Judengasse: Unterschied zwischen den Versionen

Dr. Reinhard Medicus (Diskussion | Beiträge)
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Im [[12. Jahrhundert]] tauchen Dokumente auf, die von einer "''Straße der Juden''" sprechen. Verbrieft ist in einer Niederschrift des Jahres [[1370]] ein Bethaus bzw. eine Synagoge im Raum um das heutige Haus Judengasse 15. In dem Haus, in welches später der [[Gasthof Höllbräu]] einzog, bestand also im 14. Jahrhundert möglicherweise die Salzburger Synagoge. Heute ist das Haus das moderne 5-Sterne-Hotel "Radisson Altstadt".  
Im [[12. Jahrhundert]] tauchen Dokumente auf, die von einer "''Straße der Juden''" sprechen. Verbrieft ist in einer Niederschrift des Jahres [[1370]] ein Bethaus bzw. eine Synagoge im Raum um das heutige Haus Judengasse 15. In dem Haus, in welches später der [[Gasthof Höllbräu]] einzog, bestand also im 14. Jahrhundert möglicherweise die Salzburger Synagoge. Heute ist das Haus das moderne 5-Sterne-Hotel "Radisson Altstadt".  


Die Judengasse war im Mittelalter das jüdische Siedlungszentrum der Stadt. Im Jahr [[1377]] wurde in der Judengasse die Judenschule (Synagoge) erwähnt und auch die "Judengasse" urkundlich genannt.
Die Judengasse war im Mittelalter das jüdische Siedlungszentrum der Stadt. Im Jahr [[1377]] wurde hier die Judenschule (Synagoge) erwähnt und dabei auch die "Judengasse" urkundlich genannt.


Die Judengasse ist mit der [[Getreidegasse]] Zentrum des Geschäftslebens in der [[Altstadt]] und beliebtes Ziel der Salzburg-Besucher.
Die Judengasse ist gemeinsam mit der [[Getreidegasse]] ein Zentrum des Geschäftslebens der [[Altstadt]] und beliebtes Ziel der Salzburg-Besucher.


Die [[Salzburger Erzbischöfe]] wickelten mit Juden Handels- und Geldgeschäfte ab. So lieh sich etwa Erzbischof[[ Konrad IV.]] einen Gutteil der Kaufsumme für das [[Gasteiner Tal]] von jüdischen Bankiers.
Die [[Salzburger Erzbischöfe]] wickelten mit Juden Handels- und Geldgeschäfte ab. So lieh sich etwa Erzbischof[[ Konrad IV.]] einen Gutteil der Kaufsumme für das [[Gasteiner Tal]] von jüdischen Bankiers.