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| | Traurigerweise ist Maria, Hofinger's Frau das Opfer eines Autounfalles geworden und sie verstarb am [[15. September]] 1928. | | Traurigerweise ist Maria, Hofinger's Frau das Opfer eines Autounfalles geworden und sie verstarb am [[15. September]] 1928. |
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| − | Ab [[1928]] hießen die vier Gebäude nun ''Hotel Münchnerhof''. Zuvor nannten sich die beiden Häuser, die Hofinger 1900 erworben hattem ''Gasthof Münchnerhof''. Wobei das Stammhaus das Haus an der Lederergasse Nr. 10 war. | + | Ab [[1928]] hießen die vier Gebäude nun ''Hotel Münchnerhof''. Zuvor nannten sich die beiden Häuser, die Hofinger 1900 erworben hattem ''Gasthof Münchnerhof'', wobei das Stammhaus das Haus an der Lederergasse Nr. 10 war. |
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| | Michael Hofinger war sehr beliebt bei seinen Gästen und Freunden. Täglich um 10 Uhr vormittags gab es 'a Jausn', wozu er den feinsten Speck aus [[Oberösterreich]] und Wein aus [[Südtirol]] servierte. Darum haben ihn seine Freunde dann liebevoll 'Speckmichl' genannt. | | Michael Hofinger war sehr beliebt bei seinen Gästen und Freunden. Täglich um 10 Uhr vormittags gab es 'a Jausn', wozu er den feinsten Speck aus [[Oberösterreich]] und Wein aus [[Südtirol]] servierte. Darum haben ihn seine Freunde dann liebevoll 'Speckmichl' genannt. |
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| | === Die Ausstattung === | | === Die Ausstattung === |
| − | Hofinger's Idee war, einen Lichtschacht zu bauen, der vier Stockwerke, mit einem aus schwerer dunkler Eiche gezimmerten Treppenhaus und Geländer auf vorspringenden Trägern rund um jeden Stock, mit hundert neue Hotelzimmer zugänglich machen sollte. Von jedem Stock hatte man einen fantastischen Blick auf das elegante Foyer mit dessen aus Eichenholz getäfelten Wänden und verzierten Fries. Über diesem Treppenhaus wurde ein riesiges Glasdach installiert, von dem ein prächtiger Kristallluster herunter hing. Jedoch war dieser Luster nie mit elektrischem Strom verbunden. | + | Hofinger's Idee war, einen Lichtschacht zu bauen, der vier Stockwerke, mit einem aus schwerer dunkler Eiche gezimmerten Treppenhaus und Geländer auf vorspringenden Trägern rund um jeden Stock, mit hundert neuen Hotelzimmern zugänglich machen sollte. Von jedem Stock hatte man einen fantastischen Blick auf das elegante Foyer mit dessen aus Eichenholz getäfelten Wänden und verzierten Fries. Über dieses Treppenhaus wurde ein riesiges Glasdach installiert, von dem ein prächtiger Kristallluster herunter hing. Jedoch war dieser Luster nie mit elektrischem Strom verbunden. |
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| | Auf alten Bildern in einer Broschüre, die in Französisch geschrieben ist, die vermutlich erst aus dem Jahre 1928 stammen, erkennt man verschiedene Räume: das Lesezimmer, das große Speisezimmer, ein Badezimmer, ein Zweibettzimmer und das Vestibül. Zu erkennen ist auch ein elegantes Bad mit Dusche, Waschbecken und WC. | | Auf alten Bildern in einer Broschüre, die in Französisch geschrieben ist, die vermutlich erst aus dem Jahre 1928 stammen, erkennt man verschiedene Räume: das Lesezimmer, das große Speisezimmer, ein Badezimmer, ein Zweibettzimmer und das Vestibül. Zu erkennen ist auch ein elegantes Bad mit Dusche, Waschbecken und WC. |
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| | === Die Kulinarik des Münchnerhofs === | | === Die Kulinarik des Münchnerhofs === |
| − | Um mehr Gäste in sein Restaurant anzulocken, stellte Hofinger geschickte kulinarische Menüs zusammen. Er hat sich eine Druckmaschine angeschafft, womit er die täglich neue Speisenkarte druckte und in ein beleuchtetes Fensterkasterl neben dem Hoteleingang hing. Auf seiner Speisenkarte fanden sich Gerichte wie gebackenen ungarischen Fogos ( Donau-Schill, Zander<ref>Quelle [http://steingraben.at/index.php?option=com_content&view=article&id=75:woerterbuch-bedeutung-alter-ausdruecke&catid=36:kochbuecher&Itemid=72 Bedeutung alter Ausdrücke]</ref>, Bachforelle blau, Filet Mignon, Chateaubriand, Herrenpilze, Champignons, das all-beliebte Wiener Schnitzerl, Schweinebraten mit Sauerkraut und Semmelknödeln, Leberknödelsuppe und Fridattensuppe. Als Nachspeise gab es eine siebenstöckige Dobostorte, Sachertorte mit Schlag, Linzertorte oder Walderbeeren mit Schlag. Für die weniger anspruchsvollen einheimischen Bürger gab es billige Hausgerichte, wie Hirn mit Ei, Beuschl mit Knödel, Goulasch oder heißen Leberkäse mit Kartoffelsalat. | + | Um mehr Gäste in sein Restaurant anzulocken, stellte Hofinger geschickte kulinarische Menüs zusammen. Er hat sich eine Druckmaschine angeschafft, womit er die täglich neue Speisekarte druckte und in ein beleuchtetes Fensterkasterl neben dem Hoteleingang hing. Auf seiner Speisenkarte fanden sich Gerichte wie gebackenen ungarischen Fogos ( Donau-Schill, Zander<ref>Quelle [http://steingraben.at/index.php?option=com_content&view=article&id=75:woerterbuch-bedeutung-alter-ausdruecke&catid=36:kochbuecher&Itemid=72 Bedeutung alter Ausdrücke]</ref>, Bachforelle blau, Filet Mignon, Chateaubriand, Herrenpilze, Champignons, das all-beliebte Wiener Schnitzerl, Schweinebraten mit Sauerkraut und Semmelknödeln, Leberknödelsuppe und Fridattensuppe. Als Nachspeise gab es eine siebenstöckige Dobostorte, Sachertorte mit Schlag, Linzertorte oder Walderbeeren mit Schlag. Für die weniger anspruchsvollen einheimischen Bürger gab es billige Hausgerichte, wie Hirn mit Ei, Beuschl mit Knödel, Goulasch oder heißen Leberkäse mit Kartoffelsalat. |
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| | == Fini, die Seele des Münchnerhof's == | | == Fini, die Seele des Münchnerhof's == |