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| | == Orgeln und Kirchenmusik ab 1628 == | | == Orgeln und Kirchenmusik ab 1628 == |
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| − | [[File:Salzburg Dom St. Virgil & Rupert Innen Langhaus Ost 12.jpg|thumb|Rekonstruktionen 1991. Rechts: ''Prinzipal-Chor'' mit „''Hoforgel''“; links: „''Heilig-Geist-Orgel''“]] | + | [[File:Salzburg Dom St. Virgil & Rupert Innen Langhaus Ost 12.jpg|thumb|Rekonstruktionen 1991. Rechts: ''Prinzipal-Chor'' mit "''Hoforgel''“; links: "''Heilig-Geist-Orgel''“]] |
| | Für den [[1628]] eingeweihten [[Salzburger Dom]] schuf [[Orgelmacher]] [[Leopold Rotenburger]] drei Instrumente, nämlich Orgeln für die zwei vordersten Emporen unter der Kuppel und ein Regal für das Presbyterium.<ref>[[Heribert Metzger]]: ''Die Orgeln im Dom zu Salzburg'', Salzburg 2011, S. 7.</ref> [[1643]] baute er zwei weitere Orgeln für die Trompeteremporen in der Vierung. Damit war eine einzigartige Möglichkeit geschaffen worden, polyphone barocke Kirchenmusik zum Erklingen zu bringen: an Hochfesten konnte in fünf Gruppen musiziert werden, im Presbyterium und auf den vier Emporen. | | Für den [[1628]] eingeweihten [[Salzburger Dom]] schuf [[Orgelmacher]] [[Leopold Rotenburger]] drei Instrumente, nämlich Orgeln für die zwei vordersten Emporen unter der Kuppel und ein Regal für das Presbyterium.<ref>[[Heribert Metzger]]: ''Die Orgeln im Dom zu Salzburg'', Salzburg 2011, S. 7.</ref> [[1643]] baute er zwei weitere Orgeln für die Trompeteremporen in der Vierung. Damit war eine einzigartige Möglichkeit geschaffen worden, polyphone barocke Kirchenmusik zum Erklingen zu bringen: an Hochfesten konnte in fünf Gruppen musiziert werden, im Presbyterium und auf den vier Emporen. |
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| | == Wiedererrichtung der Pfeileremporen und Orgeln ab 1990 == | | == Wiedererrichtung der Pfeileremporen und Orgeln ab 1990 == |
| − | 1985 gewann der Denkmalpfleger Corneille Jansson das Ausschreibungsverfahren zur Wiedererrichtung des 1859 zerstörten Ensembles der Orgeltribünen im Kuppelraum. Die Gehäuse der Orgeln wurde von Jansson nach dem baukünstlerischen Motiv der „Serliana“ entworfen, benannt nach dem Architekten Sebastian Serlio (1475–1555).<ref>In England wird es als „Scamozzi-Window“ bezeichnet, da das „Serliana“-Motiv von [[Vincenzo Scamozzi]] bekannt gemacht wurde.</ref> 1990 wurde wieder vier Emporen errichtet, darauf konnten fünf Orgelwerke aufgestellt werden. Die östlichen, ''zwei Süddeutschen Orgeln'' schuf 1991 Johann Pirchner (aus Steinach am Brenner), die drei westlichen wurden 1995 errichtet: die ''Venezianische Orgel'' auf der nördlichen Seite stammt von Franz Zanin (aus Camino al Tagliamento), die ''Renaissance-Orgel'' auf der südlichen Seite schuf Francesco Zanin (aus Codroipo). Auf einem zweiten ''Spielwerk'' wird ein Continuoregister (Copula 8′) zum Erklingen gebracht, das im Gehäuse der ''Renaissance-Orgel'' untergebracht ist. | + | 1985 gewann der Denkmalpfleger Corneille Jansson das Ausschreibungsverfahren zur Wiedererrichtung des 1859 zerstörten Ensembles der Orgeltribünen im Kuppelraum. Die Gehäuse der Orgeln wurde von Jansson nach dem baukünstlerischen Motiv der "Serliana“ entworfen, benannt nach dem Architekten Sebastian Serlio (1475–1555).<ref>In England wird es als "Scamozzi-Window“ bezeichnet, da das "Serliana“-Motiv von [[Vincenzo Scamozzi]] bekannt gemacht wurde.</ref> 1990 wurde wieder vier Emporen errichtet, darauf konnten fünf Orgelwerke aufgestellt werden. Die östlichen, ''zwei Süddeutschen Orgeln'' schuf 1991 Johann Pirchner (aus Steinach am Brenner), die drei westlichen wurden 1995 errichtet: die ''Venezianische Orgel'' auf der nördlichen Seite stammt von Franz Zanin (aus Camino al Tagliamento), die ''Renaissance-Orgel'' auf der südlichen Seite schuf Francesco Zanin (aus Codroipo). Auf einem zweiten ''Spielwerk'' wird ein Continuoregister (Copula 8′) zum Erklingen gebracht, das im Gehäuse der ''Renaissance-Orgel'' untergebracht ist. |
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| | == Quellen == | | == Quellen == |