Rudolf Graf von Thun und Hohenstein: Unterschied zwischen den Versionen
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[[Bild:Thun-Hohenstein Rudolf.jpg|thumb|Rudolf Graf von Thun und Hohenstein, November 1936]]'''Rudolf Josef Aloisius Ernest Anton Romedius Graf von Thun und Hohenstein''' (* [[21. Juni]] [[1859]] in [[Salzburg]]; † [[23. Februar]] [[1943]] auf [[Schloss Haunsperg]], [[Oberalm]]) war österreichischer Beamter, zuletzt Landesregierungsvizepräsident und Landesamtsdirektor von [[Oberösterreich]]. | [[Bild:Thun-Hohenstein Rudolf.jpg|thumb|Rudolf Graf von Thun und Hohenstein, November 1936]]'''Rudolf Josef Aloisius Ernest Anton Romedius Graf von Thun und Hohenstein''' (* [[21. Juni]] [[1859]] in [[Salzburg]]; † [[23. Februar]] [[1943]] auf [[Schloss Haunsperg]], [[Oberalm]]) war österreichischer Beamter, zuletzt Landesregierungsvizepräsident und Landesamtsdirektor von [[Oberösterreich]]. | ||
== | == Biografisches == | ||
===Familie=== | === Familie === | ||
Thun wurde zu Salzburg im ehemaligen gräflich [[Waldsteinsches Kanonikalhaus|Attems-Waldstein’schen Kanonikalhof]] (1864 bis 1938 und wieder seit 1947 [[Erzbischöfliches Palais|fürsterzbischöfliches Palais]]) geboren und war das erste von vier Kindern aus der Ehe von Ernst Graf von [[Thun und Hohenstein]], [[Reich#k._k.|k. k.]] [[Erklärungen früherer Bezeichnungen und Ausdrücke#K|Kämmerer]] und [[Erklärungen früherer Bezeichnungen und Ausdrücke#R|Rittmeister]] a.D., und Philippine Gräfin von Thun und Hohenstein, Sternkreuzordensdame und Malerin (Schülerin bei [[Johann Fischbach]] in Salzburg). [[Sigmund Graf von Thun-Hohenstein]], [[Landeshauptmann#k.k._Landespr.C3.A4sidenten_.281850_bis_1918.29|Statthalter]] des [[Herzogtum Salzburg|Herzogtums Salzburg]], war sein Onkel. | Thun wurde zu Salzburg im ehemaligen gräflich [[Waldsteinsches Kanonikalhaus|Attems-Waldstein’schen Kanonikalhof]] (1864 bis 1938 und wieder seit 1947 [[Erzbischöfliches Palais|fürsterzbischöfliches Palais]]) geboren und war das erste von vier Kindern aus der Ehe von Ernst Graf von [[Thun und Hohenstein]], [[Reich#k._k.|k. k.]] [[Erklärungen früherer Bezeichnungen und Ausdrücke#K|Kämmerer]] und [[Erklärungen früherer Bezeichnungen und Ausdrücke#R|Rittmeister]] a.D., und Philippine Gräfin von Thun und Hohenstein, Sternkreuzordensdame und Malerin (Schülerin bei [[Johann Fischbach]] in Salzburg). [[Sigmund Graf von Thun-Hohenstein]], [[Landeshauptmann#k.k._Landespr.C3.A4sidenten_.281850_bis_1918.29|Statthalter]] des [[Herzogtum Salzburg|Herzogtums Salzburg]], war sein Onkel. | ||
Am [[10. Juni]] [[1911]] heiratete er auf Schloss Haunsperg in [[Oberalm]] [[Marie Mautner von Markhof]], welche [[1899]] gemeinsam mit ihrem Bruder [[Adolf Mautner von Markhof]] diesen ehemaligen Adelssitz erworben hatte. | Am [[10. Juni]] [[1911]] heiratete er auf Schloss Haunsperg in [[Oberalm]] [[Marie Mautner von Markhof]], welche [[1899]] gemeinsam mit ihrem Bruder [[Adolf Mautner von Markhof]] diesen ehemaligen Adelssitz erworben hatte. | ||
===Beruflicher Werdegang=== | === Beruflicher Werdegang === | ||
[[1877]] maturierte er in Salzburg, wo er [[1883]] bei der [[Landesregierung]] in den Staatsdienst eintrat. [[1896]] wurde er Leiter der eben erst neu errichteten [[Bezirkshauptmannschaft Hallein]] und [[1900]] der [[Bezirkshauptmannschaft Salzburg-Umgebung]]. Als Landesregierungsrat (seit [[1904]]) bearbeitete er das Eisenbahn-, Wasser- und Agrarwesen. | [[1877]] maturierte er in Salzburg, wo er [[1883]] bei der [[Landesregierung]] in den Staatsdienst eintrat. [[1896]] wurde er Leiter der eben erst neu errichteten [[Bezirkshauptmannschaft Hallein]] und [[1900]] der [[Bezirkshauptmannschaft Salzburg-Umgebung]]. Als Landesregierungsrat (seit [[1904]]) bearbeitete er das Eisenbahn-, Wasser- und Agrarwesen. | ||
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[[1916]] wurde er Statthaltereivizepräsident und Landesamtsdirektor in [[Linz]] und trat [[1919]] als Landesregierungsvizepräsident und Landesamtsdirektor in den Ruhestand, den er auf Schloss Haunsperg zubrachte. | [[1916]] wurde er Statthaltereivizepräsident und Landesamtsdirektor in [[Linz]] und trat [[1919]] als Landesregierungsvizepräsident und Landesamtsdirektor in den Ruhestand, den er auf Schloss Haunsperg zubrachte. | ||
===Ehrungen=== | === Ehrungen === | ||
Thun war Träger des Leopoldordens ([[1916]]) und des Komturkreuzes des Franz-Josef-Ordens mit dem Stern ([[1917]]). | Thun war Träger des Leopoldordens ([[1916]]) und des Komturkreuzes des Franz-Josef-Ordens mit dem Stern ([[1917]]). | ||
Er war [[Ehrenbürger]] der Städte [[Ehrenbürger der Stadt Hallein|Hallein]] und Bregenz sowie von zehn Gemeinden des Landes Salzburg ([[Ehrenbürger der Marktgemeinde Abtenau|Abtenau]], [[Ehrenbürger der Gemeinde Adnet|Adnet]], [[Ehrenbürger der Gemeinde Annaberg-Lungötz|Annaberg]], [[Ehrenbürger der Gemeinde St. Gilgen|St. Gilgen]], [[Ehrenbürger der ehemaligen Gemeinde Gnigl|Gnigl]], [[Ehrenbürger der Gemeinde Hallwang|Hallwang]], [[Ehrenbürger der Gemeinde St. Koloman|St. Koloman]], [[Ehrenbürger der Gemeinde Krispl|Krispl]], [[Ehrenbürger der Marktgemeinde Oberalm|Oberalm]] und [[Ehrenbürger der Marktgemeinde Straßwalchen|Straßwalchen-Land]]). | Er war [[Ehrenbürger]] der Städte [[Ehrenbürger der Stadt Hallein|Hallein]] und Bregenz sowie von zehn Gemeinden des Landes Salzburg ([[Ehrenbürger der Marktgemeinde Abtenau|Abtenau]], [[Ehrenbürger der Gemeinde Adnet|Adnet]], [[Ehrenbürger der Gemeinde Annaberg-Lungötz|Annaberg]], [[Ehrenbürger der Gemeinde St. Gilgen|St. Gilgen]], [[Ehrenbürger der ehemaligen Gemeinde Gnigl|Gnigl]], [[Ehrenbürger der Gemeinde Hallwang|Hallwang]], [[Ehrenbürger der Gemeinde St. Koloman|St. Koloman]], [[Ehrenbürger der Gemeinde Krispl|Krispl]], [[Ehrenbürger der Marktgemeinde Oberalm|Oberalm]] und [[Ehrenbürger der Marktgemeinde Straßwalchen|Straßwalchen-Land]]). | ||
===Sonstiges=== | === Sonstiges === | ||
Eine besondere Vorliebe hegte Thun für Mathematik. Auch war er ein begeisterter Bergsteiger. War er bereits in seiner Jugend ([[1875]]) u. a. mit [[Anton von Posselt-Czorich]] in seinen geliebten Salzburger Bergen unterwegs gewesen, so unternahm er noch als 80-Jähriger weite Wanderungen in diesen. | Eine besondere Vorliebe hegte Thun für Mathematik. Auch war er ein begeisterter Bergsteiger. War er bereits in seiner Jugend ([[1875]]) u. a. mit [[Anton von Posselt-Czorich]] in seinen geliebten Salzburger Bergen unterwegs gewesen, so unternahm er noch als 80-Jähriger weite Wanderungen in diesen. | ||
===Ableben=== | === Ableben === | ||
Thun starb am 23. Februar 1943 auf Schloss Haunsperg und liegt auf dem Friedhof zu Oberalm begraben. | Thun starb am 23. Februar 1943 auf Schloss Haunsperg und liegt auf dem Friedhof zu Oberalm begraben. | ||
==Quellen und Literatur== | == Quellen und Literatur == | ||
*[[Mitteilungen der Gesellschaft für Salzburger Landeskunde]], Jahrgang 1944/1945, S. 211 f., Nachruf auf Rudolf Graf Thun-Hohenstein im [[Mitteilungen der Gesellschaft für Salzburger Landeskunde, Nekrologe|Nekrolog]] 1943 | *[[Mitteilungen der Gesellschaft für Salzburger Landeskunde]], Jahrgang 1944/1945, S. 211 f., Nachruf auf Rudolf Graf Thun-Hohenstein im [[Mitteilungen der Gesellschaft für Salzburger Landeskunde, Nekrologe|Nekrolog]] 1943 | ||
*Zeitungsartikel aus den Jahren 1916, 1926, 1936, 1943 | *Zeitungsartikel aus den Jahren 1916, 1926, 1936, 1943 | ||