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| | == Geschichte == | | == Geschichte == |
| | === Gewerbeschule Salzburg === | | === Gewerbeschule Salzburg === |
| − | [[1855]] eröffnet der [[Salzburger Gewerbeverein]] eine Zeichen- und Modellierschule.<ref>[http://anno.onb.ac.at/cgi-content/anno?aid=sch&datum=19251130&query=%22Modellierschule%22&ref=anno-search&seite=4 anno.onb.ac.at [[Salzburger Chronik]] vom 30. November 1925, Seite 4]</ref> | + | [[1855]] eröffnet der [[Salzburger Gewerbeverein]] eine Zeichen- und Modellierschule.<ref>[https://anno.onb.ac.at/cgi-content/anno?aid=sch&datum=19251130&query=%22Modellierschule%22&ref=anno-search&seite=4 anno.onb.ac.at [[Salzburger Chronik]] vom 30. November 1925, Seite 4]</ref> |
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| | Nach dem Wiener Börsenkrach von [[1873]] und dem durch diesen ausgelösten wirtschaftlichen Zusammenbruch sah sich das Ministerium veranlasst, etwas für die Hebung des gewerblichen Unterrichtswesens zu unternehmen. Ein Teil dieser Initiative war die Gründung der Gewerbeschule Salzburg. | | Nach dem Wiener Börsenkrach von [[1873]] und dem durch diesen ausgelösten wirtschaftlichen Zusammenbruch sah sich das Ministerium veranlasst, etwas für die Hebung des gewerblichen Unterrichtswesens zu unternehmen. Ein Teil dieser Initiative war die Gründung der Gewerbeschule Salzburg. |
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| | === Staatsgewerbeschule Salzburg === | | === Staatsgewerbeschule Salzburg === |
| − | Bereits am [[24. Februar]] [[1876]]<ref>Quelle [http://anno.onb.ac.at/cgi-content/anno?aid=nwb&datum=18760224&query=%22Staats-Gewerbeschule+in+Salzburg%22&ref=anno-search&seite=3 ANNO], (Neuigkeits) Welt Blatt, Ausgabe vom 24. Februar 1876, Seite3</ref> – gegen Konkurrenz aus Linz und Innsbruck – wurde die Gewerbeschule mit kaiserlicher Bewilligung zur ''k.k. Staats-Gewerbeschule'' erhoben. Mit der Eröffnung der Gewerbeschule wurde auch eine "''Abtheilung für Photographie und Reproductionsverfahren''" eingerichtet - die weltweit erste staatliche Fachschule auf diesem Gebiet. Bis zu ihrer Übersiedlung [[1886]] nach Wien war sie Ausbildungsstätte für viele [[Fotografen]], deren es auch etliche in Salzburg gab. | + | Bereits am [[24. Februar]] [[1876]]<ref>Quelle [https://anno.onb.ac.at/cgi-content/anno?aid=nwb&datum=18760224&query=%22Staats-Gewerbeschule+in+Salzburg%22&ref=anno-search&seite=3 ANNO], (Neuigkeits) Welt Blatt, Ausgabe vom 24. Februar 1876, Seite3</ref> – gegen Konkurrenz aus Linz und Innsbruck – wurde die Gewerbeschule mit kaiserlicher Bewilligung zur ''k.k. Staats-Gewerbeschule'' erhoben. Mit der Eröffnung der Gewerbeschule wurde auch eine "''Abtheilung für Photographie und Reproductionsverfahren''" eingerichtet - die weltweit erste staatliche Fachschule auf diesem Gebiet. Bis zu ihrer Übersiedlung [[1886]] nach Wien war sie Ausbildungsstätte für viele [[Fotografen]], deren es auch etliche in Salzburg gab. |
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| | Zum Lehrkörper der neu gegründeten Anstalt gehörten als Leiter der Schnitzschule der Bildhauer [[Alois Kiebacher]], dann die Professoren Kuhn, Mell und Salb. | | Zum Lehrkörper der neu gegründeten Anstalt gehörten als Leiter der Schnitzschule der Bildhauer [[Alois Kiebacher]], dann die Professoren Kuhn, Mell und Salb. |
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| | [[1897]] bis [[1900]] wurde die Staatsgewerbeschule von der Stadtgemeinde Salzburg aus Mitteln von [[Stadt Salzburg (Gebietskörperschaft)|Stadt Salzburg]] und [[Salzburger Sparkasse]] und [[Land Salzburg (Gebietskörperschaft)|Land Salzburg]] neu errichtet<ref>Gedenktafel im Stiegenaufgang</ref>. Am [[20. Oktober]] [[1900]] übersiedelte die Staatsgewerbeschule an den [[Rudolfskai]] 42 in das neue [[Gebäude der Staatsgewerbeschule Salzburg]]. Das Gebäude im Stil der italienischen [[Renaissance]] besitzt einen H-förmigen Grundriss, sodass an seiner Nordseite ein kleiner Vorhof und an seiner Südseite ein Innenhof liegt. Der Mittelbau ist zweistöckig, die Flügeln nur einstöckig. Das Werkstättengebäude ist nur ebenerdig. Die Schule gliederte sich damals in eine kunstgewerbliche Abteilung und eine baugewerbliche Abteilung. | | [[1897]] bis [[1900]] wurde die Staatsgewerbeschule von der Stadtgemeinde Salzburg aus Mitteln von [[Stadt Salzburg (Gebietskörperschaft)|Stadt Salzburg]] und [[Salzburger Sparkasse]] und [[Land Salzburg (Gebietskörperschaft)|Land Salzburg]] neu errichtet<ref>Gedenktafel im Stiegenaufgang</ref>. Am [[20. Oktober]] [[1900]] übersiedelte die Staatsgewerbeschule an den [[Rudolfskai]] 42 in das neue [[Gebäude der Staatsgewerbeschule Salzburg]]. Das Gebäude im Stil der italienischen [[Renaissance]] besitzt einen H-förmigen Grundriss, sodass an seiner Nordseite ein kleiner Vorhof und an seiner Südseite ein Innenhof liegt. Der Mittelbau ist zweistöckig, die Flügeln nur einstöckig. Das Werkstättengebäude ist nur ebenerdig. Die Schule gliederte sich damals in eine kunstgewerbliche Abteilung und eine baugewerbliche Abteilung. |
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| − | Die Staatsgewerbeschule Salzburg bildete Lehrlinge in folgenden gewerbsmäßigen Berufen<ref>[http://alex.onb.ac.at/cgi-content/alex?aid=rgb&datum=1906&size=45&page=1071 alex.onb.ac.at RGBL Nr. 197/1906 und 198/1906, Verordnungen vom 3.9.1906]</ref> <ref>[http://anno.onb.ac.at/cgi-content/anno?aid=sch&datum=19031013&query=%22Staatsgewerbeschule%22+%22Lehrlinge%22&ref=anno-search&seite=3 Salzburger Chronik, 13. Oktober 1903, Seite 3]</ref> aus: | + | Die Staatsgewerbeschule Salzburg bildete Lehrlinge in folgenden gewerbsmäßigen Berufen<ref>[http://alex.onb.ac.at/cgi-content/alex?aid=rgb&datum=1906&size=45&page=1071 alex.onb.ac.at RGBL Nr. 197/1906 und 198/1906, Verordnungen vom 3.9.1906]</ref> <ref>[https://anno.onb.ac.at/cgi-content/anno?aid=sch&datum=19031013&query=%22Staatsgewerbeschule%22+%22Lehrlinge%22&ref=anno-search&seite=3 Salzburger Chronik, 13. Oktober 1903, Seite 3]</ref> aus: |
| | * (Möbel-)Tischler in der kunstgewerblichen Abteilung (Werkmeisterschule) | | * (Möbel-)Tischler in der kunstgewerblichen Abteilung (Werkmeisterschule) |
| | * Drechsler (Meerschaumbildhauer, Pfeifenschneider) in der kunstgewerblichen Abteilung (Werkmeisterschule) | | * Drechsler (Meerschaumbildhauer, Pfeifenschneider) in der kunstgewerblichen Abteilung (Werkmeisterschule) |
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| | * Steinmetzmeister in der bautechnischen (Werkmeisterschule) | | * Steinmetzmeister in der bautechnischen (Werkmeisterschule) |
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| − | Im Jahre [[1909]] besuchten 128 Lehrlinge die Schule.<ref>[http://anno.onb.ac.at/cgi-content/anno?aid=sch&datum=19090429&query=%22Staatsgewerbeschule%22+%22Lehrlinge%22&ref=anno-search&seite=5 anno.onb.ac.at, Salzburger Chronik, 29. April 1909, Seite 5]</ref> | + | Im Jahre [[1909]] besuchten 128 Lehrlinge die Schule.<ref>[https://anno.onb.ac.at/cgi-content/anno?aid=sch&datum=19090429&query=%22Staatsgewerbeschule%22+%22Lehrlinge%22&ref=anno-search&seite=5 anno.onb.ac.at, Salzburger Chronik, 29. April 1909, Seite 5]</ref> |
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| − | Die Staatsgewerbeschule führte zudem eine Baufachschule (zwei Jahre), eine Frauengewerbeschule im Weißnähen<ref>Weißnähen = Koch- und Unterwäsche nähen</ref> und Kleidermachen sowie eine allgemeine gewerbliche Schule. Für Zimmer- und Dekorationsmaler gab es Kurse.<ref>[http://anno.onb.ac.at/cgi-content/anno?aid=sch&datum=19100709&query=%22Staatsgewerbeschule%22+%22Lehrlinge%22&ref=anno-search&seite=16 anno.onb.ac.at, Salzburger Chronik, 9. Juli 1910, Seite 16, Inserat]</ref> | + | Die Staatsgewerbeschule führte zudem eine Baufachschule (zwei Jahre), eine Frauengewerbeschule im Weißnähen<ref>Weißnähen = Koch- und Unterwäsche nähen</ref> und Kleidermachen sowie eine allgemeine gewerbliche Schule. Für Zimmer- und Dekorationsmaler gab es Kurse.<ref>[https://anno.onb.ac.at/cgi-content/anno?aid=sch&datum=19100709&query=%22Staatsgewerbeschule%22+%22Lehrlinge%22&ref=anno-search&seite=16 anno.onb.ac.at, Salzburger Chronik, 9. Juli 1910, Seite 16, Inserat]</ref> |
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| − | [[1919]] wurde eine Abteilung für Elektrotechnik <ref>[http://anno.onb.ac.at/cgi-content/anno?aid=sch&datum=19290803&query=%22Staatsgewerbeschule%22+%22Elektrotechnik%22&ref=anno-search&seite=2 anno.onb.ac.at, Salzburger Chronik, 3. August 1929, Seite 2]</ref> eingerichtet. | + | [[1919]] wurde eine Abteilung für Elektrotechnik <ref>[https://anno.onb.ac.at/cgi-content/anno?aid=sch&datum=19290803&query=%22Staatsgewerbeschule%22+%22Elektrotechnik%22&ref=anno-search&seite=2 anno.onb.ac.at, Salzburger Chronik, 3. August 1929, Seite 2]</ref> eingerichtet. |
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| | === Bundeslehranstalt für Hochbau, Elektrotechnik und Frauengewerbe === | | === Bundeslehranstalt für Hochbau, Elektrotechnik und Frauengewerbe === |
| − | [[1922]] wurden für die gewerblichen Lehranstalten neue Bezeichnungen eingeführt. Die Staatsgewerbeschule wurde zur ''Bundeslehranstalt für Hochbau, Elektrotechnik und Frauengewerbe''.<ref>[http://anno.onb.ac.at/cgi-content/anno?aid=sch&datum=19220809&query=%22Bundeslehranstalt%22+%22Hochbau%22+%22Elektrotechnik%22&ref=anno-search&seite=2 Salzburger Chronik, 9. August 1922, Seite 2]</ref> | + | [[1922]] wurden für die gewerblichen Lehranstalten neue Bezeichnungen eingeführt. Die Staatsgewerbeschule wurde zur ''Bundeslehranstalt für Hochbau, Elektrotechnik und Frauengewerbe''.<ref>[https://anno.onb.ac.at/cgi-content/anno?aid=sch&datum=19220809&query=%22Bundeslehranstalt%22+%22Hochbau%22+%22Elektrotechnik%22&ref=anno-search&seite=2 Salzburger Chronik, 9. August 1922, Seite 2]</ref> |
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| | [[1921]] maturierte [[Hilda Crozzoli-Bandian]] als erste Frau an der Salzburger Staatsgewerbeschule und wurde [[1927]] die erste Baumeisterin Österreichs. | | [[1921]] maturierte [[Hilda Crozzoli-Bandian]] als erste Frau an der Salzburger Staatsgewerbeschule und wurde [[1927]] die erste Baumeisterin Österreichs. |
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| − | [[1926]] feierte die ''Staatsgewerbeschule'' Salzburg ihr 50-jähriges Bestehen.<ref>[http://anno.onb.ac.at/cgi-content/anno?aid=svb&datum=19261116&seite=5&zoom=33&query=%22staatsgewerbeschule%22%2B%22jubil%C3%A4um%22&ref=anno-search anno.onb.ac.at, [[Salzburger Volksblatt]], 16. November 1926, Seite 5]</ref> Sie gliedert sich in eine Fachschule für Hochbau inklusive Bauhandwerkerschule und Abteilung für Elektrotechnik, sowie eine Frauengewerbeschule mit drei Klassen. | + | [[1926]] feierte die ''Staatsgewerbeschule'' Salzburg ihr 50-jähriges Bestehen.<ref>[https://anno.onb.ac.at/cgi-content/anno?aid=svb&datum=19261116&seite=5&zoom=33&query=%22staatsgewerbeschule%22%2B%22jubil%C3%A4um%22&ref=anno-search anno.onb.ac.at, [[Salzburger Volksblatt]], 16. November 1926, Seite 5]</ref> Sie gliedert sich in eine Fachschule für Hochbau inklusive Bauhandwerkerschule und Abteilung für Elektrotechnik, sowie eine Frauengewerbeschule mit drei Klassen. |
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| − | Ab [[1928]] wurden Autofahrkurse mit täglicher Anmeldung angeboten.<ref>[http://anno.onb.ac.at/cgi-content/anno?aid=svb&datum=19280225&query=%22Staatsgewerbeschule%22+%22Autofahrschule%22&ref=anno-search&seite=9 anno.onb.ac.at, Salzburger Volksblatt, 25. Februar 1928, Seite 9] | + | Ab [[1928]] wurden Autofahrkurse mit täglicher Anmeldung angeboten.<ref>[https://anno.onb.ac.at/cgi-content/anno?aid=svb&datum=19280225&query=%22Staatsgewerbeschule%22+%22Autofahrschule%22&ref=anno-search&seite=9 anno.onb.ac.at, Salzburger Volksblatt, 25. Februar 1928, Seite 9] |
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