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In manchen historischen Darstellungen der Hagenauer wurden auch verschiedene Fehler und Irrtümer über das Geschlecht der Herren von Hagenau publiziert. So hatte man im 18. und frühen 19. Jahrhundert angenommen, dass es sich bei der bayrischen Linie und den beiden österreichischen Linien der Herren von Hagenau um verschiedene Geschlechter handeln könnte. Dies wurde aber bereits Mitte des 19. Jahrhunderts in mehreren Publikationen widerlegt.   
 
In manchen historischen Darstellungen der Hagenauer wurden auch verschiedene Fehler und Irrtümer über das Geschlecht der Herren von Hagenau publiziert. So hatte man im 18. und frühen 19. Jahrhundert angenommen, dass es sich bei der bayrischen Linie und den beiden österreichischen Linien der Herren von Hagenau um verschiedene Geschlechter handeln könnte. Dies wurde aber bereits Mitte des 19. Jahrhunderts in mehreren Publikationen widerlegt.   
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In einer anderen Arbeit versuchte der Autor den massiven Rückgang der niederösterreichischen Hagenauer in Urkunden ab 1150 dadurch zu erklären, dass es sich hier (ebenfalls) um zwei unterschiedliche Geschlechter gehandelt hätte. Nämlich um das bedeutende (und deswegen zuvor öfter genannte) ausgestorbene Hochfreie "Grafengeschlecht" der Herren von Hagenau bis zur Mitte des 12. Jahrhunderts, und danach um das (weniger bedeutende) Edelfreie Ritter- bzw. Ministerialengeschlecht der Herren von Hagenau. Ebenso wurden die Hagenauer des im 12. Jahrhundert erneut übernommenen Lehens bei Braunau, sowie auch die niederösterreichischen Hagenauer manchmal als Burgmannen der Herren von Hagenau bezeichnet, die sich nach der jeweiligen Burg Hagenau benannt hatten. Eine definitive Klärung davon ist bis heute nicht gelungen.  
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In einer anderen Arbeit versuchte ein Historiker den massiven Rückgang der niederösterreichischen Hagenauer in Urkunden ab 1150 dadurch zu erklären, dass es sich hier (ebenfalls) um zwei unterschiedliche Geschlechter gehandelt hätte. Nämlich um das bedeutende (und deswegen zuvor öfter genannte) ausgestorbene Hochfreie "Grafengeschlecht" der Herren von Hagenau bis zur Mitte des 12. Jahrhunderts, und danach um das (weniger bedeutende) Edelfreie Ritter- bzw. Ministerialengeschlecht der Herren von Hagenau. Ebenso wurden die Hagenauer des im 12. Jahrhundert erneut übernommenen Lehens bei Braunau, sowie auch die niederösterreichischen Hagenauer manchmal als Burgmannen der Herren von Hagenau bezeichnet, die sich nach der jeweiligen Burg Hagenau benannt hatten. Eine definitive Klärung davon ist bis heute nicht gelungen.  
    
In einer neueren Publikationen sieht man das Geschlecht der Herren von Zelking in Niederösterreich als eine Nebenlinie der Herren von Hagenau an. Tatsächlich hatten sich zwei Mitglieder die Herren von Hagenau auch Herren von Zelking genannt, da sie dort Besitzungen hatten. Andere Historiker bezeichnen diese niederösterreichische Linie der Hagenauer überhaupt als Zelkinger. Wiederum andere Historiker vermuten, dass die Hagenauer, die Ahamer und die Zelkinger alle eines Ursprungs seien.  
 
In einer neueren Publikationen sieht man das Geschlecht der Herren von Zelking in Niederösterreich als eine Nebenlinie der Herren von Hagenau an. Tatsächlich hatten sich zwei Mitglieder die Herren von Hagenau auch Herren von Zelking genannt, da sie dort Besitzungen hatten. Andere Historiker bezeichnen diese niederösterreichische Linie der Hagenauer überhaupt als Zelkinger. Wiederum andere Historiker vermuten, dass die Hagenauer, die Ahamer und die Zelkinger alle eines Ursprungs seien.  
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