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| | === Religionen === | | === Religionen === |
| | ==== Europakloster Gut Aich ==== | | ==== Europakloster Gut Aich ==== |
| − | Das [[Europakloster Gut Aich]] hat sich seit seiner Gründung [[1993]] zum Ziel gesetzt, einen Beitrag zum friedlichen Zusammenleben von Menschen und Völkern in Europa zu leisten.
| + | : ''Hauptartikel: [[Europakloster Gut Aich]]'' |
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| | + | Das Europakloster Gut Aich hat sich seit seiner Gründung [[1993]] zum Ziel gesetzt, einen Beitrag zum friedlichen Zusammenleben von Menschen und Völkern in Europa zu leisten. |
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| | Gegenwärtig sind alle räumlichen Möglichkeiten ausgeschöpft. Deshalb haben sich die Mönche des Klosters entschlossen, die gesamte Anlage des Klosters als Europa-Friedenszentrum neu zu bauen. An das Kloster in der Ortschaft Winkl bei St. Gilgen ist das Hildegardzentrum angeschlossen. Das Hildegardzentrum ist ein Ambulatorium für Physio-, Psychotherapie und Massage. Namenspatronin des Ambulatoriums ist Hildegard von Bingen. | | Gegenwärtig sind alle räumlichen Möglichkeiten ausgeschöpft. Deshalb haben sich die Mönche des Klosters entschlossen, die gesamte Anlage des Klosters als Europa-Friedenszentrum neu zu bauen. An das Kloster in der Ortschaft Winkl bei St. Gilgen ist das Hildegardzentrum angeschlossen. Das Hildegardzentrum ist ein Ambulatorium für Physio-, Psychotherapie und Massage. Namenspatronin des Ambulatoriums ist Hildegard von Bingen. |
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| | ==== Mozart Haus St. Gilgen ==== | | ==== Mozart Haus St. Gilgen ==== |
| | + | : ''Hauptartikel: Übersicht [[Mozart]]'' |
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| − | Im ehemaligen Bezirksgericht von St. Gilgen, Ischlerstraße 15, wurde Mozarts Mutter, [[Anna Maria Walpurga Pertl]], am [[25. Dezember]] [[1720]] geboren.
| + | Das ehemaligen Bezirksgericht von St. Gilgen, Ischlerstraße 15,in dem heute die Mozartgedenkstätte untergebracht ist, wurde als „Pfleghaus“ von [[Wolfgang Nikolaus Pertl]], dem Großvater von [[Wolfgang Amadeus Mozart]] erbaut. Pertl ([[1667]] - [[1724]]) studierte am Gymnasium [[Erzstift St. Peter|St. Peter]] in [[Altstadt|Salzburg]], fungierte dortauch als Sänger. Pertl, der eine erfolgreiche Karriere als Jusrist machte, wurde [[1716]] Pfleger von St. Gilgen und erbaute in den Jahren [[1719]]/[[1720|20]] das einstige Bezirksgericht. |
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| − | Ihr Vater, [[Wolfgang Niklaus Pertl]] ([[1667]] - [[1724]]) studierte am Gymnasium [[Erzstift St. Peter|St. Peter]] in [[Altstadt|Salzburg]], fungierte hier auch als Sänger. Pertl, der eine erfolgreiche Karriere als Jusrist machte, wurde [[1716]] Pfleger von St. Gilgen und erbaute in den Jahren [[1719]]/[[1720|20]] das einstige Bezirksgericht.
| + | Am [[25. Dezember]] [[1720]] wurde Mozarts Mutter [[Anna Maria Walburga Pertl]] in diesem Haus geboren und am gleichen Tag in der nahe gelegenen Pfarrkirche St. Aegidius getauft. Die ersten vier Lebensjahre verbrachte Mozarts Mutter in St. Gilgen. |
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| | + | Zufall oder Schicksal der Geschichte: am [[23. August]] [[1784]] heiratet Mozarts Schwester [[Maria Anna Walburga Ignatia]], genannt „Nannerl“, einen Amtsnachfolger ihres Großvaters, den [[Reichsfreiherrn Johann Baptist Berchtold zu Sonnenburg]] und bezieht das „Geburtshaus“ ihrer Mutter. Sie verbrachte 17 Jahre ihres Lebens in St. Gilgen. |
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| | + | Als Berchtold am [[26. Februar]] [[1801]] in St. Gilgen stirbt, zieht Nannerl nach Salzburg. [[1825]] erblindet sie und wird nach ihrem Tod am [[29. Oktober]] [[1829]] in [[Erzstift St. Peter|St. Peter]] begraben. |
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| | ==== Ortsarchiv St. Gilgen ==== | | ==== Ortsarchiv St. Gilgen ==== |
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| | == Persönlichkeiten == | | == Persönlichkeiten == |
| − | =====Die Familie Mozart=====
| + | === Die Familie Frisch in St. Gilgen === |
| − | Das ehemaligen Bezirksgericht von St. Gilgen, in dem heute die Mozartgedenkstätte untergebracht ist, wurde als „Pfleghaus“ von [[Wolfgang Nikolaus Pertl]], dem Großvater von [[Wolfgang Amadeus Mozart]] erbaut. Wolfgang Nikolaus Pertl machte eine erfolgreiche Karriere als Jurist und wurde Pfleger von St. Gilgen.
| + | Die Geschichte der Familie Frisch in St. Gilgen reicht bis auf das Jahr [[1882]] zurück. Marie von Frisch, Gattin des Wiener Arztes und Professors Anton von Frisch, erwarben ein Haus in Brunnwinkl. Sie hatten vier Söhne, die alle akademische Berufe ergriffen. |
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| − | Am 25. Dezember 1720 wurde Mozarts Mutter [[Anna Maria Walburga Pertl]] in diesem Haus geboren und am gleichen Tag in der nahe gelegenen Pfarrkirche St. Aegidius getauft. Die ersten vier Lebensjahre verbrachte Mozarts Mutter in St. Gilgen.
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| − | Zufall oder Schicksal der Geschichte: am 23. August 1784 heiratet Mozarts Schwester [[Maria Anna Walburga Ignatia]], genannt „Nannerl“, einen Amtsnachfolger ihres Großvaters, den [[Reichsfreiherrn Johann Baptist Berchtold zu Sonnenburg]] und bezieht das „Geburtshaus“ ihrer Mutter. Sie verbrachte 17 Jahre ihres Lebens in St. Gilgen.
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| − | Als Berchtold am [[26. Februar]] [[1801]] in St. Gilgen stirbt, zieht Nannerl nach Salzburg. [[1825]] erblindet sie und wird nach ihrem Tod am [[29. Oktober]] [[1829]] in [[Erzstift St. Peter|St. Peter]] begraben.
| + | Karl war der jüngste Sohn der Familie, er wurde [[1886]] geboren, als die Eltern schon ihre Sommerfrische in St. Gilgen verbrachten. Er wandte sich dem Studium der Zoologie und Biologie zu, wurde Professor an der Universität München und berühmt durch seine Bienenforschungen. Professor [[Karl von Frisch]], ein überaus liebenswürdiger Gelehrter, erhielt [[1973]] den Nobel-Preis zusammen mit Prof. Konrad Lorenz, dem hervorragendem Verhaltensvorscher. |
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| − | === Die Familie Frisch in St. Gilgen ===
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| − | Die Geschichte der Familie Frisch in St. Gilgen reicht bis auf das Jahr 1882 zurück. Marie von Frisch, Gattin des Wiener Arztes und Professors Anton von Frisch, erwarben ein Haus in Brunnwinkl.
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| − | Sie hatten vier Söhne, die alle akademische Berufe ergriffen.
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| − | Karl war der jüngste Sohn der Familie, er wurde 1886 geboren, als die Eltern schon ihre Sommerfrische in St. Gilgen verbrachten. Er wandte sich dem Studium der Zoologie und Biologie zu, wurde Professor an der Universität München und berühmt durch seine Bienenforschungen. Professor Karl von Frisch, ein überaus liebenswürdiger Gelehrter, erhielt1973 den Nobel-Preis zusammen mit Prof. Konrad LorenZ, dem hervorragendem Verhaltensvorscher. | |
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| | Im [[Heimatkundlichen Museum]] ist eine Daueraustellung mit einer 4700 Stück umfassenden Tiersammlung von Insekten speziell aus der Region Wolfgangsee. | | Im [[Heimatkundlichen Museum]] ist eine Daueraustellung mit einer 4700 Stück umfassenden Tiersammlung von Insekten speziell aus der Region Wolfgangsee. |
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| | === Theodor Billroth === | | === Theodor Billroth === |
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| − | Theodor von Billroth, war einer der bedeutendsten Chirurgen des 19. Jahrunderts und einer der ersten und vor allem treueste Sommergast St. Gilgens. Er wohnte im Gasthof zur Post und entschloß sich, hier einen Landsitz zu erreichten (1883), die Villa Billroth, die sich an der Stelle des heutigen gleichnamigen Hotels befand. | + | [[Theodor von Billroth]], war einer der bedeutendsten Chirurgen des [[19. Jahrundert]]s und einer der ersten und vor allem treueste Sommergast St. Gilgens. Er wohnte im Gasthof zur Post und entschloß sich, hier einen Landsitz zu erreichten ([[1883]]), die Villa Billroth, die sich an der Stelle des heutigen gleichnamigen Hotels befand. |
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