Pferdeschwemme (Hofmarstallschwemme): Unterschied zwischen den Versionen

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[[Bild:Pferdeschwemme.jpg|thumb|die Marstallschwemme]]
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[[Datei:Pferdeschwemme nachts.jpg|thumb| nachts während der [[Salzburger Festspiele|Festspielzeit]]]]
[[Datei:Pferdeschwemme nachts.jpg|thumb| nachts während der [[Salzburger Festspiele|Festspielzeit]]]]
Die '''Marstallschwemme''', eine der beiden erhaltenen Salzburger [[Pferdeschwemme]]n, wurde im Zuge der Neugestaltung des [[Hofmarstall|Hofmarstalles]] durch Johann Bernhard [[Fischer von Erlach]] angelegt. Sie befindet sich in der Salzburger [[Altstadt]] unmittelbar neben dem [[Sigmundstor]] In der Bevölkerung wird diese Schwemme in Unkenntnis einer zweiten Pferdeschwemme oft schlicht als "Pferdeschwemme" bezeichnet.
Die '''Marstallschwemme''', eine der beiden erhaltenen Salzburger [[Pferdeschwemme]]n, wurde im Zuge der Neugestaltung des [[Hofmarstall|Hofmarstalles]] durch Johann Bernhard [[Fischer von Erlach]] angelegt. Sie befindet sich in der Salzburger [[Altstadt]] unmittelbar neben dem [[Sigmundstor]]. In der Bevölkerung wird diese Schwemme in Unkenntnis einer zweiten Pferdeschwemme oft schlicht als "Pferdeschwemme" bezeichnet.


==Geschichte==
==Geschichte==
Erzbischof [[Johann Ernst Graf von Thun und Hohenstein|Johann Ernst Graf Thun]] ließ [[1696]] hier eine zum hochfürstlichen Pferdemarstall gehörende Schwemme (Bad) für die Pferde errichten. Da aber zwischen der Pferdeschwemme und dem [[Mönchsberg]] schon das Magazinsgebäude für den Marstall stand, wurde die Pferdeschwemme mit einer eigenen Rückwand versehen. Die Schauwand mit den kunstvollen Pferdefresken stammt in der Erstanlage ebenfalls aus der Zeit Fischer von Erlachs und wurde von diesem in dieser Form geplan. Neu gestaltet wurden diese Fresken unter Erzbischof Firmian. Ende des [[19. Jahrhundert]]s waren die Fresken übertüncht. Diese Fresken von [[Franz Anton Ebner]] wurden aber 1928 wieder freigelegt und anhand der erhaltenen Entwürfe kleinräumig rekonstruiert.
Erzbischof [[Johann Ernst Graf von Thun und Hohenstein|Johann Ernst Graf Thun]] ließ [[1696]] hier eine zum hochfürstlichen Pferdemarstall gehörende Schwemme (Bad) für die Pferde errichten. Da aber zwischen der Pferdeschwemme und dem [[Mönchsberg]] schon das Magazinsgebäude für den Marstall stand, wurde die Pferdeschwemme mit einer eigenen Rückwand versehen. Die Schauwand mit den kunstvollen Pferdefresken stammt in der Erstanlage ebenfalls aus der Zeit Fischer von Erlachs und wurde von diesem in dieser Form geplan. Neu gestaltet wurden diese Fresken unter Erzbischof Firmian. Ende des [[19. Jahrhundert]]waren die Fresken übertüncht. Diese Fresken des Salzburg Barockmalers [[Franz Anton Ebner]] wurden 1928 wieder freigelegt und Fehlstellen anhand der erhaltenen Entwürfe rekonstruiert.


Der ''Rossebändiger'', ein sich aufbäumendes fürsterzbischöfliches Pferd bändigend, befindet sich in der Mitte der Schwemme. Diese Skulptur wurde von [[Bernhard Michael Mandl]] geschaffen. Die aus Marmor bestehende, gelungene Skulptur mit einem hohen Maß an Dynamik war ursprünglich auf den Hofmarstall hin ausgerichtet. [[1732]] wurde diese Pferdeschwemme unter Erzbischof [[Leopold Anton Freiherr von Firmian|Firmian]] in seine heutige Gestalt gebracht. Sein Wappen ziert den damals ausgetauschten Sockel der Skulptur.
Der ''Rossebändiger'', ein sich aufbäumendes fürsterzbischöfliches Pferd bändigend, befindet sich in der Mitte der Schwemme. Diese Skulptur wurde von [[Bernhard Michael Mandl]] geschaffen. Die aus Marmor bestehende, besonders hochwertige Skulptur mit ihrem hohen Maß an Dynamik war ursprünglich auf den Hofmarstall hin ausgerichtet. [[1732]] wurde diese Pferdeschwemme unter Erzbischof [[Leopold Anton Freiherr von Firmian|Firmian]] in seine heutige Gestalt gebracht. Sein Wappen ziert den damals noch prunkvoller neu gestalteten Sockel der Skulptur.


==Quellen==
==Quellen==