Kobler-Spängler-Briefe von 1871: Unterschied zwischen den Versionen

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"Frithiofssage": wohl "Frithiofs saga" in 24 Gesängen von Esaias Tegnér, 1825; aus dem Schwedischen ins Deutsche übertragen 1826 und 1841 (und neuere Übersetzungen). Mit "Aufführung" ist vielleicht ein Leseabend gemeint.
"Frithiofssage": wohl "Frithiofs saga" in 24 Gesängen von Esaias Tegnér, 1825; aus dem Schwedischen ins Deutsche übertragen 1826 und 1841 (und neuere Übersetzungen). Mit "Aufführung" ist vielleicht ein Leseabend gemeint.
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==== Brief vom 17. und 18. November 1871 von Franz Spängler an Fanni Schlegel ====
Brief von [[Franz II. Xaver Gregor Spängler]] an [[Franziska Spängler]] mit Umschlag, aufgedruckte Marke 5 kr.; Poststempel "Mödling 18/11/71", rückseitig "Salzburg Stadt 19/11 9-10 Früh 71"; ''Frl'' [unterstrichen:] ''Fanny Schlegel //'' [unterstrichen:] ''Salzburg // Marktpla[t]z 10 // II Sto[c]k''. Zwei Bögen; / = Seitenwechsel; // = Absatz; [Ergänzung]:<br />
''Mödling 17/XI 1871 // Meine liebe Fanny! // Zunächst meinen Dank für die freundlichen Zeilen, welche du dem Briefe meiner Mutter beischloßest; übrigens war mir das Erscheinen eines vor dir adressi[e]rten Briefes an einem Tage, wo erst mein Brief in deine Hände kam, überraschend u. ich war schon auf außerordentl.[iches] gefaßt.'' […] Er freut sich für sie, dass Emma in der Nähe von Salzburg bleibt, im Frühjahr wird ihre Hochzeit sein. / Er hofft auf einen Brief von ihr und er freut sich über die regelmäßige Postverbindung. Von einem Bekannten hörte er von einem Brief, der zum Kaukasus ''3 auf 4 Wochen brauchte, um Hin und Her zu gelangen. Da können ja wir doch noch recht zufrieden sein''. […] Datiert Mödling, 18. November: Pünktlich erhielt er ihren erhofften Brief und dankt für ihre ''große Pünktlichkeit''. […] / Es tut ihm leid wegen des "Sturms" mit der Großmutter; sie soll versuchen, es ruhig hinzunehmen / , irgendein Vorwurf ist unbegründet, und vielleicht macht das die räumliche Trennung von der Großmutter für beide leichter.
[zweiter Bogen:] Eine Postkarte von ihn ohne Adresse wurde ihr (von ihm dann) in einem Briefumschlag zugestellt; das passiert nicht nur ihm. Solche Post wird "zurückgestellt"; die Wiener Zeitung berichtet immerfort von solcher nicht zugestellter Correspondenz. Mit dem Lesen der Gedichte Geibels sind sie "in Ordnung" /, er liest drei Gedichte jeden Abend, um bis Weihnachten fertig zu sein. Wie sie hat er "Lust", Briefe zu schreiben /, doch er freut sich darauf, dass sie in Zukunft Interessantes zusammen erleben werden. // Erfreulich für die zukünftige Hausfrau, dass Beamte vom Hofjagdamt in Laxenburg im Winter hier und da Wild erhalten; er bekam vor drei Wochen einen Hasen. / […] Grüße an die Großmutter und an ihre Eltern, sowie seine Mutter. ''Mit Gruß u Kuß // dein treuer Franz''
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