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| | === Auch der Papst vertraute auf Knaus Flugunternehmens === | | === Auch der Papst vertraute auf Knaus Flugunternehmens === |
| − | Besonders Bergbahnen, Forstunternehmen und öffentliche Einrichtungen vertrauen auf die vielseitigen Dienstleistungen des Unternehmens. Zu den Transportflügen zählen auch besondere Personenflüge, wie zum Beispiel die An- und Abreise von Papst Johannes Paul II bei seinen [[Papstbesuch]]en. | + | Besonders Bergbahnen, Forstunternehmen und öffentliche Einrichtungen vertrauen auf die vielseitigen Dienstleistungen des Unternehmens. Zu den Transportflügen zählen auch besondere Personenflüge, wie zum Beispiel die An- und Abreise von Papst Johannes Paul II bei seinen [[Papstbesuch]]en. |
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| | == Zwischenfälle und Unglücke == | | == Zwischenfälle und Unglücke == |
| | === 1989 === | | === 1989 === |
| − | Im Juni 1989 muss Firmengründer Johann Knaus wegen eines technischen Gebrechens in den [[Zillertaler Alpen]] notlanden. Der Pilot und zwei Passagiere verbringen bei Schneetreiben eine Nacht in dem Helikopter. | + | Im Juni 1989 muss Firmengründer Johann Knaus wegen eines technischen Gebrechens in den [[Zillertaler Alpen]] notlanden. Der Pilot und zwei Passagiere verbringen bei Schneetreiben eine Nacht in dem Helikopter. |
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| | === 1997 === | | === 1997 === |
| − | 1997 stirbt Seniorchef Johann Knaus (51) bei einem Absturz im [[Ellmautal]] bei [[Großarl]], Sohn Philipp wird schwer verletzt und ist seither körperlich beeinträchtigt. Es ist der dritte Absturz des Firmengründers. Schon im April 1992 stürzt Johann Knaus in [[Pfarrwerfen]] ab. Der Ärzte kämpfen wochenlang um sein Uberleben. Knaus senior kehrt zwei Jahre später in das Cockpit zurück. | + | 1997 stirbt Seniorchef Johann Knaus (51) bei einem Absturz im [[Ellmautal]] bei [[Großarl]], Sohn Philipp wird schwer verletzt und ist seither körperlich beeinträchtigt. Es ist der dritte Absturz des Firmengründers. Schon im April 1992 stürzt Johann Knaus in [[Pfarrwerfen]] ab. Der Ärzte kämpfen wochenlang um sein Uberleben. Knaus senior kehrt zwei Jahre später in das Cockpit zurück. |
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| − | 1995 hatte Johann Knaus im [[Dachstein]]gebiet abermals einen Unfall. Damals sitzt auch Roy im Helikopter. Beide bleiben fast unverletzt. | + | 1995 hatte Johann Knaus im [[Dachstein]]gebiet abermals einen Unfall. Damals sitzt auch Roy im Helikopter. Beide bleiben fast unverletzt. |
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| | === 2002 === | | === 2002 === |
| − | Im November 2002 gibt es einen Unfall in Sölden ([[Tirol]]). Beim Absprengen von Lawinen gerät der Hubschrauber in eine Nebelbank. Der Pilot versucht, den Helikopter am Hang entlang bis ins Tal zu retten. Der Heckrotor berührt den Boden, die Maschine stürzt ab. | + | Im November 2002 gibt es einen Unfall in Sölden ([[Tirol]]). Beim Absprengen von Lawinen gerät der Hubschrauber in eine Nebelbank. Der Pilot versucht, den Helikopter am Hang entlang bis ins Tal zu retten. Der Heckrotor berührt den Boden, die Maschine stürzt ab. |
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| | === 2004 === | | === 2004 === |
| − | Im Februar 2004 stürzt Rettungshubschrauber "Martin 1" in [[St. Johann im Pongau]] ab - die Patientin kommt ums Leben. Vier Monate später stürzt eine Knaus-Maschine in Vorarlberg bei einer Schutzwaldsanierung ab. Der Pilot stirbt. | + | Im Februar 2004 stürzt Rettungshubschrauber "Martin 1" in [[St. Johann im Pongau]] ab - die Patientin kommt ums Leben. Vier Monate später stürzt eine Knaus-Maschine in Vorarlberg bei einer Schutzwaldsanierung ab. Der Pilot stirbt. |
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| | === 2005 === | | === 2005 === |
| − | Im September 2005 folgt das bisher schwerste Unglück der Firmengeschichte: Ein Hubschrauber verliert in Sölden einen 700-Kilogramm-Betonkübel, der eine Gondel trifft. Neun Deutsche, darunter sechs Kinder, sterben. | + | Im September 2005 folgt das bisher schwerste Unglück der Firmengeschichte: Ein Hubschrauber verliert in Sölden einen 700-Kilogramm-Betonkübel, der eine Gondel trifft. Neun Deutsche, darunter sechs Kinder, sterben. |
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| | === 2006 === | | === 2006 === |
| − | Ende 2006 kommt zu Pech und Pannen auch noch eine Pleite dazu: Roy Knaus muss Konkurs anmelden. Er schafft den Zwangsausgleich. | + | Ende 2006 kommt zu Pech und Pannen auch noch eine Pleite dazu: Roy Knaus muss Konkurs anmelden. Er schafft den Zwangsausgleich. |
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| | === 2007 === | | === 2007 === |
| − | Im November 2007 stürzt ein Helikopter in Bad Vöslau (Niederösterreich) ab. Beim Schwebeflug gerät der Heli in heftige Drehbewegungen. | + | Im November 2007 stürzt ein Helikopter in Bad Vöslau (Niederösterreich) ab. Beim Schwebeflug gerät der Heli in heftige Drehbewegungen. |
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| | === 2009 === | | === 2009 === |
| − | Mai 2009: In Ötz im Tiroler Bezirk Imst verliert ein Knaus-Hubschrauber eine Holzlast, die direkt auf eine Jausenstation fällt. Verletzt wird niemand. September 2009: Bei einem Transportflug verliert ein Hubschrauber im Defereggental im [[Osttirol]] ein 600 Kilogramm schweres Betonteil. Verletzt wird niemand. | + | Mai 2009: In Ötz im Tiroler Bezirk Imst verliert ein Knaus-Hubschrauber eine Holzlast, die direkt auf eine Jausenstation fällt. Verletzt wird niemand. September 2009: Bei einem Transportflug verliert ein Hubschrauber im [[Defereggental]] im [[Osttirol]] ein 600 Kilogramm schweres Betonteil. Verletzt wird niemand. |
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| | === 2010 === | | === 2010 === |
| − | Jänner 2010: Neue Sicherheitsvorschriften treiben das Flugunternehmen an den Rand des Ruins. Die Knaus-Hubschrauber müssen auf dem Boden bleiben - ein Streit mit der Austro Control beginnt. Im Oktober 2011 sieht der Verfassungsgerichtshof die Verordnung als gesetzeswidrig an. Roy Knaus klagt die Republik auf über sechs Mill. Euro Schadenersatz. Eine Entscheidung soll es im Juni 2012 geben. | + | Jänner 2010: Neue Sicherheitsvorschriften treiben das Flugunternehmen an den Rand des Ruins. Die Knaus-Hubschrauber müssen auf dem Boden bleiben - ein Streit mit der Austro Control beginnt. Im Oktober 2011 sieht der Verfassungsgerichtshof die Verordnung als gesetzeswidrig an. Roy Knaus klagt die Republik auf über sechs Mill. Euro Schadenersatz. Eine Entscheidung soll es im Juni 2012 geben. |
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| − | Juli 2010: Bei einem Hubschrauberabsturz in [[Dienten]] kommt ein erfahrener Pilot aus der Schweiz ums Leben. Er hatte Beton zu einer Liftbaustelle geflogen. | + | Juli 2010: Bei einem Hubschrauberabsturz in [[Dienten]] kommt ein erfahrener Pilot aus der Schweiz ums Leben. Er hatte Beton zu einer Liftbaustelle geflogen. |
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| | === 2011 === | | === 2011 === |
| − | Im März 2011 hebt ein Hubschrauber auf dem Dach der Uni-Klinik Innsbruck unkontrolliert ab. Der Pilot kann die schlingernde Maschine unter Kontrolle bringen und ein Unglück verhindern. | + | Im März 2011 hebt ein Hubschrauber auf dem Dach der Uni-Klinik Innsbruck unkontrolliert ab. Der Pilot kann die schlingernde Maschine unter Kontrolle bringen und ein Unglück verhindern. |
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| | === 2012 === | | === 2012 === |
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| | Der Stützpunkt Zell am See war der einzig noch erreichbare Rettungsstützpunkt gewesen, da es in Österreich keine Nachtbereitschaft bei der Flugrettung gibt. | | Der Stützpunkt Zell am See war der einzig noch erreichbare Rettungsstützpunkt gewesen, da es in Österreich keine Nachtbereitschaft bei der Flugrettung gibt. |
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| − | Mit diesem Einsatz wurden aber auch kritische Stimmen widerlegt, die im Zusammenhang mit dem Hubschrauber-Unglück Großvenediger laut geworden waren, die hinter solchen (extremen) Einsatzflügen nur die Gier nach schnellem Geld gesehen haben wollen. Bei solchen Einsätzen, wie eben auch dieses Beispiel vom 16. Juni 2012 zeigte, steht der Mensch im Vordergrund und die Menschen, die ihn retten, begeben sich selbst und wie in diesem Fall freiwillig in Gefahr. ''Dass das Pongauer Flugrettungsunternehmen bisher allen Widrigkeiten meistern konnte, ist ein Glücksfall'' meinte [[Christoph Reiser]] von den ''Salzburger Nachrichten'' in seiner Rubrik "Standpunkt" in der Ausgabe vom 18. Juni 2012. | + | Mit diesem Einsatz wurden aber auch kritische Stimmen widerlegt, die im Zusammenhang mit dem Hubschrauber-Unglück Großvenediger laut geworden waren, die hinter solchen (extremen) Einsatzflügen nur die Gier nach schnellem Geld gesehen haben wollen. Bei solchen Einsätzen, wie eben auch dieses Beispiel vom 16. Juni 2012 zeigte, steht der Mensch im Vordergrund und die Menschen, die ihn retten, begeben sich selbst und wie in diesem Fall freiwillig in Gefahr. ''Dass das Pongauer Flugrettungsunternehmen bisher allen Widrigkeiten meistern konnte, ist ein Glücksfall'' meinte [[Christoph Reiser]] von den ''Salzburger Nachrichten'' in seiner Rubrik "Standpunkt" in der Ausgabe vom 18. Juni 2012. |
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