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| | [[Datei:Grünsee.jpg|thumb|Der Grünsee, Blick nach Norden, rechts die Mittelstation der [[Weißsee Gletscherbahn]].]] | | [[Datei:Grünsee.jpg|thumb|Der Grünsee, Blick nach Norden, rechts die Mittelstation der [[Weißsee Gletscherbahn]].]] |
| − | [[Datei:Tauernmoossee Glocknergruppe Ödenwinkelkees 1933.jpg|thumb|Blick nach Südosten: Am Bildrand unten der Grünsee, links darüber der [[Tauernmoossee]] im Südosten des [[Stubachtal]]s, in der Bildmitte die [[Hohe Riffl]], darunter die beiden [[Kees]]e [[Oberes Rifflkees|Oberes]] und [[Unteres Rifflkees]], dann rechts davon das [[Ödenwinkelkees]], im Bildhintergrund der [[Großglockner (Berg)|Großglockner]] und im rechten unteren Bildteil ragt [[Granatspitzgruppe]] ins Bild. Ein Luftbild von [[Walter Mittelholzer]] vom 1. Oktober 1933.]]
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| | Der '''Grünsee''' ist ein Hochgebirgssee in den [[Hohen Tauern]] der Zentralalpen. | | Der '''Grünsee''' ist ein Hochgebirgssee in den [[Hohen Tauern]] der Zentralalpen. |
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| | Der Grünsee liegt ebenso wie der Weißsee und der Tauernmoossee nicht im [[Nationalpark Hohe Tauern]]. | | Der Grünsee liegt ebenso wie der Weißsee und der Tauernmoossee nicht im [[Nationalpark Hohe Tauern]]. |
| − | | + | [[Datei:Tauernmoossee Glocknergruppe Ödenwinkelkees 1933.jpg|thumb|Blick nach Südosten: Am Bildrand unten der Grünsee, links darüber der [[Tauernmoossee]] im Südosten des [[Stubachtal]]s, in der Bildmitte die [[Hohe Riffl]], darunter die beiden [[Kees]]e [[Oberes Rifflkees|Oberes]] und [[Unteres Rifflkees]], dann rechts davon das [[Ödenwinkelkees]], im Bildhintergrund der [[Großglockner (Berg)|Großglockner]] und im rechten unteren Bildteil ragt [[Granatspitzgruppe]] ins Bild. Ein Luftbild von [[Walter Mittelholzer]] vom 1. Oktober 1933.]] |
| | Die Grünseefälle auf 1 850 m ü. A. südwestlich oberhalb des Gebirgssees locken im Winter zahlreiche [[Eisklettern|Eiskletterer]] in die [[Weißsee Gletscherwelt]]. Die Klettertour "Gläserne Madonna"<ref>[https://www.bergsteigen.com/touren/eisklettern/glaeserne-madonna-gruenseefaelle/ Gläserne Madonna]</ref> ist ein Klassiker für Wasserfallkletterer aus nah und fern. Im Februar [[2011]] war das Team der chinesischen Nationalbergsteiger zusammen mit dem Salzburger Extrembergsteiger [[Thomas Bubendorfer]] vor Ort. Besonders beliebt ist das Skigebiet auch bei Tourengehern. Im November [[2004]] wurde das Skigebiet vom Magazin ''NEWS'' zum besten Skitourengebiet Österreichs gekürt. | | Die Grünseefälle auf 1 850 m ü. A. südwestlich oberhalb des Gebirgssees locken im Winter zahlreiche [[Eisklettern|Eiskletterer]] in die [[Weißsee Gletscherwelt]]. Die Klettertour "Gläserne Madonna"<ref>[https://www.bergsteigen.com/touren/eisklettern/glaeserne-madonna-gruenseefaelle/ Gläserne Madonna]</ref> ist ein Klassiker für Wasserfallkletterer aus nah und fern. Im Februar [[2011]] war das Team der chinesischen Nationalbergsteiger zusammen mit dem Salzburger Extrembergsteiger [[Thomas Bubendorfer]] vor Ort. Besonders beliebt ist das Skigebiet auch bei Tourengehern. Im November [[2004]] wurde das Skigebiet vom Magazin ''NEWS'' zum besten Skitourengebiet Österreichs gekürt. |
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| | == Geschichte == | | == Geschichte == |
| | + | [[Datei:Grünsee mit Granatspitze 1942.jpg|thumb|Grünsee mit [[Granatspitze]], 1942.]] |
| | In den [[Mitteilungen der Gesellschaft für Salzburger Landeskunde]]<ref>[https://anno.onb.ac.at/cgi-content/anno-plus?aid=slk&datum=18990003&query=(text:Gr%c3%bcnsee)&ref=anno-search&seite=10 ANNO], Mitteilungen der Gesellschaft für Salzburger Landeskunde, Ausgabe 1899, Seite 10 (7)f</ref> aus dem Jahr [[1899]] ist zu lesen (Auszug): | | In den [[Mitteilungen der Gesellschaft für Salzburger Landeskunde]]<ref>[https://anno.onb.ac.at/cgi-content/anno-plus?aid=slk&datum=18990003&query=(text:Gr%c3%bcnsee)&ref=anno-search&seite=10 ANNO], Mitteilungen der Gesellschaft für Salzburger Landeskunde, Ausgabe 1899, Seite 10 (7)f</ref> aus dem Jahr [[1899]] ist zu lesen (Auszug): |
| | <blockquote>''[...] dies ist die Lage des Grünsees, eines der schönsten Seen unseres Landes, der durch seine tiefgrüne Färbung und das klare reine Wasser den vollkommenen Gegensatz zu dem durch den suspendierten Gletscherschlamm stets milchig gefärbten Weißsee bildet. [...] Professor Kästner und ich<ref>[[Eberhard Fugger]]</ref> maßen den Grünsee mit Unterstützung von Fräulein M. Gast und des Trägers am [[10. August]] [[1895]] und unter Mithilfe des genannten Fräuleins, sowie des Fräuleins A. Tlusty und meines Sohnes am [[31. August]] [[1897]]. Der See, dessen Meereshöhe 1699 in beträgt, ist 420 m lang und 315 m breit, in seiner südlichen Partie ist er stark versumpft, so dass er an der Mündung des Weißenbaches und längs der ganzen Breite der Südseite vollkommen unzugänglich ist. Weiter gegen Norden hin wird er nur allmälig tiefer, dagegen an der West-, Nord- und Ostseite senkt sich der Seeboden sehr rasch. Die größte gemessene Tiefe beträgt 32.2 m in der nördlichen Hälfte des Sees; hier zieht sich eine ziemlich ebene Fläche von 180 in Länge und 50 m Breite, mit einer Tiefe von 30 bis 32 m, quer durch den See. Das Gestein, in welches der Grünsee eingebettet ist, ist [[Gneis]], der in h 9° streicht und unter etwa 50 Grad gegen Nord-Ost fällt. Nach Aussage der Jäger in Französach gefriert der See anfangs December und wird Mitte Mai wieder aper. Am [[13. Dezember|13. December]] [[1893]] war das Eis des Grünsees in der Mitte 30 cm dick.</blockquote> | | <blockquote>''[...] dies ist die Lage des Grünsees, eines der schönsten Seen unseres Landes, der durch seine tiefgrüne Färbung und das klare reine Wasser den vollkommenen Gegensatz zu dem durch den suspendierten Gletscherschlamm stets milchig gefärbten Weißsee bildet. [...] Professor Kästner und ich<ref>[[Eberhard Fugger]]</ref> maßen den Grünsee mit Unterstützung von Fräulein M. Gast und des Trägers am [[10. August]] [[1895]] und unter Mithilfe des genannten Fräuleins, sowie des Fräuleins A. Tlusty und meines Sohnes am [[31. August]] [[1897]]. Der See, dessen Meereshöhe 1699 in beträgt, ist 420 m lang und 315 m breit, in seiner südlichen Partie ist er stark versumpft, so dass er an der Mündung des Weißenbaches und längs der ganzen Breite der Südseite vollkommen unzugänglich ist. Weiter gegen Norden hin wird er nur allmälig tiefer, dagegen an der West-, Nord- und Ostseite senkt sich der Seeboden sehr rasch. Die größte gemessene Tiefe beträgt 32.2 m in der nördlichen Hälfte des Sees; hier zieht sich eine ziemlich ebene Fläche von 180 in Länge und 50 m Breite, mit einer Tiefe von 30 bis 32 m, quer durch den See. Das Gestein, in welches der Grünsee eingebettet ist, ist [[Gneis]], der in h 9° streicht und unter etwa 50 Grad gegen Nord-Ost fällt. Nach Aussage der Jäger in Französach gefriert der See anfangs December und wird Mitte Mai wieder aper. Am [[13. Dezember|13. December]] [[1893]] war das Eis des Grünsees in der Mitte 30 cm dick.</blockquote> |