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Im Jahr [[1803]] war er Landschafts-Physikus in [[Zell am See]] oder [[Kaprun]] (beides wird genannt) und konnte seine Schreibrequisiten vom Pfleggericht beziehen: "Nachdem der Hr Wolfgang Oberlechner alle Monate den anbefohlenen Sanitätsbericht, und in verschiedenen vorkommenden Fällen von Amtswegen Berichte zu verfassen hat; so hat man unter heutgen Tag die Weisung an das Pfleggericht erlassen, daß es denselben mit den nöthigen Kanzley-Requsisten versehen, welches demselben zu seiner Wissenschaft hiermit bekannt gemacht wird. Salzburg in dem von sr k Hoheit Herrn Erzherzog Ferdinand provisor. bestättigten Hofrath den 11 März 1803 Johann von Zillerberg".<ref>[SLA churf. u k.k. österr Reg XI 037 Jungwirth]</ref>  
 
Im Jahr [[1803]] war er Landschafts-Physikus in [[Zell am See]] oder [[Kaprun]] (beides wird genannt) und konnte seine Schreibrequisiten vom Pfleggericht beziehen: "Nachdem der Hr Wolfgang Oberlechner alle Monate den anbefohlenen Sanitätsbericht, und in verschiedenen vorkommenden Fällen von Amtswegen Berichte zu verfassen hat; so hat man unter heutgen Tag die Weisung an das Pfleggericht erlassen, daß es denselben mit den nöthigen Kanzley-Requsisten versehen, welches demselben zu seiner Wissenschaft hiermit bekannt gemacht wird. Salzburg in dem von sr k Hoheit Herrn Erzherzog Ferdinand provisor. bestättigten Hofrath den 11 März 1803 Johann von Zillerberg".<ref>[SLA churf. u k.k. österr Reg XI 037 Jungwirth]</ref>  
 
[[1804]] wurde Dr. Oberlechner zum kurfürstlichen Rat ernannt und am [[6. September]] auf das Physikat Neumarkt versetzt. Im Juli [[1805 ]] erhielt er das Physikat [[Radstadt]], von welchem er [[1808]] resigniert.
 
[[1804]] wurde Dr. Oberlechner zum kurfürstlichen Rat ernannt und am [[6. September]] auf das Physikat Neumarkt versetzt. Im Juli [[1805 ]] erhielt er das Physikat [[Radstadt]], von welchem er [[1808]] resigniert.
Nachdem er einige Jahre als praktizierender Arzt in Salzburg hinbrachte, wurde er am [[27. Februar]] [[1814]] unter [[Salzburg Teil des Königreichs Bayern|bayerischer Herrschaft]] bei der bayerischen Organisierung des Medizinalwesens zum Stadtgerichtsarzt II. Klasse ernannt.<ref>[18. März 1814, Königlich-Baierisches Salzach-Kreis-Blatt]</ref>
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Nachdem er einige Jahre als praktizierender Arzt in Salzburg gearbeitet hatte, wurde er am [[27. Februar]] [[1814]] unter [[Salzburg Teil des Königreichs Bayern|bayerischer Herrschaft]] bei der bayerischen Organisierung des Medizinalwesens zum Stadtgerichtsarzt II. Klasse ernannt.<ref>[18. März 1814, Königlich-Baierisches Salzach-Kreis-Blatt]</ref>
    
Am [[26. August]] [[1816]] als Salzburg wieder unter österreichsicher Herrschaft stand, schrieb er einen umfassenden Beschwerdebrief an die Landesregierung in Linz. Er beschrieb darin anhand zahlreicher Beispiele den Dr. [[Joseph Barisani]], "der durch 6 Jahre über ärztliche Individuen wie ein Despot im Kreise herrschte". Er bezeichnete Dr. Barisani in diesem Brief als Schwätzer, Lügner, Falsarius und nannte ihn einen "Verächter des höchsten Hauses Österreichs und seiner Majestät selbst".<ref>[OÖLA Landesregierungsarchiv 1787-1849 / Allgemeine Reihe Schachtel 149.]</ref>
 
Am [[26. August]] [[1816]] als Salzburg wieder unter österreichsicher Herrschaft stand, schrieb er einen umfassenden Beschwerdebrief an die Landesregierung in Linz. Er beschrieb darin anhand zahlreicher Beispiele den Dr. [[Joseph Barisani]], "der durch 6 Jahre über ärztliche Individuen wie ein Despot im Kreise herrschte". Er bezeichnete Dr. Barisani in diesem Brief als Schwätzer, Lügner, Falsarius und nannte ihn einen "Verächter des höchsten Hauses Österreichs und seiner Majestät selbst".<ref>[OÖLA Landesregierungsarchiv 1787-1849 / Allgemeine Reihe Schachtel 149.]</ref>