Schach-Landesverband Salzburg: Unterschied zwischen den Versionen
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Das Schachspiel in der [[Stadt Salzburg]] verlagert sich nach dem Bahnbau 1860 und [[Westbahn|Bahnbau]] [[1875]] vor allem in den [[1890er]] Jahren und der aufkommenden wirtschaftlichen Entwicklung in ein neu errichtetes Café Koller in der [[Neustadt]] an der heutigen [[Rainerstraße]]. Vielleicht war dieses nach dem Dragoner-Offizier Koller benannt. In den Cafés trifft sich das Bürgertum, höhere Beamte, Gewerbetreibende, Künstler. Zeitungslesen, Billard und Spiele prägen diese Kultur. | Das Schachspiel in der [[Stadt Salzburg]] verlagert sich nach dem Bahnbau 1860 und [[Westbahn|Bahnbau]] [[1875]] vor allem in den [[1890er]] Jahren und der aufkommenden wirtschaftlichen Entwicklung in ein neu errichtetes Café Koller in der [[Neustadt]] an der heutigen [[Rainerstraße]]. Vielleicht war dieses nach dem Dragoner-Offizier Koller benannt. In den Cafés trifft sich das Bürgertum, höhere Beamte, Gewerbetreibende, Künstler. Zeitungslesen, Billard und Spiele prägen diese Kultur. | ||
Die Arbeiterschaft und Landbevölkerung kämpfen in dieser Zeit noch ums Überleben. Es wird zwar genauso gespielt, wenngleich mehr Kartenspiel, in Salzburg Watten, Schnapsen, Färbeln, aber auch Brettspiele, Würfeln, Kegeln, Stockschießen im Winter, Bölzlschießen (Scheibenschießen),... nur gibt es dazu kaum Aufzeichnungen.<br /> | |||
Die Arbeiterschaft und Landbevölkerung kämpfen in dieser Zeit noch ums Überleben. Es wird zwar genauso gespielt, wenngleich mehr Kartenspiel, in Salzburg Watten, Schnapsen, Färbeln, aber auch Brettspiele, Würfeln, Kegeln, Stockschießen im Winter, Bölzlschießen (Scheibenschießen),... nur gibt es dazu kaum Aufzeichnungen. Schach wurde gelegentlich in Gasthäusen, Kantinen oder Arbeiterheimen, aber eher lose gespielt. Ab 1909 gab es zB. in Wien einen eigenen Arbeiterschachklub. Auch in anderen Sportarten gibt es viele gute Hobbysportler, die aber doch keinem Meisterschaftsbetrieb beitreten wollen.<br /> | |||
Wenngleich sich aus der Geschichte des Schach zeigt, dass viele der stärksten Spieler aus einfachen Verhältnissen stammen, Schach durchwegs bildungsunabhängig ist, es auch einer sehr speziellen analytischen Begabung (und wie bei jedem Sport) vor allem intensiven Trainings und guter Nerven unter hohem Druck bedarf. Wie zB. auch Stefan Zweig in seiner Schachnovelle ausführt.<br /> | Wenngleich sich aus der Geschichte des Schach zeigt, dass viele der stärksten Spieler aus einfachen Verhältnissen stammen, Schach durchwegs bildungsunabhängig ist, es auch einer sehr speziellen analytischen Begabung (und wie bei jedem Sport) vor allem intensiven Trainings und guter Nerven unter hohem Druck bedarf. Wie zB. auch Stefan Zweig in seiner Schachnovelle ausführt.<br /> | ||
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'''Motzko''': Stärkster Spieler der Salzburger Schachgesellschaft Anfang der [[1920er]] Jahre und international angesehen, war der aus Teschen zugewanderte Bauunternehmer, Schachtheoretiker, Korrespondenzschachspieler und Problemkomponist [['''Franz Motzko''']] (* 1868, † 1929; Motzko Variante in der Spanischen Eröffnung).<br /> | '''Motzko''': Stärkster Spieler der Salzburger Schachgesellschaft Anfang der [[1920er]] Jahre und international angesehen, war der aus Teschen zugewanderte Bauunternehmer, Schachtheoretiker, Korrespondenzschachspieler und Problemkomponist [['''Franz Motzko''']] (* 1868, † 1929; Motzko Variante in der Spanischen Eröffnung).<br /> | ||
Gegen die Bayern wird oftmals gekämpft, waren auch bahnmäßig günstig erreichbar, auch zwei Mal gegen Wels, so lange es in Salzburg noch keine anderen Klubs gibt. 1926 gibt es ein kleines 17 rundiges Turnier beim sogenannten "Athletik-Sportklub", (SAK 1914?, oder bei den Maxglanern/ | Gegen die Bayern wird oftmals gekämpft, waren auch bahnmäßig günstig erreichbar, auch zwei Mal gegen Wels, so lange es in Salzburg noch keine anderen Klubs gibt. 1926 gibt es ein kleines 17 rundiges Turnier beim sogenannten "Athletik-Sportklub", (SAK 1914?, oder doch bei den Vorwärts-Maxglanern/ oder Itzlingern?), das der Zöllner Kahler gewinnt. | ||
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'''Die damaligen Salzburger Spieler''':<br /> | '''Die damaligen Salzburger Spieler''':<br /> | ||
August Maggi (ATSV Bischofshofen), Wilhelm Ullrich, Franz Motzko, Hopfinger, Alois Laschenky, der Student Erich Flir, Dr. Baldi, Dr. Hlawatschek, Dr. Günther, Jakobek (Bischofshofen), Czaika, Dr. Trubik, Kulm.<br /> | August Maggi (ATSV Bischofshofen), Wilhelm Ullrich, Franz Motzko, Hopfinger, Alois Laschenky, der Student Erich Flir, Dr. Baldi, Dr. Hlawatschek, Dr. Günther, Jakobek (Bischofshofen), Czaika, Dr. Trubik, Kulm. (Major Kirchtaler hatte 1921 teilgenommen).<br /> | ||
Beim erneuten Schachwettkampf in Attnang gegen OÖ am 17.4.1929: Erich Flir, Alois Laschensky, Willhelm Ullrich, Linnerth, Pagler, Dr. Günther, Czaika, Hopfinger, Karl Mayr, Otto Kunstmann, Koberz, Brünner, Siegel, Kucher, Dr. Hlawatschek, Kaltner, Schwarz. | Beim erneuten Schachwettkampf in Attnang gegen OÖ am 17.4.1929: Erich Flir, Alois Laschensky, Willhelm Ullrich, Linnerth, Pagler, Dr. Günther, Czaika, Hopfinger, Karl Mayr, Otto Kunstmann, Koberz, Brünner, Siegel, Kucher, Dr. Hlawatschek, Kaltner, Schwarz. | ||