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Wolf Dietrich studierte in Pavia, (Lombardei) und in Rom am ''[[Collegium Germanicum]]''. Bereits mit 28 Jahren wurde er zum Fürsterzbischof gewählt, trat für die katholische Erneuerung ein, berief [[Kapuzinerorden|Kapuziner]] und [[Augustinerorden|Augustiner]]-Eremiten nach Salzburg und verbesserte das [[Salzburger Schulgeschichte|Schulwesen]]. Er galt als hoch gebildet und von scharfem Verstand, wurde jedoch als sprunghaft und jähzornig beschrieben.
 
Wolf Dietrich studierte in Pavia, (Lombardei) und in Rom am ''[[Collegium Germanicum]]''. Bereits mit 28 Jahren wurde er zum Fürsterzbischof gewählt, trat für die katholische Erneuerung ein, berief [[Kapuzinerorden|Kapuziner]] und [[Augustinerorden|Augustiner]]-Eremiten nach Salzburg und verbesserte das [[Salzburger Schulgeschichte|Schulwesen]]. Er galt als hoch gebildet und von scharfem Verstand, wurde jedoch als sprunghaft und jähzornig beschrieben.
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Die Regierung von Wolf Dietrich von Raitenau gilt als der Höhepunkt des Absolutismus im [[Erzstift Salzburg]]. "''Die Auffassung des Erzbischofs von seiner Stellung als Landesfürst und seinem Regierungsstil kommt deutlich in seinem Verhalten gegenüber den [[Hohe Salzburger Landschaft|Landständen]] zum Ausdruck, die er zwar nicht formell aufhob, aber dadurch ausschaltete, dass er keinen Landtag mehr einberief. (Der Salzburger [[Landtag]] ist vergleichbar mit den Landständen des einstigen [[Fürsterzbistum]]s, die die Hohe Salzburger Landschaft bildeten, Zusammensetzung und Funktion der Landstände waren jedoch ganz anders.''" (vg. [[Heinz Dopsch]], Buch zur Salzburger Landesausstellung, Seite 132.)
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Die Regierung von Wolf Dietrich von Raitenau gilt als der Höhepunkt des Absolutismus im [[Erzstift Salzburg]]. "''Die Auffassung des Erzbischofs von seiner Stellung als Landesfürst und seinem Regierungsstil kommt deutlich in seinem Verhalten gegenüber den [[Hohe Salzburger Landschaft|Landständen]] zum Ausdruck, die er zwar nicht formell aufhob, aber dadurch ausschaltete, dass er keinen Landtag mehr einberief. (Der Salzburger [[Landtag]] ist vergleichbar mit den Landständen des einstigen [[Fürsterzbistum]]s, die die [[Hohe Salzburger Landschaft]] bildeten, Zusammensetzung und Funktion der Landstände waren jedoch ganz anders.''" (vg. [[Heinz Dopsch]], Buch zur Salzburger Landesausstellung, Seite 132.)
    
Nach seiner Wahl zeigte die Wahlkapitulation des [[Domkapitel]]s vom [[25. Februar]] [[1587]] deutlich das Bestreben der [[Domherren]], dass sie ihre Einflussnahme in die wichtigsten Zweige der Verwaltung und auf die Regierung stärken wollten. Zwar unterschrieb Wolf Dietrich dieses Dokument, nahm aber in der Hofratsordnung vom [[17. August]] [[1588]] den Domherren das Recht, im [[Hofrat]] mitzuwirken und anwesend zu sein. Damit legte er den Grundstein zum lebenslang anhaltenden Streit mit dem Domkapitel. Ein weiteres Kapitel im Leben des Fürsterzbischofs war das Zerwürfnis mit dem [[Bischof von Chiemsee]] [[Sebastian Cattaneo]]. Bereits einen Monat nach seiner Wahl zum Fürsterzbischof erließ Wolf Dietrich von Raitenau am [[16. November]] [[1587]] (s)eine [[Getränkesteuer|Umgeld]]ordnung. [[1585]] verkaufte er Salzburger Besitzungen in der [[Steiermark]]. Unter dem späteren Fürsterzbischof [[Paris Graf von Lodron]] kam es dann zu teilweisen Rückkäufen.
 
Nach seiner Wahl zeigte die Wahlkapitulation des [[Domkapitel]]s vom [[25. Februar]] [[1587]] deutlich das Bestreben der [[Domherren]], dass sie ihre Einflussnahme in die wichtigsten Zweige der Verwaltung und auf die Regierung stärken wollten. Zwar unterschrieb Wolf Dietrich dieses Dokument, nahm aber in der Hofratsordnung vom [[17. August]] [[1588]] den Domherren das Recht, im [[Hofrat]] mitzuwirken und anwesend zu sein. Damit legte er den Grundstein zum lebenslang anhaltenden Streit mit dem Domkapitel. Ein weiteres Kapitel im Leben des Fürsterzbischofs war das Zerwürfnis mit dem [[Bischof von Chiemsee]] [[Sebastian Cattaneo]]. Bereits einen Monat nach seiner Wahl zum Fürsterzbischof erließ Wolf Dietrich von Raitenau am [[16. November]] [[1587]] (s)eine [[Getränkesteuer|Umgeld]]ordnung. [[1585]] verkaufte er Salzburger Besitzungen in der [[Steiermark]]. Unter dem späteren Fürsterzbischof [[Paris Graf von Lodron]] kam es dann zu teilweisen Rückkäufen.