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===Erzbistum und Missionszentrum===
 
===Erzbistum und Missionszentrum===
Der Salzburger Gründerheilige und Landespatron [[Rupert von Worms|Rupert]], der einer vornehmen fränkischen Adelssippe entstammte, war gegen Ende des [[7. Jahrhundert]] Bischof von Worms. Der Gegensatz zu den neuen Machthabern, den karolingischen Hausmeiern, veranlasste ihn, einer Einladung des [[Baiernherzöge in Salzburg|Baiernherzogs]] [[Theodo]] zu folgen. Nach einem Aufenthalt in [[Regensburg]] und einer vergeblichen Missionsreise an die [[Awaren]]<nowiki>grenze</nowiki> erhielt er um das Jahr [[696]] von Herzog [[Theodo II.]] die Reste der alten [[Römer]]<nowiki>stadt</nowiki> [[Iuvavum]] übertragen. Dort residierte auf dem [[Festungsberg]] der Herzogssohn und Mitregent [[Theodebert]], und im Bereich der [[Altstadt]] hatten sich [[Bajuwaren|bayerische Siedler]] niedergelassen.
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Der Salzburger Gründerheilige und [[Salzburger Landespatron|Landespatron]] [[Rupert von Worms|Rupert]], der einer vornehmen fränkischen Adelssippe entstammte, war gegen Ende des [[7. Jahrhundert]] Bischof von Worms. Der Gegensatz zu den neuen Machthabern, den karolingischen Hausmeiern, veranlasste ihn, einer Einladung des [[Baiernherzöge in Salzburg|Baiernherzogs]] [[Theodo]] zu folgen. Nach einem Aufenthalt in [[Regensburg]] und einer vergeblichen Missionsreise an die [[Awaren]]<nowiki>grenze</nowiki> erhielt er um das Jahr [[696]] von Herzog [[Theodo II.]] die Reste der alten [[Römer]]<nowiki>stadt</nowiki> [[Iuvavum]] übertragen. Dort residierte auf dem [[Festungsberg]] der Herzogssohn und Mitregent [[Theodebert]], und im Bereich der [[Altstadt]] hatten sich [[Bajuwaren|bayerische Siedler]] niedergelassen.
    
===Die Geburtsstunde von St. Peter===
 
===Die Geburtsstunde von St. Peter===
Rupert von Worms gründete mit Hilfe der romanischen Restbevölkerung das [[Benediktiner-Erzabtei St. Peter|Benediktinerstift St. Peter]], wobei er an ältere, noch lebendige kultische Traditionen anknüpfen konnte. Für die Mönche errichtete er eine stattliche Kirche, die wohl im Bereich des heutigen [[Salzburger Dom]]s stand. Im Auftrag Theodos weihte er zwischen [[713]] bis [[715]] das adelige [[Benediktinenstift Nonnberg|Damenstift]] am [[Nonnberg]], das der Herzog als „Hauskloster“ seiner Familie errichtet und reich ausgestattet hatte. Als erste [[Äbtissin des Benediktinenstiftes Nonnberg|Äbtissin]] setzte Rupert seine Verwandte [[Erentrudis|Erintrudis]] ein, die er aus seiner fränkischen Heimat nach Salzburg geholt hatte.
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Rupert von Worms gründete mit Hilfe der romanischen Restbevölkerung das [[Benediktiner-Erzabtei St. Peter|Benediktinerstift St. Peter]], wobei er an ältere, noch lebendige kultische Traditionen anknüpfen konnte. Für die Mönche errichtete er eine stattliche Kirche, die wohl im Bereich des heutigen [[Salzburger Dom]]s stand. Im Auftrag Theodos weihte er zwischen [[713]] bis [[715]] das adelige [[Benediktinerinnenabtei Nonnberg|Damenstift]] auf dem [[Nonnberg]], das der Herzog als „Hauskloster“ seiner Familie errichtet und reich ausgestattet hatte. Als erste [[Äbtissin der Benediktinerinnenabtei Nonnberg|Äbtissin]] setzte Rupert seine Verwandte [[Erentrudis|Erintrudis]] ein, die er aus seiner fränkischen Heimat nach Salzburg geholt hatte.
    
===Die Anfänge von Bischofshofen===
 
===Die Anfänge von Bischofshofen===
 
Als erster Stützpunkt für die [[Slawenmission]] entstand die [[Maximilianzelle]] in [[Pongau]] im heutigen [[Bischofshofen]]. Die außerordentlich reiche Ausstattung, die Rupert von Worms von Herzog Theodo für seine Salzburger Kirche erhielt, war erstaunlich: Neben Iuvavum gehörte dazu der Großteil der [[Sole]]quellen von [[Bad Reichenhall|Reichenhall]], deren [[Salzgewinnung|Salzproduktion]] eine Monopolstellung im [[Ostalpen]]<nowiki>raum</nowiki> besaß, sowie ausgedehnte Ländereien samt den Eigenleuten, die sie bewirtschafteten.  
 
Als erster Stützpunkt für die [[Slawenmission]] entstand die [[Maximilianzelle]] in [[Pongau]] im heutigen [[Bischofshofen]]. Die außerordentlich reiche Ausstattung, die Rupert von Worms von Herzog Theodo für seine Salzburger Kirche erhielt, war erstaunlich: Neben Iuvavum gehörte dazu der Großteil der [[Sole]]quellen von [[Bad Reichenhall|Reichenhall]], deren [[Salzgewinnung|Salzproduktion]] eine Monopolstellung im [[Ostalpen]]<nowiki>raum</nowiki> besaß, sowie ausgedehnte Ländereien samt den Eigenleuten, die sie bewirtschafteten.  
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Offenbar verfolgte Theodo mit der Einladung Ruperts einen konkreten Plan: Dieser Weltmann, der überall hohes Ansehen genoss, sollte von Salzburg als dem südlichsten Stützpunkt aus den Ausgriff des [[Herzogtum Bayern|Herzogtums Bayern]] über die [[Alpen]] nach Süden, in die einstige römische Provinz <nowiki>Binnen</nowiki>[[Provincia Noricum|noricum]] vorbereiten. Rupert von Worms hatte diesen Weg mit der Gründung der Maximilianzelle eröffnet, sein großer Nachfolger [[Virgil]] konnte wenige Jahrzehnte später durch die erfolgreiche Slawenmission das heutige [[Kärnten]] für Bayern gewinnen. Nach dem Tod seines unangenehmsten Widersachers, des Hausmeiers Pippin des Mittleren, kehrte Rupert um [[715]]/[[716|16]] an seinen angestammten Bischofssitz Worms zurück, wo er bald darauf verstarb.
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Offenbar verfolgte Theodo mit der Einladung Ruperts einen konkreten Plan: Dieser Weltmann, der überall hohes Ansehen genoss, sollte von Salzburg als dem südlichsten Stützpunkt aus den Ausgriff des [[Herzogtum Bayern|Herzogtums Bayern]] über die [[Alpen]] nach Süden, in die einstige römische Provinz <nowiki>Binnen</nowiki>[[Provincia Noricum|noricum]] vorbereiten. Rupert von Worms hatte diesen Weg mit der Gründung der Maximilianzelle eröffnet, sein großer Nachfolger [[Virgil]] konnte wenige Jahrzehnte später durch die erfolgreiche Slawenmission das heutige [[Kärnten]] für das [[Herzogtum Bayern]] gewinnen. Nach dem Tod seines unangenehmsten Widersachers, des Hausmeiers Pippin des Mittleren, kehrte Rupert um [[715]]/[[716|16]] an seinen angestammten Bischofssitz Worms zurück, wo er bald darauf verstarb.
    
===Name Salzburg taucht erstmals auf===
 
===Name Salzburg taucht erstmals auf===
 
Ein Bistum in Salzburg hatte erst [[Bonifatius]] [[739]] im Auftrag des Papstes eingerichtet. Der deutsche Name '[[Salzburg]]' ([[Salzpurch]]) anstelle von Iuvavum wird in der um [[770]] verfassten Lebensbeschreibung des hl. Bonifatius erstmals genannt. Der Name ist abgeleitet vom [[Salz]] der Quellsalinen von Reichenhall, die Herzog Theodo an Rupert von Worms geschenkt hatte, und von der ''Salzpurch'' auf dem [[Festungsberg]].  
 
Ein Bistum in Salzburg hatte erst [[Bonifatius]] [[739]] im Auftrag des Papstes eingerichtet. Der deutsche Name '[[Salzburg]]' ([[Salzpurch]]) anstelle von Iuvavum wird in der um [[770]] verfassten Lebensbeschreibung des hl. Bonifatius erstmals genannt. Der Name ist abgeleitet vom [[Salz]] der Quellsalinen von Reichenhall, die Herzog Theodo an Rupert von Worms geschenkt hatte, und von der ''Salzpurch'' auf dem [[Festungsberg]].  
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Unter dem gelehrten [[Äbte von St. Peter|Abt]] und Bischof [[Virgil]] ([[746]]/[[747]]–[[784]]), der aus [[Irland]] stammte, erlebte [[Salzburg]] eine erste große Blüte. Die Rechte der Kirche wurden selbst gegen den Baiernherzog [[Odilo]] verteidigt, zahlreiche bischöfliche "Eigenkirchen" als Zentren der Seelsorge errichtet und eine erfolgreiche Mission unter dem slawischen Volk der [[Karantanien|Karantanen]] (in Kärnten) entfaltet. Auch die älteste slawische Schrift, die aus dem lateinischen Alphabet abgeleitet ist und sich nur in den "Freisinger Denkmälern" erhalten hat, wurde von Salzburger oder bayerischen Missionaren für die Karantanenmission geschaffen.
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Unter dem gelehrten [[Äbte von St. Peter|Abt]] und Bischof [[Virgil]] ([[746]]/[[747]]–[[784]]), der aus [[Irland]] stammte, erlebte Salzburg eine erste große Blüte. Die Rechte der Kirche wurden selbst gegen den Baiernherzog [[Odilo]] verteidigt, zahlreiche bischöfliche "Eigenkirchen" als Zentren der Seelsorge errichtet und eine erfolgreiche Mission unter dem slawischen Volk der [[Karantanien|Karantanen]] (in Kärnten) entfaltet. Auch die älteste slawische Schrift, die aus dem lateinischen Alphabet abgeleitet ist und sich nur in den "Freisinger Denkmälern" erhalten hat, wurde von Salzburger oder bayerischen Missionaren für die Karantanenmission geschaffen.
    
===Zentrum der Kunst entsteht===
 
===Zentrum der Kunst entsteht===
Die [[Stadt Salzburg]] wurde zu einem Zentrum der Kunst, Kultur und Literatur. In Salzburger Werkstätten entstanden Meisterwerke der Goldschmiedekunst, darunter der [[Tassilokelch]] für das [[Benediktinerstift Kremsmünster]], und mit dem prachtvollen Evangeliar des Angelsachsen Cutbercht begann die große Zeit der [[Salzburger Buchmalerei]]. Virgil errichtete den fünfschiffigen so genannten [[Salzburger Dom#Geschichte#Virgilianische Dom|Virgilianischen Dom]] von so imposanten Ausmaßen, dass dahinter der Einfluss Herzog [[Tassilo III.|Tassilos III.]] von Bayern vermutet wurde; er habe dieses Gotteshaus als Krönungskirche für das von ihm erstrebte Königtum konzipiert.  
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Die [[Altstadt|Stadt Salzburg]] wurde zu einem Zentrum der Kunst, Kultur und Literatur. In Salzburger Werkstätten entstanden Meisterwerke der Goldschmiedekunst, darunter der [[Tassilokelch]] für das [[Benediktinerstift Kremsmünster]], und mit dem prachtvollen Evangeliar des Angelsachsen Cutbercht begann die große Zeit der [[Salzburger Buchmalerei]]. Virgil errichtete den fünfschiffigen so genannten [[Salzburger Dom#Geschichte#Virgilianische Dom|Virgilianischen Dom]] von so imposanten Ausmaßen, dass dahinter der Einfluss Herzog [[Tassilo III.|Tassilos III.]] von Bayern vermutet wird; er habe dieses Gotteshaus als Krönungskirche für das von ihm erstrebte Königtum konzipiert.  
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Virgil ließ zur Domweihe am [[24. September]] [[774]] die Gebeine des hl. Rupert überführen und sicherte damit das Andenken an den fast vergessenen Gründerheiligen. Rupert von Worms wurde in den folgenden Jahrhunderten zum Schutzpatron und zum Landesheiligen von Salzburg. Als Vermächtnis hat Virgil das berühmte [[Verbrüderungsbuch]] von [[Benediktiner-Erzabtei St. Peter|St. Peter]] hinterlassen, das in seinem Todesjahr 784 entstand und in St. Peter verwahrt wird.
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Virgil ließ zur Domweihe am [[24. September]] [[774]] die Gebeine des hl. Rupert überführen und sicherte damit das Andenken an den fast vergessenen Gründerheiligen. Rupert von Worms wurde in den folgenden Jahrhunderten zum Schutzpatron und zum Landesheiligen von Salzburg. Als Vermächtnis hatte Virgil das berühmte [[Verbrüderungsbuch]] von [[Benediktiner-Erzabtei St. Peter|St. Peter]] hinterlassen, das in seinem Todesjahr 784 entstand und in St. Peter verwahrt wird.
    
===Das älteste deutsche Erzbistum===
 
===Das älteste deutsche Erzbistum===
Virgils Nachfolger [[Arno]] (785–821) erlebte [[788]] den Sturz Tassilos III., des letzten Baiernherzogs aus der Sippe der Agilolfinger, durch dessen Vetter, den Frankenkönig [[Karl der Große|Karl den Großen]]. Um die reichen Besitzungen, die Salzburg vor allem von den Agilolfingern erhalten hatte, zu sichern, ließ er 788 bis [[790]] und ab [[798]] die beiden ältesten [[Salzburger Güterverzeichnis]]se anlegen. Dem Herrscher hatte Arno als Königsbote wichtige diplomatische Dienste geleistet und wurde dafür reich belohnt. Auf Anordnung Karls des Großen erhob Papst Leo III. [[798]] Arno zum [[Salzburger Erzbischöfe|Erzbischof]] und Metropoliten der [[Bayerische Kirchenprovinz|bayerischen Kirchenprovinz]].  
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Virgils Nachfolger [[Arno]] ([[785]]–[[821]]) erlebte [[788]] den Sturz Tassilos III., des letzten Baiernherzogs aus der Sippe der Agilolfinger, durch dessen Vetter, den Frankenkönig [[Karl der Große|Karl den Großen]]. Um die reichen Besitzungen, die Salzburg vor allem von den Agilolfingern erhalten hatte, zu sichern, ließ er 788 bis [[790]] und ab [[798]] die beiden ältesten [[Salzburger Güterverzeichnis]]se anlegen. Dem Herrscher hatte Arno als Königsbote wichtige diplomatische Dienste geleistet und wurde dafür reich belohnt. Auf Anordnung Karls des Großen erhob Papst Leo III. [[798]] Arno zum [[Salzburger Erzbischöfe|Erzbischof]] und Metropoliten der [[Bayerische Kirchenprovinz|bayerischen Kirchenprovinz]].  
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Als  [[Suffraganbistum|Suffraganbistümer]] wurden ihm die Bistümer [[Bistum Regensburg|Regensburg]], [[Bistum Passau|Passau]], [[Bistum Freising|Freising]] und [[Bistum Neuburg an der Donau|Neuburg an der Donau]] (alle in Bayern), [[Bistum Säben|Säben]] (südlich von [[Brixen]] in [[Südtirol]]) unterstellt. Ein Jahr später geleitete Arno im Auftrag des Königs den vertriebenen Papst nach Rom zurück und erlebte dort am Weihnachtstag [[800]] die Krönung Karls zum Kaiser. Dieser setzte [[811]] die Drau als Grenze zwischen den Kirchenprovinzen Aquileia und Salzburg fest. Damit sprach er den Großteil des Kärntner Missionsgebiets der Salzburger Kirche zu. Arno hatte, vor allem durch seine enge Verbindung zu Karl dem Großen, das Aufbauwerk seiner Vorgänger Rupert von Worms und Virgil erfolgreich fortgesetzt und vollendet. Salzburg wurde zu einem Zeitpunkt Erzbistum und Metropolitansitz, als im Gebiet von [[Wien]] noch die wilden Reiterscharen der Awaren umherstreiften.  
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Als  [[Suffraganbistum|Suffraganbistümer]] wurden ihm die Bistümer [[Bistum Regensburg|Regensburg]], [[Bistum Passau|Passau]], [[Bistum Freising|Freising]] und [[Bistum Neuburg an der Donau|Neuburg an der Donau]] (alle in Bayern), [[Bistum Säben|Säben]] (südlich von [[Brixen]] in [[Südtirol]]) unterstellt. Ein Jahr später geleitete Arno im Auftrag des Königs den vertriebenen Papst nach Rom zurück und erlebte dort am Weihnachtstag [[800]] die Krönung Karls zum Kaiser. Dieser setzte [[811]] die Drau als Grenze zwischen den Kirchenprovinzen Aquileia und Salzburg fest. Damit sprach er den Großteil des Kärntner Missionsgebiets der Salzburger Kirche zu. Arno hatte, vor allem durch seine enge Verbindung zu Karl dem Großen, das Aufbauwerk seiner Vorgänger Rupert von Worms und Virgil erfolgreich fortgesetzt und vollendet. Salzburg wurde zu einem Zeitpunkt Erzbistum und Metropolitansitz, als im Gebiet von [[Wien]] noch die wilden Reiterscharen der Awaren umherstreiften.  
    
Heute ist das Salzburger Erzbistum das älteste Erzbistum im deutschen Sprachraum.
 
Heute ist das Salzburger Erzbistum das älteste Erzbistum im deutschen Sprachraum.
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[[1648]] wird Salzburg durch den ''Westfälischen Frieden'' als souveränes Fürstentum im bayerischen Verwaltungskreis anerkannt. Der letzte Fürsterzbischof, [[Hieronymus Graf Colloredo]], floh am [[10. Dezember]] [[1800]] nach [[Wien]] vor den heran rückenden [[Salzburg unter Napoleon|Franzosen]] und übergab am [[18. März]] [[1809]] die von ihm aus Wien aus geleitete Diözese dem [[Bischof von Chiemsee]], [[Sigmund Christoph von Zeil und Trauchburg]].
 
[[1648]] wird Salzburg durch den ''Westfälischen Frieden'' als souveränes Fürstentum im bayerischen Verwaltungskreis anerkannt. Der letzte Fürsterzbischof, [[Hieronymus Graf Colloredo]], floh am [[10. Dezember]] [[1800]] nach [[Wien]] vor den heran rückenden [[Salzburg unter Napoleon|Franzosen]] und übergab am [[18. März]] [[1809]] die von ihm aus Wien aus geleitete Diözese dem [[Bischof von Chiemsee]], [[Sigmund Christoph von Zeil und Trauchburg]].
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Es folgte das [[Kurfürstentum Salzburg]] von [[1803]] bis [[1806]], von [[1810]] bis [[1816]] war [[Salzburg Teil des Königreichs Bayern]]. Kirchlich änderte sich damals an den Bistümern aber wenig. Mit dem Staatsvertrag vom [[14. April]] [[1816]] zwischen Bayern und der [[Habsburgermonarchie]], kam Salzburg zum Kaisertum Österreich, und wurde ein Teil von Oberösterreich ("Salzachkreis"). Erst am [[25. März]] [[1824]] bekam das Erzbistum Salzburg nach dem Tod Erzbischof Colloredos wieder einen neuen Erzbischof in der Person von [[Augustin Johann Joseph Gruber]], der vorher Bischof von Laibach gewesen war. Mit dem neuen Erzbischof ändert sich die zugehörige kirchliche Diözese grundlegend. Bayern erhielt in München einen eigenen Sitz als Erzbischof, der erste bayrische Erzbischof mit Münchner Sitz wurde 1821 Lothar Anselm von Gebsattel.
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Es folgte das [[Kurfürstentum Salzburg]] von [[1803]] bis [[1806]], von [[1810]] bis [[1816]] war [[Salzburg Teil des Königreichs Bayern]]. Kirchlich änderte sich damals an den Bistümern aber wenig. Mit dem Staatsvertrag vom [[14. April]] [[1816]] zwischen Bayern und der [[Habsburgermonarchie]], kam Salzburg zum Kaisertum Österreich, und wurde ein Teil von Oberösterreich ("[[Salzachkreis]]"). Erst am [[25. März]] [[1824]] bekam das Erzbistum Salzburg nach dem Tod Fürsterzbischof Colloredos wieder einen neuen Erzbischof in der Person von [[Augustin Johann Joseph Gruber]], der vorher Bischof von Laibach gewesen war. Mit dem neuen Erzbischof ändert sich die zugehörige kirchliche Diözese grundlegend. Bayern erhielt in [[München]] einen eigenen Sitz als Erzbischof, der erste bayrische Erzbischof mit Münchner Sitz wurde [[1821]] Lothar Anselm von Gebsattel.
    
==Das Erzbistum heute==
 
==Das Erzbistum heute==
 
Die heutige Ausdehnung wurde [[1818]] eingerichtet. Papst Pius VII. entschied seinerzeit, dass Teile des heutigen Bundeslandes Tirol mit der Zillergrenze (im so genannten "Unterinntal") bei Salzburg bleiben, da diese Teile schon seit Jahrhunderten zur Erzdiözese gehörten; während die westlich des Ziller gelegenen ehemaligen Gebiete des Erzstiftes Salzburg, die 1816 an Tirol fielen, kirchlich weiterhin bei der [[Diözese Brixen]] verbleiben. Darüber hinaus legte er fest, dass die in Tirol liegenden Teile des aufgelösten [[Bistum Chiemsee|Bistums Chiemsee]] zu Salzburg zurückkehren sollten. Weiters wurden die am linken [[Inn]]<nowiki>ufer</nowiki> gelegenen drei bis vier Pfarren des [[Bistum Freising|Bistums Freising]] in Tirol neu zu Salzburg geschlagen.
 
Die heutige Ausdehnung wurde [[1818]] eingerichtet. Papst Pius VII. entschied seinerzeit, dass Teile des heutigen Bundeslandes Tirol mit der Zillergrenze (im so genannten "Unterinntal") bei Salzburg bleiben, da diese Teile schon seit Jahrhunderten zur Erzdiözese gehörten; während die westlich des Ziller gelegenen ehemaligen Gebiete des Erzstiftes Salzburg, die 1816 an Tirol fielen, kirchlich weiterhin bei der [[Diözese Brixen]] verbleiben. Darüber hinaus legte er fest, dass die in Tirol liegenden Teile des aufgelösten [[Bistum Chiemsee|Bistums Chiemsee]] zu Salzburg zurückkehren sollten. Weiters wurden die am linken [[Inn]]<nowiki>ufer</nowiki> gelegenen drei bis vier Pfarren des [[Bistum Freising|Bistums Freising]] in Tirol neu zu Salzburg geschlagen.
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Damit hat die Erzdiözese Salzburg heute eine Ausdehnung von 9&nbsp;715 km² mit ca. 624&nbsp;000 Einwohner, davon gehören rund 516&nbsp;000 zur röm.-kath. Kirche. Seit Jänner 2014 ist [[Franz Lackner (Erzbischof)|Franz Lackner]] [[Erzbischof von Salzburg]].
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Damit hat die Erzdiözese Salzburg heute eine Ausdehnung von 9&nbsp;715 km² mit ca. 624&nbsp;000 Einwohner, davon gehören rund 516&nbsp;000 zur röm.-kath. Kirche. Seit Jänner [[2014]] ist [[Franz Lackner (Erzbischof)|Franz Lackner]] [[Erzbischof von Salzburg]].
    
== Quellen ==
 
== Quellen ==