| | Die Mühle ist „zweigängig“, weil sie mit zwei Mahlgängen (Mahlwerken, auch Gossen genannt) ausgestattet ist. Der Antrieb erfolgt über ein oberschlächtiges Wasserrad, dem über eine Holzrinne ein Teil des Wassers des Baderbaches zugeleitet wird. Zum Betrieb eines Mahlwerkes sind ungefähr 150 Liter Wasser je Sekunde notwendig. Manche Mühlen dieser Bauart wurden auch als „Wolkenbruchmühlen“ bezeichnet, weil nur nach einem starken Regen genügend Wasser zum Antrieb vorhanden war. Die Leistung eines oberschlächtigen Mühlrades ist größer als die eines unterschlächtigen, weil nicht nur die Strömungsenergie, sondern vor allem die Schwerkraftwirkung des auf die Oberseite des Rades zugeführten Wassers auf die Schaufeln ausgenützt wird. Sie beträgt bei der Baderbachmühle etwa 2 bis 4 KW. Die Bezeichnungen „ober-, mittel- oder unterschlächtig“ leiten sich vom Aufschlagen des Wassers auf die Schaufeln des Mühlrades ab. In der Mühle wurde bis in die [[1960er]]-Jahre Getreide verschiedener Art gemahlen (Weizen, Roggen, Gerste, Hafer). Die Kapazität der Mühle betrug etwa 150 kg Mehl in 24 Stunden. | | Die Mühle ist „zweigängig“, weil sie mit zwei Mahlgängen (Mahlwerken, auch Gossen genannt) ausgestattet ist. Der Antrieb erfolgt über ein oberschlächtiges Wasserrad, dem über eine Holzrinne ein Teil des Wassers des Baderbaches zugeleitet wird. Zum Betrieb eines Mahlwerkes sind ungefähr 150 Liter Wasser je Sekunde notwendig. Manche Mühlen dieser Bauart wurden auch als „Wolkenbruchmühlen“ bezeichnet, weil nur nach einem starken Regen genügend Wasser zum Antrieb vorhanden war. Die Leistung eines oberschlächtigen Mühlrades ist größer als die eines unterschlächtigen, weil nicht nur die Strömungsenergie, sondern vor allem die Schwerkraftwirkung des auf die Oberseite des Rades zugeführten Wassers auf die Schaufeln ausgenützt wird. Sie beträgt bei der Baderbachmühle etwa 2 bis 4 KW. Die Bezeichnungen „ober-, mittel- oder unterschlächtig“ leiten sich vom Aufschlagen des Wassers auf die Schaufeln des Mühlrades ab. In der Mühle wurde bis in die [[1960er]]-Jahre Getreide verschiedener Art gemahlen (Weizen, Roggen, Gerste, Hafer). Die Kapazität der Mühle betrug etwa 150 kg Mehl in 24 Stunden. |
| − | Die Baderbach-Mühle wurde sehr geschickt im Gelände angelegt, weshalb die beim Baderbach oft als Wildbach vorbeistürzenden Fluten der Mühle nichts anhaben konnten. | + | Die Baderbach-Mühle wurde sehr geschickt im Gelände angelegt, weshalb die beim Baderbach oft als [[Wildbach]] vorbeistürzenden Fluten der Mühle nichts anhaben konnten. |
| | Im Buch von [[Eva Maria Schalk]]: ''Die Mühlen im Land Salzburg'', Salzburg 1986, sind noch 117 Mühlen beschrieben, darunter auch die Mühle am Baderbach in Hof (im Buch die Mühlen-Nr. 31), wo es auf Seite 84 heißt: „''Sie wird von der Gemeinde renoviert und als Schaumühle Verwendung finden''“. Bereits 1982 wurde die damals noch funktionsfähige Mühle auf 20 Jahre an die Gemeinde Hof bei Salzburg zwecks eventueller Nutzung für den Fremdenverkehr verpachtet. Die Mühle ist nun teilweise verfallen und nicht mehr betriebsfähig. Das Interesse an der Erhaltung dieses wertvollen Kulturgutes ist leider verschwunden. | | Im Buch von [[Eva Maria Schalk]]: ''Die Mühlen im Land Salzburg'', Salzburg 1986, sind noch 117 Mühlen beschrieben, darunter auch die Mühle am Baderbach in Hof (im Buch die Mühlen-Nr. 31), wo es auf Seite 84 heißt: „''Sie wird von der Gemeinde renoviert und als Schaumühle Verwendung finden''“. Bereits 1982 wurde die damals noch funktionsfähige Mühle auf 20 Jahre an die Gemeinde Hof bei Salzburg zwecks eventueller Nutzung für den Fremdenverkehr verpachtet. Die Mühle ist nun teilweise verfallen und nicht mehr betriebsfähig. Das Interesse an der Erhaltung dieses wertvollen Kulturgutes ist leider verschwunden. |