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Textersetzung - „Napoléon“ durch „Napoleon“
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Jeanne Peyrebère kam als 'Bonne Marie Julie Beillard' als Tochter eines - nicht adeligen - Rechtsanwalt auf die Welt. Als Mitglied einer einflussreichen Familie genoss Jeanne Belliard eine umfassende Erziehung mit besonderem Schwerpunkt auf Fremdsprachen. Sie erlernte die deutsche Sprache noch vor ihrer Muttersprache Französisch, dazu kamen später Englisch, Italienisch und etwas Russisch. So war sie später für die Tätigkeit einer Übersetzerin prädestiniert.
 
Jeanne Peyrebère kam als 'Bonne Marie Julie Beillard' als Tochter eines - nicht adeligen - Rechtsanwalt auf die Welt. Als Mitglied einer einflussreichen Familie genoss Jeanne Belliard eine umfassende Erziehung mit besonderem Schwerpunkt auf Fremdsprachen. Sie erlernte die deutsche Sprache noch vor ihrer Muttersprache Französisch, dazu kamen später Englisch, Italienisch und etwas Russisch. So war sie später für die Tätigkeit einer Übersetzerin prädestiniert.
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Zu ihren Familienangehörigen gehörten der tollkühne Baron de Batz, ein von [[Stefan Zweig]] verewigter Abenteurer, der Ludwig XVI. auf dem Weg zum Schafott hatte retten wollen, Gaspard Monge, der als Mathematiker und Physiker an Napoléons Ägypten-Expedition teilgenommen hatte, und Jean Lannes, Herzog von Montebello, der in der Schlacht von Aspern östlich von [[Wien]] tödlich verwundet worden war.  
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Zu ihren Familienangehörigen gehörten der tollkühne Baron de Batz, ein von [[Stefan Zweig]] verewigter Abenteurer, der Ludwig XVI. auf dem Weg zum Schafott hatte retten wollen, Gaspard Monge, der als Mathematiker und Physiker an Napoleons Ägypten-Expedition teilgenommen hatte, und Jean Lannes, Herzog von Montebello, der in der Schlacht von Aspern östlich von [[Wien]] tödlich verwundet worden war.  
    
==== Heirat ====
 
==== Heirat ====
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==== Wie sie zum Adelsprädikat ====
 
==== Wie sie zum Adelsprädikat ====
Jeanne Peyrebère verkaufte Schloss und Gut Lubbon und verließ Frankreich. Die Familie ihres Mannes hatte sich das Schloss erbauen lassen, weil sie sich dort einen Besuch von Kaiser Napoléon III. und in Folge die Erhebung in den Grafenstand erhofft hatte. Jedoch kam es aufgrund der Abdankung von Napoléon III. nicht mehr dazu. In den [[1920er]]-Jahren setzte sich dann der Vater von Jacques Peyrebère für die Erlangung des Adelstitels für seinen Enkel Emmanuel ein, was ihm mit einer Entscheidung eines französischen Gerichts [[1930]] auch gelang. In Folge versuchte Jeanne Peyrebère ihrerseits den Adelstitel tragen zu dürfen, da zum Zeitpunkt der Geburt ihres Sohnes Emmanuel ja mit Jacques Peyrebère verheiratet war. Sie erreichte vor einem französischen Gericht im Jahr [[1940]], dass ihrem verstorbenen Mann Jacques Peyrebère der Titel ''Marquis'' verliehen wurde.  
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Jeanne Peyrebère verkaufte Schloss und Gut Lubbon und verließ Frankreich. Die Familie ihres Mannes hatte sich das Schloss erbauen lassen, weil sie sich dort einen Besuch von Kaiser Napoleon III. und in Folge die Erhebung in den Grafenstand erhofft hatte. Jedoch kam es aufgrund der Abdankung von Napoleon III. nicht mehr dazu. In den [[1920er]]-Jahren setzte sich dann der Vater von Jacques Peyrebère für die Erlangung des Adelstitels für seinen Enkel Emmanuel ein, was ihm mit einer Entscheidung eines französischen Gerichts [[1930]] auch gelang. In Folge versuchte Jeanne Peyrebère ihrerseits den Adelstitel tragen zu dürfen, da zum Zeitpunkt der Geburt ihres Sohnes Emmanuel ja mit Jacques Peyrebère verheiratet war. Sie erreichte vor einem französischen Gericht im Jahr [[1940]], dass ihrem verstorbenen Mann Jacques Peyrebère der Titel ''Marquis'' verliehen wurde.  
    
Ihre zahlreichen Auszeichnungen, die sie im Lauf der Jahre empfangen hatte, ließ Jeanne Peyrebère eines Tages unter dem Titel ''La Marquise de Guilloutet'' auf eine neun mal drei Zentimeter große Visitenkarte drucken und an ihre überraschten Bekannten verteilen. Den Adelstitel ''Marquise'' hatte sie sich also selbst gegeben, da in Frankreich diese Bezeichnung nicht sonderlich geschützt war.<ref>lt. Ausführungen von  Dr. Peter Lechenauer, Honorarkonsul von Frankreich in Salzburg, bei seinem Vortrag am 4. Juni 2025 in der Bibliotheksaula</ref>
 
Ihre zahlreichen Auszeichnungen, die sie im Lauf der Jahre empfangen hatte, ließ Jeanne Peyrebère eines Tages unter dem Titel ''La Marquise de Guilloutet'' auf eine neun mal drei Zentimeter große Visitenkarte drucken und an ihre überraschten Bekannten verteilen. Den Adelstitel ''Marquise'' hatte sie sich also selbst gegeben, da in Frankreich diese Bezeichnung nicht sonderlich geschützt war.<ref>lt. Ausführungen von  Dr. Peter Lechenauer, Honorarkonsul von Frankreich in Salzburg, bei seinem Vortrag am 4. Juni 2025 in der Bibliotheksaula</ref>
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[[Datei:Jeanne Peyrebère undadiert 02.png|thumb|Jeanne Peyrebère, undadiert, hier ihr Wohnzimmer in Salzburg, Universitätsarchiv Salzburg, Album Signatur: II 107497 (ePLUS – Digitale Bestände der Universität Salzburg).]]
 
[[Datei:Jeanne Peyrebère undadiert 02.png|thumb|Jeanne Peyrebère, undadiert, hier ihr Wohnzimmer in Salzburg, Universitätsarchiv Salzburg, Album Signatur: II 107497 (ePLUS – Digitale Bestände der Universität Salzburg).]]
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Für Personen von Stand gehörte es zum guten Ton, sich während eines Salzburg-Aufenthalts bei ihr anzukündigen. Diesen zeigte sie ihre erlesenen Prunkstücke ihrer Sammlung – darunter ein Schultertuch der Kaiserin Josephine und ein Schrank [[Salzburg unter Napoleon|Napoléons]] aus Schloss Fontainebleau bei Paris, [[Frankreich]].   
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Für Personen von Stand gehörte es zum guten Ton, sich während eines Salzburg-Aufenthalts bei ihr anzukündigen. Diesen zeigte sie ihre erlesenen Prunkstücke ihrer Sammlung – darunter ein Schultertuch der Kaiserin Josephine und ein Schrank [[Salzburg unter Napoleon|Napoleons]] aus Schloss Fontainebleau bei Paris, [[Frankreich]].   
    
==== Theologische Fakultät ====
 
==== Theologische Fakultät ====