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| | Während seiner Volksschulzeit ersparte sich Kettenhuemer, nach einem eindrucksvollen Vortrag seines Lehrers über das Sparen, so manchen "Groschen". Besonders während der Osterzeit florierte der "Handel" mit Palmbuschen. Zunächst begann er nach der Volksschule die Schneiderlehre bis zu seiner Einberufung zum Militärdienst am [[1. Oktober]] [[1891]] zur k.u.k. Batterie-Division Nr. 27 in Linz. Diesen beendete er am [[31. Dezember]] [[1894]] mit dem Dienstgrad eines Oberkanoniers in der Reserve. | | Während seiner Volksschulzeit ersparte sich Kettenhuemer, nach einem eindrucksvollen Vortrag seines Lehrers über das Sparen, so manchen "Groschen". Besonders während der Osterzeit florierte der "Handel" mit Palmbuschen. Zunächst begann er nach der Volksschule die Schneiderlehre bis zu seiner Einberufung zum Militärdienst am [[1. Oktober]] [[1891]] zur k.u.k. Batterie-Division Nr. 27 in Linz. Diesen beendete er am [[31. Dezember]] [[1894]] mit dem Dienstgrad eines Oberkanoniers in der Reserve. |
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| − | Nun schneiderte er zunächst rund eineinhalb Jahre, bevor er um Aufnahme bei der Gendarmerie ansuchte. Am [[11. September]] [[1896]] konnte er als Probegendarm seinen Dienst in Salzburg antreten. Es folgten Jahren am Gendarmerieposten in [[Tamsweg]], [[Seekirchen]] und [[Mattsee]]. Schließlich wurde er [[1903]] in die Adjudantur des Landesgendarmeriekommandos in die Stadt Salzburg in die [[Kaigasse]] Nr. 8 versetzt. Dort diente er sich bis [[1920]] zum Bezirksinspektor empor. Schließlich wurde er anlässlich seiner krankheitsbedingten Frühpensionierung [[1925]] zum Abteilungsinspektor befördert. | + | Nun schneiderte er zunächst rund eineinhalb Jahre, bevor er um Aufnahme bei der Gendarmerie ansuchte. Am [[11. September]] [[1896]] konnte er als Probegendarm seinen Dienst in Salzburg antreten. Es folgten Jahren am Gendarmerieposten in [[Tamsweg]], [[Seekirchen]] und [[Mattsee (Ort)|Mattsee]]. Schließlich wurde er [[1903]] in die Adjudantur des [[Landesgendarmeriekommando Salzburg|Landesgendarmeriekommandos]] in die [[Stadt Salzburg]] in die [[Kaigasse]] Nr. 8 versetzt. Dort diente er sich bis [[1920]] zum Bezirksinspektor empor. Schließlich wurde er anlässlich seiner krankheitsbedingten Frühpensionierung [[1925]] zum Abteilungsinspektor befördert. |
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| − | Am [[1. Juni]] [[1907]] heiratete Kettenhueumer Elisabeth Grillmaier. Sie starb schon nach 10 kinderlosen Ehejahren im Februar 1917 nach kurzer, schwerer Krankheit im 41. Lebensjahr. So heiratete er am [[1. März]] [[1924]] ein zweites Mal: die 42jährige, aus dem Bezirk Troppau in Schlesien stammende Witwe Emilie Demel, geborene Essler. Im November [[1934]] zog er aus seiner Dienstwohnung in der Stadt Salzburg im Gendarmeriegebäude Kaigasse Nr. 18, 2. Stock, nach Anif in sein Einfamilienhaus, das er ''Villa Aneva'' taufte. Er wohnte mit seiner Frau im Obergeschoss, das Erdgeschoss war an Familie Willer vermietet. | + | Am [[1. Juni]] [[1907]] heiratete Kettenhueumer Elisabeth Grillmaier. Sie starb schon nach zehn kinderlosen Ehejahren im Februar 1917 nach kurzer, schwerer Krankheit im 41. Lebensjahr. So heiratete er am [[1. März]] [[1924]] ein zweites Mal: die 42jährige, aus dem Bezirk Troppau in [[Schlesien]] stammende Witwe Emilie Demel, geborene Essler. Im November [[1934]] zog er aus seiner Dienstwohnung in der Stadt Salzburg im Gendarmeriegebäude Kaigasse Nr. 18, 2. Stock, nach Anif in sein Einfamilienhaus, das er ''Villa Aneva'' taufte. Er wohnte mit seiner Frau im Obergeschoss, das Erdgeschoss war an Familie Willer vermietet. |
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| | Aus diesem Haus musste das Ehepaar nach dem [[Zweiter Weltkrieg|Zweiten Weltkrieg]] am [[9. Juli]] [[1945]] ausziehen, weil es von den [[USFA|Alliierten]] beschlagnahmt wurde. Erst ein Jahr später konnten sie wieder darin einziehen. Die Amerikaner hatten allerdings erhebliche Schäden in der Wohnung angerichtet, worüber Kettenhuemer immer wieder klagte. Obwohl das Ehepaar sehr zurückgezogen lebte, kannte jedermann im Ort den "Herrn Inspektor". Eine schwere Krankheit seiner Frau brachte in den letzten Lebensjahren finanzielle Sorgen, da Josef nicht mehr in er Lage war, mit Fotografieren etwas dazu zu verdienen. So begann er Ende der [[1950er]]-Jahre mit dem Verkauf seiner Fotografien. | | Aus diesem Haus musste das Ehepaar nach dem [[Zweiter Weltkrieg|Zweiten Weltkrieg]] am [[9. Juli]] [[1945]] ausziehen, weil es von den [[USFA|Alliierten]] beschlagnahmt wurde. Erst ein Jahr später konnten sie wieder darin einziehen. Die Amerikaner hatten allerdings erhebliche Schäden in der Wohnung angerichtet, worüber Kettenhuemer immer wieder klagte. Obwohl das Ehepaar sehr zurückgezogen lebte, kannte jedermann im Ort den "Herrn Inspektor". Eine schwere Krankheit seiner Frau brachte in den letzten Lebensjahren finanzielle Sorgen, da Josef nicht mehr in er Lage war, mit Fotografieren etwas dazu zu verdienen. So begann er Ende der [[1950er]]-Jahre mit dem Verkauf seiner Fotografien. |
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