Ambros Aichhorn: Unterschied zwischen den Versionen

Aus SALZBURGWIKI
Zur Navigation springen Zur Suche springen
K (Er unterrichtete bis 1995 und NICHT nur bis 1977 am Borromäum wie ich aus allererster Hand weiss :-))
(→‎Leben: +Link)
Zeile 7: Zeile 7:
  
 
„Goaßpfarrer“ nennen ihn die Einheimischen. Er und seine Mitstreiterin Elisabeth Koder haben sich auf vom Aussterben bedrohte Haustier-Rassen spezialisiert. Die [[Pinzgau]]er [[Ziege]] gehört dazu, das [[Steinschaf]] und das [[Haushuhn|Altsteirische Huhn]].
 
„Goaßpfarrer“ nennen ihn die Einheimischen. Er und seine Mitstreiterin Elisabeth Koder haben sich auf vom Aussterben bedrohte Haustier-Rassen spezialisiert. Die [[Pinzgau]]er [[Ziege]] gehört dazu, das [[Steinschaf]] und das [[Haushuhn|Altsteirische Huhn]].
Doch das ist nur eine Facette aus der Welt des Ambros Aichhorn. Auch vom „Vogelpfarrer“ reden die Leute. Zu Recht: Wenn er predigt, kommt er immer wieder auch auf seinen Lieblingsvogel, den Schneefinken, zu sprechen. Jahrzehntelang hat er über ihn geforscht.  
+
Doch das ist nur eine Facette aus der Welt des Ambros Aichhorn. Auch vom „Vogelpfarrer“ reden die Leute. Zu Recht: Wenn er predigt, kommt er immer wieder auch auf seinen Lieblingsvogel, den [[Schneefink]]en, zu sprechen. Jahrzehntelang hat er über ihn geforscht.  
 
Naturwissenschaft und Theologie – das ist kein Widerspruch für Ambros Aichhorn. Auf seinem [[Bauernhof|Bergbauernhof]] in Goldeggweng ist er umgeben von dem, was für ihn die Schöpfung ausmacht. Überall blökt, zwitschert und brummt es.
 
Naturwissenschaft und Theologie – das ist kein Widerspruch für Ambros Aichhorn. Auf seinem [[Bauernhof|Bergbauernhof]] in Goldeggweng ist er umgeben von dem, was für ihn die Schöpfung ausmacht. Überall blökt, zwitschert und brummt es.
 
Auch „Hummelpfarrer“ wird der alte Mann oft genannt. Seit seiner Kindheit schon beschäftigt er sich mit dem „Brummer im Pelzrock“, wie er die Hummeln liebevoll nennt. Sein Forscherdrang ist noch immer nicht befriedigt. „Ich habe einfach zu wenig Zeit“, sagt der Bergbauer und pensionierte Pfarrer.
 
Auch „Hummelpfarrer“ wird der alte Mann oft genannt. Seit seiner Kindheit schon beschäftigt er sich mit dem „Brummer im Pelzrock“, wie er die Hummeln liebevoll nennt. Sein Forscherdrang ist noch immer nicht befriedigt. „Ich habe einfach zu wenig Zeit“, sagt der Bergbauer und pensionierte Pfarrer.

Version vom 25. Januar 2012, 21:30 Uhr

Ambros Aichhorn mit einem jungen Adler.

Prof. Mag. Ambros Aichhorn (* 28. Oktober 1932) ist katholischer Priester, Wissenschafter, Bergbauer, Tierzüchter und lebt seit dem Jahre 2000 am Archehof Vorderploin in der Pongauer Gemeinde Goldegg.

Leben

Geboren ist Ambros Aichhorn in Großarl, aufgewachsen am Kohlbichlhof in St. Johann im Pongau. Wie ein roter Faden zieht sich die Begeisterung für die Tiere durch sein Leben. Er musste als Kind hart arbeiten. Dabei lernte er die Natur kennen und lieben. Schon damals hat er alles genau untersucht. Von den Wühlmäusen über Vögel bis hin zu den Hummeln. Weil er gern schnitzt, wollte er zunächst Kunst studieren, fand dann aber zur Theologie. 1958 wurde er zum Priester geweiht. Als Pfarrer war er aber nur ganz kurz tätig. Junge Menschen zu unterrichten hat ihn viel mehr gereizt. Bis 1995 unterrichtete er Biologie am Salzburger Borromäum.

„Goaßpfarrer“ nennen ihn die Einheimischen. Er und seine Mitstreiterin Elisabeth Koder haben sich auf vom Aussterben bedrohte Haustier-Rassen spezialisiert. Die Pinzgauer Ziege gehört dazu, das Steinschaf und das Altsteirische Huhn. Doch das ist nur eine Facette aus der Welt des Ambros Aichhorn. Auch vom „Vogelpfarrer“ reden die Leute. Zu Recht: Wenn er predigt, kommt er immer wieder auch auf seinen Lieblingsvogel, den Schneefinken, zu sprechen. Jahrzehntelang hat er über ihn geforscht. Naturwissenschaft und Theologie – das ist kein Widerspruch für Ambros Aichhorn. Auf seinem Bergbauernhof in Goldeggweng ist er umgeben von dem, was für ihn die Schöpfung ausmacht. Überall blökt, zwitschert und brummt es. Auch „Hummelpfarrer“ wird der alte Mann oft genannt. Seit seiner Kindheit schon beschäftigt er sich mit dem „Brummer im Pelzrock“, wie er die Hummeln liebevoll nennt. Sein Forscherdrang ist noch immer nicht befriedigt. „Ich habe einfach zu wenig Zeit“, sagt der Bergbauer und pensionierte Pfarrer.

Mit Führungen auf seinem Bauernhof begeistert Ambros Aichhorn viele Schüler und Schülerinnen und lädt im Sommer Interessierte zum "meditativen Heuen am Berghang" ein. 2009 hat das Bayerische Fernsehen für die Sendereihe „Alpengeschichten“ über Ambros Aichhorn einen 45-Minuten-Film gestaltet.

Berufliche Tätigkeiten

  • Priester
  • Lehrtätigkeit am Gymnasium und an der Pädagogischen Akademie
  • Autor von Schulbüchern für Biologie
  • Tierfotograf

Forschungstätigkeiten

  • Ornithologie: Schneefink, Alpen- und Heckenbraunelle
  • Entomologie: Lebensweise, Schutz und Zucht von Hummeln
  • Haustiere in aller Welt und ihre Stammformen

Tätigkeit im Bereich des Naturschutzes

Auszeichnungen

  • Goldenes Ehrenzeichen des Österreichischen Naturschutzbundes
  • Kulturpreis der Stadt St. Johann im Pongau
  • Eduard Paul Tratz – Preis des Hauses der Natur
  • Hermann Ortner – Naturschutzpreis

Quellen

Weblinks