Schach-Landesverband Salzburg: Unterschied zwischen den Versionen

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Ab Jänner 1939 fand die Einzel-Meisterschaft unter dem Großdeutschen Schachbund im Cafe´Posthof statt.  
Ab Jänner 1939 fand die Einzel-Meisterschaft unter dem Großdeutschen Schachbund im Cafe´Posthof statt.  
Im Juni 1942 und Juni 1943 wurden welt-bedeutende Sechsmeisterturniere in Salzburg, im Hotel Mirabell, mit dem späteren Sieger, Weltmeister Alexander Aljechin und dem WM-Titel Aspiranten, dem Esten Paul Keres abgehalten. Offenbar um im Krieg mit geringem Aufwand und Mitteln etwas Normalität suggerieren zu können. Die hohen Erwartungen von Keres wurden aber von Aljechin noch stark abgedämpft.(Der Direkt-Score von Aljechin gegen den jügeren Keres, der aber in den 1950ern am stärksten war, von 1935 bis 1943 war 9:5).
Im Juni 1942 und Juni 1943 wurden welt-bedeutende Sechsmeisterturniere in Salzburg, im Hotel Mirabell, mit dem späteren Sieger, Weltmeister Alexander Aljechin und dem WM-Titel Aspiranten, dem Esten Paul Keres abgehalten. Offenbar um im Krieg mit geringem Aufwand und Mitteln etwas Normalität suggerieren zu können. Die hohen Erwartungen von Keres wurden aber von Aljechin noch stark abg'''Fetter Text'''edämpft.(Der Direkt-Score von Aljechin gegen den jügeren Keres, der aber in den 1950ern am stärksten war, von 1935 bis 1943 war 9:5).


Der junge Deutsche Klaus Junge aber schlug sogar 1942 den 50-jährigen WM Aljechin (1892-1946) in einer der jeweils beiden Partien, was die Presse als größte Sensation in der Geschichte des Schach´s feierte. 1943 war Junge an der Front und nahm nicht mehr teil. Parallell dazu wurde im Juni 1942 auch ein europäischer Schachbund unter nat. Deutscher Führung mit dessen damaligen Verbündeten und einigen Unabhängigen gegründet, der mit Kriegsende aber erlosch.<br />
Der junge Deutsche Klaus Junge aber schlug sogar 1942 den 50-jährigen WM Aljechin (1892-1946) in einer der jeweils beiden Partien, was die Presse als größte Sensation in der Geschichte des Schach´s feierte. 1943 war Junge an der Front und nahm nicht mehr teil. Parallell dazu wurde im Juni 1942 auch ein europäischer Schachbund unter nat. Deutscher Führung mit dessen damaligen Verbündeten und einigen Unabhängigen gegründet, der mit Kriegsende aber erlosch.<br />
Das Internationle Turnier Bad Gastein 1948<br />


1948, vom 25. Mai bis 20. Jun. fand, eigentlich unglaublich, nur drei Jahre nach dem Krieg, im Kurort Bad Gastein bereits ein Internationales Schachturnier statt, das der schwedische IM Eric Lundic gewann, vor dem Franzosen Nicolas Rossolimo und dem Ungarn Pal Benkö. Dazu gibt es zB. auch eine österreichische Sonderbriefmarke/ bzw. Stempel. Die Organisation erfolgte vom Wiener Ing. Gerhard Bruckner. Das Gästeturnier (B-Turner) gewann der Badener Albert Lounek. (Quelle auch: online Chronik des Schachklubs Baden bei Wien). <br />
1948, vom 25. Mai bis 20. Jun. fand, eigentlich unglaublich, nur drei Jahre nach dem Krieg, im Kurort Bad Gastein bereits ein Internationales Schachturnier statt, das der schwedische IM Eric Lundic gewann, vor dem Franzosen Nicolas Rossolimo und dem Ungarn Pal Benkö. Dazu gibt es zB. auch eine österreichische Sonderbriefmarke/ bzw. Stempel. Die Organisation erfolgte vom Wiener Ing. Gerhard Bruckner. Das Gästeturnier (B-Turner) gewann der Badener Albert Lounek. (Quelle auch: online Chronik des Schachklubs Baden bei Wien). <br />
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Der frühere '''Itzlinger Schachklub''' der 1930er wurde Ende der 1940er wieder erweckt (unter ASV-Amateure, 1951 als ATSV-Itzling) mit dem Spitzenspieler Georg v. Berner (Stadt-und Landesmeister 1950/51, der aber 1951 nach Kanada auswanderte) und hatte seine Spiellokale beim Gasthof Aignherr in Itzling und beim ehemaligen Hotel Bahnhof. Mit den Spielern Klaus Albrecht, Stockinger, Weilguni, Kurt Berger, Brunauer, Brandauer, Spalt, Hagn, Borenitsch, Bitter, Stadler, Grabler,..1951 führt er in Kärnten gegen Wolfsberg-Kohlegrube ein Freundschaftsspiel.
Der frühere '''Itzlinger Schachklub''' der 1930er wurde Ende der 1940er wieder erweckt (unter ASV-Amateure, 1951 als ATSV-Itzling) mit dem Spitzenspieler Georg v. Berner (Stadt-und Landesmeister 1950/51, der aber 1951 nach Kanada auswanderte) und hatte seine Spiellokale beim Gasthof Aignherr in Itzling und beim ehemaligen Hotel Bahnhof. Mit den Spielern Klaus Albrecht, Stockinger, Weilguni, Kurt Berger, Brunauer, Brandauer, Spalt, Hagn, Borenitsch, Bitter, Stadler, Grabler,..1951 führt er in Kärnten gegen Wolfsberg-Kohlegrube ein Freundschaftsspiel.
   
   
'''Entwicklung ab den 1950ern'''<br />
'''Entwicklung ab den 1950ern'''<br />


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'''In den 1970ern''' prägen die Mozartler W. Klimitschek, H. Peterwagner, und die Ranshofner J. Ager, Prameshuber und W. Hackbarth das Schach, um nur einige gute zu nennen. Der engagierte Werksportverein-ATSV Ranshofen war 1971 von OÖ zum Salzburger Verband gestoßen. (1998 umgegründet).
'''In den 1970ern''' prägen die Mozartler W. Klimitschek, H. Peterwagner, und die Ranshofner J. Ager, Prameshuber und W. Hackbarth das Schach, um nur einige gute zu nennen. Der engagierte Werksportverein-ATSV Ranshofen war 1971 von OÖ zum Salzburger Verband gestoßen (1998 umgegründet). Wolfgang Hackbarth wollte der damals sehr starken VÖST-Linz ausweichen und witterte in Salzburg offenbar mehr Beute. Zudem war es etwas leichter erreichbar.
Im Café Mozart wird in den 1970/1980ern vor allem Blitzschach gespielt (zB. Willi Löffler, Peterwagner, Flir´s, Hamberger, oder die "berüchtigten" Blitzer Gold, Moser, Kopp,...) und Partien analysiert. Auch der bekannte Pianist Friedrich Gulda fand sich manchmal zum Blitzspiel ein, oder das Playboy-und Penthousegirl Brigitta C., die sogar sehr beachtliche 1840 nat. Elo und den WMK Titel errang. Damals kamen auch etliche Gewerbetreibende der Innenstadt ins Cafe Mozart zum Spiel (zB. Leder H. Schaller, Schliesselberger,..), und sponserten bei den Blitzturnieren schöne Preise. Durch die Ausdünnung des Gewerbes und die internationalen Ketten hat sich das nun reduziert.
Im Café Mozart wird in den 1970/1980ern vor allem Blitzschach gespielt (zB. Willi Löffler, Peterwagner, Flir´s, Hamberger, oder die "berüchtigten" Blitzer Gold, Moser, Kopp,...) und Partien analysiert. Auch der bekannte Pianist Friedrich Gulda fand sich manchmal zum Blitzspiel ein, oder das Playboy-und Penthousegirl Brigitta C., die sogar sehr beachtliche 1840 nat. Elo und den WMK Titel errang. Damals kamen auch etliche Gewerbetreibende der Innenstadt ins Cafe Mozart zum Spiel und sponserten bei den Blitzturnieren schöne Preise. Durch die Ausdünnung des Gewerbes und die internationalen Ketten hat sich das nun etwas verflüchtigt. Oder es mangelt es an Funktionären.


Im Turnierschach entwickelt sich weltweit ab den 1970ern das Elosystem, eine variierende Messung der Spielstärken. <br />
Im Turnierschach entwickelt sich weltweit ab den 1970ern das Elosystem, eine variierende Messung der Spielstärken. <br />
WM Anatol Karpov gab im Casino (Cafe Winkler) 2 x ein Simultan.<br />
Zur Zeit von Verbandspräsident Karl Groiss (oder war es WM Bobby Fischer?) kam es in den 1970-1980er Jahren zu einigen neuen Vereinsgründungen und starker Aufwärtsentwicklung. Bischofshofen mit dem jungen J. Klinger, das 4x um die 1980er Cup-Finalist war, ASK, Hallein, Salzburg Süd,....Inter wurde zufällig 1973, 100 Jahre nach dem zweiten bekannten Turnier und Salzburg-Süd 1979, 100 Jahre nach dem 3. Turnier gegründet.<br />


GM Paul Keres kam 1970 erneut. Der frühere Weltklassespieler GM Salo Flohr gab 1976 Gastvorstellungen. Wolfgang Hackbarth von Ranshofen hatte großen Anteil an der Gründung der Staatsliga (nun Bundesliga).<br />
GM Paul Keres kam 1970 erneut. Der frühere Weltklassespieler GM Salo Flohr gab 1976 Gastvorstellungen.
Zur Zeit von Verbandspräsident Karl Groiss, bzw. von WM Bobby Fischer, kam es in den 1970-1980er Jahren zu einigen neuen Vereinsgründungen und starker Aufwärtsentwicklung. Bischofshofen mit dem jungen J. Klinger, das 4x um die 1980er Cup-Finalist war, ASK, Hallein, Salzburg Süd,....Inter wurde 1973, Salzburg-Süd 1979 gegründet. WM Anatol Karpov gab im Casino (Cafe Winkler) 2 x ein Simultan. Der Verband fuhr 1978 nach Ägypten, und folgend mit 50 Personen zu einem Freundschaftskampf nach Moskau.<br />


Die Vereine Munderfing (OÖ), Mattighofen, Radstadt organisiserten schöne Mannschafts-Blitz, bzw. Kurzzeit-Turniere. Seekirchen schon im Sommer 1959 einen Fuball-Kegel-Schachbewerb. Die drei Stadtvereine: ASK, Inter u. Mozart in den 1970-8Oern Fußball-Schach Kombibewerbe, Bad Ischl Schach-Schirennen. Also kam auch der Spaß und Körpersport manchmal nicht zu kurz.<br />
Wolfgang Hackbarth von Ranshofen hatte großen Anteil an der Gründung der Staatsliga (nun Bundesliga).Die Vereine Munderfing (OÖ), Mattighofen, Radstadt organisiserten schöne Mannschafts-Blitz, bzw. Kurzzeit-Turniere. Seekirchen schon im Sommer 1959 einen Fuball-Kegel-Schachbewerb. Die drei Stadtvereine: ASK, Inter u. Mozart in den 1970-8Oern Fußball-Schach Kombibewerbe, Bad Ischl Schach-Schirennen. Also kam auch der Spaß und Körpersport manchmal nicht zu kurz.<br />


Vom Herbst 1984 bis 1996 gab es ein eigenes Schach-Haus des Verbandes, das im Oktober 1984 mit einem Simultan des "Zauberers von Riga", dem Kombinationskünstler Ex WM Michael Tal eingeweiht wurde.  
Vom Herbst 1984 bis 1996 gab es ein eigenes Schach-Haus des Verbandes, das im Oktober 1984 mit einem Simultan des "Zauberers von Riga", dem Kombinationskünstler Ex WM Michael Tal eingeweiht wurde.  
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1. FM R. Hanel 7,  2. FM F. Hager 6,5, 3. K. Jürgens (D) 5,5, 4. MK H. Gottsmann 5, 5. C. Dölzlmüller 4,5, 6.-8. F. Waggerl, H. Hamberger, MK A. Hinteregger je 4, Nico de Jongh 3, C.Löffler 2. <br />
1. FM R. Hanel 7,  2. FM F. Hager 6,5, 3. K. Jürgens (D) 5,5, 4. MK H. Gottsmann 5, 5. C. Dölzlmüller 4,5, 6.-8. F. Waggerl, H. Hamberger, MK A. Hinteregger je 4, Nico de Jongh 3, C.Löffler 2. <br />


Ab Mitte der 1980er Jahre lösen die vielfachen Möglichkeiten an Einzel-Open-Turnieren zu spielen die Länder-und Städtekämpfe (1978-1983 noch gegen OÖ, Kärnten und Stmk.) weitgehend ab.<br />
Ab Mitte der 1980er Jahre lösen die vielfachen Möglichkeiten an Einzel-Open-Turnieren zu spielen die Länder-und Städtekämpfe (1978-1983 noch gegen OÖ, Kärnten und Stmk.) weitgehend ab. Die Computerisierung verödete einige Klubleben, erhöhte aber widerum den Wissensstand gigantisch. Auch der kleine Meister erfährt nun, was er immer schon wissen wollte. Aber das Merken..


In der Verbandszeitung SIS, den Mozart Kurzchroniken, der beachtlichen Chronik des SC Neumarkt mit allen Daten zu den  einzelnen Vereinsgründungen (Hrsg.: Dr. Martin Egger, 2015), der ASK-Klubzeitung und der 60-Jahre ASK-Chronik und im SLV- Internet-Archiv sind die weitere historische Entwicklung ab 1984, insbesondere die Einzel-und Mannschafts-Landesmeisterschaften oder CUP-Bewerbe abgebildet.
In der Verbandszeitung SIS, den Mozart Kurzchroniken, der beachtlichen Chronik des SC Neumarkt mit allen Daten zu den  einzelnen Vereinsgründungen (Hrsg.: Dr. Martin Egger, 2015), der ASK-Klubzeitung und der 60-Jahre ASK-Chronik und im SLV- Internet-Archiv sind die weitere historische Entwicklung ab 1984, insbesondere die Einzel-und Mannschafts-Landesmeisterschaften oder CUP-Bewerbe abgebildet.