| Zeile 80: |
Zeile 80: |
| | | | |
| | === September 2015 === | | === September 2015 === |
| | + | * '''18. September, Freitag:''' |
| | + | : '''Salzburg''': Die Lage hat sich entspannt. Mittags hielten sich noch rund 150 Personen in der Tiefgarage unter dem Salzburger Hauptbahnhof auf, ansonsten herrschte normaler Betrieb am Hauptbahnhof. |
| | + | :'''Grenze Freilassing''': Laut deutscher Grenzpolizei passierten in der Nacht auf Freitag 580 Flüchtlinge an der [[Saalachbrücke]] den [[Grenzübergang Saalbrücke]] |
| | + | :'''Deutschland''': Die deutsche Bundespolizei hat an der deutsch-österreichischen Grenze am Donnerstag insgesamt rund 3700 Flüchtlinge gestoppt. Das waren rund 1000 Menschen weniger als am Mittwoch, jedoch etwas mehr als am Dienstag. Zudem wurden acht Schlepper festgenommen, teilte ein Sprecher der Bundespolizei Rosenheim in der Nacht zum Freitag mit. |
| | + | :: Seit Freitagfrüh verkehren wieder Züge über das sogenannte Deutsche Eck (Salzburg - Rosenheim - Kufstein), jedoch haben sie keinen Halt auf deutschem Gebiet. Weiterhin verkehren jedoch keine Nahverkehrszüge zwischen Salzburg und Freilassing sowie im Fernverkehr nach Deutschland. |
| | + | |
| | * '''17. September, Donnerstag:''' | | * '''17. September, Donnerstag:''' |
| | ::: 21 Uhr: Zwei Drittel der Betten in der ehemaligen Zollstation an der Grenze Freilassing sind belegt | | ::: 21 Uhr: Zwei Drittel der Betten in der ehemaligen Zollstation an der Grenze Freilassing sind belegt |
| Zeile 85: |
Zeile 91: |
| | ::: Am Hauptbahnhof befinden sich derzeit rund 450 Flüchtlinge | | ::: Am Hauptbahnhof befinden sich derzeit rund 450 Flüchtlinge |
| | ::: Für Mütter mit Kindern wurde von der Berufsfeuerwehr ein eigenes Duschzelt beim Hain errichtet | | ::: Für Mütter mit Kindern wurde von der Berufsfeuerwehr ein eigenes Duschzelt beim Hain errichtet |
| − | : '''Salzburg''': Am Vormittag sind noch etwa 400 Menschen in der Parkgarage am [[Salzburger Hauptbahnhof]] untergebracht. 280 weitere Flüchtlinge erreichten per Bahn heute Vormittag den Hauptbahnhof, sie werden in das Notquartier [[Autobahnmeisterei Liefering|Autobahnmeisterei]] in [[Liefering]] gebracht. Die Tiefgarage soll in den nächsten Stunden komplett geräumt werden, um sie zu reinigen und bis in die frühen Abendstunden wieder als Behelfsquartier bereit stehen. | + | : '''Salzburg''': Am Vormittag sind noch etwa 400 Menschen in der Tiefgarage unter dem Salzburger Hauptbahnhof untergebracht. 280 weitere Flüchtlinge erreichten per Bahn heute Vormittag den Hauptbahnhof, sie werden in das Notquartier [[Autobahnmeisterei Liefering|Autobahnmeisterei]] in [[Liefering]] gebracht. Die Tiefgarage soll in den nächsten Stunden komplett geräumt werden, um sie zu reinigen und bis in die frühen Abendstunden wieder als Behelfsquartier bereit stehen. |
| | : Die Zelte für Asylwerber auf dem Areal der Salzburger [[Schwarzenbergkaserne]] in [[Wals-Siezenheim]] werden nun durch 70 Container ersetzt. Die Container sollen noch in dieser Woche angeliefert und in der nächsten Woche aufgestellt werden. | | : Die Zelte für Asylwerber auf dem Areal der Salzburger [[Schwarzenbergkaserne]] in [[Wals-Siezenheim]] werden nun durch 70 Container ersetzt. Die Container sollen noch in dieser Woche angeliefert und in der nächsten Woche aufgestellt werden. |
| | :'''Österreich''': Das [[Rotes Kreuz|Rote Kreuz]] versorgte in 13 Tagen bisher 80 000 Menschen. 80 Notunterkünfte mit bis zu 12 000 Personen täglich wurden betrieben. | | :'''Österreich''': Das [[Rotes Kreuz|Rote Kreuz]] versorgte in 13 Tagen bisher 80 000 Menschen. 80 Notunterkünfte mit bis zu 12 000 Personen täglich wurden betrieben. |
| | :: 6 800 verbrachten österreichweit Nacht in Notquartieren. Waren am Mittwoch noch ungefähr 15 000 Migranten im Land, waren es Donnerstagfrüh noch rund 7 700 Flüchtlinge. | | :: 6 800 verbrachten österreichweit Nacht in Notquartieren. Waren am Mittwoch noch ungefähr 15 000 Migranten im Land, waren es Donnerstagfrüh noch rund 7 700 Flüchtlinge. |
| − | :'''Grenze Freilassing''': 09:10 Uhr: 700 Flüchtlinge warteten beim [[Grenzübergang Freilassing|Grenzübergang]] bei der [[Saalachbrücke]] stundenlang darauf, nach [[Freilassing]] zu kommen. Das Gerücht tauchte auf, dass [[Deutschland]] die Grenzen schließen könnte. Als es schließlich wegen eines Dienstwechsels der Polizei zu Verzögerungen kam, kam es zu Auseinandersetzungen. | + | :'''Grenze Freilassing''': 09:10 Uhr: 700 Flüchtlinge warteten beim [[Grenzübergang Saalbrücke|Grenzübergang]] bei der Saalachbrücke stundenlang darauf, nach [[Freilassing]] zu kommen. Das Gerücht tauchte auf, dass [[Deutschland]] die Grenzen schließen könnte. Als es schließlich wegen eines Dienstwechsels der Polizei zu Verzögerungen kam, kam es zu Auseinandersetzungen. |
| | :später Vormittag: Die deutschen Einsatzkräfte sind mit der Situation überfordert. Österreichische Polizisten sind nur vereinzelt vor Ort, derzeit steht ein einziges Polizeiauto an der Grenze. Helfer der Organisationen sind nicht zu sehen, nur einige Privatpersonen helfen und dolmetschen. Die Lage ist chaotisch, viele Flüchtlinge sind nach der Nacht im Freien am Ende ihrer Kräfte. | | :später Vormittag: Die deutschen Einsatzkräfte sind mit der Situation überfordert. Österreichische Polizisten sind nur vereinzelt vor Ort, derzeit steht ein einziges Polizeiauto an der Grenze. Helfer der Organisationen sind nicht zu sehen, nur einige Privatpersonen helfen und dolmetschen. Die Lage ist chaotisch, viele Flüchtlinge sind nach der Nacht im Freien am Ende ihrer Kräfte. |
| | :früher Abend: Während ein Sturmtief über das [[Salzburger Becken]] fegt harren immer noch hunderte Flüchtlinge an der Grenze aus. Um Chaos zu vermeiden, sollen weitere Flüchtlinge mit Sonderzügen von der deutsch-österreichischen Grenze abgeholt und direkt in verschiedene deutsche Städte gebracht werden. Den Angaben des bayerischen Innenministeriums zufolge waren drei Züge am Abend unterwegs, um je etwa 500 Flüchtlinge vom Grenzort Freilassing nach Celle (Niedersachsen), Stuttgart (Baden-Württemberg) und Frankfurt am Main (Hessen) zu bringen. Für die Nacht sei eine weitere Fahrt von Freilassing nach Berlin sowie eine von München nach Dortmund (Nordrhein-Westfalen) geplant. Insgesamt sollten etwa 2 500 Flüchtlinge auf diese Weise weiterreisen können. | | :früher Abend: Während ein Sturmtief über das [[Salzburger Becken]] fegt harren immer noch hunderte Flüchtlinge an der Grenze aus. Um Chaos zu vermeiden, sollen weitere Flüchtlinge mit Sonderzügen von der deutsch-österreichischen Grenze abgeholt und direkt in verschiedene deutsche Städte gebracht werden. Den Angaben des bayerischen Innenministeriums zufolge waren drei Züge am Abend unterwegs, um je etwa 500 Flüchtlinge vom Grenzort Freilassing nach Celle (Niedersachsen), Stuttgart (Baden-Württemberg) und Frankfurt am Main (Hessen) zu bringen. Für die Nacht sei eine weitere Fahrt von Freilassing nach Berlin sowie eine von München nach Dortmund (Nordrhein-Westfalen) geplant. Insgesamt sollten etwa 2 500 Flüchtlinge auf diese Weise weiterreisen können. |
| Zeile 200: |
Zeile 206: |
| | == Quellen == | | == Quellen == |
| | * Einträge ab 5. September 2015: [[Salzburger Nachrichten]], online | | * Einträge ab 5. September 2015: [[Salzburger Nachrichten]], online |
| | + | : [http://www.salzburg.com/nachrichten/dossier/fluechtlinge/sn/artikel/fluechtlinge-freilassing-gefordert-verschnaufpause-in-salzburg-166202/ 18. September 2015] |
| | : [http://www.salzburg.com/nachrichten/dossier/fluechtlinge/sn/artikel/live-hunderte-fluechtlinge-warten-am-grenzuebergang-freilassing-166082/ 17. September 2015] | | : [http://www.salzburg.com/nachrichten/dossier/fluechtlinge/sn/artikel/live-hunderte-fluechtlinge-warten-am-grenzuebergang-freilassing-166082/ 17. September 2015] |
| | : [http://www.salzburg.com/nachrichten/dossier/fluechtlinge/sn/artikel/liveticker-nachlese-kontrollen-koennten-monatelang-dauern-165724/ 14. September 2015] | | : [http://www.salzburg.com/nachrichten/dossier/fluechtlinge/sn/artikel/liveticker-nachlese-kontrollen-koennten-monatelang-dauern-165724/ 14. September 2015] |