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| | Bartholomäus Krimpelstätter war Bauer auf dem Jagglgut im Ortsteil [[Esch]] in [[Hallwang]]. Er war verheiratet mit Martina, geb. Moser. Das Ehepaar Krimplstätter hatte zehn gemeinsame Kinder. Bis zum 18. Dezember 1800, wenige Tage nach der [[Schlacht am Walserfeld]], nahm ihr Leben vermutlich einen ganz „normalen“ Verlauf. | | Bartholomäus Krimpelstätter war Bauer auf dem Jagglgut im Ortsteil [[Esch]] in [[Hallwang]]. Er war verheiratet mit Martina, geb. Moser. Das Ehepaar Krimplstätter hatte zehn gemeinsame Kinder. Bis zum 18. Dezember 1800, wenige Tage nach der [[Schlacht am Walserfeld]], nahm ihr Leben vermutlich einen ganz „normalen“ Verlauf. |
| | ==Exkurs: Die Schlacht auf dem Walserfeld== | | ==Exkurs: Die Schlacht auf dem Walserfeld== |
| − | Sie fand vom 12. bis zum [[14. Dezember 1800]] statt. Es war die größte militärische Auseinandersetzung, die je auf Salzburger Boden stattgefunden hat. Den Sieg errangen die Franzosen unter Obergeneral [[Jean-Victor Moreau]], der anschließend mit seinen Truppen in die Stadt Salzburg einmarschierte. Trupps französischer Soldaten bewegten sich jedoch in den folgenden Tagen auch über Land, unter anderem im Raum [[Seekirchen]], [[Neumarkt]] und [[Hallwang]] im [Salzburger [Flachgau]], sowie im [[Tennengau]] und im [[Pongau]]. | + | Sie fand vom 12. bis zum [[14. Dezember 1800]] statt. Es war die größte militärische Auseinandersetzung, die je auf Salzburger Boden stattgefunden hat. Den Sieg errangen die Franzosen unter Obergeneral [[Jean-Victor Moreau]], der anschließend mit seinen Truppen in die Stadt Salzburg einmarschierte. Trupps französischer Soldaten bewegten sich jedoch in den folgenden Tagen auch über Land, unter anderem im Raum [[Seekirchen]], [[Neumarkt]] und [[Hallwang]] im Salzburger [[Flachgau]], sowie im [[Tennengau]] und im [[Pongau]]. |
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| | Obwohl durch Erlässe des französischen Oberkommandos verboten, kam es dort und da zu Plünderungen und anderen Gewalttaten, in deren Folge weitere Opfer zu beklagen waren. So kam auch [[Martin Seywald]], Bauer auf dem Brucklehen in [[Werfen]], am 19. Dezember 1800 zu Tode. Sein Schicksal und das seiner Familie hat Fritz Hörmann recherchiert (siehe Quellen). Bereits einen Tag zuvor, am 18. Dezember 1800, ereilte Bartholomäus Krimpelstätter dasselbe Schicksal. | | Obwohl durch Erlässe des französischen Oberkommandos verboten, kam es dort und da zu Plünderungen und anderen Gewalttaten, in deren Folge weitere Opfer zu beklagen waren. So kam auch [[Martin Seywald]], Bauer auf dem Brucklehen in [[Werfen]], am 19. Dezember 1800 zu Tode. Sein Schicksal und das seiner Familie hat Fritz Hörmann recherchiert (siehe Quellen). Bereits einen Tag zuvor, am 18. Dezember 1800, ereilte Bartholomäus Krimpelstätter dasselbe Schicksal. |
| | ==Von Franzosen erschossen== | | ==Von Franzosen erschossen== |
| − | Wie oben erwähnt, war Bartholomäus Krimpelstätter Bauer am Jagglgut in [[Esch]]. Esch ist eine Ortschaft in der Gemeinde [[Hallwang]] im Bezirk [[Salzburg Umgebung]], Die Ortschaft liegt am nordöstlichen Stadtrand Salzburgs, nördlich des Heubergs. Sie umfasst die Ansiedlungen entlang der [[B 1]] ([[Wiener Straße]]) zwischen Salzburg-[[Gnigl]]und dem [[Talübergang Zilling]] der [[Westautobah]]n [[A 1]], also dem Anstieg aus dem [[Salzburger Becken]]auf die Höhenstufe des [[Salzburger Seengebiet]]s, der rund 150 Höhenmeter beträgt. Das Jagglgut war wie das oben erwähnte und heute nicht mehr bestehende Brucklehen in Werfen insofern ausgesetzt, als die Ortschaft damals an der Haupt-Durchzugs-Straße situiert war. | + | Wie oben erwähnt, war Bartholomäus Krimpelstätter Bauer am Jagglgut in [[Esch]]. Esch ist eine Ortschaft in der Gemeinde [[Hallwang]] im Bezirk [[Salzburg Umgebung]], Die Ortschaft liegt am nordöstlichen Stadtrand Salzburgs, nördlich des [[Heuberg]]s. Sie umfasst die Ansiedlungen entlang der [[B 1]] ([[Wiener Straße]]) zwischen Salzburg-[[Gnigl]] und dem [[Talübergang Zilling]] der [[Westautobahn]] [[A 1]], also dem Anstieg aus dem [[Salzburger Becken]] auf die Höhenstufe des [[Salzburger Seengebiet]]s, der rund 150 Höhenmeter beträgt. Das Jagglgut war wie das oben erwähnte und heute nicht mehr bestehende Brucklehen in Werfen insofern ausgesetzt, als die Ortschaft an der Haupt-Durchzugs-Straße situiert war. |
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| | In Friedenszeiten durch die Verkehrsanbindung begünstigt, bedeutet eine derartige Lage heute mitunter das in Kauf nehmen eines oft belastenden Verkehrsaufkommens und in Kriegszeiten, wie in der sogenannten „Franzosenzeit“, besondere Vulnerabilität. Denn es sind nicht die abseitig gelegenen Bauerngüter, die von Überfällen durchziehender Soldateska bedroht sind, sondern jene Höfe, die sozusagen am Weg lagen. | | In Friedenszeiten durch die Verkehrsanbindung begünstigt, bedeutet eine derartige Lage heute mitunter das in Kauf nehmen eines oft belastenden Verkehrsaufkommens und in Kriegszeiten, wie in der sogenannten „Franzosenzeit“, besondere Vulnerabilität. Denn es sind nicht die abseitig gelegenen Bauerngüter, die von Überfällen durchziehender Soldateska bedroht sind, sondern jene Höfe, die sozusagen am Weg lagen. |