Wundervolles Wasser: Unterschied zwischen den Versionen

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''Geschichtliches Fachbuch über Wasser im Land Salzburg in Bezug auf Religion, Fremdenverkehr und Vergnügen''  
''Geschichtliches Fachbuch über Wasser im Land Salzburg in Bezug auf Religion, Fremdenverkehr und Vergnügen''  


Nein, es ist kein Physikbuch – es ist ein Geschichtsbuch über Wasser und dessen Vorkommen und Anwendungen im Bundesland Salzburg; ein Geschichtsbuch, das nach einer kurzen physikalisch-geographisch-allgemeinen Einführung mit der geschichtlichen Bedeutung des Wassers beginnt. Da ist die Rede von Maibrunnen und Frühlingsbädern, von den Wasserheiligen, Quellenpatronen und der Taufe.  Da wird es schon recht Salzburg-bezogen: die Quelle der hl. Brigida  aus Irland bei dem [[Filialkirche St. Brigida|Kirchlein]] in [[Henndorf am Wallersee]], [[Sankt Koloman]] in der [[Tauglbach|Taugl]] und auf dem [[Kolomansberg]] bei [[Thalgau]], der hl. [[Wolfgang von Regensburg|Wolfgang]] oder der hl. Sixt in [[Wald im Pinzgau]] und andere Ort finden Erwähnung, alle mit Wasser im Zusammenhang.
Nein, es ist kein Physikbuch – es ist ein Geschichtsbuch über Wasser und dessen Vorkommen und Anwendungen im Bundesland Salzburg; ein Geschichtsbuch, das nach einer kurzen physikalisch-geographisch-allgemeinen Einführung mit der geschichtlichen Bedeutung des Wassers beginnt. Da ist die Rede von Maibrunnen und Frühlingsbädern, von den Wasserheiligen, Quellenpatronen und der Taufe.  Da wird es schon recht Salzburg-bezogen: die Quelle der hl. Brigida  aus Irland bei dem [[Filialkirche St. Brigida|Kirchlein]] in [[Henndorf am Wallersee]], [[Sankt Koloman]] in der [[Tauglbach|Taugl]] und auf dem [[Kolomansberg]] bei [[Thalgau]], der hl. [[Wolfgang von Regensburg|Wolfgang]] oder der hl. Sixt in [[Wald im Pinzgau]] und andere Ort finden Erwähnung, alle im Zusammenhang mit Wasser.


Es folgt ein mythologisches Kapitel über Meerstern, Nymphe und Muttergottheit, gefolgt von „Maria am Brunnen – Salzburger Kultstätten“. Da lese ich eine interessante Wallfahrtsgeschichte zum [[Gnadenbründl]] bei [[Zellhof]] am [[Grabensee]] oder vom Gnadenwasser zu „[[Wallfahrtskapelle Maria Elend|Maria im Elend]]“ in [[Embach]] bei [[Lend]].  Der Beitrag „Im Badehaus geht’s an die Wäsche“ hat mich besonders interessiert. Die Autorin schildert darin die Geschichte des Badens als körperlichen Reinigungsvorgang, von alten [[Salzburger Badehäuser|Badadressen]] in Salzburg, deren es neun gab, die allesamt beschrieben werden. Und ab diesem Kapitel findet sich eine weitere Bereicherung im Buch: Steiner bringt immer wieder Zitate aus historischen Dokumenten oder Beschreibungen, wie z. B. einen Blick in eine öffentliche Badestube aus dem Zeidlers Universallexikon aus dem Jahr [[1733]].  Schröpfen, Aderlassen, vom Bader zum Wundarzt oder Schwitzbäder in [[Rauris]] sind nur einige der lesenswerten Beiträge dieses Kapitels.
Es folgt ein mythologisches Kapitel über Meerstern, Nymphe und Muttergottheit, gefolgt von „Maria am Brunnen – Salzburger Kultstätten“. Da lese ich eine interessante Wallfahrtsgeschichte zum [[Gnadenbründl]] bei [[Zellhof]] am [[Grabensee]] oder vom Gnadenwasser zu „[[Wallfahrtskapelle Maria Elend|Maria im Elend]]“ in [[Embach]] bei [[Lend]].  Der Beitrag „Im Badehaus geht’s an die Wäsche“ hat mich besonders interessiert. Die Autorin schildert darin die Geschichte des Badens als körperlichen Reinigungsvorgang, von alten [[Salzburger Badehäuser|Badadressen]] in Salzburg, deren es neun gab, die allesamt beschrieben werden. Und ab diesem Kapitel findet sich eine weitere Bereicherung im Buch: Steiner bringt immer wieder Zitate aus historischen Dokumenten oder Beschreibungen, wie z. B. einen Blick in eine öffentliche Badestube aus dem Zeidlers Universallexikon aus dem Jahr [[1733]].  Schröpfen, Aderlassen, vom Bader zum Wundarzt oder Schwitzbäder in [[Rauris]] sind nur einige der lesenswerten Beiträge dieses Kapitels.