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| | [[Datei:Kirche Mariae Himmelfahrt Benediktinerinnenstift Nonnberg 04.jpg|thumb|Der Hochaltar, ein gotischer Flügelaltar.]] | | [[Datei:Kirche Mariae Himmelfahrt Benediktinerinnenstift Nonnberg 04.jpg|thumb|Der Hochaltar, ein gotischer Flügelaltar.]] |
| | [[Datei:Kirche Mariae Himmelfahrt Benediktinerinnenstift Nonnberg 05.jpg|thumb|Glasfenster in der Kirche.]] | | [[Datei:Kirche Mariae Himmelfahrt Benediktinerinnenstift Nonnberg 05.jpg|thumb|Glasfenster in der Kirche.]] |
| − | Die '''{{PAGENAME}}''' (anderer Name ''Stiftskirche zur hl. Erentrud'' - Quelle Kunsttopographie) ist die Kirche der [[Benediktinerinnenabtei Nonnberg]] in der [[Stadt Salzburg]], dem ältesten Frauenkloster im deutschsprachigen Raum, das seit seiner Gründung ununterbrochen besteht. | + | Die '''Kirche Mariae Himmelfahrt''', anderer Name ''Stiftskirche zur hl. Erentrud''<ref>"Die Denkmale des Stiftes Nonnberg in Salzburg", siehe unter Quellen</ref> ist die Kirche der [[Benediktinerinnenabtei Nonnberg]] in der [[Stadt Salzburg]], dem ältesten Frauenkloster im deutschsprachigen Raum, das seit seiner Gründung ununterbrochen besteht. |
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| | == Einleitung == | | == Einleitung == |
| − | Sie zählt zu den [[Denkmalgeschützte Objekte in der Stadt Salzburg|denkmalgeschützten Objekten in der Stadt Salzburg]] und ist eine der vielen [[mittelalter]]lichen Marienkirchen, ähnlich in der Stadt die [[Pfarrkirche Mülln]] und die [[Franziskanerkirche]], jünger sind [[Kollegienkirche]], [[Sacellum]], [[Wallfahrtsbasilika Maria Plain]] und die [[Stadtpfarrkirche Maria Hilf|Kirche von Leopoldskron-Moos]]. | + | Sie zählt zu den [[Denkmalgeschützte Objekte in der Stadt Salzburg|denkmalgeschützten Objekten in der Stadt Salzburg]] und ist eine der vielen [[mittelalter]]lichen Marienkirchen, ähnlich in der Stadt die [[Pfarrkirche Mülln]] und die [[Franziskanerkirche]], jünger sind [[Kollegienkirche]], [[Sacellum]], die [[Wallfahrtsbasilika Maria Plain]] und die [[Stadtpfarrkirche Maria Hilf|Kirche von Leopoldskron-Moos]]. |
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| | == Geschichte == | | == Geschichte == |
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| | === Heinrichsbasilika === | | === Heinrichsbasilika === |
| | Nachdem die erste Klosterkirche [[1006]] abgebrannt war, unterstützte der Baiernherzog (deutscher König) [[Bayerische Herzöge in Salzburg#Heinrich II.|Heinrich II.]] den Wiederaufbau großzügig. Heinrich II. kam im Jahr [[1009]] mit seiner Gemahlin Kunigunde zu Weihnachten zur Einweihung, die er vornahm. | | Nachdem die erste Klosterkirche [[1006]] abgebrannt war, unterstützte der Baiernherzog (deutscher König) [[Bayerische Herzöge in Salzburg#Heinrich II.|Heinrich II.]] den Wiederaufbau großzügig. Heinrich II. kam im Jahr [[1009]] mit seiner Gemahlin Kunigunde zu Weihnachten zur Einweihung, die er vornahm. |
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| | == Kircheninneres == | | == Kircheninneres == |
| − | Tritt man in Kirche ein, so erhebt sich linker Hand über einer Vorhalle der Nonnenchor am hinteren Ende des Langhauses. In der nicht öffentlich zugänglichen Vorhalle befinden sich zwölf Wandnischen, in den Fresken verschiedener Heiliger zu sehen sind (die Vorhalle kann man beleuchten und durch Fenster hineinschauen). | + | Tritt man in Kirche ein, so erhebt sich linker Hand über einer Vorhalle der Nonnenchor am hinteren Ende des Langhauses. Über dem Nonnenchor ist das gotische Gewölbe mit einem einzigartigen Gemälde, dem Engelschor, verziert. Matthäus Ostendorfer malte [[1625]] diesen weitum größten und vielfältigsten Engelchor. Dafür hat Ostendorfer eine Hundertschaft singender Engel um die Heiliggeistaube in der Mitte platziert. Um sie herum sieht man Musikanten mit Chlavichord, Theorbe, Harfe, Bassgambe, Bratsche, Geige, mehrere Flöten in alten Bauweisen, Zink, Fagott und Posaunen. [[1756]] wurden sie im Zuge der Barockisierung übermalt und erst bei einer Restaurierung 1951 wieder freigelegt. Ab [[2023]] sollen sie restauriert werden, was nach Voranschlägen rund 810.000 Euro kosten wird. Im Zuge der Restaurierung ab 2023 wird auch die Orgel auf dem Nonnenchor restauriert. In der Kirche gibt es zwei Orgeln von einem Mitglied aus der [[Mauracher]]-Familie, eine vorne in der Kirche aus dem Jahr [[1867]] und eine eben auf dem Nonnenchor aus dem Jahr [[1897]].<ref>{{Quelle SN|16. September 2023: "Stift Nonnberg putzt die Engel heraus", ein Beitrag von [[Hedwig Kainberger]]}}</ref> |
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| | + | In der nicht öffentlich zugänglichen Vorhalle befinden sich zwölf Wandnischen, in den Fresken verschiedener Heiliger zu sehen sind (die Vorhalle kann man beleuchten und durch Fenster hineinschauen). |
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| | Der Hochaltar ist ein gotischer Flügelaltar. Ursprünglich war dieser gotischer Flügelaltar, der um [[1515]] entstand, für die [[Katholische Filialkirche hl. Ulrich|Filialkirche hl. Ulrich]] in [[Scheffau am Tennengebirge]] geplant. Aber [[1853]] wurde er gegen den Barockaltar von [[Hans Waldburger]] getauscht. | | Der Hochaltar ist ein gotischer Flügelaltar. Ursprünglich war dieser gotischer Flügelaltar, der um [[1515]] entstand, für die [[Katholische Filialkirche hl. Ulrich|Filialkirche hl. Ulrich]] in [[Scheffau am Tennengebirge]] geplant. Aber [[1853]] wurde er gegen den Barockaltar von [[Hans Waldburger]] getauscht. |
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| | Unter dem Hochaltar befindet sich eine Krypta, in der das nunmehr leere Grab der hl. Erentrudis steht. [[1624]] waren ihre Reliquien gehoben worden. Diese wurde neu gefasst und in einem Holzsarg verwahrt. [[1674]] kamen sie in einem Silberschrein in die Klausur. Die Krypta entstand als Teil der Heinrichsbasilika und war bereits [[1043]] der hl. Erentrudis geweiht worden. Wie die ursprüngliche ottonische Krypta aussah weiß man heute nicht, da sie von [[1464]] bis [[1475]] neu gestaltet wurde und ihr heutiges Aussehen erhalten hatte. | | Unter dem Hochaltar befindet sich eine Krypta, in der das nunmehr leere Grab der hl. Erentrudis steht. [[1624]] waren ihre Reliquien gehoben worden. Diese wurde neu gefasst und in einem Holzsarg verwahrt. [[1674]] kamen sie in einem Silberschrein in die Klausur. Die Krypta entstand als Teil der Heinrichsbasilika und war bereits [[1043]] der hl. Erentrudis geweiht worden. Wie die ursprüngliche ottonische Krypta aussah weiß man heute nicht, da sie von [[1464]] bis [[1475]] neu gestaltet wurde und ihr heutiges Aussehen erhalten hatte. |
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| − | Das Seitenaltarbild ''Die sieben Zufluchten'' stammt von [[Peter Paul Perwanger]]. | + | Das Seitenaltarbild "[[Die Sieben Heiligen Zufluchten|Die sieben Zufluchten]]" stammt von [[Peter Paul Perwanger]]. |
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| | === Äbtissinnenkapelle === | | === Äbtissinnenkapelle === |
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| | == Quellen == | | == Quellen == |
| | * ''Abteikirche Nonnberg'', Kunstverlag Hofstätter, 1995, unter Mitwirkung von Dr. [[Adolf Hahnl]], Salzburg, Dr. phil. Verena Stähli-Lüthi, Schweiz und P. Gregor Brazerol OSB, Schweiz | | * ''Abteikirche Nonnberg'', Kunstverlag Hofstätter, 1995, unter Mitwirkung von Dr. [[Adolf Hahnl]], Salzburg, Dr. phil. Verena Stähli-Lüthi, Schweiz und P. Gregor Brazerol OSB, Schweiz |
| − | * [http://diglib.tugraz.at/download.php?id=53981cfcf2cbd&location=browse diglib.tugraz.at] [[Hans Tietze]]: [[Die Denkmale des Stiftes Nonnberg in Salzburg]] | + | * [http://diglib.tugraz.at/download.php?id=53981cfcf2cbd&location=browse diglib.tugraz.at] [[Hans Tietze]]: "[[Die Denkmale des Stiftes Nonnberg in Salzburg]]" |
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| | == Einzelnachweise == | | == Einzelnachweise == |
| | <references/> | | <references/> |