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Nach dem [[Zweiter Weltkrieg|Krieg]] benutzten die [[USFA|Amerikaner]], die das Haus beschlagnahmt hatten, den heutigen Ballettsaal als Filmprüfstelle, im heutigen Logenfoyer entstand das erste [[ORF Landesstudio Salzburg|ORF]]-Studio. Intendant war der Konzentrationslager-Überlebende [[Johannes van Hamme]]. Dieser stellte, erst 14 Tage im Amt, im November [[1945]] bereits neue Operettenkräfte vor: [[Fred Kraus]] (Tenor), [[Marga Randolph]] (Sängerin), [[Robert Montana]] (Tenor), [[Ika von Kniep]] (Soubrette) und [[Jory Wagner]] (Tenorbuffo).<ref>[[Salzburger Nachrichten]], Ausgabe vom 23. November 1945, [https://anno.onb.ac.at/cgi-content/anno?aid=san&datum=19451123&seite=4&zoom=33 Seite 4] (ANNO)</ref>
 
Nach dem [[Zweiter Weltkrieg|Krieg]] benutzten die [[USFA|Amerikaner]], die das Haus beschlagnahmt hatten, den heutigen Ballettsaal als Filmprüfstelle, im heutigen Logenfoyer entstand das erste [[ORF Landesstudio Salzburg|ORF]]-Studio. Intendant war der Konzentrationslager-Überlebende [[Johannes van Hamme]]. Dieser stellte, erst 14 Tage im Amt, im November [[1945]] bereits neue Operettenkräfte vor: [[Fred Kraus]] (Tenor), [[Marga Randolph]] (Sängerin), [[Robert Montana]] (Tenor), [[Ika von Kniep]] (Soubrette) und [[Jory Wagner]] (Tenorbuffo).<ref>[[Salzburger Nachrichten]], Ausgabe vom 23. November 1945, [https://anno.onb.ac.at/cgi-content/anno?aid=san&datum=19451123&seite=4&zoom=33 Seite 4] (ANNO)</ref>
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[[Datei:Salzburger Landestheater, Blick vom Balkon.jpg|thumb|Salzburger Landestheater, Innenansicht, Blick vom Balkon.]]
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[[Datei:2025 09 27 Salzburger Landestheater 05.jpg|thumb|Blick zum Orchestergraben und zur Bühne, 2025.]]
    
Am [[5. Februar]] [[1951]] wurde [[Peter Stanchina]] Direktor des Landestheaters.
 
Am [[5. Februar]] [[1951]] wurde [[Peter Stanchina]] Direktor des Landestheaters.
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[[1961]] wurde der Orchestergraben vergrößert, [[1971]] die [[Salzburger Kammerspiele]] mit "Change" von Wolfgang Bauer im ehemaligen [[Hotel Mirabell (Stadt Salzburg)|Mirabell-Casino]] eröffnet. [[1975]] wurde im Großen Haus die Drehbühne eingebaut.  
 
[[1961]] wurde der Orchestergraben vergrößert, [[1971]] die [[Salzburger Kammerspiele]] mit "Change" von Wolfgang Bauer im ehemaligen [[Hotel Mirabell (Stadt Salzburg)|Mirabell-Casino]] eröffnet. [[1975]] wurde im Großen Haus die Drehbühne eingebaut.  
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[[Datei:Salzburger Landestheater, Zuschauerraum Balkon.jpg|thumb|Salzburger Landestheater, Zuschauerraum, Balkon.]]
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[[Datei:2025 09 27 Salzburger Landestheater 01.jpg|thumb|Blick zu den oberen Rängen und zur Decke, 2025.]]  
    
In zehn Jahren unter der Intendanz von [[Lutz Hochstraate]] seit [[1986]] gab es in diesem Hause  
 
In zehn Jahren unter der Intendanz von [[Lutz Hochstraate]] seit [[1986]] gab es in diesem Hause  
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2003/2004 fand die bisher letzte umfassende Renovierung statt. Am [[13. Juni]] [[2004]] beschloss eine Aufführung vom Mozarts "[[Le Nozze di Figaro|Hochzeit des Figaro]]" die 18-jährige Intendanz Hochstraates.
 
2003/2004 fand die bisher letzte umfassende Renovierung statt. Am [[13. Juni]] [[2004]] beschloss eine Aufführung vom Mozarts "[[Le Nozze di Figaro|Hochzeit des Figaro]]" die 18-jährige Intendanz Hochstraates.
 
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[[Datei:Theaterluster.jpg|thumb|Kristallluster im Zuschauerraum des Salzburger Landestheaters.]]
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Mit der Spielzeit [[2004]]/[[2005]] übernahm [[Peter Dolder]] die Leitung des Hauses. Am [[26. November]] [[2007]] wurde [[Carl Philip von Maldeghem]] zum neuen Intendanten des Salzburger Landestheaters ab der Saison [[2009]]/[[2010]] bestellt.
 
Mit der Spielzeit [[2004]]/[[2005]] übernahm [[Peter Dolder]] die Leitung des Hauses. Am [[26. November]] [[2007]] wurde [[Carl Philip von Maldeghem]] zum neuen Intendanten des Salzburger Landestheaters ab der Saison [[2009]]/[[2010]] bestellt.
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Im Juni 2012 erhob eine Mitarbeiterin des Salzburger Landestheaters schwere Vorwürfe gegen den kaufmännischen Direktor B. Dieser habe eine SMS mit sexistischem Inhalt an sie geschickt. B. wehrte sich. Nachdem sich die Vorwürfe erhärtet hatten, sprach [[LH-Stv]]. und Kulturreferent Mag. [[David Brenner]] ([[SPÖ]]) nach einer dreistündigen Sitzung des zehnköpfigen Theaterausschusses, in deren Verlauf auch B. angehört wurde, B.s Entlassung aus. Im nachfolgenden Prozess einigten sich dann beide Parteien zur Überraschung von Richter [[Herbert Moritz (Richter)|Herbert Moritz]] auf Vergleichsverhandlungen. Der Kompromissvorschlag: Die Entlassung wird in eine einvernehmliche Kündigung umgewandelt. Der Angestellte wird vom Dienst freigestellt. Er soll bis März 2013 sein Gehalt weiterbeziehen, dazu 25.000 Euro Abschlagszahlung erhalten. Er soll insgesamt rund 100.000 Euro erhalten. Er und das Land zahlen jeweils die eigenen Anwaltskosten. David Brenner musste den Theaterausschuss dazu befragen. Dieser stimmte am [[29. Oktober]] 2012 der Lösung zu – B. wird 104.000 Euro Gehaltsfortzahlung und Entschädigung bekommen.<ref>{{Quelle SN|31. Oktober 2012}}</ref>
 
Im Juni 2012 erhob eine Mitarbeiterin des Salzburger Landestheaters schwere Vorwürfe gegen den kaufmännischen Direktor B. Dieser habe eine SMS mit sexistischem Inhalt an sie geschickt. B. wehrte sich. Nachdem sich die Vorwürfe erhärtet hatten, sprach [[LH-Stv]]. und Kulturreferent Mag. [[David Brenner]] ([[SPÖ]]) nach einer dreistündigen Sitzung des zehnköpfigen Theaterausschusses, in deren Verlauf auch B. angehört wurde, B.s Entlassung aus. Im nachfolgenden Prozess einigten sich dann beide Parteien zur Überraschung von Richter [[Herbert Moritz (Richter)|Herbert Moritz]] auf Vergleichsverhandlungen. Der Kompromissvorschlag: Die Entlassung wird in eine einvernehmliche Kündigung umgewandelt. Der Angestellte wird vom Dienst freigestellt. Er soll bis März 2013 sein Gehalt weiterbeziehen, dazu 25.000 Euro Abschlagszahlung erhalten. Er soll insgesamt rund 100.000 Euro erhalten. Er und das Land zahlen jeweils die eigenen Anwaltskosten. David Brenner musste den Theaterausschuss dazu befragen. Dieser stimmte am [[29. Oktober]] 2012 der Lösung zu – B. wird 104.000 Euro Gehaltsfortzahlung und Entschädigung bekommen.<ref>{{Quelle SN|31. Oktober 2012}}</ref>
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[[Datei:Kunstvolle Deckenansicht.jpg|thumb|Kunstvolle Deckenansicht im Salzburger Landestheater.]]
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[[Datei:2025 09 27 Salzburger Landestheater 02.jpg|thumb|Blick zur Decke, 2025.]]
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[[Datei:2025 09 27 Salzburger Landestheater 03.jpg|thumb|Blick zur Decke, 2025.]]  
    
=== 2022: Sanierung und Ausweichquartier in einem Zirkuszelt ===
 
=== 2022: Sanierung und Ausweichquartier in einem Zirkuszelt ===
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Die Vorstellungen mussten währenddessen in ein Zirkuszelt beim [[Messezentrum]] ausweichen. Auf der sogenannten Zirkuswiese, einer über 8&nbsp;000 m² großen Außenfläche des Messezentrums, wurde eine nostalgische Zeltstadt errichtet. Herz dieser Zeltstadt war ein Circuszelt mit einem Durch­messer von 36 Metern der Firma Wagner – ein ehemaliges Zelt des Circus Roncalli. Es bot Platz für 990 Besucher.
 
Die Vorstellungen mussten währenddessen in ein Zirkuszelt beim [[Messezentrum]] ausweichen. Auf der sogenannten Zirkuswiese, einer über 8&nbsp;000 m² großen Außenfläche des Messezentrums, wurde eine nostalgische Zeltstadt errichtet. Herz dieser Zeltstadt war ein Circuszelt mit einem Durch­messer von 36 Metern der Firma Wagner – ein ehemaliges Zelt des Circus Roncalli. Es bot Platz für 990 Besucher.
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[[Datei:2025 09 27 Salzburger Landestheater 04.jpg|thumb|Der große Luster, 2025.]]
    
In der Spielanordnung der Manege waren vier Produktionen angesiedelt, die bewusst mit der kreis­runden Bühne umgehen und neue artistische Möglichkeiten ausreizen konnten – unter anderem mit einem gigantischen ''Wheel of Steel'', mit Akrobatik, Jonglage und der Arbeit mit circustypischen Geräten wie Ring, Trapez, Seil und Tuch. Seit Mitte Dezember 2021 arbeiteten die Darsteller des Salzburger Landestheaters dafür mit den Profis des [[Cirkus-TrainingsCentrum Salzburg|Circus-TrainingCentrums Salzburg]] zusammen. Ödön von Horvaths "Kasimir und Karoline" feierte als erste Produktion am [[7. Mai]] Premiere, gefolgt vom Musical "Cabaret" von John Kander am [[13. Mai]] und der Opernproduktion "Carmen" von Georges Bizet am [[20. Mai]]. Am [[12. Juni]] erlebte "Peter Pan" von George Stiles seine Premiere. Gespielt wurde bis [[22. Juni]] 2022. Im Herbst gab es die Vorstellungen in der [[Felsenreitschule]], wo am [[1. Oktober]] die Premiere vom "Rosenkavalier" stattfand.
 
In der Spielanordnung der Manege waren vier Produktionen angesiedelt, die bewusst mit der kreis­runden Bühne umgehen und neue artistische Möglichkeiten ausreizen konnten – unter anderem mit einem gigantischen ''Wheel of Steel'', mit Akrobatik, Jonglage und der Arbeit mit circustypischen Geräten wie Ring, Trapez, Seil und Tuch. Seit Mitte Dezember 2021 arbeiteten die Darsteller des Salzburger Landestheaters dafür mit den Profis des [[Cirkus-TrainingsCentrum Salzburg|Circus-TrainingCentrums Salzburg]] zusammen. Ödön von Horvaths "Kasimir und Karoline" feierte als erste Produktion am [[7. Mai]] Premiere, gefolgt vom Musical "Cabaret" von John Kander am [[13. Mai]] und der Opernproduktion "Carmen" von Georges Bizet am [[20. Mai]]. Am [[12. Juni]] erlebte "Peter Pan" von George Stiles seine Premiere. Gespielt wurde bis [[22. Juni]] 2022. Im Herbst gab es die Vorstellungen in der [[Felsenreitschule]], wo am [[1. Oktober]] die Premiere vom "Rosenkavalier" stattfand.
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[[Datei:2025 09 27 Salzburger Landestheater 06.jpg|thumb|Blick in den Licht- und Tonregieraum im rückwärtigen Zuschauerraum, 2025.]]
    
== Intendanten ==
 
== Intendanten ==
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* [[Franz Schaffgotsch]]<ref name="diff"/>
 
* [[Franz Schaffgotsch]]<ref name="diff"/>
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[[Datei:Landestheater, Dachlandschaft.jpg|thumb|Salzburger Landestheater, Dachlandschaft]]
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[[Datei:2025 09 27 Salzburger Landestheater 08.jpg|thumb|Blick in zwei Logen.]]
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[[Datei:2025 09 27 Salzburger Landestheater 09.jpg|thumb|Stuckfiguren unterhalb der Logen.]]
    
=== Künstler ===
 
=== Künstler ===