St. Gilgen: Unterschied zwischen den Versionen

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Version vom 27. Mai 2012, 23:16 Uhr

Ortsbild
Blick gegen Südosten
Karte
Karte 5340.png
Basisdaten
Politischer Bezirk: Salzburg-Land (SL)
Fläche: 98,73 km²
Geografische Koordinaten: Länge 13.3667 / 13° 22' 0", Breite 47.7667 / 47° 46' 0"
Höhe: 545 m ü. A.
Einwohner: 3 731 (1. Jänner 2011)
Postleitzahl: 5340
Vorwahl: 0 62 27
Gemeindekennziffer: 50330
Gliederung Gemeindegebiet: 6 Katastralgemeinden
Gemeindeamt: Mozartplatz 1
5340 St.Gilgen
Offizielle Website: www.gemgilgen.at
Politik
Bürgermeister: Otto Kloiber (ÖVP)
Gemeinderat (2009): 21 Mitglieder: 12ÖVP,
7 SPÖ,
2 FPÖ
Bevölkerungs-
entwicklung
Datum Einwohner
1869 1.380
1880 1.398
1890 1.447
1900 1.642
1910 1.932
1923 1.876
1934 1.852
1939 2.075
1951 3.081
1961 2.794
1971 3.137
1981 3.054
1991 3.382
2001 3.682
Karte
Datei:Gilgen.jpg
St. Gilgen, aufgenommen vom Scheffelblick am Falkenstein
Ausblick vom Parkplatz oberhalb von Sankt Gilgen auf den Ort und den Wolfgangsee
Sankt Gilgen, Ortsimpression

Sankt Gilgen ist eine Gemeinde im Osten des Flachgaus.

Geografie

Geografische Lage

Sankt Gilgen liegt an den nördlichen Ausläufern der Nördlichen Kalkalpen etwa 30 km östlich der Stadt Salzburg.

Ausdehnung des Gemeindegebiets

Das Gemeindegebiet umfasst etwa die nördliche Hälfte des Wolfgangseesowie Gebiete südlich dieses Seegebiets, das Gebiet nördlich des Wolfgangsees bis zur Gemeindegrenze von Sankt Wolfgang, das bereits in Oberösterreich ist, weiters den größten Teil des Schafbergs und nördlich davon bis an das südliche Ufer des Attersees und Mondsees. Im Nordwesten bildet die Drachenwand die Gemeindegebietsgrenze.

Katastralgemeinden von Sankt Gilgen sind: Oberburgau, Ried, Sankt Gilgen, Unterburgau, Winkl (Brunnwinkl) und Abersee.

Nachbargemeinden

Das Gemeindegebiet von Sankt Gilgen reicht bis an den Attersee an die Gemeinde Unterach am Attersee und Steinbach am Attersee (mit Ortsteil Weißenbach am Attersee). Die weiteren Nachbargemeinden sind Stankt Wolfgang, Strobl, Abtenau, Hintersee, Faistenau, Fuschl am See und Sankt Lorenz am Mondsee (mit dem Ortsteil Scharfling).

Geschichte

Religionen

Europakloster Gut Aich

Hauptartikel: Europakloster Gut Aich

Das Europakloster Gut Aich hat sich seit seiner Gründung 1993 zum Ziel gesetzt, einen Beitrag zum friedlichen Zusammenleben von Menschen und Völkern in Europa zu leisten.

Gegenwärtig sind alle räumlichen Möglichkeiten ausgeschöpft. Deshalb haben sich die Mönche des Klosters entschlossen, die gesamte Anlage des Klosters als Europa-Friedenszentrum neu zu bauen. An das Kloster in der Ortschaft Winkl bei Sankt Gilgen ist das Hildegardzentrum angeschlossen. Das Hildegardzentrum ist ein Ambulatorium für Physio-, Psychotherapie und Massage. Namenspatronin des Ambulatoriums ist Hildegard von Bingen.

Darüber hinaus führt das Kloster eine Klosterkellerei mit Kräuterlikören, Kosmetik, Kräutertinkturen, Essig und Öl und Delikatessen.

Kultur und Sehenswürdigkeiten

Museen

Musikinstrumente Museum der Völker

Hauptartikel: Musikinstrumente-Museum der Völker

Das Musikinstrumente-Museum der Völker lädt zu einer musikalischen Weltreise ein, von Sankt Gilgen einmal um die ganze Erde. Sie begegnen fremden Ländern, Landschaften und Volksstämmen, Menschen und deren Musik, Bräuchen und Kulturen. Hier gibt es etwas zu sehen und zu hören. Dies alles können Sie in einer für Sie zusammengestellten Führung erleben. Kleine Vorträge, Improvisationskreise und gemütliche Museumsabende sollen diese Eindrücke noch intensiver erlebbar manchen.

Museum der Zinkenbacher Malerkolonie

Hauptartikel: Museum der Zinkenbacher Malerkolonie

Von 1927 bis 1938 wählte eine Reihe von Künstlern aus Wien, angeregt durch ihren Freund Ferdinand Kitt, den kleinen Ort Zinkenbach am Wolfgangsee als Sommer - aber auch Winterdomizil.

Heimatkundliches Museum

Hauptartikel: Heimatkundliches Museum Wetzlhäusl

In dem, im Jahre 1655 erbauten „Wetzl- oder Einsiedlerhäusl“ ist das Heimatkundliche Museum der Wolfgangsee-Gemeinde Sankt Gilgen untergebracht.

Originalgläser der Sankt Gilgener Glashütte (1701 - 1820), in der auch die berühmten "Wolfgangiflaschln" für die Pilger vom Falkenstein und St. Wolfgang (damals viertgrößter Wallfahrtsort der Christenheit) erzeugt wurden, sind ausgestellt. Eine originalgetreue Nachbildung dieser Fläschchen kann man im Museum erwerben.

Vom Biologen und Nobelpreisträger Karl von Frisch befindet sich im Museum eine 4 700 Stück umfassende Tiersammlung, welche sich im speziellen mit den Insekten unserer Gegend befasst.

Mozarthaus Sankt Gilgen

Hauptartikel: Mozarthaus

Das ehemaligen Bezirksgericht Sankt Gilgen an der Ischlerstraße 15, in dem heute die Mozart-Gedenkstätte untergebracht ist, wurde als Pfleghaus von Wolfgang Nikolaus Pertl, dem Großvater von Wolfgang Amadeus Mozart erbaut. Bis 2002 war in diesem Haus das [[Bezirksgericht Sankt Gilgen] untergebracht. Nach einer Renovierung mit Umbau 2009 dient es als Museum und Veranstaltungsort.

Ortsarchiv Sankt Gilgen

Das Archiv für Ortsgeschichte Sankt Gilgen ist eine Einrichtung des Heimatkundlichen Museums und für die Öffentlichkeit als Bildungs- und Forschungsstätte gedacht.

Dem Archiv angeschlossen ist die Leopold-Ziller-Bibliothek, die sich mit der Salzburger Stadt-, Landes- und Regionalgeschichte befasst sowie eine Mozartianer-Sammlung und ein Bestand an Mundartbüchern von Salzburg, Oberösterreich und der Steiermark.

Gesammelt werden alle über Sankt Gilgen erscheinende Zeitungsartikel. An die 30 000 Exponate befinden sich derzeit in diesem Archiv und können für Forschungsarbeiten ausgehoben werden.

In der Bibliothek befindet sich auch Literatur berühmter Sommergäste von Sankt Gilgen, wie z.B. Marie von Ebner-Eschenbach, Theodor Billroth, Joseph Victor von Scheffel, Karl von Frisch bis hin zu lebenden Autoren.

Musik

  • Theatergruppe Abersee
  • Country Musik Club St. Gilgen, K-Ranch-Crew
  • Jugendchor Abersee
  • Bürgermusik St. Gilgen
  • Kammerorchester W.A. Mozart St. Gilgen
  • Kirchenchor St.Gilgen
  • Liedertafel St.Gilgen
  • Musikum Salzburg, Musikschule Flachgau IV

Bauwerke

Sport

  • Hundesport- und Ausbildungszentrum Seenregion
  • Judo-Club St.Gilgen
  • Österr. Alpenverein Sektion St. Gilgen
  • Rad-Union St.Gilgen
  • Ruderclub Wolfgangsee
  • Schützenverein St.Gilgen
  • SC-St.Gilgen 92 e.V.
  • St.Gilgen Lakers - Eishockey
  • Tennisclub St.Gilgen
  • Union Yacht Club Wolfgangsee (UYC)
  • USC-Abersee
  • Wasserskiclub St.Gilgen
  • WSV-St.Gilgen

Das Zwölferhorn, der Hausberg von Sankt Gilgen, bietet im Sommer die Möglichkeit zu ausgedehnten Wanderungen am Panorama-Rundwanderweg oder im umliegenden Almengebiet. Im Jahre 2006 wurde der Illingeralm-Rundwanderweg, eine zauberhafte Almwanderung mit acht Schautafeln eröffnet. Auf diesen Schautafeln finden Sie Interessantes über Almbewirtschaftung, Almleben, Landschaft, Blumen und Geologie rund um das Zwölferhorn.

Im Winter ladet der Berg geübte Skifahrer und Snowboarder zu Wintersportaktivitäten in steilem Gelände ein.

Der Aufstieg erfolgt entweder zu Fuß (Sommerwanderung) bzw. mit der nostalgischen Zwölferhornbahn (Zweiseil-Umlaufbahn) und offenbart am Gipfel einen herrlichen Ausblick über sieben Seen und die Bergwelt ringsum.

Vereine

Regelmäßige Veranstaltungen

Wolfgangsee-Lauf

Beim Internationalen Lauf "Rund um den Wolfgangsee" stehen als besondere Herausforderung für Elite- und ehrgeizige Hobbyläufer drei Strecken zur Auswahl: auf der legendären 27 km langen Seerunde, das 5. Wolfgangsee FINISH über genau 10 km und ... [hier stand heuer] zum 3. Mal der Wolfgangsee Frauenlauf mit einer Länge von 5,2 Km über die romantische Bürglpromenade.

Ansässige Unternehmen

Bildung

Persönlichkeiten

Die Familie Frisch in St. Gilgen

Die Geschichte der Familie Frisch in St. Gilgen reicht bis auf das Jahr 1882 zurück. Marie von Frisch, Gattin des Wiener Arztes und Professors Anton von Frisch, erwarben ein Haus in Brunnwinkl. Sie hatten vier Söhne, die alle akademische Berufe ergriffen.

Karl war der jüngste Sohn der Familie, er wurde 1886 geboren, als die Eltern schon ihre Sommerfrische in St. Gilgen verbrachten. Er wandte sich dem Studium der Zoologie und Biologie zu, wurde Professor an der Universität München und berühmt durch seine Bienenforschungen. Professor Karl von Frisch, ein überaus liebenswürdiger Gelehrter, erhielt 1973 den Nobel-Preis zusammen mit Prof. Konrad Lorenz, dem hervorragendem Verhaltensvorscher.

Im Heimatkundlichen Museum ist eine Daueraustellung mit einer 4 700 Stück umfassenden Tiersammlung von Insekten speziell aus der Region Wolfgangsee.

Theodor Billroth

Hotel Billroth, St. Gilgen

Theodor Billroth war einer der bedeutendsten Chirurgen des 19. Jahrhunderts und einer der ersten und vor allem treueste Sommergast St. Gilgens. Er wohnte im Gasthof zur Post und entschloß sich, hier einen Landsitz zu erreichten (1883), die Villa Billroth, die sich an der Stelle des heutigen gleichnamigen Hotels befand.

Ehrenbürger

Söhne und Töchter der Stadt

Sonstiges

Glücks- und Kraftplätze

Viele Menschen kommen nach St. Gilgen wegen der zahlreichen Kraft- und Glücksplätze, die seit Menschengedenken zum Innehalten, Abschalten und Lebensenergie tanken animieren. Glück ist ein Zustand innerer Stärke und Ausgeglichenheit, Selbstfindung und -verantwortung. Glücksplätze dienen einer Reise zu sich selbst, rufen Harmonie hervor, wecken angenehme Erinnerungen, lassen Freude verspüren – und sie eignen sich dafür, Ängste, Unzufriedenheit sowie negative Einflüsse in Ritualen zu verabschieden.

Chronik

Der Sankt Gilgener Ortsteil Gschwand war am 6. Dezember 1995 Schauplatz eines tragischen Unglücks, als zehn Menschen in den Trümmern eines Busses starben, der nach einem Zusammenstoß von der Wolfgangsee Straße abgekommen war und in den See gestürzt war.

Bildergalerie

Quellen

Weblinks

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