthousegirl Brigitta C., die sogar sehr beachtliche 1840 nat. Elo und den WMK Titel errang. <br /> | Auch der bekannte Pianist Friedrich Gulda fand sich manchmal zum Blitzspiel ein, oder das Playboy-und Penthousegirl Brigitta C., die sogar sehr beachtliche 1840 nat. Elo und den WMK Titel errang. <br /> | ||
Damals kamen auch etliche Gewerbetreibende der Innenstadt ins Cafe Mozart zum Spiel und sponserten bei den Blitzturnieren schöne Preise. Durch die Ausdünnung des Gewerbes und die internationalen Ketten hat sich das nun etwas verflüchtigt.<br /> | Damals kamen auch etliche Gewerbetreibende der Innenstadt ins Cafe Mozart zum Spiel und sponserten bei den Blitzturnieren schöne Preise. Durch die Ausdünnung des Gewerbes und die internationalen Ketten hat sich das nun etwas verflüchtigt.<br /> | ||
Der ASK oder Süd hatten immer ein sehr gutes Klubleben.<br /> | Der ASK oder Süd hatten immer ein sehr gutes Klubleben.<br /> | ||
'''Im Turnierschach''' entwickelt sich weltweit ab den 1970ern das Elosystem, eine Messung der Spielstärke, die nun in Variationen für andere Sportarten herangezogen wird. | '''Im Turnierschach'''entwickelt sich weltweit ab den 1970ern das Elosystem, eine Messung der Spielstärke, die nun in Variationen für andere Sportarten herangezogen wird. | ||
<br /> | <br /> | ||
GM Paul Keres kam 1970 erneut nach Salzburg. Der frühere Weltklassespieler GM Salo Flohr gab in den 1970ern 2 Simultanvorstellungen.<br /> | GM Paul Keres kam 1970 erneut nach Salzburg. Der frühere Weltklassespieler GM Salo Flohr gab in den 1970ern 2 Simultanvorstellungen.<br /> | ||
| Zeile 337: | Zeile 329: | ||
Der ESV-Bischofshofen mit dem jungen Josef Klinger (dem späterem GM), das 4x um 1980 Landescup-Finalist und Westligameister war, ASK, Hallein, Salzburg Süd,....<br /> | Der ESV-Bischofshofen mit dem jungen Josef Klinger (dem späterem GM), das 4x um 1980 Landescup-Finalist und Westligameister war, ASK, Hallein, Salzburg Süd,....<br /> | ||
SC Inter Salzburg wurde 1973, der Verein Salzburg-Süd 1979 gegründet. In den 80/ | SC Inter Salzburg wurde 1973, der Verein Salzburg-Süd 1979 gegründet. In den 80/90ern wirkte der USK Uttendorf hervorragend in der Westliga (spätere Bundesliga-B) mit seinen Spitzen Hahn und Feichtner. Der Landesverband flog 1978 nach Ägypten und folgend mit 50 Leuten zu einem Freundschaftskampf und Ausflug nach Moskau.<br /> | ||
''' | '''Kombibewerbe:''' Die Vereine Mattighofen u.Radstadt organisiserten schöne Mannschafts-Blitz, bzw. Kurzzeit-Turniere. Seekirchen schon im Juli 1959 einen Fußball-Kegel-Schachbewerb. <br /> | ||
Die drei Stadtvereine: ASK, Inter und Mozart in den 1970-8Oern Fußball-Schach Kombibewerbe. Bad Ischl Schach-Schirennen. Also kam auch der Spaß und Körpersport manchmal nicht zu kurz.<br /> | Die drei Stadtvereine: ASK, Inter und Mozart in den 1970-8Oern Fußball-Schach Kombibewerbe. Bad Ischl Schach-Schirennen. Also kam auch der Spaß und Körpersport manchmal nicht zu kurz.<br /> | ||
Vom Herbst '''1984 bis 1996''' gab es ein eigenes Schach-Haus des Verbandes in Lehen, in der Strubergasse, das im Oktober 1984 mit einem Simultan des "Zauberers von Riga", dem Kombinationskünstler Ex WM Michael Tal eingeweiht wurde. Betriebsmeisterschaften und Turniere wurden dort abgehalten. Zuletzt wurde allerdings mehr gewürfelt.<br /> | Vom Herbst '''1984 bis 1996''' gab es ein eigenes Schach-Haus des Verbandes in Lehen, in der Strubergasse, das im Oktober 1984 mit einem Simultan des "Zauberers von Riga", dem Kombinationskünstler Ex WM Michael Tal eingeweiht wurde. Betriebsmeisterschaften und Turniere wurden dort abgehalten. Zuletzt wurde allerdings mehr gewürfelt, bis es mangels Geld für Investitionen eingestellt wurde.<br /> | ||
'''Salzburger Open:''' DI Gerhard Herndl gibt die Halleiner Schachzeitung, mit Robert Rettenbacher die Verbandszeitung SIS heraus und organisierte '''ab 1986 das Halleiner Schach-Open'''. Dieses setzte sich durchgehend im Werfen (-Tenneck) und Schwarzacher Open fort | '''Salzburger Open:''' DI Gerhard Herndl gibt die Halleiner Schachzeitung, mit Robert Rettenbacher die Verbandszeitung SIS heraus und organisierte '''ab 1986 das Halleiner Schach-Open'''. Dieses setzte sich durchgehend im Werfen(-Tenneck) und Schwarzacher Open fort.<br /> | ||
'''1992''', 2.-4. 10. wird im Gnigler Kultur-und Vereinsheim ein vom Klub Inter Salzburg (Fischer/Hager/Endthaler) organisiertes 1. Intern. Salzburg Stadt- Schachopen mit 20.000 DM -Preisfonds (1 Stunde/40 Züge/int. Elowertung) im Rahmen der Mephisto-Grand-Prix Serie der ehemaligen Müchner Schachcomputerfirma abgehalten. 180 Teilnehmer <br /> | '''1992''', 2.-4. 10. wird im Gnigler Kultur-und Vereinsheim ein vom Klub Inter Salzburg (Fischer/Hager/Endthaler) organisiertes 1. Intern. Salzburg Stadt- Schachopen mit 20.000 DM -Preisfonds (1 Stunde/40 Züge/int. Elowertung) im Rahmen der Mephisto-Grand-Prix Serie der ehemaligen Müchner Schachcomputerfirma abgehalten. 180 Teilnehmer <br /> | ||
1.IM Valentin Arbakov (Russ) Elo 2345 8,5 Punkte, 2. GM Alexander Woitkiewicz (Pol) 2530 7,5 | 1.IM Valentin Arbakov (Russ) Elo 2345 8,5 Punkte, 2. GM Alexander Woitkiewicz (Pol) 2530 7,5 | ||
3. GM Romuald Mainka (D) 2550 7, 4. IM Bjarke Kristensen (Dän)2370 7, 5. IM Ralf Hess 2345 7.<br /> | 3. GM Romuald Mainka (D) 2550 7, 4. IM Bjarke Kristensen (Dän)2370 7, 5. IM Ralf Hess 2345 7.<br /> | ||
Quellen: Salzburg Krone und Staatsliga-Topchess. Hrsg.: Alexander Fauland und Hannes Krawagna. <br /> | Quellen: Salzburg Krone und Staatsliga-Topchess. Hrsg.: Alexander Fauland und Hannes Krawagna. <br /> | ||
Mit dem Manager DI Johann Fischer kam Inter Salzburg von 1990-1997 zu Sternstunden in der Staatsliga. So spielt 1993 der spätere Weltmeister Wladimir Kramnik (damals aber schon Nr. 1 der Weltrangliste) für Inter Salzburg drei Partien in der österreichischen Staatsliga bei der Schachgala im Hotel Europa mit 300 Zusehern und Mitwirkenden im Rahmenprogramm.<br /> | |||
Die Staatsligabroschüre wird von Inter herausgegeben.<br /> | |||
1996: Inter Salzburg wurde dritter in der Staatsliga A.<br /> | |||
1996: Wettstreit: Mensch gegen Maschine im MCA. Salzburger Auswahl gegen Mephisto-Computer.<br /> | 1996: Wettstreit: Mensch gegen Maschine im MCA. Salzburger Auswahl gegen Mephisto-Computer.<br /> | ||
| Zeile 367: | Zeile 358: | ||
1. GM Istvan Farago (Ungarn)<br /> | 1. GM Istvan Farago (Ungarn)<br /> | ||
Die früheren Salzburger Stadtmeisterschaften wurden vom ASK gemeinsam mit deren Klubmeisterschaft organisiert und waren immer lokal recht gut besetzt. Leider hat der ASK seinen Bewerb davon abgekoppelt, wordurch sich eine Schwächung des Angebotes für gute Spieler ergeben hat.<br /> | |||
Ab Mitte der '''1980er Jahre''' lösen die vielfachen Möglichkeiten an | Ab Mitte der '''1980er Jahre''' lösen die vielfachen Möglichkeiten an immer mehr entstehenden Open-Turnieren zu spielen, die früher üblichen Länderkämpfe (1978-1983 noch gegen OÖ, Kärnten und Stmk.) weitgehend ab.<br /> | ||
Dafür organisierten AK/ÖGB mit dem Verband ab 1982 für über 10 Jahre im Schachhaus die | |||
Dafür organisierten AK/ÖGB mit dem Verband ab 1982 für über 10 Jahre im Schachhaus die Betriebs-Schachmeisterschaften, die öfters die ambitionierten Post Spieler gewannen. Auch die SGKK, AK, Baufirmen, Bank Austria, oder die Salzburger Kronenzeitung,... nahmen etwa mit guten Mannschaften daran teil.<br /> | |||
'''2000/1'''und 2001/2002: Inter-Salzburg/Süd (später SIR) gewinnt 2x die Bundesliga B-Mitte.<br /> | '''2000/1'''und 2001/2002: Inter-Salzburg/Süd (später SIR) gewinnt 2x die Bundesliga B-Mitte.<br /> | ||
'''2016''': Der neue SLV Präsident MAS Rudolf Berti und Kassier Günter Vorreiter organisieren in St. Johann i.P. mit dem bewährten DI Gerhard Herndl hervorragend die österreichischen Staatsmeisterschaften.<br /> | '''2016''': Der neue SLV Präsident MAS Rudolf Berti und Kassier Günter Vorreiter organisieren in St. Johann i.P. mit dem bewährten DI Gerhard Herndl hervorragend die österreichischen Staatsmeisterschaften.<br /> | ||
Die Computer-und Internetisierung verödete zwar einige Klubleben, erhöhte aber widerum den Wissensstand gigantisch.<br /> | |||
Schach steht in der Freizeit-und Fitnessgesellschaft in hoher Konkurrenz mit vielen Spielen und Programmen, bietet aber dem hobbymäßigen Gelegenheitsspieler, wie auch wie dem geselligen Klubmenschen, oder sportlich engagiertem Kämpfer doch so einiges.<br /> | |||
In der Verbandszeitung SIS, den Mozart Kurzchroniken, der beachtlichen Chronik des SC Neumarkt mit allen Daten zu den einzelnen Vereinsgründungen (Hrsg.: Dr. Martin Egger, 2015), der ASK-Klubzeitung und der 60-Jahre ASK-Chronik (v. R. Redtenbacher) sind im SLV- Internet-Archiv die weitere historische Entwicklung, die Verbands-Funktionäre, insbesondere die Einzel-und Mannschafts-Landesmeisterschaften, oder CUP-Bewerbe abgebildet.<br /> | |||
In der Verbandszeitung SIS, den Mozart Kurzchroniken, der beachtlichen Chronik des SC Neumarkt mit allen Daten zu den einzelnen Vereinsgründungen (Hrsg.: Dr. Martin Egger, 2015), der ASK-Klubzeitung und der 60-Jahre ASK-Chronik | |||
== Einige gute Salzburger Spieler == | == Einige gute Salzburger Spieler == | ||