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| | Nach der endgültigen Auflösung des Bistums im Jahr [[1817]] zog der Salzburger Erzbischof [[Augustin Johann Joseph Gruber]] ein, von [[1836]] bis [[1841]] boten die bischöflichen Gemächer der Familie des spanischen Kronprinzen Don Carlos Zuflucht. | | Nach der endgültigen Auflösung des Bistums im Jahr [[1817]] zog der Salzburger Erzbischof [[Augustin Johann Joseph Gruber]] ein, von [[1836]] bis [[1841]] boten die bischöflichen Gemächer der Familie des spanischen Kronprinzen Don Carlos Zuflucht. |
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| − | [[1856]] bis nach [[1863]] gehörte der Chiemseehof zum kameral-ärarischen Besitz. <ref>[http://anno.onb.ac.at/cgi-content/anno?aid=sza&datum=18600911&query=%22chiemseehof%22&seite=8 [[ANNO]]], [[Salzburger Zeitung]], 11. September 1860, Seite 3</ref> <ref>[http://anno.onb.ac.at/cgi-content/anno?aid=sza&datum=18631221&query=%22chiemseehof%22&seite=3 [[ANNO]]], [[Salzburger Zeitung]], 21. Dezember 1863, Seite 3 </ref> | + | [[1856]] bis nach [[1863]] gehörte der Chiemseehof zum kameral-ärarischen Besitz. <ref>[http://anno.onb.ac.at/cgi-content/anno?aid=sza&datum=18600911&query=%22chiemseehof%22&seite=8 ANNO], [[Salzburger Zeitung]], 11. September 1860, Seite 3</ref> <ref>[http://anno.onb.ac.at/cgi-content/anno?aid=sza&datum=18631221&query=%22chiemseehof%22&seite=3 ANNO], [[Salzburger Zeitung]], 21. Dezember 1863, Seite 3 </ref> |
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| | == Amtssitz Land Salzburg == | | == Amtssitz Land Salzburg == |
| − | [[1864]] wurde der Chiemseehof dem [[Landesausschuss]], der neuen Vertretung des Landes, provisorisch zur Nutzung überlassen. Die k.k. Staatsverwaltung behielt sich die [[Neue Residenz]] als Diskasteralgebäude und es gab bereits damals eine Diskussion über die Rückgabe von ehemaligen Landeseigentum an das Land.<ref>[http://anno.onb.ac.at/cgi-content/anno?aid=sza&datum=18640314&query=%22chiemseehof%22&seite=2 [[ANNO]]] [[Salzburger Zeitung]], 14. März 1864, Seite 2</ref> <ref>[http://anno.onb.ac.at/cgi-content/anno?aid=sza&datum=18641128&query=%22Chiemseehof%22&seite=2 [[ANNO]]] [[Salzburger Zeitung]], 28. November 1864, Seite 2</ref> | + | [[1864]] wurde der Chiemseehof dem [[Landesausschuss]], der neuen Vertretung des Landes, provisorisch zur Nutzung überlassen. Die k.k. Staatsverwaltung behielt sich die [[Neue Residenz]] als Diskasteralgebäude und es gab bereits damals eine Diskussion über die Rückgabe von ehemaligen Landeseigentum an das Land.<ref>[http://anno.onb.ac.at/cgi-content/anno?aid=sza&datum=18640314&query=%22chiemseehof%22&seite=2 ANNO] [[Salzburger Zeitung]], 14. März 1864, Seite 2</ref> <ref>[http://anno.onb.ac.at/cgi-content/anno?aid=sza&datum=18641128&query=%22Chiemseehof%22&seite=2 ANNO] [[Salzburger Zeitung]], 28. November 1864, Seite 2</ref> |
| − | [[1866]] trat die k.k. Staatsverwaltung den Chiemseehof samt Garten und Zubehör das [[Land Salzburg (Verwaltung)|Land Salzburg]] ab. <ref>[http://anno.onb.ac.at/cgi-content/anno?aid=sza&datum=18661120&query=%22chiemseehof%22&seite=2 [[ANNO]]] [[Salzburger Zeitung]], 20. November 1866, Seite 2</ref> <ref>[http://anno.onb.ac.at/cgi-content/anno?aid=wrz&datum=18661123&query=%22chiemseehof%22&seite=1 [[ANNO]]] Wiener Zeitung, Amtlicher Teil, 23. November 1866, Seite 1</ref> Der ehemalige Getreide-Schüttkasten wurde für den neu eingerichteten Salzburger Landtag zum [[Landtagssitzungssaal]] umgebaut.<ref>[http://anno.onb.ac.at/cgi-content/anno?aid=sza&datum=18660622&query=%22chiemseehof%22&seite=5 [[ANNO]]] [[Salzburger Zeitung]], 22. Juni 1866, Seite 5</ref> An der Stirnseite des Landtagssaales wurde eine längliche steinerne Tafel in altdeutscher Schrift eingemauert, mit den Worten: ''"Memorare novissima"'' (Bedenke den Letzten Tag). Diese Tafel war schon in dem früheren Gebäude eingemauert gewesen. Bei der Adaptierung des Gebäudes beließ man sie nicht ohne Grund. So wurde der Chiemseehof zum [[Landhaus]]. Die erste Sitzung im neu errichteten und bis heute genutzten Sitzungssaal des Landtags fand 1868 statt. | + | [[1866]] trat die k.k. Staatsverwaltung den Chiemseehof samt Garten und Zubehör das [[Land Salzburg (Verwaltung)|Land Salzburg]] ab. <ref>[http://anno.onb.ac.at/cgi-content/anno?aid=sza&datum=18661120&query=%22chiemseehof%22&seite=2 ANNO] [[Salzburger Zeitung]], 20. November 1866, Seite 2</ref> <ref>[http://anno.onb.ac.at/cgi-content/anno?aid=wrz&datum=18661123&query=%22chiemseehof%22&seite=1 ANNO] Wiener Zeitung, Amtlicher Teil, 23. November 1866, Seite 1</ref> Der ehemalige Getreide-Schüttkasten wurde für den neu eingerichteten Salzburger Landtag zum [[Landtagssitzungssaal]] umgebaut.<ref>[http://anno.onb.ac.at/cgi-content/anno?aid=sza&datum=18660622&query=%22chiemseehof%22&seite=5 ANNO] [[Salzburger Zeitung]], 22. Juni 1866, Seite 5</ref> An der Stirnseite des Landtagssaales wurde eine längliche steinerne Tafel in altdeutscher Schrift eingemauert, mit den Worten: ''"Memorare novissima"'' (Bedenke den Letzten Tag). Diese Tafel war schon in dem früheren Gebäude eingemauert gewesen. Bei der Adaptierung des Gebäudes beließ man sie nicht ohne Grund. So wurde der Chiemseehof zum [[Landhaus]]. Die erste Sitzung im neu errichteten und bis heute genutzten Sitzungssaal des Landtags fand 1868 statt. |
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| − | Bei der Planierung des Innenhofes wurde am 6. November [[1866]] ein [[Römer|römischer]] Mosaikboden gefunden, etwa in der Größe einer mittleren Tischplatte. Das Mosaik war gut erhalten, die Farben dunkel. Das Bildnis zeigte die Entführung der Europa durch Jupiter in Stiergestalt. Es fehlte leider der Kopf der Europa.<ref>[http://anno.onb.ac.at/cgi-content/anno?aid=ote&datum=18661107&query=%22chiemseehof%22&ref=anno-search&seite=2 [[ANNO]]] Linzer Abendbote, 7. November 1866, Seite 2</ref> | + | Bei der Planierung des Innenhofes wurde am 6. November [[1866]] ein [[Römer|römischer]] Mosaikboden gefunden, etwa in der Größe einer mittleren Tischplatte. Das Mosaik war gut erhalten, die Farben dunkel. Das Bildnis zeigte die Entführung der Europa durch Jupiter in Stiergestalt. Es fehlte leider der Kopf der Europa.<ref>[http://anno.onb.ac.at/cgi-content/anno?aid=ote&datum=18661107&query=%22chiemseehof%22&ref=anno-search&seite=2 ANNO] Linzer Abendbote, 7. November 1866, Seite 2</ref> |
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| | [[1875]] die Hofkapelle im Zuge der weiteren Adaptierung abgetragen und es entstand dort der ein Zubau, in dem sich das Büro des Landtagspräsidenten befindet. | | [[1875]] die Hofkapelle im Zuge der weiteren Adaptierung abgetragen und es entstand dort der ein Zubau, in dem sich das Büro des Landtagspräsidenten befindet. |