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| | [[File:E-MK-16463a.jpg|thumb|Salzburg, [[Flachgau]], [[Thalgau]], 1987.09.07 e.l. 1988.04.07]] | | [[File:E-MK-16463a.jpg|thumb|Salzburg, [[Flachgau]], [[Thalgau]], 1987.09.07 e.l. 1988.04.07]] |
| | [[File:bE-MK-7559a.jpg|thumb|Minen von ''Bucculatrix frangutella'' an ''[[Frangula alnus]]'': Salzburg, Flachgau, Salzachtal, Königsseeache, 2005.10.06]] | | [[File:bE-MK-7559a.jpg|thumb|Minen von ''Bucculatrix frangutella'' an ''[[Frangula alnus]]'': Salzburg, Flachgau, Salzachtal, Königsseeache, 2005.10.06]] |
| − | '''Bucculatrix frangutella''' (''Tinea frangutella'' Goeze, 1783) ist eine Art aus der Ordnung [[Lepidoptera]], Familie [[Bucculatricidae]]. | + | |
| | + | '''Bucculatrix frangutella''' (''Tinea frangutella'' Goeze, 1783: 169) ist eine Art aus der Ordnung [[Lepidoptera]], Familie [[Bucculatricidae]]. |
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| | + | ==Diagnose== |
| | + | An der hellbraunen, am Vorderrand gegabelten Mittelbinde ist die Art normalerweise gut zu erkennen. Unverwechselbar sind die spiralförmigen Minen in den Blättern der Nahrungspflanzen. |
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| | ==Verbreitung, Lebensraum und Phänologie<ref>siehe [[Glossar Biologie#P|Phänologie]]</ref>== | | ==Verbreitung, Lebensraum und Phänologie<ref>siehe [[Glossar Biologie#P|Phänologie]]</ref>== |
| − | ''B. frangutella'' ist in Salzburg in niederen Lagen weit verbreitet und aus allen Landesteilen mit Ausnahme des [[Lungau]] (Zone V nach Embacher et al. 2011) bekannt. Der Nachweis aus den Schieferalpen ist zwar schon mehr als 100 Jahre alt (Mitterberger 1909), doch dürfte die Art hier, wie auch in niederen Lagen der Tauerntäler bei entsprechender Nachsuche noch zu finden sein. Die Höhenverbreitung im Land ist bisher von 400 - 1050 m dokumentiert ([[Michael Kurz (Wissenschafter)|Kurz]] & [[Marion Kurz|Kurz]] 2013). ''B. frangutella'' bewohnt Ränder und Lichtungen verschiedener Waldtypen, wie auch Hochmoore und kommt nahezu an allen Stellen vor, an denen auch die Futterpflanzen der Raupen wachsen. Meist sind die auffälligen Minen dann auch zahlreich zu finden. [[Glossar_Biologie#I|Imagines]] wurden bisher im Juni und Juli, Raupen von August bis September angetroffen, sodass die Art vermutlich in nur einer Generation pro Jahr in Salzburg auftritt. | + | ''B. frangutella'' ist in Salzburg in niederen Lagen weit verbreitet und aus allen Landesteilen mit Ausnahme des [[Lungau]] (Zone V nach Embacher et al. 2024) bekannt. Die Nachweise Innergebirg sind zwar noch recht spärlich, doch dürfte die Art hier bei entsprechender Nachsuche noch verbreiteter zu finden sein. Die Höhenverbreitung im Land ist bisher von 400 bis 1050 m dokumentiert ([[Michael Kurz (Wissenschafter)|Kurz]] & [[Marion Kurz|Kurz]] 2025). ''B. frangutella'' bewohnt Ränder und Lichtungen verschiedener Waldtypen, wie auch Hochmoore und kommt nahezu an allen Stellen vor, an denen auch die Futterpflanzen der Raupen wachsen. Meist sind die auffälligen Minen dann auch zahlreich zu finden. [[Glossar_Biologie#I|Imagines]] wurden bisher von Mai bis Juli, Raupen von August bis September angetroffen, sodass die Art vermutlich in nur einer Generation pro Jahr in Salzburg auftritt. |
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| | + | ==Nachbarfaunen== |
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| | ==Biologie und Gefährdung== | | ==Biologie und Gefährdung== |
| | Über die Biologie der [[Glossar_Biologie#I|Imagines]] ist in Salzburg nichts bekannt. Die Raupen erzeugen jung charakteristische, spiralförmige Fraßspuren in den Blättern ihrer Futterpflanzen. Später leben sie frei an den Blättern und erzeugen Loch- und Fensterfraß. Als Futterpflanzen dienen in Salzburg nach bisheriger Kenntnis ''[[Frangula alnus]]'' und ''[[Rhamnus catharticus]]''. Da die Art weit verbreitet ist und an den Stellen ihres Vorkommens meist auch sehr zahlreich auftritt, ist sie in Salzburg ungefährdet. | | Über die Biologie der [[Glossar_Biologie#I|Imagines]] ist in Salzburg nichts bekannt. Die Raupen erzeugen jung charakteristische, spiralförmige Fraßspuren in den Blättern ihrer Futterpflanzen. Später leben sie frei an den Blättern und erzeugen Loch- und Fensterfraß. Als Futterpflanzen dienen in Salzburg nach bisheriger Kenntnis ''[[Frangula alnus]]'' und ''[[Rhamnus catharticus]]''. Da die Art weit verbreitet ist und an den Stellen ihres Vorkommens meist auch sehr zahlreich auftritt, ist sie in Salzburg ungefährdet. |