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Hetz informiert die Leser auch wieder über viel Geschichtliches wie über die Entstehung von Salz oder über die  [[Befreiungskriege (Überblick)|Franzosenkriege]]. Aber da fangen leider auch schon wieder die geschichtlichen Irrtümer und Fehler an. Nun möchte ich schon einmal auch sagen, dass ich verstehe, dass Fehler passieren und menschlich sein können. Aber zum einen verlangt der Autor ja Geld für seine Bücher und zum anderen hätte sich die Mehrzahl der zumindest mir aufgefallenen Fehler durch einen Blick ins Internet oder Salzburgs Geschichtsbücher vermeiden lassen.  
 
Hetz informiert die Leser auch wieder über viel Geschichtliches wie über die Entstehung von Salz oder über die  [[Befreiungskriege (Überblick)|Franzosenkriege]]. Aber da fangen leider auch schon wieder die geschichtlichen Irrtümer und Fehler an. Nun möchte ich schon einmal auch sagen, dass ich verstehe, dass Fehler passieren und menschlich sein können. Aber zum einen verlangt der Autor ja Geld für seine Bücher und zum anderen hätte sich die Mehrzahl der zumindest mir aufgefallenen Fehler durch einen Blick ins Internet oder Salzburgs Geschichtsbücher vermeiden lassen.  
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Den Namen hat der Bezirk Tennengau nicht, wie Hetz meint, vom Tennengebirge, sondern vom Salzburger [[Bürgermeister der Stadt Salzburg|Bürgermeister]] [[Albert Schumacher]], der [[1908]] in den Ritterstand erhoben wurde und sich selbst das Prädikat "von Tännengau" aussuchte. Seither bürgerte sich der Name „Tennengau“ für diese Region ein. [[Eberhard II. von Regensberg]], der als „Vater des Landes Salzburg“ bezeichnet wird, war noch kein [[Fürsterzbischof]], wie Hetz schreibt, sondern noch [[Erzbischof]]. Den Titel „Fürsterzbischof“ trug erst [[Ortolf von Weißeneck]] 100 Jahre später als erster.  Nicht korrekt die Aussagen, die Fürsterzbischöfe hätten seinerzeit zur Stärkung ihrer Macht im [[Salzachtal]] die [[Ruine Guetrat|Burg Gutrat]] errichtet und die Herren von [[Guetrater|Gutrat]] wären in Ungnade gefallen, woraufhin die Burg dem Verfall preisgegeben wurde. Richtig wäre, dass Kuno III. Guetrater von Erzbischof (nicht Fürsterzbischof)  [[Adalbert III.]] die Erlaubnis hielt, eine Burg dort zu errichten.  Mit Heinrich von Gutrat  starb das Geschlecht der Guetrater aus. Vor seinem Tod hatte Heinrich Schloss Guetrat Erzbischof [[Konrad IV. von Fohnsdorf]] übergeben. Auf Seite 39 schreibt Hetz, dass das Denkmal für [[Joseph Struber]] am [[Pass Lueg]]  1908 enthüllt wurde, auf Seite 44 steht aber, dass das Denkmal 1898 eingeweiht wurde. Richtig ist 1898.  
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Den Namen hat der Bezirk Tennengau nicht, wie Hetz meint, vom Tennengebirge, sondern vom Salzburger [[Bürgermeister der Stadt Salzburg|Bürgermeister]] [[Albert Schumacher]], der [[1908]] in den Ritterstand erhoben wurde und sich selbst das Prädikat "von Tännengau" aussuchte. Seither bürgerte sich der Name „Tennengau“ für diese Region ein. [[Eberhard II. von Regensberg]], der als „Vater des Landes Salzburg“ bezeichnet wird, war noch kein [[Fürsterzbischof]], wie Hetz schreibt, sondern noch [[Erzbischof]]. Den Titel „Fürsterzbischof“ trug erst [[Ortolf von Weißeneck]] 100 Jahre später als erster.  Nicht korrekt die Aussagen, die Fürsterzbischöfe hätten seinerzeit zur Stärkung ihrer Macht im [[Salzachtal]] die [[Ruine Guetrat|Burg Gutrat]] errichtet und die Herren von [[Guetrater|Gutrat]] wären in Ungnade gefallen, woraufhin die Burg dem Verfall preisgegeben wurde. Richtig wäre, dass Kuno III. Guetrater von Erzbischof (nicht Fürsterzbischof)  [[Adalbert III.]] die Erlaubnis hielt, eine Burg dort zu errichten.  Mit Heinrich von Gutrat  starb das Geschlecht der Guetrater aus. Vor seinem Tod hatte Heinrich Burg Guetrat Erzbischof [[Konrad IV. von Fohnsdorf]] übergeben. Auf Seite 39 schreibt Hetz, dass das Denkmal für [[Joseph Struber]] am [[Pass Lueg]]  1908 enthüllt wurde, auf Seite 44 steht aber, dass das Denkmal 1898 eingeweiht wurde. Richtig ist 1898.  
    
Beim Wandertipp zum [[Gollinger Wasserfall]] schreibt Hetz gut eine halbe Seite über den Ur-Graffiti-Sprayer Joseph Kyselak (* 1799, † 1831),  der auch bei diesem Wasserfall war. Ob er auch beim Wasserfall ein Graffiti hinterlassen hat, schreibt Hetz, sei nicht überliefert. „Wir“ (wohl er, Hetz), also, sie hatten keines gesehen, doch, so Hetz weiter, sie hätten auch nicht danach gesucht. Nun war Kyselak für Salzburg an sich kein bedeutender Besucher und die Information über nicht vorhandenes, nicht gesuchtes Graffiti wäre entbehrlich.  
 
Beim Wandertipp zum [[Gollinger Wasserfall]] schreibt Hetz gut eine halbe Seite über den Ur-Graffiti-Sprayer Joseph Kyselak (* 1799, † 1831),  der auch bei diesem Wasserfall war. Ob er auch beim Wasserfall ein Graffiti hinterlassen hat, schreibt Hetz, sei nicht überliefert. „Wir“ (wohl er, Hetz), also, sie hatten keines gesehen, doch, so Hetz weiter, sie hätten auch nicht danach gesucht. Nun war Kyselak für Salzburg an sich kein bedeutender Besucher und die Information über nicht vorhandenes, nicht gesuchtes Graffiti wäre entbehrlich.  
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Da ich nicht alle 45 beschriebenen Wanderungen persönlich kenne, ist nicht auszuschließen, dass sich auch in anderen Beiträgen Ungereimtheiten eingeschlichen haben. Aufgefallen ist mir auch noch, dass in den Texten die neue deutsche Rechtschreibung verwendet wird, im Kartenmaterial aber die alte (Paß Lueg). Das mag aber Verlagssache sein.  
 
Da ich nicht alle 45 beschriebenen Wanderungen persönlich kenne, ist nicht auszuschließen, dass sich auch in anderen Beiträgen Ungereimtheiten eingeschlichen haben. Aufgefallen ist mir auch noch, dass in den Texten die neue deutsche Rechtschreibung verwendet wird, im Kartenmaterial aber die alte (Paß Lueg). Das mag aber Verlagssache sein.  
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Ich meine, wer aus seiner eigenen Heimat berichtet, hätte viele dieser Fehler wohl leicht durch einfaches Recherchieren vermeiden können.  
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Ich meine, wer aus seiner eigenen Heimat berichtet, hätte viele dieser Fehler wohl leicht durch einfaches Recherchieren vermeiden können.
    
==Quelle==
 
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