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[[Datei:Straßenmeisterei Flachgau 01.jpg|thumb|Straßenmeisterei Flachgau]]
 
Die '''Straßenmeisterei Flachgau''' an der [[Mattseer Landesstraße]] in [[Seekirchen am Wallersee]]- [[Schöngumprechting]] wurde 2012 als neue Straßenmeisterei für den [[Flachgau]] fertiggestellt.
 
Die '''Straßenmeisterei Flachgau''' an der [[Mattseer Landesstraße]] in [[Seekirchen am Wallersee]]- [[Schöngumprechting]] wurde 2012 als neue Straßenmeisterei für den [[Flachgau]] fertiggestellt.
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Der Stützpunkt Kothäusl hat eine Nutzfläche von 4 600 m². Der Bau hatte neun Millionen Euro gekostet.
 
Der Stützpunkt Kothäusl hat eine Nutzfläche von 4 600 m². Der Bau hatte neun Millionen Euro gekostet.
 
        
 
        
Von den Straßenmeistereien im Land Salzburg wird das Straßen­netz mit   einer Gesamtlänge von 1 345 Kilometern betreut. Von den 280 km im Flachgau   werden künftig 230 km von der Zentrale in Seekirchen-Kothäusl versorgt. Im Gebäudekomplex   sind Büro­- und Sozialräume für 45 Bediens­tete, Werkstätten zur Reparatur,   Wartung und Instandsetzung des Fuhrparks, Garagen für die zwölf   Winterdienst-Lkw, fünf Sonderfahrzeuge, sechs Pkw so­wie Gerätschaften, das  Lager so­wie die Salzhalle mit Soleerzeugung untergebracht.  
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Von den Straßenmeistereien im Land Salzburg wird das Straßen­netz mit einer Gesamtlänge von 1 345 Kilometern betreut. Von den 280 km im Flachgau werden künftig 230 km von der Zentrale in Seekirchen-Kothäusl versorgt. Im Gebäudekomplex sind Büro­- und Sozialräume für 45 Bediens­tete, Werkstätten zur Reparatur, Wartung und Instandsetzung des Fuhrparks, Garagen für die zwölf Winterdienst-Lkw, fünf Sonderfahrzeuge, sechs Pkw so­wie Gerätschaften, das  Lager so­wie die Salzhalle mit Soleerzeugung untergebracht.  
 
    
 
    
Der Bürobau entspricht dem Passivhausstandard. Die Wärme­versorgung erfolgt   weitgehend energieneutral über eine eigene Solaranlage, eine Wärmepumpe (zehn  Tiefenbohrungen mit je 150 m) und eine Photovoltaikan­lage. Sie produziert   einen beträchtlichen Teil des Stroms, der für die Wärmepumpe benötigt wird.  
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Der Bürobau entspricht dem Passivhausstandard. Die Wärme­versorgung erfolgt weitgehend energieneutral über eine eigene Solaranlage, eine Wärmepumpe (zehn  Tiefenbohrungen mit je 150 m) und eine Photovoltaikan­lage. Sie produziert einen beträchtlichen Teil des Stroms, der für die Wärmepumpe benötigt wird.  
 
    
 
    
Im gesamten Wirtschaftsbe­reich gibt es eine   Betonkernakti­vierung, im Büro- und Sozial­trakt ist eine Fußbodenheizung im   Einsatz. Über den 26 000 Liter fassenden Pufferspeicher kann die Wärme von   allen Systemen zurückgewonnen werden. Die­ses Heizsystem garantiert nied­rigste   Vorlauftemperaturen und somit höchste Effizienz.  
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Im gesamten Wirtschaftsbe­reich gibt es eine Betonkernakti­vierung, im Büro- und Sozial­trakt ist eine Fußbodenheizung im Einsatz. Über den 26 000 Liter fassenden Pufferspeicher kann die Wärme von allen Systemen zurückgewonnen werden. Die­ses Heizsystem garantiert nied­rigste Vorlauftemperaturen und somit höchste Effizienz.  
 
      
 
      
Überall dort, wo kein [[Trink­wasser]] benötigt wird, kommt Regenwasser zum Einsatz, speziell bei der Wäsche der Fahrzeu­ge und der   Soleaufbereitung.  
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Überall dort, wo kein [[Trink­wasser]] benötigt wird, kommt Regenwasser zum Einsatz, speziell bei der Wäsche der Fahrzeu­ge und der Soleaufbereitung.  
Sieger des geladenen Wettbe­werbs war das Tom   Lechners Ar­chitekturbüro "lp architekten" aus [[Altenmarkt]] im [[Pongau]].  
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Sieger des geladenen Wettbe­werbs war das Tom Lechners Ar­chitekturbüro "lp architekten" aus [[Altenmarkt]] im [[Pongau]].  
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Der u-förmige Bau umschließt einen Innenhof,   öffnet sich zum angrenzenden Wald hin und bil­det einen klaren Abschluss zur   Umgebung. Die Salzhalle als Soitärbau mit flach geneigtem Sat­teldach   bildet den architektoni­schen Übergang von der klaren, geraden Form des   Wirtschafts­gebäudes zu den bestehenden Siedlungsbauten. Die Garagen und Lagerräume sind ebenerdig ausgebildet. Der Verwaltungs­bereich ist   in einem mehrstöcki­gen, turmartigen Bauteil unter­gebracht, von dem aus das   Areal überblickt werden kann.  
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Der u-förmige Bau umschließt einen Innenhof, öffnet sich zum angrenzenden Wald hin und bil­det einen klaren Abschluss zur Umgebung. Die Salzhalle als Soitärbau mit flach geneigtem Sat­teldach bildet den architektoni­schen Übergang von der klaren, geraden Form des Wirtschafts­gebäudes zu den bestehenden Siedlungsbauten. Die Garagen und Lagerräume sind ebenerdig ausgebildet. Der Verwaltungs­bereich ist in einem mehrstöcki­gen, turmartigen Bauteil unter­gebracht, von dem aus das Areal überblickt werden kann.  
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Bei der Konstruktion handelt es sich um einen   konstruktiven Holzbau, errichtet auf einem Be­tonsockel, der sichtbar bleibt. Mit der Ausführung der Arbei­ten   wurden überwiegend Be­triebe aus der Region beauf­tragt.  
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Bei der Konstruktion handelt es sich um einen konstruktiven Holzbau, errichtet auf einem Be­tonsockel, der sichtbar bleibt. Mit der Ausführung der Arbei­ten wurden überwiegend Be­triebe aus der Region beauf­tragt.  
    
==  Groteske um zu schmale Tore für Schneepflüge==
 
==  Groteske um zu schmale Tore für Schneepflüge==
Die Stra­ßenmeisterei Flachgau wurde erst Anfang November 2012 eröffnet. Trotzdem muss gleich wieder umge­baut werden. Stein des Anstoßes   sind die 17 Falttore - die laut Aus­schreibung eine lichte Breite von 4,10   Metern haben soll­ten. Tatsächlich sind sie jedoch nur 3,65 Meter   breit. Aber die Schneepflüge ha­ben, wenn sie quer stehen, auch 3,40   Meter.   
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Die Stra­ßenmeisterei Flachgau wurde erst Anfang November 2012 eröffnet. Trotzdem muss gleich wieder umge­baut werden. Stein des Anstoßes sind die 17 Falttore - die laut Aus­schreibung eine lichte Breite von 4,10 Metern haben soll­ten. Tatsächlich sind sie jedoch nur 3,65 Meter breit. Aber die Schneepflüge ha­ben, wenn sie quer stehen, auch 3,40 Meter.   
 
        
 
        
Architekt  Tom Lechner aus Altenmarkt nimmt den Fehler zum Teil auf seine Kappe - und   hat ihn bereits seiner Versiche­rung gemeldet: "''Neben uns ha­ben das   auch Bauleitung und Torhersteller übersehen.''" Ur­sache sei, dass im   offenen Zustand die zusammengefalte­ten Tore Breite wegnähmen, sagt Tina  Tscherteu. Sie hatte für das Land die Bauleitung in­ne - und hat bereits eine  Ver­breiterung der Rahmen planen lassen. Lechner: "''Die Umbau­kosten  werden maximal 70.000 Euro betragen - die aber eine der Versicherungen zahlen   wird. Das wird den Steuerzah­ler nichts kosten.''" Wenn das Land schnell   beauftrage, sei ein Umbau noch vor Weihnachten 2012 möglich, sagte der Architekt.  
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Architekt  Tom Lechner aus Altenmarkt nimmt den Fehler zum Teil auf seine Kappe - und hat ihn bereits seiner Versiche­rung gemeldet: "''Neben uns ha­ben das auch Bauleitung und Torhersteller übersehen.''" Ur­sache sei, dass im offenen Zustand die zusammengefalte­ten Tore Breite wegnähmen, sagt Tina  Tscherteu. Sie hatte für das Land die Bauleitung in­ne - und hat bereits eine  Ver­breiterung der Rahmen planen lassen. Lechner: "''Die Umbau­kosten  werden maximal 70.000 Euro betragen - die aber eine der Versicherungen zahlen wird. Das wird den Steuerzah­ler nichts kosten.''" Wenn das Land schnell beauftrage, sei ein Umbau noch vor Weihnachten 2012 möglich, sagte der Architekt.  
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== Bildergalerie ==
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<!--Datei:Straßenmeisterei Flachgau 01.jpg|Straßenmeisterei Flachgau-->
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Datei:Straßenmeisterei Flachgau 02.jpg|Straßenmeisterei Flachgau
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Datei:Straßenmeisterei Flachgau 03.jpg|Straßenmeisterei Flachgau
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Datei:Straßenmeisterei Flachgau 04.jpg|Straßenmeisterei Flachgau
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Datei:Straßenmeisterei Flachgau 05.jpg|Straßenmeisterei Flachgau
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Datei:Straßenmeisterei Flachgau Panoramaaufnahme 01.jpg|[[Panoramaaufnahme]]: Straßenmeisterei Flachgau
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== Quellen ==
 
== Quellen ==