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Als der Fürsterzbischof Max Gandolf sah, dass auch viele Kinder seines Landes wegen solcher Grausamkeit heimlich Hab und Gut verließen und über die Grenze flüchteten, bot er allen "Gnade" an, jedoch forderte er erneut , dass alle Landesbürger katholisch werden müssten.  Joseph Schaitberger machte sich nach Verbüßung der Strafhaft zu seinen evangelischen Glaubensbrüdern auf und stärkte sie im Glauben. Weitere, die ihren  protestantischen Glauben nicht leugneten und den Eid nicht ablegten, verließen heimlich das Land und der gewaltsamen Ausweisung zuvorzukommen. Viele jedoch wurden auch - entgegen aller rechtlicher Bestimmungen - nach Beraubung all ihrer Gütern und ihrer Kinder gewaltsam über die Grenze geschafft, so auch Joseph Schaitberger.
 
Als der Fürsterzbischof Max Gandolf sah, dass auch viele Kinder seines Landes wegen solcher Grausamkeit heimlich Hab und Gut verließen und über die Grenze flüchteten, bot er allen "Gnade" an, jedoch forderte er erneut , dass alle Landesbürger katholisch werden müssten.  Joseph Schaitberger machte sich nach Verbüßung der Strafhaft zu seinen evangelischen Glaubensbrüdern auf und stärkte sie im Glauben. Weitere, die ihren  protestantischen Glauben nicht leugneten und den Eid nicht ablegten, verließen heimlich das Land und der gewaltsamen Ausweisung zuvorzukommen. Viele jedoch wurden auch - entgegen aller rechtlicher Bestimmungen - nach Beraubung all ihrer Gütern und ihrer Kinder gewaltsam über die Grenze geschafft, so auch Joseph Schaitberger.
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Zu dieser Zeit mussten ungefähr 70 protestantische Familien vom Dürrnberg das Land verlassen. Allen Kindern unter 14 Jahren jedoch wurden (entgegen den Bestimmungen im Westfälischen Frieden) die Eltern entrissen, sie sollten katholisch erzogen  werden. Auch das Ehepaar Schaitberger durfte 1686 die beiden kleinen Töchter Magdalena (getauft 1684) und Anna (getauft 1685) nicht mitnehmen. Als zwei Jahre später die Erlaubnis kam, Aus dem Jahr [[1701]] ist ein Schreiben von Joseph Schaitberger erhalten, in welchem er von Nürnberg aus seine Kinder bittet, auf jeden Fall dem evangelischen Glauben treu zu bleiben. Die meisten aus Salzburg vertriebenen Protestanten konnten letztendlich als Knappen im sächsischen Erzgebirge neue Arbeit und eine neue Heimat finden.
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Zu dieser Zeit mussten ungefähr 70 protestantische Familien vom Dürrnberg das Land verlassen. Allen Kindern unter 14 Jahren jedoch wurden (entgegen den Bestimmungen im Westfälischen Frieden) die Eltern entrissen, sie sollten katholisch erzogen  werden. Auch das Ehepaar Schaitberger durfte 1686 die beiden kleinen Töchter Magdalena (getauft 1684) und Anna (getauft 1685) nicht mitnehmen. (Als etliche Jahre später die Erlaubnis zur Übernahme der Kinder doch erteilt wurde, wollten die nun anders erzogenen beiden Kinder nicht mehr mitkommen). Aus dem Jahr [[1701]] ist ein Schreiben von Joseph Schaitberger erhalten, in welchem er von Nürnberg aus seine Kinder bittet, auf jeden Fall dem evangelischen Glauben treu zu bleiben. Die meisten aus Salzburg vertriebenen Protestanten konnten letztendlich als Knappen im sächsischen Erzgebirge neue Arbeit und eine neue Heimat finden.
    
== Schaitberger in Nürnberg ==
 
== Schaitberger in Nürnberg ==
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