Änderungen

3.273 Bytes hinzugefügt ,  22:57, 16. Mai 2019
Erg nach Quelle Josef Eder (Baumeister und Historiker) ~~~~
Zeile 2: Zeile 2:  
Das '''Café Wasserfall''', vormals ''Café Endres'', ist ein ehemaliges [[Caféhäuser in der Stadt Salzburg|Kaffeehaus]] in der [[Linzer Gasse]] Nr. 10.  
 
Das '''Café Wasserfall''', vormals ''Café Endres'', ist ein ehemaliges [[Caféhäuser in der Stadt Salzburg|Kaffeehaus]] in der [[Linzer Gasse]] Nr. 10.  
   −
==Geschichte==
+
== Geschichte ==
 +
An der rechten Seite der Gasse steht eine sehr alte Behausung, die mit der Rückseite an den [[Kapuzinerberg]] angebaut wurde und heute die [[Hausnummern|Hausnr.]] 10 trägt. Die Häuser der mittleren Reut stammen aus dem [[13. Jahrhundert]], die durch eine Ringmauer und eine Mauer hinauf zum [[Trompeterschlößl]] geschützt wurden.
 +
 
 +
Zu Anfang des 15. Jahrhunderts wird die Behausung als „das ander haws vom [[Inneres Ostertor|Ostertor]] herab" erstmals erwähnt. [[1453]] heißt es: „Martin Oesterl kauft die Wirthsbehawsung enthalb der pruggen in der St. Ruprechtgaßen zwischen der Peckhen und Sleinzerbehawsung". [[1499]] kauft das Haus Erhart Zieher, Gastgeb, [[1556]] ist dort der Sohn Metzger und Gastgeb, [[1600]] ist es Michl Pichler, Metzger und Gastgeb beim Ostertor, [[1636]] gehört das Haus Paul Niernfteinlechner. [[1698]] kauft es von seinen Erben Johann Pampichler, [[1713]] gehört es dessen Sohn Philipp, der eine „Metzgerbank und Sudelkuchl enthalb der Brüggen" hat. Das Wirtshaus wurde zum „weißen Lamm" oder ''"Lamplwirtshaus"''. [[1748]] heiratete Philipp Pampichlers Witwe Franz Rottenburger.
 +
 
 +
[[1811]] beurkundet das Hypothekenbuch: "Die Behausung enthalb der Brucken, das Metzger- oder Rottenburgerhaus benannt, wurde am 7. Juli d. J. öffentlich versteigert und um das Meistgebot von 7000 [[Gulden]] der Franziska Holzbauer, geschiedene Winter, zugesprochen". [[1826]] übernahm das Haus M. A. Lüftenegger.
 +
 
 +
[[1843]] kauften es Franz und Maria Endres um 10.000 [[Gulden]]. Das Gasthaus wurde in ein Kaffeehaus umgewandelt. Seit [[1878]] war das Kaffeehaus verpachtet, und zwar vorerst an Franz Burgstaller, nach dessen Tode an Karl Metz, sodann an Franz Ehrenegger, zuletzt an Joses Obermayer. Das Haus blieb jedoch im Besitze der Familie Endres.
 +
 
 +
Die Lokale bestanden aus einem sogenannten Billardzimmer mit anschließender Kaffeeküche, dahinter lag noch ein Kaffeestübchen. An der Rückwand dieses Stübchens ließ Burgstaller das Bild des [[Gollinger Wasserfall]]es anbringen. Nun hieß es „Beim Wasserfall".
 +
 
 +
[[1906]] kauften die Kaufmanns-Eheleute Hans und Karolina Ortner der Franziska Endres das Haus ab. 1910 ließen die Eheleute Ortner durch die Baufirma [[Wagner (Baumeister)|''Gebr. Wagner'']] die ebenerdigen Lokale in ein Kolonialwarengeschäft umbauen. Die Kaffeehaus[[Erklärungen früherer Bezeichnungen und Ausdrücke#G|gerechtsame]] wurde im Februar 1911 als ruhend angemeldet. [[1919]] starb Kaufmann Hans Ortner und der väterliche Anteil ging an den Sohn über.
 +
 
 +
[[1926]] kaufte die reale Kaffeehausgerechtsame [[Georg Lohr]]. Er überbrachte sie aus das Haus [[Linzergasse 1]]. 1928 kauften das Haus August und Johanna Mayer, die planten, die Räumlichkeiten in größerem Umfange für ihren Betrieb zu verwenden. Die schlechten Geschäftsverhältnisse machten diese Absichten zunichte. Im Jahre 1933 kaufte nun August Mayer eine Wirtshauskonzession, baute das Lokal des ehemaligen Cafe Wasserfall um und eröffnete in ihm das Kapuzinerberg-Weinstübl.
 +
 
 
Der Spezereiwarenhändler<ref name = "Schobersberger">[[Walburg Schobersberger]], ''Vom Cafégewölb zum Literatencafé'', in: [[Salzburg Archiv]], Band&nbsp;20 (1995), S.&nbsp;332</ref> Pechtl, Inhaber des [[Pechtl'sches Kaffeehaus|Pechtl'schen Kaffeehauses]], hatte eine Tochter, die den aus [[Augsburg]] stammenden Advokaten<ref name = "MGSLK">[[Mitteilungen der Gesellschaft für Salzburger Landeskunde, Nekrologe|Nekrolog]] auf Heinrich Endres, [[Mitteilungen der Gesellschaft für Salzburger Landeskunde]] [http://anno.onb.ac.at/cgi-content/anno-plus?apm=0&aid=slk&datum=19070006&zoom=6&seite=00000411 47, 1907, S.&nbsp;411.]</ref>
 
Der Spezereiwarenhändler<ref name = "Schobersberger">[[Walburg Schobersberger]], ''Vom Cafégewölb zum Literatencafé'', in: [[Salzburg Archiv]], Band&nbsp;20 (1995), S.&nbsp;332</ref> Pechtl, Inhaber des [[Pechtl'sches Kaffeehaus|Pechtl'schen Kaffeehauses]], hatte eine Tochter, die den aus [[Augsburg]] stammenden Advokaten<ref name = "MGSLK">[[Mitteilungen der Gesellschaft für Salzburger Landeskunde, Nekrologe|Nekrolog]] auf Heinrich Endres, [[Mitteilungen der Gesellschaft für Salzburger Landeskunde]] [http://anno.onb.ac.at/cgi-content/anno-plus?apm=0&aid=slk&datum=19070006&zoom=6&seite=00000411 47, 1907, S.&nbsp;411.]</ref>
 
Dr.&nbsp;Franz<ref>Vorname ''Franz'' bereits in der Urfassung dieses Artikels, allerdings ohne Quellenangabe</ref>
 
Dr.&nbsp;Franz<ref>Vorname ''Franz'' bereits in der Urfassung dieses Artikels, allerdings ohne Quellenangabe</ref>
Zeile 19: Zeile 33:  
[[2008]] wird es als italienisches Restaurant geführt.
 
[[2008]] wird es als italienisches Restaurant geführt.
   −
==Quellen, Fußnoten==
+
== Quellen ==
 +
* [[Josef Eder (Baumeister und Historiker)|Josef Eder]]: ''"Das alte Lampl-Wirtshaus"'' [http://anno.onb.ac.at/cgi-content/anno?aid=svb&datum=19330527&query=%22Eder%22&seite=10 ANNO], [[Salzburger Volksblatt]], Sa, 27. Mai 1933, Seite 10
 +
 
 +
== Fußnoten ==
 
<references/>
 
<references/>