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Die '''Salzburger Wacht''' war eine [[Tageszeitungen|Tageszeitung]] der [[SPÖ|Sozialdemokratischen Partei]], die zwischen [[1899]] und [[1934]] herausgegeben wurde. Nach dem [[Zweiter Weltkrieg|Zweiten Weltkrieg]] erschien die Zeitung wieder als [[Demokratisches Volksblatt]].
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Die '''Salzburger Wacht''' war eine [[Tageszeitungen|Tageszeitung]] der [[SPÖ|Sozialdemokratischen Arbeiterpartei]], die zwischen [[1899]] und [[1934]] herausgegeben wurde. Nach dem [[Zweiter Weltkrieg|Zweiten Weltkrieg]] erschien die Zeitung wieder als [[Demokratisches Volksblatt]].
    
==Geschichte==
 
==Geschichte==
Bereits [[1898]] spielte die SPÖ mit dem Gedanken, eine eigene Tageszeitung herauszugeben. Ein eigenes Komitee war eingesetzt worden, um die "Salzburger Wacht§ vorzubereiten. Ihm gehörte auch der spätere erste Chefredakteur [[Jakob Prähauser]] an. Am [[14. April]] [[1899]] erschien die erste Nummer, doch bereits am [[5. Jänner]] [[1900]] stellte man die Wacht auf eine Wochenzeitung um. Zahlreiche Nummern der Salzburger Wacht wurden beschlagnahmt, Prähauser geriet oft mit der Zensur in Konflikt und stand mehrmals vor Gericht.
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Bereits [[1898]] spielten die Salzburger Sozialdemokraten mit dem Gedanken, eine eigene Tageszeitung herauszugeben. Ein eigenes Komitee war eingesetzt worden, um die "Salzburger Wacht" vorzubereiten. Ihm gehörte auch der spätere erste Chefredakteur [[Jakob Prähauser]] an. Am [[14. April]] [[1899]] erschien die erste Nummer, doch bereits am [[5. Jänner]] [[1900]] stellte man die Wacht auf eine Wochenzeitung um. Zahlreiche Nummern der Salzburger Wacht wurden beschlagnahmt, Prähauser geriet oft mit der Zensur in Konflikt und stand mehrmals vor Gericht.
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Prähauser musste nach einem weiteren Konflikt [[1904]] die Zeitung verlassen, ihm folgte der spätere Landtagsabgeordnete und Landeshauptmannstellvertreter [[Robert Preußler]] nach, dem es gelang, die Auflage binnen eines knappen Jahres von 2.300 auf 4.500 zu erhöhen. Preußler überließ [[1907]] [[Josef Witternigg]] das Amt des verantwortlichen Redakteurs und schien fortan bis zur Einstellung des Blattes als Herausgeber auf.  
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Prähauser musste nach einem weiteren Konflikt [[1904]] die Zeitung verlassen. Ihm folgte der spätere Landtagsabgeordnete und Landeshauptmannstellvertreter [[Robert Preußler]] nach, dem es gelang, die Auflage binnen eines knappen Jahres von 2.300 auf 4.500 zu erhöhen. Preußler überließ [[1907]] [[Josef Witternigg]] das Amt des verantwortlichen Redakteurs und schien fortan bis zur Einstellung des Blattes als Herausgeber auf.  
    
Schon [[1906]] kritisierte das Blatt die Sinnhaftigkeit und Wirtschaftlichkeit des gerade stattfindenden [[Mozartfest]]es, dass die Veranstaltung wieder nur den oberen Zehntausend vorbehalten sei und man eigentlich in der ganzen Stadt nichts vom Mozartfest merkte<ref>Diesen Eindruck konnten alle weiteren musikalischen Großereignisse in der Stadt Salzburg bis heute nicht ablegen.</ref>.
 
Schon [[1906]] kritisierte das Blatt die Sinnhaftigkeit und Wirtschaftlichkeit des gerade stattfindenden [[Mozartfest]]es, dass die Veranstaltung wieder nur den oberen Zehntausend vorbehalten sei und man eigentlich in der ganzen Stadt nichts vom Mozartfest merkte<ref>Diesen Eindruck konnten alle weiteren musikalischen Großereignisse in der Stadt Salzburg bis heute nicht ablegen.</ref>.
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Ab Jänner [[1911]] konnte die Salzburger Wacht wieder sechsmal wöchentlich erscheinen. Ab Mai [[1915]] wurde die Salzburger Wacht während des Krieges als Lokalausgabe der Innsbrucker Volkszeitung weitergeführt, ab [[16. Dezember]] [[1918]] wurde sie wieder zur Gänze in [[Salzburg]] erstellt.
 
Ab Jänner [[1911]] konnte die Salzburger Wacht wieder sechsmal wöchentlich erscheinen. Ab Mai [[1915]] wurde die Salzburger Wacht während des Krieges als Lokalausgabe der Innsbrucker Volkszeitung weitergeführt, ab [[16. Dezember]] [[1918]] wurde sie wieder zur Gänze in [[Salzburg]] erstellt.
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Als am [[12. Februar]] [[1934]] die SPÖ verboten wurde, musste auch die Salzburger Wacht kommentarlos ihr Erscheinen einstellen. Als Wochenzeitung durfte sie ab [[24. März]] 1934 noch einmal verlegt werden, bevor es am [[26. Mai]] 1934 zum endgültigen Aus kam.
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Als am [[12. Februar]] [[1934]] die Sozialdemokratischen Arbeiterpartei verboten wurde, musste auch die Salzburger Wacht kommentarlos ihr Erscheinen einstellen. Als Wochenzeitung durfte sie ab [[24. März]] 1934 noch einmal verlegt werden, bevor es am [[26. Mai]] 1934 zum endgültigen Aus kam.
    
==Chefredakteure==
 
==Chefredakteure==
 
Eine Auswahl der Chefredakteure, die die Salzburger Wacht über einen längeren Zeitraum prägten:
 
Eine Auswahl der Chefredakteure, die die Salzburger Wacht über einen längeren Zeitraum prägten:
   
*[[Jakob Prähauser]] (1899-1904)
 
*[[Jakob Prähauser]] (1899-1904)
 
*[[Robert Preußler]] (1904-1907, dann Herausgeber)
 
*[[Robert Preußler]] (1904-1907, dann Herausgeber)
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==Quellen==
 
==Quellen==
* Waltraud Jakob: Salzburger Zeitungsgeschichte. Salzburg Dokumentationen Band 39, [[Landespressebüro]] 1979
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* [[Waltraud Jakob]]: Salzburger Zeitungsgeschichte. Salzburg Dokumentationen Band 39, [[Landespressebüro]] 1979
* ''Salzburg 1905'', Herausgeber [[Salzburger Museum Carolino Augusteum]], 1995,
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* ''Salzburg 1905'', Herausgeber [[Salzburger Museum Carolino-Augusteum]], 1995
    
[[Kategorie:Medien]]
 
[[Kategorie:Medien]]