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| | ===14. September, Montag=== | | ===14. September, Montag=== |
| | Schulbeginn im Bundesland Salzburg | | Schulbeginn im Bundesland Salzburg |
| − | :'''Salzburg''': Mehr als 1 000 Flüchtlinge haben die Nacht in der Salzburger Bahnhofsgarage verbracht. Geschäftsführerin [[Sabine Kornberger]] vom Roten Kreuz erklärt: "950 Flüchtlinge haben die der Nacht in der Garage verbracht. 62 Menschen brauchten medizinische Hilfsleistungen, 15 wurden in ein Krankenhaus gebracht.” 70 Helfer des Roten Kreuzes seien im Einsatz. | + | :'''Salzburg''': Mehr als 1 000 Flüchtlinge haben die Nacht in der Salzburger Bahnhofsgarage verbracht. Geschäftsführerin [[Sabine Kornberger]] vom Roten Kreuz erklärt: "950 Flüchtlinge haben die der Nacht in der Garage verbracht. 62 Menschen brauchten medizinische Hilfsleistungen, 15 wurden in ein Krankenhaus gebracht." 70 Helfer des Roten Kreuzes seien im Einsatz. |
| | :Rund 500 Personen haben wegen des stockenden Zugverkehrs nach Deutschland den Bahnhof zu Fuß oder mit anderen Transportmöglichkeiten verlassen, heißt es seitens der Polizei. Die Höchstzahl von Flüchtlingen, die sich am Montag am Salzburger Hauptbahnhof befanden, lag laut Polizei-Sprecher Michael Rausch bei 2 200, berichtet die [[APA]]. | | :Rund 500 Personen haben wegen des stockenden Zugverkehrs nach Deutschland den Bahnhof zu Fuß oder mit anderen Transportmöglichkeiten verlassen, heißt es seitens der Polizei. Die Höchstzahl von Flüchtlingen, die sich am Montag am Salzburger Hauptbahnhof befanden, lag laut Polizei-Sprecher Michael Rausch bei 2 200, berichtet die [[APA]]. |
| | :: An Salzburgs Grenzen zu Deutschland wird der Stau immer länger. Von Freilassing reicht er bis ins Stadtgebiet, die Wartezeit beträgt derzeit rund eine Stunde. Vom [[Walserberg]] auf der [[Tauernautobahn]] (A10) reicht der Stau bis Salzburg Süd und auf der Westautobahn (A1) bis zur Ausfahrt Salzburg West. Kontrolliert werden derzeit in Freilassing nicht die Reisepässe von allen Fahrern. Vor allem Kastenwägen und Taxis werden zur Seite gewunken. | | :: An Salzburgs Grenzen zu Deutschland wird der Stau immer länger. Von Freilassing reicht er bis ins Stadtgebiet, die Wartezeit beträgt derzeit rund eine Stunde. Vom [[Walserberg]] auf der [[Tauernautobahn]] (A10) reicht der Stau bis Salzburg Süd und auf der Westautobahn (A1) bis zur Ausfahrt Salzburg West. Kontrolliert werden derzeit in Freilassing nicht die Reisepässe von allen Fahrern. Vor allem Kastenwägen und Taxis werden zur Seite gewunken. |
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| | :: "Gemma Flüchtlinge am Bahnhof schaun". Am Salzburger Hauptbahnhof macht sich mittlerweile auch eine Art "Katastrophentourismus" breit. Schaulustige kommen eigens zum Bahnhof, zücken ihr Handy und fotografieren die Menge oder machen gar Selfies. | | :: "Gemma Flüchtlinge am Bahnhof schaun". Am Salzburger Hauptbahnhof macht sich mittlerweile auch eine Art "Katastrophentourismus" breit. Schaulustige kommen eigens zum Bahnhof, zücken ihr Handy und fotografieren die Menge oder machen gar Selfies. |
| | : '''Österreich''': 1 500 waren in den frühen Morgenstunden seit Mitternacht in Nickelsdorf eingetroffen, rund 4 500 Flüchtlinge waren mit der [[Österreichische Bundesbahnen|ÖBB]] über den Salzburger Hauptbahnhof nach Deutschland weitergereist. Mehr als 6 000 Flüchtlinge haben die Nacht auf Dienstag in Wien verbracht. Am Westbahnhof befanden sich im Laufe dieses Tages mehr als 4 000 Migranten, am Hauptbahnhof waren es mehr als 1 000. | | : '''Österreich''': 1 500 waren in den frühen Morgenstunden seit Mitternacht in Nickelsdorf eingetroffen, rund 4 500 Flüchtlinge waren mit der [[Österreichische Bundesbahnen|ÖBB]] über den Salzburger Hauptbahnhof nach Deutschland weitergereist. Mehr als 6 000 Flüchtlinge haben die Nacht auf Dienstag in Wien verbracht. Am Westbahnhof befanden sich im Laufe dieses Tages mehr als 4 000 Migranten, am Hauptbahnhof waren es mehr als 1 000. |
| − | :: In der Nacht auf Dienstag gab es laut Innenministeriums rund 20 000 Quartiere in ganz Österreich. Alleine am Montag waren aber etwa 19 700 Flüchtlinge nach Österreich gekommen, am Dienstag bis zu Mittag 4 000, wobei eine "größere Zahl erwartbar” sei. "Wir haben eine krisenhafte Situation”, so der BMI-Sprecher. | + | :: In der Nacht auf Dienstag gab es laut Innenministeriums rund 20 000 Quartiere in ganz Österreich. Alleine am Montag waren aber etwa 19 700 Flüchtlinge nach Österreich gekommen, am Dienstag bis zu Mittag 4 000, wobei eine "größere Zahl erwartbar" sei. "Wir haben eine krisenhafte Situation", so der BMI-Sprecher. |
| | : '''Deutschland''': Am Münchner Hauptbahnhof sind am Dienstag etwa 1 400 Flüchtlinge angekommen – deutlich weniger als in den Tagen zuvor. | | : '''Deutschland''': Am Münchner Hauptbahnhof sind am Dienstag etwa 1 400 Flüchtlinge angekommen – deutlich weniger als in den Tagen zuvor. |
| | : '''Ungarn''': Nachdem Ungarn am 14. September abends das letzte Schlupfloch in seinem 175 Kilometer Grenzzaun bei Röszke geschlossen hatte, traf am Dienstagmorgen nach Beobachtungen eines Reporters der Deutschen Presse-Agentur (dpa) kein Flüchtling mehr an dieser Stelle ein. | | : '''Ungarn''': Nachdem Ungarn am 14. September abends das letzte Schlupfloch in seinem 175 Kilometer Grenzzaun bei Röszke geschlossen hatte, traf am Dienstagmorgen nach Beobachtungen eines Reporters der Deutschen Presse-Agentur (dpa) kein Flüchtling mehr an dieser Stelle ein. |
| | :: Am Dienstag, 15. September, fand ein Treffen zwischen der deutschen Kanzlerin [[Angela Merkel]] (CDU) und dem österreichischen Bundeskanzler Werner Faymann (SPÖ) in Berlin statt: | | :: Am Dienstag, 15. September, fand ein Treffen zwischen der deutschen Kanzlerin [[Angela Merkel]] (CDU) und dem österreichischen Bundeskanzler Werner Faymann (SPÖ) in Berlin statt: |
| | ::: Faymann zu Merkel: "''Diskutieren wir jetzt oder helfen wir den Menschen? Geben wir ihnen etwas zu essen und versorgen sie medizinisch. Ich bin sehr dankbar, dass du bei dieser Entscheidung nicht zögerlich warst. Nein, es war eine Entscheidung zu sagen: Wir lassen diese Leute nicht im Stich. Wissend, dass wir wieder einen Normalbetrieb aufnehmen müssen. Es soll niemand sein Leben verlieren auf der Suche nach Schutz.'' | | ::: Faymann zu Merkel: "''Diskutieren wir jetzt oder helfen wir den Menschen? Geben wir ihnen etwas zu essen und versorgen sie medizinisch. Ich bin sehr dankbar, dass du bei dieser Entscheidung nicht zögerlich warst. Nein, es war eine Entscheidung zu sagen: Wir lassen diese Leute nicht im Stich. Wissend, dass wir wieder einen Normalbetrieb aufnehmen müssen. Es soll niemand sein Leben verlieren auf der Suche nach Schutz.'' |
| − | ::: "''Dieses Problem kann nur gesamteuropäisch gelöst werden''”, sagt Merkel. | + | ::: "''Dieses Problem kann nur gesamteuropäisch gelöst werden''", sagt Merkel. |
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| | ===16. September, Mittwoch=== | | ===16. September, Mittwoch=== |