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== Geschichte ==
 
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[[1900]] hatte [[Michael Hofinger]] bereits die Häuser [[Dreifaltigkeitsgasse]] 3 und [[Lederergasse]] 8, erworben. Diese hatte er mit großen geliehenen Geldsummen im Jahre [[1912]] renoviert. In [[1917]]  ging das ehemalige [[Schlammbräu]] Lederergasse 10 bankrott und Hofinger kaufte dieses von der  [[Stieglbrauerei]]. Dieses Haus wurde erstmals im Jahre 1431 urkundlich verzeichnet und wurde genannt 'Haus am Eck in der Ledrergassen'. Der spätere Besitzer Georg Payr  Metzger (1722) nannte es [[Zum Roten Ochsen]] oder ''Bauernjodl Haus''.  
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[[1900]] hatte [[Michael Hofinger]] bereits die Häuser [[Dreifaltigkeitsgasse]] 3 und [[Lederergasse]] 8, erworben. Diese hatte er mit großen geliehenen Geldsummen im Jahre [[1912]] renoviert. In [[1917]]  ging das ehemalige [[Schlammbräu]] Lederergasse 10 bankrott und Hofinger kaufte dieses von der  [[Stieglbrauerei]]. Dieses Haus wurde erstmals im Jahre 1431 urkundlich verzeichnet und wurde genannt 'Haus am Eck in der Ledrergassen'. Der spätere Besitzer Georg Payr  Metzger (1722) nannte es Gasthaus [[Zum Roten Ochsen]] oder ''Bauernjodl Haus''.  
 
   
 
   
 
Zwischen diesen Gebäuden gab es einen Pferdestall, der  abgerissen wurde, so dass die anderen Häuser mit dem Haus  Lederergasse 10 verbunden werden konnten. Als letztes kaufte Hofinger das Haus Lederergasse 6 und im Jahre [[1922]] wurde wiederum  eine Renovierung vorgenommen und die Küche wurde zentralisiert. Der verschachtelte Häuserblock hatte nur wenige Fenster, die auf ein oder zwei dunkle
 
Zwischen diesen Gebäuden gab es einen Pferdestall, der  abgerissen wurde, so dass die anderen Häuser mit dem Haus  Lederergasse 10 verbunden werden konnten. Als letztes kaufte Hofinger das Haus Lederergasse 6 und im Jahre [[1922]] wurde wiederum  eine Renovierung vorgenommen und die Küche wurde zentralisiert. Der verschachtelte Häuserblock hatte nur wenige Fenster, die auf ein oder zwei dunkle
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Im Jahre 1938 wurde sie mit Brustkrebs diagnosiert. Sie hatte mehrere Operationen in Wien, München und Salzburg, aber sie konnte nicht gerettet werden. Jedes Mal wenn sie vom Spital zurueckkam sah sie blässer aus, aber sie hat weiter an der Küchenkasse gearbeitet, so lange es möglich war. Mit großer Traurigkeit wurde sie am 30. Oktober 1940, an Ihrer Tochter Liselotte's 4. Geburtstag, zu Grabe getragen. Die halbe Stadt Salzburg nahm an ihrem Begräbnis teil. Sie war nur 39 Jahre alt.
 
Im Jahre 1938 wurde sie mit Brustkrebs diagnosiert. Sie hatte mehrere Operationen in Wien, München und Salzburg, aber sie konnte nicht gerettet werden. Jedes Mal wenn sie vom Spital zurueckkam sah sie blässer aus, aber sie hat weiter an der Küchenkasse gearbeitet, so lange es möglich war. Mit großer Traurigkeit wurde sie am 30. Oktober 1940, an Ihrer Tochter Liselotte's 4. Geburtstag, zu Grabe getragen. Die halbe Stadt Salzburg nahm an ihrem Begräbnis teil. Sie war nur 39 Jahre alt.
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Hofinger erkrankte im Frühjahr 1944 und starb am 25. Mai 1944 an einem Hirnschlag. Da Rudolf viel auf Reisen war und Otto im Kriege, hat er noch vor seinem Tode einen Familienrat gegründet. Er wählte vorsichtig sechs Salzburger Geschäftsfreunde und seinen persönlichen Freund [[ Carl Reisenbichler ]] zu diesen ehrenamtlichen Stellungen. Der  Familienrat trat in Kraft um wichtige zukünftige Entscheidungen für den Münchnerhof zu treffen. Dieser Familienrat wurde mit Otto's Rückkehr aus dem Kriege am 13. Oktober 1945 aufgehoben.
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=== Eine Zeitbombe fiel auf den Münchnerhof ===
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Am 14. November 1944 landete eine Zeitbombe im Innenhof der Küche. Das Dienstpersonal, Gäste und Arbeiter waren glücklicherweise im Bombenschutzplatz des Kapuzinerberges. Es gab nur fünf Minuten Warnung. Drei Sträflinge wurden herangezogen, um die Bombe zu entschärften. Bevor dies geschehen konnte, ging die Bombe in die Luft und tötete die drei Männer. Die Küche wurde schwer beschädigt, sowie mehrere Hotelräume; jedoch hat den meisten Schaden das Nebenhaus abgekriegt.
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Am 4. Mai 1945 marschierte die Rainbow Division der US Streitkräfte in Salzburg ein. Das Hotel Münchnerhof wurde beschlagnahmt und als ein Hauptquartier gemacht. Das ganze Personal wurde entlassen und alle Bewohner vertrieben. Als Otto aus dem Krieg zurückkam, hatte ein kein Zuhause, jedoch wurde ihm Wohnerlaubnis erliehen, als er seine Nichten aus Mondsee zurückholte. Die Familie durfte in der alten Privatwohnung, Lederergasse 6 zurüeckziehen. Im Jahre 1948 ist die Amerikanische Besatzung ausgezogen.
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Da das Hotel durch den Bombenschaden keine Einkommensmöglichkeit hatte, konnte Otto um Unterstützung bei der US Regierung einreichen. Der Marshall plan war eine Anleihe, die nur 4% Verzinsung Rückzahlung verlangte. Neben der Küche wurde auch das Foyer verschönert und die Weinstube erneuert.
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Otto hatte nicht das gastronomische Talent wie sein Vater oder Fini. Die anderen Hotelbetriebe hatten mehrere Vorteile, besonders wenn diese eine gute Aussicht für Gäste darbieten. Noch dazu wurden die drei Parkplätze vor dem Hotel von der Stadtgemeinde nicht genehmigt, weil der Obus die Dreifaltikeitsgasse im Verkehr benützte. Immer weniger Gäste stiegen ab. Otto entschloß, am besten ist es, das Hotel in ein Bürohaus umzuändern. Seine beiden Nichten, ebenso Teilhaber des Münchnerhofs sind nach Canada ausgezogen. Otto HOfinger starb am 7. Juni 1990. Er war der letzte männliche Nachfolger Michael Hofingers. Mit seinem Tode ist die 'Hofinger Dynastie', sozusagen,  ausgestorben.
    
==Bildergalerie==
 
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