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| | [[Datei:Kulstrunk Salzburg Stadtansicht 1916 Detail Gaswerk.jpg|thumb|[[Kulstrunk Panorama]] Salzburg Stadtansicht 1916 Detail: Gaswerk]] | | [[Datei:Kulstrunk Salzburg Stadtansicht 1916 Detail Gaswerk.jpg|thumb|[[Kulstrunk Panorama]] Salzburg Stadtansicht 1916 Detail: Gaswerk]] |
| | [[Datei:Ehemaliges Gaswerk-Gelände in Lehen.jpg|thumb|Ehemaliges Gaswerk-Gelände in Lehen]] | | [[Datei:Ehemaliges Gaswerk-Gelände in Lehen.jpg|thumb|Ehemaliges Gaswerk-Gelände in Lehen]] |
| | Das '''Städtische Gaswerk''' befand sich in Salzburg-[[Lehen]] an der [[Gaswerkgasse]]. | | Das '''Städtische Gaswerk''' befand sich in Salzburg-[[Lehen]] an der [[Gaswerkgasse]]. |
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| − | ==Geschichte== | + | == Geschichte == |
| − | [[1858]] bis [[1859]] wurde das städtische Gaswerk errichtet. <br/> | + | Das Gaswerk war [[1858]]/[[1859]] durch private Investoren errichtet worden. |
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| | + | Am [[3. Mai]] [[1859]] schloss die [[Stadtgemeinde Salzburg]] mit [[Ludwig August Riedinger]] in Augsburg einen ersten Vertrag über die Einführung der Gasbeleuchtung in der Stadt Salzburg ab, der auch von den Besitznachfolgern [[Ludwig Negbaur]] und [[Emma Mackenrodt]] erneuert wurde. Von diesen erwarb das Gaswerk die Gesellschaft für Gasindustrie in Augsburg, mit welcher [[1875]] ein neuer Vertrag mit Gültigkeit bis zum 1. Oktober [[1904]] zu Stande kam. Das Gaswerk war [[1858]]/[[1859]] errichtet worden. Vor Ablauf dieses Vertrages war die Stadtgemeinde bestrebt, das Gaswerk in ihren Besitz zu bringen. Es kam zu längeren Verhandlungen und der Vertrag vom [[31. Mai]] [[1902]] zu Stande, nach welchem die Stadtgemeinde das Werk samt allem Zubehör und Rechten mit dem Übergabestage vom [[1. Jänner]] [[1905]] um einen Kaufpreis von 525 000 Kronen. Dieser Kaufpreis erhöhte sich noch auf 612 000 Kronen, weil die Gesellschaft noch verschiedene Ergänzungsbauten mit Zustimmung der Stadtgemeinde als neuen Eigentümer bis zum Übergabetag durchführte. |
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| | + | Im Gaswerk vorhanden waren vier Retortenöfen mit je sechs Retorten, ein Rostofen mit drei Retorten, ein Dampfkessel von 8 m<sup>2</sup> Heizfläche, Apparate, drei kleine Gasbehälter und 309 Kandelaber. |
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| | + | In der Stadt Salzburg waren 478 Laternen in Betrieb, davon 173 mit Glühlicht, die anderen mit offenen Flammen. Das Rohrnetz wies eine Länge von 29 218 m auf und bestand zumeist aus 80 und 50 mm Lichtweiten. |
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| | + | Nach dem Erwerb durch die Stadtgemeinde wurde ein neuer Gasbehälter von 4 000 m<sup>3</sup> Inhalt und neue Halbgeneratoren errichtet, sowie die Apparature und Maschinen erneuert. Auch das Rohrnetz fand eine durchgreifende Umgestaltung. |
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| | + | Der Gaskonsum entwickelte stark nach oben, bis der [[1. Weltkrieg]] infolge Kohlemangel und behördlicher Einschränkung des Gasverbrauches eine bedeutende Absenkung brachte. |
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| | + | [[1923]] wurde der alte Horizontal-Retortenofen aufgelassen und ein Vertikal-Kammerofen mit bewegter Ladung, System Koppers, erbaut. Die Gasausbeute beträgt dadurch durchschnittlich 610 m<sup>3</sup> je Tonne Kohle. |
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| | + | Etwa Ende [[1930]] hat das Rohrnetz eine Länge von 84 569 m und es waren 5618 Gasmesser aufgestellt. Der Gaspreis betruf 33 Groschen pro Kubikmeter. |
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| | + | Mit der steigenden Beliebtheit des Gases als Wärmequelle nahm auch die Installation von Kochapparaten in den Haushalten fortwährend zu. |
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| | + | <br/> |
| | [[1960]] kam es dann zur Umstellung in der Gasversorgung der Stadt Salzburg auf Flüssig- bzw. Erdgas. | | [[1960]] kam es dann zur Umstellung in der Gasversorgung der Stadt Salzburg auf Flüssig- bzw. Erdgas. |
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| − | ==Quelle== | + | == Quelle == |
| | + | * [[Das Buch der Stadt Salzburg]], [[1932]], ''Das Städtische Gaswerk (Direktor [[August Roßkothen]])'', Seite 191 f |
| | * Foto in ''Salzburg Vorstädte Album 1860 - 1930'', Verlag für Photografie, Wien, 1998 | | * Foto in ''Salzburg Vorstädte Album 1860 - 1930'', Verlag für Photografie, Wien, 1998 |
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