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| | == Leben == | | == Leben == |
| − | ====Seine Kinderjahre====
| + | ===Seine Kinderjahre=== |
| | Wolfgang Amadé Mozart wurde als siebentes Kind von [[Leopold Mozart]], "Hochfürstlicher Salzburgischer Kammermusikus" ([[1719]] - [[1787]]), und seiner aus [[St. Gilgen]] am [[Wolfgangsee]] stammenden Gattin [[Anna Maria Walburga Pertl|Anna Maria Walpurga]] ([[1720]] - [[1778]]) geboren. Von Mozarts Geschwistern überlebte nur Maria Anna, genannt "[[Nannerl]]" ([[1751]] - [[1829]]). | | Wolfgang Amadé Mozart wurde als siebentes Kind von [[Leopold Mozart]], "Hochfürstlicher Salzburgischer Kammermusikus" ([[1719]] - [[1787]]), und seiner aus [[St. Gilgen]] am [[Wolfgangsee]] stammenden Gattin [[Anna Maria Walburga Pertl|Anna Maria Walpurga]] ([[1720]] - [[1778]]) geboren. Von Mozarts Geschwistern überlebte nur Maria Anna, genannt "[[Nannerl]]" ([[1751]] - [[1829]]). |
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| | [[Ignatz Anton von Weiser]]<ref>Eine Enkelin Weisers war die bekannte Prager Pianistin und Sängerin Josepha Duschek, in deren "Villa Bertramka" W. A. Mozart 1787 die Oper ''Don Giovanni'' vollendete</ref> lieferte als Librettist die literarische Vorlage zu Wolfgang Amadé Mozarts erstem Auftragswerk "Die Schuldigkeit des Ersten Gebots das er [[1767]] gemeinsam mit [[Anton Cajetan Adlgasser]] und [[Michael Haydn]] komponierte (Erster Teil KV 35). Dieses geistliche Singspiel ist das früheste Bühnenwerk des damals elfjährigen Wolfgang Amadeus Mozart. Der zweite Teil wurde von Michael Haydn, der dritte von Anton Cajetan Adlgasser komponiert. Leider ist nur der von Mozart komponierte Teil erhalten<ref>Quelle [[Anton Cajetan Adlgasser]]</ref>. | | [[Ignatz Anton von Weiser]]<ref>Eine Enkelin Weisers war die bekannte Prager Pianistin und Sängerin Josepha Duschek, in deren "Villa Bertramka" W. A. Mozart 1787 die Oper ''Don Giovanni'' vollendete</ref> lieferte als Librettist die literarische Vorlage zu Wolfgang Amadé Mozarts erstem Auftragswerk "Die Schuldigkeit des Ersten Gebots das er [[1767]] gemeinsam mit [[Anton Cajetan Adlgasser]] und [[Michael Haydn]] komponierte (Erster Teil KV 35). Dieses geistliche Singspiel ist das früheste Bühnenwerk des damals elfjährigen Wolfgang Amadeus Mozart. Der zweite Teil wurde von Michael Haydn, der dritte von Anton Cajetan Adlgasser komponiert. Leider ist nur der von Mozart komponierte Teil erhalten<ref>Quelle [[Anton Cajetan Adlgasser]]</ref>. |
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| − | ====Seine Italien-Reisen====
| + | ===Seine Italien-Reisen=== |
| − | Diese Zeit des Reisen war für Wolfgang mit Ruhelosigkeit verbunden, führte ihn jedoch an die glanzvollsten Fürstenhöfe seiner Zeit. So feierten die Kinder in München und Wien große Triumphe. [[Massimiliano Settimo Graf Lodron]] zählte am [[25. Dezember]] [[1769]] zu den erlauchten Gästen eines Konzertes, das der junge Mozart im Palazzo Todeschi zu Rovereto, [[Trentino]], gab. | + | Diese Zeit des Reisen war für Wolfgang mit Ruhelosigkeit verbunden, führte ihn jedoch an die glanzvollsten Fürstenhöfe seiner Zeit. So feierten die Kinder in München und Wien große Triumphe. |
| | + | ===== Mozart und das Gerichtsgebäude in Lofer ===== |
| | + | Am [[13. Dezember]] [[1769]] war Wolfgang Amadeus Mozart, damals 13 Jahre alt, mit seinem Vater Leopold Mozart im [[Gerichtsgebäude Lofer]] zu Gast. Sie befanden sich gerade auf der Reise zu den Opernhäusern in Italien. Vater Mozart berichtete über den Aufenthalt in [[Lofer]] in einem Brief an seine Frau und Tochter [[Nannerl]]: |
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| | + | ''Nachdem ich das Essen angeordnet, sind wir den Herrn Pfleger<ref>siehe [[Pfleger]]</ref> besuchen gegangen, welcher sehr übl mit uns zufrieden war, dass wir nicht gleich bei ihm abgestiegen. Weil wir die Speisen schon angefriemt<ref>bestellt</ref> hatten, so ließen wir solche in die Pfleg<ref>siehe [[Pflegegericht]]</ref> bringen, aßen dort, schwätzten bis 10 Uhr, wurden allda mit einem schönen Zimmer und gutem Bethe<ref>Bett</ref> bedient. Ich trank morgens Caccalotte<ref>Trinkschokolade</ref> und Wolfgang aß eine gute Suppe''... ''In diesen Gegenden liegt erstaunlich viel Schnee''<ref>Quelle [[Salzburger Nachrichten]], 13. Dezember 2010</ref>. |
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| | + | [[Massimiliano Settimo Graf Lodron]] zählte am [[25. Dezember]] 1769 zu den erlauchten Gästen eines Konzertes, das der junge Mozart im Palazzo Todeschi zu Rovereto, [[Trentino]], gab. |
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| | Nachdem das Interesse an den "Wunderkindern" nachgelassen hatte, waren das Ziel der ersten italienischen Reise (vom [[13. Dezember]] [[1770]] bis [[28. März]] [[1771]] Verona, Mailand, Bologna, Florenz, Rom, Capua, Neapel und Venedig), das musikalische Rüstzeug zu erlernen und einen Kompositionsauftrag für eine Oper zu erhalten. Im Zuge dieser Reise konnte Mozart mehrere Erfolge für sich verbuchen: er wurde in Bologna als Mitglied in die Accademia Filarmonica aufgenommen, und Papst Clemens XIV. erhob Mozart durch die Verleihung des Ordens "vom Goldenen Sporn" in den Adelsstand. Auch die Aufführung seiner ersten für Italien komponierten Opera seria, "Mitridate, Re di Ponto" KV 87, fand in Mailand bei der Uraufführung am [[26. Dezember]] [[1770]] außerordentlichen Beifall. | | Nachdem das Interesse an den "Wunderkindern" nachgelassen hatte, waren das Ziel der ersten italienischen Reise (vom [[13. Dezember]] [[1770]] bis [[28. März]] [[1771]] Verona, Mailand, Bologna, Florenz, Rom, Capua, Neapel und Venedig), das musikalische Rüstzeug zu erlernen und einen Kompositionsauftrag für eine Oper zu erhalten. Im Zuge dieser Reise konnte Mozart mehrere Erfolge für sich verbuchen: er wurde in Bologna als Mitglied in die Accademia Filarmonica aufgenommen, und Papst Clemens XIV. erhob Mozart durch die Verleihung des Ordens "vom Goldenen Sporn" in den Adelsstand. Auch die Aufführung seiner ersten für Italien komponierten Opera seria, "Mitridate, Re di Ponto" KV 87, fand in Mailand bei der Uraufführung am [[26. Dezember]] [[1770]] außerordentlichen Beifall. |
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| | Im Herbst 1772 reiste er zum dritten Mal nach Italien. Mozart komponierte eine neue Oper, den „Lucio Silla“. Die Uraufführung am [[26. Dezember]] wurde aber zu einer Katastrophe: Der Erzherzog kam mit einer dreistündigen Verspätung, vorher durfte man nicht anfangen. Die Sänger und das Publikum waren müde und ausgehungert, als die Aufführung nach Mitternacht endete. Es war Mozarts letzte Reise nach Italien. | | Im Herbst 1772 reiste er zum dritten Mal nach Italien. Mozart komponierte eine neue Oper, den „Lucio Silla“. Die Uraufführung am [[26. Dezember]] wurde aber zu einer Katastrophe: Der Erzherzog kam mit einer dreistündigen Verspätung, vorher durfte man nicht anfangen. Die Sänger und das Publikum waren müde und ausgehungert, als die Aufführung nach Mitternacht endete. Es war Mozarts letzte Reise nach Italien. |
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| − | ====Unter Erzbischof Colloredo====
| + | ===Unter Erzbischof Colloredo=== |
| | Als Erzbischof [[Sigismund Christian Graf Schrattenbach]], ein verständnisvoller Förderer Mozarts, [[1771]] starb, fand er in seinem Nachfolger [[Hieronymus Graf Colloredo]], einem modernen Fürst der Aufklärung, der [[1772]] Salzburger Fürsterzbischof wurde, keinen so verständnisvollen Fürsten mehr. Es bedeutete dies auch für Salzburg politische und gesellschaftliche Neuerungen. Mozart war gezwungen, wieder ein streng geregeltes Leben zu führen. Dieser Umstand führte zu einem lang andauernden Konflikt mit seinem Dienstherrn. | | Als Erzbischof [[Sigismund Christian Graf Schrattenbach]], ein verständnisvoller Förderer Mozarts, [[1771]] starb, fand er in seinem Nachfolger [[Hieronymus Graf Colloredo]], einem modernen Fürst der Aufklärung, der [[1772]] Salzburger Fürsterzbischof wurde, keinen so verständnisvollen Fürsten mehr. Es bedeutete dies auch für Salzburg politische und gesellschaftliche Neuerungen. Mozart war gezwungen, wieder ein streng geregeltes Leben zu führen. Dieser Umstand führte zu einem lang andauernden Konflikt mit seinem Dienstherrn. |
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| | Am [[23. September]] [[1777]] brach Mozart um 6 Uhr früh nur in Begleitung seiner Mutter Anna Maria zu einer Reise in Richtung Mannheim und Paris auf, da das Urlaubsgesuch des Vaters von Fürsterzbischof Hieronymus Graf Colloredo abgelehnt worden war. Er übernachtete in [[Waging am See]]. Nach dem Tod seiner Mutter in Paris am [[3. Juli]] [[1778]] drängte ihn sein Vater zur Heimreise nach Salzburg, wo Wolfgang Amadé am [[17. Jänner]] [[1779]] mit einem Jahresgehalt von 450 [[Gulden]] als Hoforganist erneut in den Hofdienst aufgenommen wurde. Die erfolgreiche Aufführung des "Idomeneo" am [[29. Jänner]] [[1781]] am Münchner Hoftheater war der Beginn des Endes seiner Tätigkeit beim Salzburger Erzbischof. Am [[12. März]] [[1781]] reiste Mozart nach längerem Aufenthalt in München auf Weisung des Erzbischofs ab, um dessen Hofstaat nach Wien zu folgen, wo es zum Bruch mit Colloredo und Verbleiben in Wien kam. Der Fußtritt eines erzbischöflichen Angestellten am [[10. Mai]] [[1781]] beendete das Arbeitsverhältnis Mozarts mit dem Erzbischof und am [[8. Juni]] kam es zum endgültigen Bruch mit dem Erzbischof. | | Am [[23. September]] [[1777]] brach Mozart um 6 Uhr früh nur in Begleitung seiner Mutter Anna Maria zu einer Reise in Richtung Mannheim und Paris auf, da das Urlaubsgesuch des Vaters von Fürsterzbischof Hieronymus Graf Colloredo abgelehnt worden war. Er übernachtete in [[Waging am See]]. Nach dem Tod seiner Mutter in Paris am [[3. Juli]] [[1778]] drängte ihn sein Vater zur Heimreise nach Salzburg, wo Wolfgang Amadé am [[17. Jänner]] [[1779]] mit einem Jahresgehalt von 450 [[Gulden]] als Hoforganist erneut in den Hofdienst aufgenommen wurde. Die erfolgreiche Aufführung des "Idomeneo" am [[29. Jänner]] [[1781]] am Münchner Hoftheater war der Beginn des Endes seiner Tätigkeit beim Salzburger Erzbischof. Am [[12. März]] [[1781]] reiste Mozart nach längerem Aufenthalt in München auf Weisung des Erzbischofs ab, um dessen Hofstaat nach Wien zu folgen, wo es zum Bruch mit Colloredo und Verbleiben in Wien kam. Der Fußtritt eines erzbischöflichen Angestellten am [[10. Mai]] [[1781]] beendete das Arbeitsverhältnis Mozarts mit dem Erzbischof und am [[8. Juni]] kam es zum endgültigen Bruch mit dem Erzbischof. |
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| − | ====Mozart geht nach Wien====
| + | ===Mozart geht nach Wien=== |
| | Mozart versuchte sich daraufhin in Wien als freischaffender Künstler und finanzierte seinen Lebensunterhalt vornehmlich als Opernkomponist ("Die Entführung aus dem Serail" KV 384, "Der Schauspieldirektor" KV 486, "Le Nozze di Figaro" KV 492), als Klaviervirtuose mit eigenen Kompositionen und als Lehrer. Am [[4. August]] [[1782]] heiratete er im Wiener Stephansdom [[Constanze Weber]] (* [[1762]], ↑ [[1842]]). Von Seiten der Nachwelt wurden ihr später Verschwendungssucht, Gefühlskälte und (nach dem Tode ihres Mannes) Geschäftstüchtigkeit vorgeworfen. | | Mozart versuchte sich daraufhin in Wien als freischaffender Künstler und finanzierte seinen Lebensunterhalt vornehmlich als Opernkomponist ("Die Entführung aus dem Serail" KV 384, "Der Schauspieldirektor" KV 486, "Le Nozze di Figaro" KV 492), als Klaviervirtuose mit eigenen Kompositionen und als Lehrer. Am [[4. August]] [[1782]] heiratete er im Wiener Stephansdom [[Constanze Weber]] (* [[1762]], ↑ [[1842]]). Von Seiten der Nachwelt wurden ihr später Verschwendungssucht, Gefühlskälte und (nach dem Tode ihres Mannes) Geschäftstüchtigkeit vorgeworfen. |
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| | </td></tr></table> | | </td></tr></table> |
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| − | ====Sein Todesjahr====
| + | ==Sein Todesjahr== |
| | Am [[9. Mai]] [[1791]] wurde Mozart unbesoldeter stellvertretender Kapellmeister zu St. Stephan in Wien und am [[26. Juli]] wurde Mozarts sechste Kind, [[Franz Xaver Wolfgang Mozart|Franz Xaver Wolfgang]] geboren. Noch am [[6. September]] wohnte Mozart der Uraufführung seiner Krönungsoper "La Clemenza di Tito" (KV 621) bei, die zur Feier der Krönung Kaiser Leopolds II. zum König von Böhmen stattfand. Noch ein letztes Mal dirigierte Mozart am [[30. September]] die Erstaufführung der "Zauberflöte" auf der Wieden in Wien, dann starb er am [[5. Dezember]] [[1791]] im Alter von 35 Jahren an "hitzigem Frieselfieber" in seiner Wohnung in der Rauhensteingasse in Wien, in der er die "Zauberflöte" und sein unvollendet gebliebenes "Requiem" KV 626 komponiert hatte. Vier Wochen nach seinem Tod, am [[7. Jänner]] [[1792]], veröffentlichte das [[Salzburger Intelligenzblatt]] eine Anekdote über den anonymen Auftrag an Mozart für das Requiem: "Er erhielt einige Monathe vor seinem Tode ein Schreiben ohne Unterschrift mit dem Belangen, ein Requiem zu schreiben, und zu begehren, was er wollte". | | Am [[9. Mai]] [[1791]] wurde Mozart unbesoldeter stellvertretender Kapellmeister zu St. Stephan in Wien und am [[26. Juli]] wurde Mozarts sechste Kind, [[Franz Xaver Wolfgang Mozart|Franz Xaver Wolfgang]] geboren. Noch am [[6. September]] wohnte Mozart der Uraufführung seiner Krönungsoper "La Clemenza di Tito" (KV 621) bei, die zur Feier der Krönung Kaiser Leopolds II. zum König von Böhmen stattfand. Noch ein letztes Mal dirigierte Mozart am [[30. September]] die Erstaufführung der "Zauberflöte" auf der Wieden in Wien, dann starb er am [[5. Dezember]] [[1791]] im Alter von 35 Jahren an "hitzigem Frieselfieber" in seiner Wohnung in der Rauhensteingasse in Wien, in der er die "Zauberflöte" und sein unvollendet gebliebenes "Requiem" KV 626 komponiert hatte. Vier Wochen nach seinem Tod, am [[7. Jänner]] [[1792]], veröffentlichte das [[Salzburger Intelligenzblatt]] eine Anekdote über den anonymen Auftrag an Mozart für das Requiem: "Er erhielt einige Monathe vor seinem Tode ein Schreiben ohne Unterschrift mit dem Belangen, ein Requiem zu schreiben, und zu begehren, was er wollte". |
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